{"id":1263,"date":"2021-08-05T10:00:00","date_gmt":"2021-08-05T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tdhj.org\/?p=1263"},"modified":"2025-10-30T19:45:03","modified_gmt":"2025-10-30T18:45:03","slug":"fuhrung-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tdhj.org\/de\/post\/fuhrung-2021\/","title":{"rendered":"F\u00fchrung 2021+"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-foo\">A<strong>bstract: <\/strong>Das Projekt \u201c<a href=\"https:\/\/gids-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/MCDC_Fuehren_von_morgen_2021_07.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><u>Future Leadership<\/u><\/a>\u201d war eine multinationale Initiative unter F\u00fchrung des German Institute for Defense and Strategic Studies (GIDS) und dem Development, Concepts and Doctrine Centre (DCDC) in Shrievenham, UK, im Rahmen der Multinational Capability Development Campaign 2019\/2020. Dabei wurde untersucht, wie sich die in verschiedenen multinationalen Zukunftspapieren ge\u00e4u\u00dferten Beobachtungen und Zukunftsvisionen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>st\u00e4ndig zunehmende Komplexit\u00e4t des operativen Umfeldes;<\/li>\n\n\n\n<li>Umgangs mit Big Data, k\u00fcnstlicher Intelligenz (KI\/AI) und der damit verbundenen m\u00f6glichen Autonomie von Maschinen, die zu Ver\u00e4nderungen der Mensch-Maschine Schnittstelle f\u00fchrt;<\/li>\n\n\n\n<li>\u201eGrauzonen\u201c, die beim fahrl\u00e4ssigen oder vors\u00e4tzlichen Unterlaufen der durch die UN-Charta rechtlich klar abgegrenzten Rechtszust\u00e4nde von Frieden und Krieg sowie aus der mit der zunehmenden Komplexit\u00e4t verbundenen h\u00f6heren Volatilit\u00e4t, Unsicherheit und Ambiguit\u00e4t entstehen,<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-1vqj6\">auf die Anforderungen an milit\u00e4rische F\u00fchrungskr\u00e4fte auswirken werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-642d8\"><strong>Bottom-line-up-front:<\/strong> Das Industriezeitalter und damit die dort g\u00fcltigen Rahmenbedingungen f\u00fcr F\u00fchrung, wie Stabilit\u00e4t des Umfelds, prozessbasierte Abl\u00e4ufe und Kontrolle m\u00fcssen neu \u00fcberdacht werden, da zunehmende Komplexit\u00e4t des Umfeldes Konsequenzen f\u00fcr das F\u00fchren nach sich ziehen. In diesem Zusammenhang muss sich folglich auch der Begriff des Denkens in den Streitkr\u00e4ften zu einer gleicherma\u00dfen kreativen wie auch kritischen F\u00e4higkeit weiterentwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-79eih\"><strong>Problemdarstellung:<\/strong> <em>\u201cWhat are the impacts on military leadership, if the predictions as stated in various Future Operating Environment documents will come true?\u201d<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-3squ3\"><strong>Was nun?:<\/strong> Mit dem auf das \u201eWarum\u201c ausgerichteten Ansatz der Auftragstaktik statt des deutlich einfacheren \u201eWie\u201c Ansatzes der Befehlstaktik ist die Auftragstaktik der ideale Rahmen f\u00fcr die Nutzung der Methoden der K\u00fcnstlichen Intelligenz zur Weiterentwicklung der Mensch-Maschine Schnittstellen. Dies bedarf aber auch, dass neue Formen des Vertrauens formuliert und ausgebildet werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/wp-content\/media-ext\/0d3ede_802aa4d3075a46f2a77af189c89e724d~mv2.png\" alt=\"\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color has-small-font-size wp-block-paragraph\">Source: shutterstock.com\/Panchenko Vladimir<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5klqa\"><em>Was Sie \u00fcber KI im Einsatz wissen sollten, aber nie gefragt haben oder wor\u00fcber Sie nachgedacht haben sollten, bevor Sie in einer komplexen Grauzonen-Operation f\u00fchren.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-9m8g4\">Future Operating-Environment &#8211; Der Ansatz<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-4sqmj\"><em>Future-Operating-Environment<\/em> Dokumente werden national und international mit wissenschaftlichen Methoden , wie beispielsweise der Szenario-Entwicklung oder der Trendanlyse, zur strategischen Vorausschau f\u00fcr die Streitkr\u00e4fteplanung erarbeitet. Dabei werden, neben Erkenntnissen aus gesammelten <em>Lessons Learned<\/em> aus laufenden oder beendeten Eins\u00e4tzen, auch externe gesellschaftliche und technologische Impulse f\u00fcr die (Weiter-)Entwicklung milit\u00e4rischer F\u00e4higkeitsprofile ber\u00fccksichtigt. Damit k\u00f6nnen bestehende milit\u00e4rische F\u00e4higkeiten auf ihre zuk\u00fcnftige Relevanz \u00fcberpr\u00fcft und neue, bislang fehlende F\u00e4higkeiten identifiziert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-e7p2m\">Bei der Analyse der <em>Future-Operating-Environment<\/em> Dokumente der Projektnationen wurden mit Bezug zu F\u00fchrungsaspekten \/ -fragen drei gemeinsame Trends (Komplexit\u00e4tszuwachs, Umgang mit neuen Technologien und Grauzonen durch hybride Bedrohungen) erkannt, die dann weiter untersucht wurden. Hierzu wurden Wissenschaftler und Experten eingeladen, ihre aktuellen Forschungen in diesen Themenbereichen vorzustellen und mit dem Projektteam in moderierten <em>Design Thinking Sessions<\/em>[1] diskutiert. Interesseleitend war dabei stets die Frage, was das Angesprochene konkret f\u00fcr milit\u00e4rische F\u00fchrungskr\u00e4fte bedeutet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-263ap\">Komplexit\u00e4t als F\u00fchrungsherausforderung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-a39q4\">Um grunds\u00e4tzliche Ableitungen zur milit\u00e4rischen F\u00fchrung im 21. Jahrhundert treffen zu k\u00f6nnen, gilt es vorab das Handlungsumfeld selbst zu beschreiben. In diesem Zusammenhang widmet sich \u201eFuture Leadership 2020\u201c in einem ersten Schritt dem aktuellen Charakter von Konflikten. Diese sind durch einen sich beschleunigenden Wettbewerb zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren und einem nicht erkennbaren Ende gewaltsamen Extremismus, der zu zunehmender Instabilit\u00e4t mit extremen Ver\u00e4nderungsgeschwindigkeiten f\u00fchrt, gepr\u00e4gt. Dies m\u00fcndet in komplexen und \u00fcblen (auf Englisch: <em>wicked<\/em>) Problemstellungen, die mit herk\u00f6mmlichen Methoden nicht mehr gel\u00f6st werden k\u00f6nnen. Diese ver\u00e4nderten Rahmenbedingungen k\u00f6nnen dar\u00fcber hinaus auch durch ein durch Volatilit\u00e4t, Unsicherheit, Komplexit\u00e4t und Ambiguit\u00e4t[2] sich permanent wandelndes milit\u00e4risches Einsatzumfeld entstehen. Diese ver\u00e4nderten Anforderungen f\u00fchren dazu, dass selbst erfahrene F\u00fchrungskr\u00e4fte \u00fcberfordert werden und feststellen, dass bew\u00e4hrte Probleml\u00f6sungsstrategien nicht mehr ausreichend sind und erfordern personelle, organisatorische und technische L\u00f6sungsunterst\u00fctzungen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Dies Komplexit\u00e4tsproblem wird durch gegnerische hybride Aktivit\u00e4ten noch weiter verst\u00e4rkt, bei denen die bisherige scharfe Trennung zwischen Frieden und Krieg aufgehoben ist, so dass milit\u00e4rische und zivile F\u00fchrungskr\u00e4fte in einem deutlich erweiterten Aufgabenspektrum sowohl miteinander als auch f\u00fcreinander arbeiten k\u00f6nnen m\u00fcssen.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-ddikd\"><em>Big Data<\/em>, das unter anderem aus einer st\u00e4ndig wachsenden Anzahl an Sensoren und Aufkl\u00e4rungsergebnissen entsteht, muss permanent analysiert und in Entscheidungen einbezogen werden. Hierzu werden zeitnah Technologien der k\u00fcnstlichen Intelligenz ihre Anwendung finden, die milit\u00e4rische F\u00fchrungskr\u00e4ften in ihren F\u00e4higkeiten unterst\u00fctzen \u201eeine komplexe Lage zu verstehen\u201c. Dies l\u00e4sst sich nur mit (zuk\u00fcnftigen) F\u00fchrungskr\u00e4ften realisieren, die im hohen Ma\u00dfe kognitiv agil und adaptiv sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-dj8t1\">Damit bleibt die Frage was unter F\u00fchrung im Allgemeinen, und vor allem unter milit\u00e4rischer F\u00fchrung, tats\u00e4chlich zu verstehen ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-a1ojj\">Leadership, Command und Management<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-af5o9\">Hierzu wird F\u00fchrung in <em>Leadership<\/em>, <em>Command<\/em> und <em>Management<\/em> aufgeteilt.<em> Leadership<\/em> ist der motivatorische Anteil im Sinne eines \u201eFolge mir\u201c, <em>Command<\/em> der funktionale Anteil im Sinne eines \u201eLasst uns voran gehen\u201c und <em>Management<\/em> die dazu notwendigen Prozesse und Verfahren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-1fd2s\">W\u00e4hrend <em>Command<\/em> kraft Amtes verliehen wird, basiert <em>Leadership<\/em> zu einem hohen Ma\u00dfe auf psychologischen Eigenschaften der F\u00fchrungskraft und ihrer Beziehung zu den Gef\u00fchrten, und dabei vor allem auf Vertrauen. Bisher \u201eg\u00fcltige\u201c Narrative eines \u201eHeroic Leaders\u201c, die insbesondere durch literarische \u201eSieger\u201c &#8211; Darstellungen h\u00e4ufig \u00fcberzeichnet wurden, eignen sich nicht f\u00fcr die L\u00f6sungen komplexer Probleme. Hier m\u00fcssen neue Bilder gesetzt werden, beispielsweise jenes des milit\u00e4rischen F\u00fchrers als G\u00e4rtner, welches General McChrystal in seinem Buch \u201eTeams of Teams\u201c zeichnete. Im Sinne der Auftragserf\u00fcllung spielt heute bei \u201eguter\u201c F\u00fchrung gerade in westlichen Demokratien neben dem Effizienzkriterium auch die moralisch angemessene Auftragserf\u00fcllung eine besondere Rolle. Des Weiteren komprimieren aktuelle und erwartbare moderne Informationstechnologien durch die permanente Echtzeitkommunikation die bisherigen, auch organisatorisch getrennten, Stufen der strategischen, operativen und taktischen Ebene zumindest virtuell auf eine einzige Ebene, was in ihrer positiven Ausgestaltung eine Beschleunigung, in einer negativen Ausgestaltung Vertrauen zerst\u00f6rendes Micro-Management bedeuten kann. Dem kann mit einer entsprechenden Organisationsphilosophie entgegengewirkt werden, die im Milit\u00e4rischen mit der deutschen Auftragstaktik vorliegt. Die Philosophie der Auftragstaktik und die unterliegenden Grunds\u00e4tze wie Vertrauen, Erm\u00e4chtigung Unterstellter, pro-aktives Verhalten, kritisches Denken, der Wille Autorit\u00e4t und Entscheidungsbefugnisse zu delegieren sowie die Bereitschaft die Initiative zu ergreifen zeigen deren uneingeschr\u00e4nkte Anwendbarkeit f\u00fcr aktuelle und kommende \u201eVUCA-Herausforderungen\u201c, da mit ihr als von unten nach oben aufwachsender F\u00fchrungsphilosophie Probleme tats\u00e4chlich dort gel\u00f6st werden, wo sie auftreten. Dar\u00fcber hinaus bietet sie auch effektive M\u00f6glichkeiten zum Umgang mit modernen KI basierten Technologien.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Im Sinne der Auftragserf\u00fcllung spielt heute bei \u201eguter\u201c F\u00fchrung gerade in westlichen Demokratien neben dem Effizienzkriterium auch die moralisch angemessene Auftragserf\u00fcllung eine besondere Rolle.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-abtb6\">Leading in the Future Environment<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-9afvr\">Die bisher geltenden Paradigmen des Industriezeitalter und damit die dort g\u00fcltigen Rahmenbedingungen f\u00fcr F\u00fchrung, wie Stabilit\u00e4t des Umfelds, prozessbasierte Abl\u00e4ufe und Kontrolle m\u00fcssen f\u00fcr das Future Environment \u00fcberdacht werden, da zunehmende Komplexit\u00e4t des Umfeldes Konsequenzen f\u00fcr das F\u00fchren nach sich zieht. In diesem Zusammenhang muss sich folglich auch der Begriff des Denkens in den Streitkr\u00e4ften zu einer gleicherma\u00dfen kreativen wie auch kritischen F\u00e4higkeit weiterentwickeln. Im Kontext der Eigenschaften von <em>Big Data<\/em> (Umfang, Korrektheit und Umsetzungsgeschwindigkeit) wird das Thema der K\u00fcnstliche Intelligenz als neuer f\u00fchrungsrelevanter kognitiver Mensch-Maschine Schnittstelle zwangsl\u00e4ufig thematisiert. Wo Datenvolumen Menschen an ihre Leistungsgrenzen bringen, m\u00fcssen Prozesse im Sinne der Digitatlisierung, Autonomisierung und Automatisierung zumindest unterst\u00fctzt werden, um den Anforderungen des Gefechtsfeldes gerecht werden zu k\u00f6nnen. In diesem Zusammenhang gilt es auch, gruppendynamische Prozesse und intrapersonnelle Aspekte und Anforderunge des F\u00fchren in komplexen Szenarien zu beschreiben, um holistische Ableitungen treffen zu k\u00f6nnen. Hierzu werden unter anderem F\u00fchrungsstile, Pers\u00f6nlichkeitsmerkmale und Herausforderungen wie Stress und Resilienz dargestellt. Damit jedoch noch nicht genug mit den Anforderungen an den milit\u00e4rischen F\u00fchrer. Die Bew\u00e4ltigung von Komplexit\u00e4t erfordert ein Mindestmass an notwendiger gedanklicher Agilit\u00e4t und Adaptivit\u00e4t, sowohl in der individuellen als auch organisatorischen Perspektive, um die milit\u00e4rischen Herausforderungen im hybriden oder <em>subthreshold<\/em> Umfeld bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen. Dabei sind die besondere Relevanz der Charakteristika von Auftragstaktik gerade in der Bew\u00e4ltigung von <em>cross domain<\/em> Problemen hervorgehoben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-eum2a\">KI im Kontext der F\u00fchrung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5mbpl\">K\u00fcnstliche Intelligenz vermag den limitierenden Faktor \u201eMensch\u201c in vielerlei Hinsicht zu unterst\u00fctzen oder gar zu entlasten. Dies f\u00fchrt zwangsl\u00e4ufig zur Frage der Nutzung autonomer Systeme, deren M\u00f6glichkeiten und den entsprechenden ethischen Herausforderungen. Hierzu wurden unter anderem im Rahmen der NATO Ans\u00e4tze wie <em>meaningful<\/em> und <em>effective humand control<\/em> diskutiert. Da potenzielle Gegner diesen auf westlichen Moral und Ethikvorstellungen beruhenden \u00dcberlegungen nicht unbedingt folgen werden, kann eine unterschiedliche Nutzung von KI zu weiteren Asymmetrien f\u00fchren, die sich gegebenenfalls auch als echte milit\u00e4rische Nachteile erweisen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-7o6m1\">Im Bereich der Entscheidungsunterst\u00fctzung werden die mit dem Einsatz von KI verbundenen Risiken hinsichtlich Vertrauen, Abh\u00e4ngigkeit sowie m\u00f6glicher Barrieren zwischen F\u00fchrern und Gef\u00fchrten offensichtlich. Auch das Risiko, dass zuk\u00fcnftige F\u00fchrungskr\u00e4fte nicht mehr den Raum erhalten, aus eigenen Fehlern zu lernen, da diese sofort von KI kompensiert werden, wird sich m\u00f6glichweise negativ auswirken. Unter der Annahme, dass die Auftragstaktik auch auf die Autonomie der Systeme erweitert werden kann, ergibt sich der Bedarf einer organisatorischen F\u00fchrungskultur, die verbindlich \u201ehuman control\u201c definiert und dieses auch umsetzt. Mit dem Konzept der \u201eEffective Human Control\u201c k\u00f6nnen Risiken wie \u201eUnterausnutzung\u201c, \u201ezu gro\u00dfes Vertrauen\u201c oder \u201ehumane Substitutionsm\u00f6glichkeiten\u201c diskutiert werden. Desweitern muss abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt sein, wie die operative Nutzungsautorit\u00e4t geregelt wird, um ein fremdgesteuertes externes \u201etechnisches\u201c Micro-Management in einem \u201eSystem of System\u201c zu verhindern.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Mit dem Konzept der \u201eEffective Human Control\u201c k\u00f6nnen Risiken wie \u201eUnterausnutzung\u201c, \u201ezu gro\u00dfes Vertrauen\u201c oder \u201ehumane Substitutionsm\u00f6glichkeiten\u201c diskutiert werden.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-9va8d\">Von der Theorie zur Praxis \u2013 m\u00f6gliche Ableitungen f\u00fcr die Bundeswehr<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-1nkgl\">1813 schrieb Carl von Clausewitz in seinem Nachruf \u00fcber General von Scharnhorst folgendes, mit denen er dessen Werk der Preu\u00dfischen Heeresreformen[3] zusammenfasste:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>\u201e<em>Eine der neuen Kriegsart entsprechenden Eintheilung, Bewaffnung und Ausr\u00fcstung.<\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em>Veredelung der Bestandteile und Erhebung des Geistes.<\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em>Eine sorgf\u00e4ltige Auswahl derjenigen Offiziere, welche an die Spitze der gr\u00f6\u00dferen Abteilungen gestellt wurden.<\/em><\/li>\n\n\n\n<li><em>Neue der heutigen Kriegsart angemessenen \u00dcbungen<\/em><strong>\u201c<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-enag7\">Sieht man es pragmatisch, sind diese vier Ableitungen auch mit Bezug auf die mit Future Leadership 2021 beschriebenen Herausforderungen generell nutzbar und lie\u00dfen sich wie folgt umsetzen:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Flachere Hierarchien, kleinere, aber agilere und adaptiverer Verb\u00e4nde, Bewaffnung mit modernen, auch autonomen Waffensystemen und KI-Unterst\u00fctzung. Falls dies ethisch nicht gew\u00fcnscht wird, muss zumindest sichergestellt werden, dass entsprechende Counter Systeme verf\u00fcgbar sind.<\/li>\n\n\n\n<li>Ausbildung der F\u00fchrungskr\u00e4fte in den Bereichen Adaptivit\u00e4t, kritisches und kreatives Denken sowie Anwendungen K\u00fcnstlicher Intelligenz auch im Rahmen komplexer Gefechtsaufgaben.<\/li>\n\n\n\n<li>\u00dcberpr\u00fcfen des Kompetenzmodells der Bundeswehr hinsichtlich dessen Validit\u00e4t bez\u00fcglich Adaptivit\u00e4t, Umgang mit komplexen Fragestellungen, Agilit\u00e4t beispielsweise der Kompetenz bestehendes Wissen zugunsten neuer Entwicklungen in Fragestellen zu k\u00f6nnen[4].<\/li>\n\n\n\n<li>Bestehende \u00dcbungen m\u00fcssen \u00fcber den Anteil der Zertifizierungen f\u00fcr bestimmte Operationen oder Eins\u00e4tze, also \u201eK\u00f6nnungen\u201c, zuk\u00fcnftig auch wieder freilaufende Anteile haben, die die dabei eingesetzten F\u00fchrungskr\u00e4fte der Volatilit\u00e4t, Unsicherheit, Komplexit\u00e4t und Ambiguit\u00e4t aussetzen, mit dem Ziel, dass sowohl \u00dcbungsanlegende als auch Teilnehmer dabei \u201elernen\u201c: \u201eWer am nat\u00fcrlichsten, ruhigsten man\u00f6verierte, den Sinn der General-Idee am schnellsten auffa\u00dfte, die einmal gegebene Disposition am consequentesten durchf\u00fchrte, das Gl\u00fcck zu benutzen, das Ungl\u00fcck auszugleichen wu\u00dfte, verdient vorzugsweise Beifall.\u201c[5]<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-f8u3o\">Basierend auf den Erkenntnissen aus dem Projekt Future Leadership 2020 lassen sich aus Sicht der Autoren noch weitere Empfehlungen ableiten:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-2ejfq\"><em>Agilere und adaptivere SK bedeuten grunds\u00e4tzlich flachere Hierarchien mit einem h\u00f6heren Vernetzungsgrad<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5f4j3\">Die bestehenden Streitkr\u00e4ftestrukturen (und damit die Art wie dar\u00fcber gedacht wird) sind in Teilen \u00e4lter als 130 Jahre. Die russische Armee experimentiert seit mehreren Jahren mit sogenannten Bataillon Task Groups, bei denen entsprechend der zu bew\u00e4ltigenden Aufgabe beispielsweise Drohnen-, Eloka-, oder Artillerie-Z\u00fcge einem Bataillon zugewiesen und von dort gef\u00fchrt werden. In den bisherigen Auslandseins\u00e4tzen der Bundeswehr wurden solche Verb\u00e4nde ebenfalls eingesetzt, in den Strukturen im Inland finden sie sich nirgends wieder. Agil und adaptiv bedeutet dabei nicht automatisch auch kleiner, es erm\u00f6glicht aber aus der Bewegung heraus, neue und alternative Formen aufgabenorientiert einzunehmen. Dies gilt es auch auszubilden, um die damit befassten F\u00fchrungskr\u00e4fte dazu tats\u00e4chlich zu bef\u00e4higen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Agil und adaptiv bedeutet dabei nicht automatisch auch kleiner, es erm\u00f6glicht aber aus der Bewegung heraus, neue und alternative Formen aufgabenorientiert einzunehmen.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-auspj\">Der derzeitige \u00f6ffentliche Diskurs um die zuk\u00fcnftigen Strukturen der Bundeswehr[6] zeigt, dass in Deutschland derzeit noch nicht in neuen agileren oder adaptiveren Strukturen gedacht wird. Im Gegenteil, es werden meist nur St\u00e4be, Einheiten und F\u00e4higkeiten entlang bestehender gedanklicher Korsettstangen, wie strategischer, operativer[7] und taktischer Ebene hin- und her geschoben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-183ab\">Letztendlich steht und f\u00e4llt aber alles damit:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5o4od\"><em>(Zunehmende) Komplexit\u00e4t im Entscheidungsumfeld muss zun\u00e4chst auch komplex erfasst und komplex gedacht werden, erst in der Umsetzung gilt es, die Komplexit\u00e4ten aufzul\u00f6sen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-erm82\">Die existierenden Verfahren zur Auftragsauswertung spiegeln nicht die tats\u00e4chliche Komplexit\u00e4t der Herausforderungen in der Welt. Das bedeutet nicht, dass sie in sich falsch sind, sie f\u00fchren aber bei der Anwendung zu nicht angemessenen, unterkomplexen L\u00f6sungen, die am Anfang zwar eing\u00e4ngig, in der Folge aber gegebenenfalls zu mehr Schaden als Wirkung f\u00fchren, da sie Systemzusammenh\u00e4nge nicht ber\u00fccksichtigen und zu falschen Zielsetzungen, unvernetzter Situationsanalyse, einseitiger Schwerpunktbildung, unbeachtet lassen von Neben- und Fernwirkungen, sowie Tendenzen zur \u00dcbersteuerung und autorit\u00e4rem Verhalten aufweisen.[8]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-1cuuh\">Methodengerecht angesetzt, lie\u00dfen sich aus Sicht der Autoren viele der bestehenden Probleme, unter anderem auch im R\u00fcstungsbereich, vielleicht nicht sofort aufl\u00f6sen, aber mindestens mit einer h\u00f6heren Effizienz und vor allem einer besseren Effektivit\u00e4t moderieren. Dies gilt auch f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Gefechtsf\u00fchrung im Rahmen von <em>Multi-domain Operations (MDO)<\/em>. Einer der wissenschaftlichen V\u00e4ter dieser neuen Operationsform, Alberts, erkl\u00e4rte w\u00e4hrend der Konferenz des NATO C2 Centre of Excellence zu MDO im November 2020, dass MDO nur mit MDO gekontert werden k\u00f6nnen. Dies verlangt dann aber, dass zuk\u00fcnftig alle milit\u00e4rischen F\u00fchrer in allen Dom\u00e4nen (Luft, Land, See, Space und Cyber, prospektiv erweitert um eine Human Domain) die damit verbundene sich steigernde Komplexit\u00e4t verstehen und problemgerecht umsetzen k\u00f6nnen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-b7hda\"><em>(Mehr) Auftragstaktik wagen \u2013 jeder Auftragstaktiker f\u00fchrt mit Auftrag, aber nicht jeder F\u00fchrer mit Auftrag ist ein Auftragstaktiker.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-96il\">Auftragstaktik und das bis dato insbesondere im deutschen Heer bevorzugte F\u00fchren mit Auftrag sind nicht dasselbe. Das l\u00e4sst sich historisch: Mit dem Exerzier-Reglement der Preu\u00dfischen Infanterie von 1888 wurde ein \u201eAuftragsverfahren\u201c erstmalig in einer Vorschrift postuliert. Der Begriff \u201eAuftragstaktik\u201c wurde erst danach von einem Kritiker des Auftragsverfahren, Generalleutnants a.D. Albert von Boguslawski, gepr\u00e4gt, der in einem Aufsatz unter anderem f\u00fcrchtete, dass die (damals gerade neu eingef\u00fchrten) Brigadekommandeure durch diese neue Art der F\u00fchrung weniger Freiheit des Handels als die ihr unterstellten F\u00fchrer haben w\u00fcrden.[9] Dieses auf die F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit bezogene Denken f\u00fchrte zum \u201eF\u00fchren mit Auftrag\u201c, w\u00e4hrend Moltke d.A. selbst immer vom Untergebenen ausgegangen ist: <em>\u201eAls Regel ist festzuhalten, dass die Disposition alles das, aber auch nur das enthalten mu\u00df, was der Untergebene zur Erreichung eines bestimmten Zweckes nicht selbst\u00e4ndig bestimmen kann<\/em>.\u201c[10]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-44kc9\">Bei \u00dcbungen sind VUCA Elemente derart einzubinden, dass f\u00fcr deren L\u00f6sungen Vorgesetzte und Untergebene konkret kollaborieren m\u00fcssen. Desweiteren m\u00fcssen auch Lagen eingespielt werden, die F\u00fchrungskr\u00e4fte zu Entscheidungen unter moralischen und ethischen Aspekten zwingen. Mit dem auf das \u201eWarum\u201c ausgerichteten Ansatz der Auftragstaktik statt des deutlich einfacheren \u201eWie\u201c Ansatzes der Befehlstaktik ist die Auftragstaktik der ideale Rahmen f\u00fcr die Nutzung der Methoden der K\u00fcnstlichen Intelligenz zur Weiterentwicklung der Mensch-Maschine Schnittstellen. Dies bedarf aber auch, dass neue Formen des Vertrauens[11] formuliert und ausgebildet werden.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Mit dem auf das \u201eWarum\u201c ausgerichteten Ansatz der Auftragstaktik statt des deutlich einfacheren \u201eWie\u201c Ansatzes der Befehlstaktik ist die Auftragstaktik der ideale Rahmen f\u00fcr die Nutzung der Methoden der K\u00fcnstlichen Intelligenz zur Weiterentwicklung der Mensch-Maschine Schnittstellen.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-6q9r8\">Damit muss das bisherige \u201eF\u00fchren mit Auftrag\u201c als ganzheitlicher Auftragstaktik noch st\u00e4rker als bisher mit dem Menschenbild der Inneren F\u00fchrung verbunden werden, und die vertrauensbasierte Wechselbeziehung zwischen F\u00fchrungskr\u00e4ften und Untergebenen noch st\u00e4rker betont. Dies muss gegebenenfalls entsprechend ausgebildet werden. das Bild der \u201ebislang\u201c allwissenden F\u00fchrungskraft kommt durch die steigenden Komplexit\u00e4t notwendigerweise an ihre kognitiven Grenzen, Komplexit\u00e4tsbeherrschung durch mehr Kreativit\u00e4t ist nur durch mehr Diversit\u00e4t in Teams erreichbar. Bei der Auswahl von F\u00fchrungskr\u00e4ften m\u00fcssen damit dann auch 360 Grad Beurteilungen mit einbezogen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-dots\" \/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-bfuih\"><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/harald-schaub\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><u>Prof. Dr. Harald Schaub<\/u><\/a>, apl. Professor an der Otto-Friedrich-Universit\u00e4t in Bamberg, Leiter der IABG Safety &amp; Security Academy, Senior Program Manager Human Factors Engineering.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-fi8si\"><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/s%C3%B6nke-marahrens-0265166\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><u>S\u00f6nke Marahrens<\/u><\/a>, Dipl Inform, MPA, Oberst i.G. , Bereichsleiter Strategie und Streitkr\u00e4fte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-bolru\">Die Autoren waren als SME und Co-Lead f\u00fcr das MCDC Projekt Future Leadership beteiligt. Bei den in diesem Artikel vertretenen Ansichten handelt es sich um die des Autors\/der Autorin. Diese m\u00fcssen nicht mit jenen des GIDS, der Bundeswehr und der IABG \u00fcbereinstimmen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-dots\" \/>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-qqad\">[1] Design Thinking beschreibt Methoden zur L\u00f6sung komplexer oder chaotischer Probleme, bei der Experten und \u201eBetroffene\u201c gleicherma\u00dfen Ber\u00fccksichtigung finden, um verschiedene Perspektiven \/ Perspektivwechsel zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-7312f\">[2] Im Englischen VUCA \u2013 Volatility, Uncertainty, Complexity and Ambiguity.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-ceo09\">[3] Werner Hahlweg, <em>Carl von Clausewitz. Schriften. Aufs\u00e4tze. Briefe<\/em> (Berlin: Vandenhoeck&amp;Ruprecht, 1990), 212 \u2013 213.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-d8mns\">[4] Die Bedeutung dieser Kompetenz l\u00e4sst sich im derzeitigen Umgang mit Covid 19 hervorheben, bei der viele Bundesb\u00fcrger nach einem \u201eFesthaltehaltepunkt\u201c suchen, w\u00e4hrend die forschenden Wissenschaftler permanent, teilweise auch diametrale, Erkenntnisse durch neue Studien gewinnen und publizieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-ai7bh\">[5] Georg von Reisswitz, <em>Kriegsspiel<\/em> (Berlin, 1824), 6.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-degvv\">[6] Hans-Peter Bartels und Rainer Glatz, \u201c Welche Reform die Bundeswehr heute braucht \u2013 Ein Denkansto\u00df,\u201c <em>SWP<\/em>, 2020, https:\/\/www.swp-berlin.org\/10.18449\/2020A84\/. Siehe ebenso Dominic Vogel, \u201eWie die F\u00fchrungsorganisation der Bundeswehr angepasst werden kann,\u201c <em>SWP<\/em>, 2020, <a href=\"https:\/\/www.swp-berlin.org\/10.18449\/2020A25\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.swp-berlin.org\/10.18449\/2020A25\/<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-ctts1\">[7] Die Clausewitz z.B. gar nicht kannte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-e3709\">[8] Gilbert Probst und Peter Gomez, <em>Vernetztes Denken. Ganzheitliches F\u00fchren in der Praxis<\/em> (Wiesbaden: Springer, 1987).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-11sai\">[9] Stephan Leistenscheider, Auftragstaktik im preu\u00dfisch-deutschen Heer 1872 bis 1914 (Hamburg, Berlin, Bonn: Mittler, 2002).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-8k7oi\">[10] Carl-Gero von Ilsemann, \u201eDas operative Denken des \u00e4lteren Moltke.\u201c In <em>Operatives Denken und Handeln in deutschen Streitkr\u00e4ften im 19. und 20. Jahrhundert (= Vortr\u00e4ge zur Milit\u00e4rgeschichte Band 9)<\/em>, ed. MGFA (Herford, 1988), 17-44.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-6eoec\">[11] Die empirische Forschung im Bereich Autonome Maschinen zeigt, dass eine Maschine um den Faktor 10 \u201esicherer\u201c agieren muss, als ein Mensch, damit ihr von Menschen \u201evertraut\u201c wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abstract: Das Projekt \u201cFuture Leadership\u201d war eine multinationale Initiative unter F\u00fchrung des German Institute for Defense and Strategic Studies (GIDS) und dem Development, Concepts and Doctrine Centre (DCDC) in Shrievenham, UK, im Rahmen der Multinational Capability Development Campaign 2019\/2020. 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