{"id":1352,"date":"2023-04-03T04:07:28","date_gmt":"2023-04-03T04:07:28","guid":{"rendered":"https:\/\/tdhj.org\/?p=1352"},"modified":"2025-10-30T19:45:04","modified_gmt":"2025-10-30T18:45:04","slug":"gesellschaft-wandel-sozial-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tdhj.org\/de\/post\/gesellschaft-wandel-sozial-4\/","title":{"rendered":"Gesellschaft im Wandel"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-foo\"><strong>Abstract:<\/strong> Das Bundesheer erlebt einen ungeahnten Aufschwung durch einen \u00fcber ein Jahrzehnt gesichert scheinenden milliardenschweren Invest, um Ger\u00e4t und Infrastruktur aufzubauen. Aber wird es noch genug Personal geben das beschaffte Ger\u00e4t zu bedienen? Die Pensionierungswelle der \u201eBabyboomer\u201c macht auch vor dem Milit\u00e4r nicht halt. Zus\u00e4tzlich gelten neue Arbeitszeitmodelle, einhergehend mit Technologiesch\u00fcben, als ernstzunehmende Konkurrenz. Die Interessen nachfolgender Generationen stellen Anforderungen an das Milit\u00e4r als attraktiven Arbeitgeber. Doch gerade Gesellschaftswandel, Verst\u00e4ndnis f\u00fcr <em>Work-Life-Balance<\/em> und gesamtstaatliche Herausforderungen bieten gleichzeitig m\u00f6gliche L\u00f6sungsans\u00e4tze.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-o1cp\"><strong>Problemdarstellung: <\/strong>Wie beeinflussen moderne Technologien, Verwaltungsvereinfachung, Wertsch\u00e4tzung sowie Flexibilit\u00e4t und flache F\u00fchrungsstrukturen die Attraktivit\u00e4t des Milit\u00e4rs als Arbeitgeber?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5g58r\"><strong>Bottom-line-up-front: <\/strong>Das Milit\u00e4r, basierend auf hierarchischen Strukturen, Disziplin, Befehl und Gehorsam, steht zunehmend als Arbeitgeber im Gegensatz zum Gesellschaftswandel und den Interessen nachfolgender Generationen. Eine Anpassung seiner Strukturen und Rahmenbedingungen scheint n\u00f6tig, um geeignetes Personal in flexibler zeitlicher Bindung zu gewinnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-2jn2c\"><strong>Was nun?: <\/strong>Das Bundesheer sollte dem verfassungsm\u00e4\u00dfigen Auftrag einer milizartigen Struktur entsprechend die Arbeitsm\u00f6glichkeiten und -spektren insbesondere f\u00fcr Teilzeit und somit Milizsoldat:innen als Teil der Lebensarbeitszeit und win-win-Situation erweitern, Wertsch\u00e4tzung, Teamwork, milit\u00e4rische Alleinstellungsmerkmale, Weiterbildungsm\u00f6glichkeiten und planbare Vereinbarkeit mit Familie und Freizeit in den Fokus r\u00fccken, um ausreichend geeignetes Personal f\u00fcr Pr\u00e4senz- und insbesondere Milizstand zu gewinnen. Ein gesamtstaatlicher L\u00f6sungsansatz ist hierzu erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/wp-content\/media-ext\/0d3ede_d5b29b163c454c14a682544caba4fd3c~mv2.png\" alt=\"Gesellschaft im Wandel\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color has-small-font-size wp-block-paragraph\">Source: shutterstock.com\/fizkes<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"viewer-4s217\" class=\"wp-block-heading\">Gesellschaft im Wandel<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-6q0e6\">Unbestritten befindet sich unsere Gesellschaft st\u00e4ndig im Umbruch. Klimawandel, Corona-Pandemie, Krieg in der Ukraine und damit verbundene exorbitante Inflation haben in den letzten Jahren einen alarmierenden Schub geleistet und gerade in Europa beunruhigt. Der gesichert scheinende soziale Friede und Wohlstand br\u00f6ckelt. Die anlaufende Pensionierungswelle der \u201eBabyboomer\u201c \u2013 in Verbindung mit immer h\u00f6herer Lebenserwartung \u2013 bringt dar\u00fcber hinaus das Sozialsystem ins Wanken. So geht aus einer langfristigen Budgetprognose des \u00f6sterreichischen Finanzministeriums hervor, dass f\u00fcr demografieabh\u00e4ngige Staatsausgaben aufgrund der alternden und vermehrt pflegebed\u00fcrftigen Gesellschaft im Jahre 2060 bereits mehr als 62% aller Staatsausgaben (bezogen auf % BIP) zu veranschlagen sein werden.[1]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Der gesichert scheinende soziale Friede und Wohlstand br\u00f6ckelt.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-eiou8\">Im erwerbsf\u00e4higen Alter von 15-64 Jahren werden 2060, trotz Migration im derzeitigen Umfang, nur 5,9 Millionen B\u00fcrger:innen stagnierend zur Verf\u00fcgung stehen. Die Gesamtbev\u00f6lkerung w\u00e4chst aber im selben Zeitraum auf 10 Millionen an.[2] Im Jahre 2060 werden \u00fcber 27% der Bev\u00f6lkerung \u00fcber 65 Jahre sein, 2022 waren es noch 19,5%.[3] Die Umverteilung der verf\u00fcgbaren (finanziellen) Ressourcen, um alle erforderlichen Aufgaben des Staates sicherzustellen, wird so nicht mehr im ausreichenden Ma\u00df m\u00f6glich sein.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"viewer-9rps\" class=\"wp-block-heading\">Der \u201eGenerationenvertrag\u201c \u2013 Alternativfinanzierungen?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-7gfj\">Der \u201eGenerationenvertrag\u201c aus den 1950er-Jahren besagt, \u201edass jene Menschen, die berufst\u00e4tig sind, mit ihrer Arbeitsleistung auch jenen Betrag erwirtschaften, mit dem die anderen versorgt werden, mit dem also beispielsweise Pensionen oder Renten bezahlt werden.\u201c[4] Dar\u00fcber hinaus ist noch die wirtschaftlich inaktive, j\u00fcngere Bev\u00f6lkerung zu erhalten. Dieser \u201eVertrag\u201c funktioniert aber nicht mehr, da einerseits der erwerbsf\u00e4hige Teil der Bev\u00f6lkerung (20-65 Jahre) stagniert, andererseits der Anteil der Bev\u00f6lkerung in Pension\/Rente (65+ Jahre) zunimmt.[5] Somit sind vom Staatshaushalt j\u00e4hrlich steigende Pensionszusch\u00fcsse in Milliardenh\u00f6he zu t\u00e4tigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-3hj2d\">Die Anhebung des Pensionsantrittsalters in \u00d6sterreich von derzeit generell 65 (Frauen werden schrittweise an dieses Antrittsalter herangef\u00fchrt) auf 67 Jahren, wie es in Deutschland gesetzlich bereits 2006 ab Geburtenjahrgang 1964 beschlossen wurde,[6] ist als m\u00f6gliche Reaktion darauf \u2013 gem\u00e4\u00df Sozialminister Rauch \u2013 nicht angedacht.[7] Vorrangig ist es Ziel das faktische Pensionsantrittsalter in \u00d6sterreich von derzeit durchschnittlich 60,9 Jahren (bei Beamten 62,8) zu heben \u2013 ein Jahr sp\u00e4terer Pensionsantritt w\u00fcrde die Auszahlungen um rund 2,8 Milliarden Euro reduzieren.[8] Ma\u00dfnahmen, um den Staatshaushalt k\u00fcnftig zu retten, wie beispielsweise das faktische und gesetzliche Pensionsantrittsalter zu heben, eine massive Steigerung der Abschlagszahlungen bei vorzeitigem Pensionsantritt, Forcierung des Ausbaus eines Dreis\u00e4ulenpensionssystems (staatliche, private und betriebliche S\u00e4ule) sowie der M\u00f6glichkeit zur Altersteilzeit auch \u00fcber das Pensionsantrittsalter hinaus sind jedenfalls dringend anzugehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-16evf\">Die Notwendigkeit der zus\u00e4tzlichen beispielsweise alternativen Finanzierung des Staatshaushalts ist durch \u00c4nderung des Arbeitsumfelds im 21. Jahrhundert zu ber\u00fccksichtigen, insbesondere hinsichtlich erwartbarer minderer Beitr\u00e4ge \u2013 Besteuerung der Erwerbst\u00e4tigkeit \u2013 aufgrund des schrumpfenden Anteils der arbeitenden Bev\u00f6lkerung. Dies k\u00f6nnten vermehrt Wertsch\u00f6pfungsabgaben im Zusammenhang mit Finanzgesch\u00e4ften sein.[9] Der geringen Fertilit\u00e4tsrate, die gegen\u00fcber dem Jahre 2020 mit 1,44 zwar 2021 auf 1,48 leicht gestiegen ist,[10] kann auch mit gesteuerter (Arbeits-)Migration begegnet werden.[11] Das Dilemma eines demografischen Wandels durch eine rasch \u00e4lter werdende Bev\u00f6lkerung, die immer l\u00e4nger in den Pensionsgenuss kommt, gegen\u00fcber eines stagnierenden beziehungsweise schrumpfenden Anteils arbeitender, beitragsleistender Bev\u00f6lkerung mit der Tendenz weniger arbeiten zu wollen \u2013 diese Aufl\u00f6sung wird eine der gro\u00dfen zuk\u00fcnftigen Herausforderungen Europas respektive \u00d6sterreichs sein.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Die Notwendigkeit der zus\u00e4tzlichen beispielsweise alternativen Finanzierung des Staatshaushalts ist durch \u00c4nderung des Arbeitsumfelds im 21. Jahrhundert zu ber\u00fccksichtigen, insbesondere hinsichtlich erwartbarer minderer Beitr\u00e4ge \u2013 Besteuerung der Erwerbst\u00e4tigkeit \u2013 aufgrund des schrumpfenden Anteils der arbeitenden Bev\u00f6lkerung.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-b56fj\">Dar\u00fcber hinaus ver\u00e4ndern rasanter Technologiefortschritt, Wissensexplosion, zunehmende Digitalisierung, Automatisierung sowie Klimakrise Arbeitsumfeld und Besch\u00e4ftigung.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"viewer-9rlrp\" class=\"wp-block-heading\">Arbeit 4.0 im 21. Jahrhundert<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-1d739\">Die Expertin f\u00fcr Arbeitsumfeld und \u201eNew Work\u201c Lena Marie Glaser f\u00fchrt auf wirtschaftswissenschaftlichen Studien beruhend aus, \u201edass im Jahre 2030 die H\u00e4lfte aller heute bestehenden Arbeitspl\u00e4tze aufgrund Automatisierung und Digitalisierung nicht mehr existieren werden.\u201c[12] Demnach hat Ausbildung nicht nur konkret auf einen spezifischen Beruf fokussiert zu erfolgen. Bildung bedeutet hink\u00fcnftig umso mehr die Bef\u00e4higung zur Selbsthilfe, zum vernetzten Denken, Erkennen von Zusammenh\u00e4ngen und deren Auswirkungen, und letztlich lebenslanges Lernen. \u201eIm Viel-Denken, nicht im Viel-Wissen soll man sich \u00fcben,\u201c wie der griechische Philosoph Demokrit bereits erkannte.[13] Nur diese Angepasstheit erm\u00f6glicht ein Bestehen im zuk\u00fcnftigen Umfeld, die rasante Entwicklung von Gesellschaft und insbesondere Wirtschaft bedingen die notwendige Entschleunigung des Menschen. So braucht es nach dem Soziologen Bernd Marin bis 2035 schrittweise eingef\u00fchrt \u201edie Vier-Tage-Woche mit Turnusdiensten statt der derzeitigen unechten, verschlampten Viereinhalb-Tage-Woche mit 28, 32, 36 Wochenstunden, 1500 Jahresarbeitsstunden, plus 183 freien Tagen j\u00e4hrlich, regelm\u00e4\u00dfigen Freijahren und Sabbaticals zwischen drei und zw\u00f6lf Monaten, und 45 Jahren regul\u00e4ren Arbeitslebens.\u201c[14] Die Kunst dabei ist nicht die bisherige Wochenarbeitszeit von f\u00fcnf Tagen in dann vier Tagen unterzubringen, sondern tats\u00e4chlich die Arbeitszeit zu k\u00fcrzen. Leidet dadurch nicht die Produktivit\u00e4t? Nein, weniger Arbeitszeit fordert die Konzentration auf das Wesentliche, die Zeit wird effektiver gen\u00fctzt, die vermehrten Erholungsphasen tragen zur Regenerierung bei.[15]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5as2p\">Wiederholt scheint sich dabei gerade ein F\u00fcnf-Stunden-Tag als besonders effektiv zu erweisen \u2013 nat\u00fcrlich nur, wenn B\u00fcrokratie und \u201eSelbstverwaltung\u201c hintangehalten werden und tats\u00e4chlich produktiv gearbeitet werden kann. Hier kommt Teilzeit als attraktives Arbeitszeitmodell in den Sinn, das einerseits notwendig erscheint (insbesondere M\u00fctter aufgrund Kinderbetreuung), andererseits gerade vermehrt bei J\u00fcngeren oder auch \u00c4lteren bewusst gew\u00fcnscht wird \u2013 auch unter Verzicht auf Geld zugunsten (Frei-)Zeit.[16]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-el0rj\"><em>Work-Live-Balance<\/em> ist bei all diesen Arbeitszeitmodellen ein Schlagwort. Weniger Arbeitszeit, m\u00f6glichst bei vollem Lohnausgleich, diese sogar flexibel gestaltet, erm\u00f6glicht den Kopf frei zu haben, da die Erledigung privater Angelegenheiten \u2013 aber auch Fortbildungen ohne Druck \u2013 erfolgen k\u00f6nnen. \u201eBegeisterung der Mitarbeiter, Arbeitsstrukturen und Prozessstandards\u201c sind die Erfolgskriterien f\u00fcr Unternehmen, Betriebe und Organisationen in der Zukunft. Eine individuelle, arbeitnehmerangepasste Mischung aus Vier-Tage-Woche, Homeoffice\/Telearbeit, flexibler Arbeitszeiten bei gleichzeitiger Arbeitszeitverk\u00fcrzung und bestm\u00f6glichem Lohnausgleich, sowie Entb\u00fcrokratisierung und Konzentration auf das Wesentliche, sind relevant, um \u00fcberhaupt eine Chance als attraktiver Arbeitgeber zu haben. \u201eHybrides Arbeiten ist gekommen um zu bleiben\u201c, wie es Lena Marie Glaser beschreibt, \u201eB\u00fcros sind zentral f\u00fcr die emotionale Bindung.\u201c[17]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Eine individuelle, arbeitnehmerangepasste Mischung aus Vier-Tage-Woche, Homeoffice\/Telearbeit, flexibler Arbeitszeiten bei gleichzeitiger Arbeitszeitverk\u00fcrzung und bestm\u00f6glichem Lohnausgleich, sowie Entb\u00fcrokratisierung und Konzentration auf das Wesentliche, sind relevant, um \u00fcberhaupt eine Change als attraktiver Arbeitgeber zu haben.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-88glu\">Erfolgreiche Unternehmen setzen dar\u00fcber hinaus auch auf die 80-20-Prozent-Regel, 20% der regul\u00e4ren Arbeitszeit (!) stehen f\u00fcr Innovation und Kreativit\u00e4t zur Verf\u00fcgung; es gibt immer Optimierungsbedarf. Dabei gilt: \u201eInnovationskultur ist Fehlerkultur!\u201c[18] Auch ein Scheitern wird zur Kenntnis genommen, ist doch ein Misserfolg auch eine Lernm\u00f6glichkeit. \u201eDie Zukunft der Arbeit fordert mit ihren Neuerungen wie Digitalisierung, Automatisierung und Globalisierung auch mehr Freiheit f\u00fcr die einzelnen Mitarbeiter. Hierarchische Strukturen haben in modernen Arbeitswelten kein Bestehen und interdisziplin\u00e4re Vernetzung und Telearbeit fordern genau diese. Damit einher geht viel Vertrauen auf Arbeitgeberseite, in einem erfolgreichen Szenario aber auch eine gro\u00dfe Portion Mitarbeiterzufriedenheit.\u201c[19] Diese flachen F\u00fchrungsstrukturen sind auch notwendig, um der steigenden Komplexit\u00e4t der zu bew\u00e4ltigenden Aufgaben begegnen zu k\u00f6nnen. Entscheidungen sollen auf der Ebene getroffen werden, wo der L\u00f6sungsansatz m\u00f6glich ist, und nicht k\u00fcnstlich auf Ebenen gehoben werden, denen der \u00dcberblick vor Ort fehlt. Verantwortung f\u00fcr Entscheidungen bedingt jedoch Zugriff auf die erforderlichen Ressourcen zur Bew\u00e4ltigung. Dieser Paradigmenwechsel betrifft auch das Milit\u00e4r. Es muss bef\u00e4higt sein seine F\u00fchrungsstrukturen der Situation anzupassen, zwischen flachen und traditionellen hierarchischen Strukturen wechseln k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"viewer-4jk5j\" class=\"wp-block-heading\">Herausforderungen f\u00fcr Staat und Gesellschaft<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-83igc\">Alternde Bev\u00f6lkerung, volatiles Umfeld und Informationsexplosion fordern vor allem Gesundheitswesen und Pflege, Sicherheitsorganisationen sowie ein zukunftsorientiertes Bildungssystem. Der Mensch im Mittelpunkt dieses beschleunigten Arbeitsumfelds braucht selbst Entschleunigung, um auch hink\u00fcnftig Leistung erbringen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 id=\"viewer-d553k\" class=\"wp-block-heading\"><em>Generationen in der Arbeitswelt und ihre Interessen<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-f74dg\">Die Gesellschaft wird durch Zusammenfassung von Geburtsjahrg\u00e4ngen und deren wesentlichen Erkennungsmerkmalen im Arbeitsleben und Freizeitverhalten in \u201eGenerationen\u201c kategorisiert. Nat\u00fcrlich gibt es nicht die typische Vertretung einer Kategorie. Mischformen und flie\u00dfende \u00dcberg\u00e4nge sind die Regel. Dennoch sind die Merkmale bezeichnend. Tendenzen helfen \u201eGenerationskonflikte\u201c zu erkennen, Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Unterschiede zu schaffen und beispielsweise das entsprechende Arbeitsumfeld anzupassen. Kategorisierung alleine ist aber kein Ersatz f\u00fcr die individuelle Betrachtung. Folgende Generationen werden nach Geburtsjahrg\u00e4ngen unterschieden:[20]<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Babyboomer (1946-1964);<\/li>\n\n\n\n<li>Generation X (1965-1979);<\/li>\n\n\n\n<li>Generation Y (1980-1995);<\/li>\n\n\n\n<li>Generation Z (1996-2010);<\/li>\n\n\n\n<li>Generation Alpha (2010-2025).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-e3794\">Die aktuelle gro\u00dfe Pensionierungswelle erfolgt durch die Verabschiedung der Babyboomer vom Arbeitsmarkt in den Ruhestand. Es gilt die hinterlassenen L\u00fccken der starken Jahrg\u00e4nge der Nachkriegszeit in den n\u00e4chsten Jahren durch die Generationen Z und A zu schlie\u00dfen. Die Generationen X und Y sto\u00dfen in die F\u00fchrungsetagen vor und sollen zur Stabilit\u00e4t beitragen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Die aktuelle gro\u00dfe Pensionierungswelle erfolgt durch die Verabschiedung der Babyboomer vom Arbeitsmarkt in den Ruhestand.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-8sjcd\">Nachdem aber der Abnabelungszeitpunkt Jugendlicher von der Familie immer sp\u00e4ter stattfindet und Unterst\u00fctzung und Beratung durch die Familie als relevant angesehen wird, darf die jeweilige Generation der Eltern bei Werbema\u00dfnahmen f\u00fcr die Berufswahl nicht vernachl\u00e4ssigt werden. Eltern und Freundeskreis sind relevante Faktoren und Multiplikatoren bei der Orientierung.[21]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-67qnk\">Die Corona-Pandemie hat aufgrund Abstandsregelungen und Ausgangsbeschr\u00e4nkungen Tendenzen in der Arbeitswelt zur Flexibilit\u00e4t beschleunigt, vor allem hinsichtlich Teilzeit, 4-Tage-Woche, Telearbeit beziehungsweise Homeoffice, Distance Learning, Desk-Sharing oder Open-Space Offices.[22]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-ac8fe\">So hat eine Jugend-Wertestudie 2022, bei der 1.000 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 29 Jahren in \u00d6sterreich teilgenommen haben, folgende Eckpunkte ergeben:[23]<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Kontinuit\u00e4t statt Ver\u00e4nderung \u2013 wichtig sind Sicherheit, Stabilit\u00e4t und Planbarkeit;<\/li>\n\n\n\n<li>Familie und Gesundheit sind wichtig, ebenso ein sicherer Job, aber bei gleichzeitig ausreichender Zeit f\u00fcr pers\u00f6nliche Interessen; und<\/li>\n\n\n\n<li>bei den beruflichen Erwartungshaltungen stehen in der Reihenfolge der prozentuellen Bef\u00fcrwortung gute Bezahlung (59%), ein gutes Arbeitsklima (53%), sicherer Arbeitsplatz (52%), gen\u00fcgend Freizeit neben dem Beruf (46%), gute Vereinbarkeit Familie und Beruf (36%), gute Aufstiegs-\/Karrierechancen (34%), die M\u00f6glichkeit Qualifikationen\/F\u00e4higkeiten weiterzuentwickeln (32%), wenig Stress (31%), M\u00f6glichkeit selbst\u00e4ndig zu planen und zu entscheiden (30%), Ideen einzubringen (30%) sowie viel Teamarbeit (30%) und Lernm\u00f6glichkeit von erfahrenen Mitarbeitern (26%) noch vor der M\u00f6glichkeit Teilzeit arbeiten zu k\u00f6nnen (18%) an der Spitze.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-f4v6b\">Lebenszeit ist sinnvoll zu n\u00fctzen, <em>Work-Live-Balance<\/em> spielt eine wesentliche Rolle. Ist der Arbeitgeber nicht gewillt bestimmte W\u00fcnsche oder Anforderungen zu erf\u00fcllen, so wird der Job gewechselt. Sicherer Arbeitsplatz bedeutet vielfach nicht Anstellung auf Lebenszeit. Die Bereitschaft den Beruf zu wechseln ist hoch. Wesentlich sind neben guter Bezahlung das positive Arbeitsklima in einem durch Diversit\u00e4t gepr\u00e4gten Team, Verantwortung wahrnehmen und Ideen einbringen zu k\u00f6nnen \u2013 die F\u00e4higkeit zum Zuh\u00f6ren, Kreativit\u00e4t und Innovation zu f\u00f6rdern sowie ein kooperativer beziehungsweise situativer, mitarbeiterorientierter F\u00fchrungsstil bei F\u00fchrungskr\u00e4ften: \u201eMitarbeiter:innen wollen geh\u00f6rt werden. Viele Betriebsblindheiten und \u201aProbleme\u2018 entstehen da, wo F\u00fchrungskr\u00e4fte einen toten Winkel haben. Wird Mitarbeiter:innen vermittelt \u201awir wollen deine Meinung h\u00f6ren, du kannst etwas bewirken!\u2018, so kann das etwas ganz Grundlegendes ver\u00e4ndern: die Arbeitsmotivation und die Zufriedenheit.\u201c[24] Ein Chef hat sein Team regelm\u00e4\u00dfig zu fragen \u201eWie kann ich mithelfen? \u2013 sein Rollenverst\u00e4ndnis ist, zu inspirieren und auf Augenh\u00f6he zu unterst\u00fctzen, (\u2026) Menschen \u00fcber Teams und Abteilungen hinweg zusammenzubringen.\u201c[25]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Sicherer Arbeitsplatz bedeutet vielfach nicht Anstellung auf Lebenszeit. Die Bereitschaft den Beruf zu wechseln ist hoch.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5t5n6\">Anspr\u00fcche an F\u00fchrungskr\u00e4fte wandeln sich. Jede:r Mitarbeiter:in hat individuelle F\u00fchrungsanspr\u00fcche. Dies liegt durchaus an ge\u00e4nderten Kennzeichen \u00fcber die Generationen hinweg. So wurde in der Jugend der Generation Y das Internet implementiert, in Generation Z das Smartphone; Generation Alpha w\u00e4chst bereits als Baby in einer digitalisierten Welt auf, in der Eltern aktive Nutzer von Smartphone und Sozialer Medien sind.[26] Klimaschutz, soziales Gef\u00fcge und Offenheit sind wichtig. Man verliert Vertrauen an die Politik. Es gibt die Voraussetzung um MINT-Kompetenzen (MINT = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) selbst\u00e4ndig zu schulen.[27] Fortschreitende Digitalisierung und Autonomisierung haben aber auch ihre Kehrseiten, wie der renommierte Jugendforscher Simon Schnetzer ausf\u00fchrt: \u201eJe autonomer das Umfeld der Generation Alpha, desto weniger Freiraum wird es f\u00fcr die Generation Alpha geben, Selbstwirksamkeit zu erfahren. Dadurch werden die Sinnfragen lauter und die Sinnkrisen h\u00e4ufiger.\u201c[28]<\/p>\n\n\n\n<h3 id=\"viewer-vbq3\" class=\"wp-block-heading\"><em>Jugend und Milit\u00e4r<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-67vjd\">Die Pensionierungswelle der Babyboomer rei\u00dft L\u00f6cher in die Reihen der Erwerbst\u00e4tigen. Dem gegen\u00fcber stehen lockere Reihen geburtenschwacher Jahrg\u00e4nge aller Kategorien, die sich Gro\u00dfteils ihren Job am Arbeitsmarkt aussuchen k\u00f6nnen. Hink\u00fcnftig m\u00fcssen sich n\u00e4mlich die Arbeitgeber:innen anstrengen und ihrerseits Angebote machen, um geeignete Arbeitnehmer:innen zu finden. So muss im Wettbewerb mit anderen Arbeitgeber:innen \u201eder Bewerber die soldatische Laufbahn anderen zivilen Optionen insofern als \u00fcberlegen empfinden, als dass sie am besten seinen pers\u00f6nlichen Lebensumst\u00e4nden entspricht, n\u00fctzliche allgemeine sowie spezifische F\u00e4higkeiten vermittelt und damit in einer Lebensverlaufsperspektive den individuellen Nutzen und zuk\u00fcnftigen Wohlstand maximiert.\u201c[29] Definitiv eine Herausforderung f\u00fcr das Milit\u00e4r.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Hink\u00fcnftig m\u00fcssen sich n\u00e4mlich die Arbeitgeber:innen anstrengen und ihrerseits Angebote machen, um geeignete Arbeitnehmer:innen zu finden.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 id=\"viewer-90cbt\" class=\"wp-block-heading\">Herausforderungen f\u00fcr das Milit\u00e4r<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-83a9f\">Unter diesen Vorzeichen haben es bestimmte Berufsparten schwer durch lange Dienstzeiten, Schicht- und Wechseldienste sowie Journaldienste. Das Gesundheitswesen hat gerade unter der Corona-Pandemie gelitten, das Gastgewerbe sucht h\u00e4nderingend nach Personal. Im staatlichen Sicherheitssektor wiederum fischen private Sicherheitsdienstleister, Polizei und Milit\u00e4r im selben Pool. Die Berufsspezifika verkomplizieren die Rekrutierung. So wird der Personalabgang unter anderem bei der Wiener Polizei, kritisch gesehen \u2013 nicht nur Polizeisch\u00fcler brechen vermehrt die Ausbildung ab oder verlassen bald nach Abschluss der Ausbildung wieder die Exekutive, auch \u00e4ltere Beamte quittieren immer \u00f6fter den Dienst. Als Grund werden massive \u00dcberstundenleistung, Unvereinbarkeit von Beruf und Familie, ein antiquiertes Gehaltsystem und r\u00fcckl\u00e4ufige Wertsch\u00e4tzung durch die Bev\u00f6lkerung angef\u00fchrt[30] \u2013 obwohl die Polizei gem\u00e4\u00df der allj\u00e4hrlichen APA\/OGM-Vertrauensindex-Umfrage 2022 das meiste Vertrauen der Bev\u00f6lkerung genie\u00dft, gleich gefolgt vom Aufsteiger des Jahres, dem Bundesheer.[31]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-92bbg\">Dem Bundesheer wird dabei derzeit nicht die Bef\u00e4higung zur Milit\u00e4rischen Landesverteidigung, seiner Hauptaufgabe, zugetraut. Ihm bescheren langj\u00e4hrige T\u00e4tigkeiten in Assistenzen und Unterst\u00fctzungsleistung f\u00fcr andere Beh\u00f6rden und Institutionen ein positives Image. Genau diese Dauerleistungen von Botschaftsbewachung, Grenzraum\u00fcberwachung, Telefondiensten und Corona-Testzentren halten die Soldaten vom Einsatztraining f\u00fcr die Kernaufgabe ab. Das w\u00e4re aber notwendig, um die Einsatzbereitschaft zu erlangen, Grundwehrdiener feldverwendungsf\u00e4hig zu machen und sinnvoll als Milizsoldaten beordern zu k\u00f6nnen.[32]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Genau diese Dauerleistungen von Botschaftsbewachung, Grenzraum\u00fcberwachung, Telefondiensten und Corona-Testzentren halten die Soldaten vom Einsatztraining f\u00fcr die Kernaufgabe ab.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-aei3c\">F\u00fcr den Erhalt der F\u00e4higkeiten w\u00e4ren Miliz\u00fcbungen n\u00f6tig, die derzeit nur freiwillig erfolgen. So fehlen der Einsatzorganisation inzwischen tausende Offiziere, Unteroffiziere und \u00fcbungspflichtige Soldaten, wie der Rechnungshof 2022 in seinem Bericht zur Einsatzbereitschaft der Miliz festh\u00e4lt.[33] Der Besetzungsgrad bei den Offizieren lag 2021 bei 67,2%, bei den Unteroffizieren 64,7%.[34] \u201eUm sowohl die Erstbef\u00fcllung als auch die sogenannte N\u00e4hrrate und Ersatzrate bis 2032 erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssten j\u00e4hrlich 327 Offiziere, 813 Unteroffiziere sowie 1.545 Chargen und Rekruten hinzukommen. Tats\u00e4chlich betrugen die Zug\u00e4nge im Jahr 2021 147 Offiziere, 364 Unteroffiziere und 1.527 Chargen und Rekruten.\u201c[35] Von den Mannschaften sind allerdings die meisten befristet Beorderte, also nicht \u00fcbungspflichtig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-1lmu6\">In der Friedensorganisation wiederum sind nur rund 3\/4 der Offiziers- und 2\/3 der Unteroffiziersarbeitspl\u00e4tze besetzt. J\u00e4hrlich m\u00fcssten rund 450 Zivilbedienstete aufgenommen werden. Dar\u00fcber hinaus stehen 254 Lehrstellen in 35 verschiedenen Lehrberufen zur Verf\u00fcgung.[36] Die Ausbildungsorganisation kann derzeit gerade noch den <em>status quo<\/em> der Friedensorganisation bei fallender Tendenz erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-72bk5\">Massiv ist der Personalverlust bei Milizsoldat:innen zu erkennen. Seit Jahren wird der Bedarf von durchschnittlich mehr als tausend Soldat:innen f\u00fcr Inlandseins\u00e4tze mittels Grundwehrdiener, Berufskader und Milizsoldat:innen abgedeckt; letztere fehlen dann f\u00fcr die freiwilligen Auslandseins\u00e4tze, da die Inlandseins\u00e4tze vergleichsweise lukrativ bezahlt werden. Die Kaderpr\u00e4senzeinheiten (KPE; diese Einheiten bestehend aus Soldaten im Dienstverh\u00e4ltnis) rotieren einstweilen zwischen Inlands- und Auslandseins\u00e4tzen. Urspr\u00fcnglich aufgestellt wurden diese f\u00fcr Letztere, um die geplante Dauerleistung von 1.100 Soldaten im Auslandseinsatz abzudecken. Tats\u00e4chlich betr\u00e4gt aber die durchschnittliche Dauerleistung nur mehr rund 800 Soldaten im Auslandseinsatz. Die \u00dcberlastung f\u00fchrt zu mehr Abg\u00e4ngen als Zulauf im Personalstand. Aktuell h\u00e4lt dieser bei rund 2.050 KPE-Soldat:innen. Dieses Dilemma kann nur durch Reduzierung der Assistenzen unterbrochen werden. Hier w\u00e4ren andere gesamtstaatliche L\u00f6sungen angebracht.[37] Verst\u00e4rkte Grenz- und Botschafts\u00fcberwachung kann durch Personalstanderh\u00f6hung der Sicherheitsexekutive erfolgen. Der Staat ist jedenfalls gefordert, anfallende Aufgaben vorausschauend so zu l\u00f6sen, dass nicht bestehende, begrenzte Ressourcen dauerhaft \u00fcberlastet werden und dann letztlich ihre Kernkompetenz nicht mehr wahrnehmen k\u00f6nnen. Erschwerend kommen weitere Faktoren zur Personalsuche f\u00fcr das Milit\u00e4r hinzu \u2013 hier sind Gesundheitszustand und Wehrwille der Bev\u00f6lkerung anzusprechen.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"viewer-a3ig2\" class=\"wp-block-heading\">Gesundheit &amp; Fitness<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-8bcqk\">In einer Langzeit-Studie (2003-2018) der MedUni Wien wurden bei 874.220 Stellungspflichtigen der Gesundheitszustand erhoben.[38] Dabei wurde festgestellt, dass der durchschnittliche BMI (Body-Mass-Index) von 22,0 im Jahr 2003 auf 22,8 im Jahr 2018 gestiegen ist. \u00dcbergewicht (wird ab einem BMI von 25 diagnostiziert) stieg von 15,3% auf 20,4%, die Adipositaswerte haben sich verdoppelt.[39] \u00dcbergewicht ist nur ein Problem; motorische Defizite, Allergien, chronische und psychische Beschwerden erschweren die Rekrutierung.[40] Jedenfalls ist nicht nur die Zahl der Stellungspflichtigen r\u00fcckl\u00e4ufig, sondern auch jene der Tauglichen und derer die statt Zivildienst das Bundesheer w\u00e4hlen. Von ben\u00f6tigten 17.000 Grundwehrdienern j\u00e4hrlich leisten nur etwas mehr als 15.000 Taugliche beim Bundesheer Dienst. Die Tendenz ist fallend, wobei die Anzahl der Tauglichen, die Zivildienst leisten (44%), nur leicht f\u00e4llt.[41]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>In einer Langzeit-Studie der MedUni Wien wurden bei 874.220 Stellungspflichtigen der Gesundheitszustand erhoben. Dabei wurde festgestellt, dass der durchschnittliche BMI von 22,0 im Jahr 2003 auf 22,8 im Jahr 2018 gestiegen ist.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-7msv8\">Die beim Bundesheer eingef\u00fchrten Tauglichkeitsstufen beinhalten von der Volltauglichkeit mit Stufe 9 abgestuft per se bereits Einschr\u00e4nkungen. Es w\u00e4ren daher geschlechterunabh\u00e4ngige Tauglichkeitskriterien f\u00fcr die unterschiedlichen Waffengattungen und Teilstreitkr\u00e4fte festzulegen. Angeh\u00f6rige der Cybertruppe h\u00e4tten demnach andere Kriterien zu erf\u00fcllen als ein Infanterist. Weiters w\u00e4re die Verwendung von Wehrpflichtigen im Unterst\u00fctzungsbereich kritisch zu sehen. Wenn eine Ordonanz beispielsweise in der Cafeteria gleichzeitig die Einsatzaufgabe als Feldkochgehilfe wahrzunehmen hat, so sind Tauglichkeitskriterien zu erf\u00fcllen und die erforderliche Ausbildung zu absolvieren. Dar\u00fcber hinaus gibt es durchaus Einsatzaufgaben, eventuell im Bereich der Basismaterialerhaltung oder in Werkst\u00e4tten, die im Einsatz vom sogenannten Heeresgefolge zu erf\u00fcllen sind. Auch hier ist nicht zwingend die Aufgabe durch Soldat:innen zu erledigen. Ist hingegen keinerlei Einsatzaufgabe mit der Funktion verbunden, sollte die Auslagerung an eine zivile Funktion erfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-1slud\">Das Problem des schlechter werdenden Gesundheitszustandes der Jugend bedarf eines gesamtstaatlichen L\u00f6sungsansatzes von Ern\u00e4hrungsberatung, geleitetem Sport und Bewegung sowie der Bewusstseinsbildung. Das Bundesheer kann durch Stellungsstra\u00dfen einen zus\u00e4tzlichen Beitrag durch Kompetenzanalysezentren bieten. Im Zusammenwirken mit anderen Institutionen wird nicht nur ein umfassender Gesundheitscheck durchgef\u00fchrt, sondern auch eine Kompetenzanalyse samt Beratung und Empfehlung f\u00fcr zuk\u00fcnftige Berufsm\u00f6glichkeiten absolviert. Dies w\u00e4re f\u00fcr m\u00e4nnliche Wehrpflichtige verpflichtend, sollte aber auch Frauen auf freiwilliger Basis angeboten werden. Abschlie\u00dfend w\u00e4re zur k\u00f6rperlichen Leistungsf\u00e4higkeit festzuhalten, dass die geforderte Minimalleistung funktionsorientiert festzulegen ist, nicht geschlechterspezifisch. Eine fr\u00fchzeitige Betreuung und individueller Aufbau der Fitness ist entscheidend.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"viewer-1dvh6\" class=\"wp-block-heading\">Wehrwille<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-bv5ol\">Eine Gallup-Umfrage aus 2015 sieht Wehrwillen und Bereitschaft f\u00fcr das eigene Land zu k\u00e4mpfen in \u00d6sterreich nur bei 21%, in der Schweiz bei 39%, in Polen 47%, Schweden 55%, Ukraine 62% sowie Finnland bei 74%.[42] Dem geringen Wehrwillen und der mangelnden Bereitschaft das Land selbst zu verteidigen (bei einer repr\u00e4sentativen Umfrage[43] 2020 wollten 73% der Befragten die Verteidigung trotz Neutralit\u00e4t \u00d6sterreichs anderen Nationen \u00fcberlassen) kann nur durch Information und Bewusstseinsbildung begegnet werden.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Eine Gallup-Umfrage aus 2015 sieht Wehrwillen und Bereitschaft f\u00fcr das eigene Land zu k\u00e4mpfen in \u00d6sterreich nur bei 21%, in der Schweiz bei 39%, in Polen 47%, Schweden 55%, Ukraine 62% sowie Finnland bei 74%.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-fen13\">Hier kommt die Wiederbelebung der Geistigen Landesverteidigung (GLV) \u2013 als eine S\u00e4ule der Umfassenden Landesverteidigung, (ULV) neben der Wirtschaftlichen, Zivilen und Milit\u00e4rischen \u2013 gerade recht. Die ULV soll in den Lehrpl\u00e4nen ab dem Schuljahr 2023\/2024 wiederbelebt werden.[44] Hier ist prim\u00e4r das Bildungsministerium gefragt, um Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Demokratie, Werte und auch das Milit\u00e4r als Teil einer gesamtstaatlichen L\u00f6sungskompetenz zu schaffen. Es gilt den Wehrwillen zur Verteidigung zu erh\u00f6hen. Gemeinsam mit den an den Schulen implementierten Lehrbeauftragten f\u00fcr Geistige Landesverteidigung sind Auftritte und Veranstaltungen mit Informationsoffizieren des Bundesheeres und Vertreter:innen anderer einsatzrelevanter Organisationen gefragt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-96rne\">Wenig Vertrauen in die Politik und Politiker:innen ist dem Politologen Herfried M\u00fcnkler nach auch die Folge des Wandels von einer B\u00fcrger-Demokratie hin zu einer Konsumenten-Demokratie.[45] Dem w\u00e4re durch Bereitstellen verl\u00e4sslicher Informationen, Schaffung von Sachkompetenz, Medienkompetenz und politischer Urteilskraft zu begegnen, um Populismus und Polarisierung hintanhalten zu k\u00f6nnen.[46]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-d0ken\"><a href=\"https:\/\/www.thedefencehorizon.org\/post\/personalnot-streitkr%C3%A4fte-wandel\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em><u>Fortsetzung folgt!<\/u><\/em><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;<\/p>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-dots\" \/>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-ao9ht\"><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/bernhard-schulyok-808a7b11a\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><u>Bernhard Schulyok<\/u><\/a>; Forschungsinteressen: Sicherheitspolitik, Milit\u00e4r, Gesellschaft. Drei Taschenb\u00fccher f\u00fcr die Zeitschrift \u201eTruppendienst\u201c, zahlreiche Einzelartikel. F\u00e4higkeitenentwicklung im \u00d6BH unter Beachtung nationaler und internationaler Aspekte. Teamtrainer und Organisationsentwickler. Bei den in diesem Artikel vertretenen Ansichten handelt es sich um die des Autors. Diese m\u00fcssen nicht mit jenen des BMLV \u00fcbereinstimmen.<\/p>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-dots\" \/>\n\n\n<p id=\"viewer-ac35v\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[1] \u201eLangfristige Budgetprognose 2022\u201c, 3-7, ver\u00f6ffentlicht auf Homepage Bundesministerium f\u00fcr Finanzen, <a href=\"https:\/\/www.bmf.gv.at\/themen\/budget.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.bmf.gv.at\/themen\/budget.html<\/a>, abgerufen J\u00e4nner 08, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-8di0b\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[2] Ibid., 21-27.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-194rj\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[3] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-alnkk\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[4]<a href=\"https:\/\/www.politik-lexikon.at\/generationenvertrag\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/www.politik-lexikon.at\/generationenvertrag\/<\/a>, abgerufen J\u00e4nner 11, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-396q3\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[5] \u201eLangfristige Budgetprognose 2022\u201c, 21-27, ver\u00f6ffentlicht auf Homepage Bundesministerium f\u00fcr Finanzen,<a href=\"https:\/\/www.bmf.gv.at\/themen\/budget.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/www.bmf.gv.at\/themen\/budget.html<\/a>, abgerufen J\u00e4nner 11, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-8q2bs\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[6] \u201eGesetz \u2013 Rente mit 67 beschlossen,\u201c <em>Tageszeitung<\/em> <em>STERN<\/em> (29.11.2006),<a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/gesetz-rente-mit-67-beschlossen-3321652.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/gesetz-rente-mit-67-beschlossen-3321652.html<\/a>, abgerufen J\u00e4nner 11, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-73rv5\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[7] Karl Ettinger, Rauch peilt sp\u00e4teren Pensionsantritt an,\u201c <em>Tageszeitung WIENER ZEITUNG<\/em> (16.11.2022), https:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/politik\/oesterreich\/2168014-Rauch-peilt-spaeteren-Pensionsantritt-an.html, abgerufen J\u00e4nner 11, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-7cckf\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[8] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-c4teb\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[9] Richard David Precht, \u201eFreiheit f\u00fcr alle \u2013 Das Ende der Arbeit wie wir sie kannten,\u201c (Wilhelm Goldmann Verlag: M\u00fcnchen, 2022), 432-442.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-ev3se\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[10] statista,<a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/217432\/umfrage\/fertilitaetsrate-in-oesterreich\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/217432\/umfrage\/fertilitaetsrate-in-oesterreich\/<\/a>, abgerufen J\u00e4nner 13, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-1iq9e\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[11] Sebastian Dettmers, \u201eDie gro\u00dfe Arbeiterlosigkeit \u2013 Warum eine schrumpfende Bev\u00f6lkerung unseren Wohlstand bedroht und was wir dagegen tun k\u00f6nnen,\u201c (FinanzBuch Verlag: M\u00fcnchen, 2022), 119-127.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-625pp\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[12] Lena Marie Glaser, \u201eArbeit auf Augenh\u00f6he,\u201c Kremayr &amp;Scherieau GmbH &amp; Co. KG, (Wien, 2022), 148.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-e6h8b\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[13]<a href=\"https:\/\/gutezitate.com\/zitat\/144757\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/gutezitate.com\/zitat\/144757<\/a>, abgerufen am J\u00e4nner 13, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-d6osi\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[14] Bernd Marin, \u201eDie Welt danach \u2013 Leben, Arbeit und Wohlfahrt nach dem Corona-Camp,\u201c <em>Falter<\/em> Verlagsgesellschaft m.b.H., (Wien, 2021), 92.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-4p3qu\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[15] Regina Bruckner, Leopold Stefan, \u201eViele wollen weniger arbeiten. K\u00f6nnen wir uns das leisten?,\u201c <em>Tageszeitung Der Standard<\/em> (27.04.2021),<a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000126170753\/viele-wollen-weniger-arbeiten-koennen-wir-uns-das-leisten\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000126170753\/viele-wollen-weniger-arbeiten-koennen-wir-uns-das-leisten<\/a>, abgerufen J\u00e4nner 15, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-1avjp\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[16] Stefanie Hornung, \u201eWeniger Arbeit \u2013 Voller Lohn: \u00b4Utopie\u00b4 im Test,\u201c New Management, Haufe (20.06.2018), https:\/\/newmanagement.haufe.de\/organisation\/weniger-arbeit-voller-lohn-utopie-im-test, abgerufen J\u00e4nner 15, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-8aah5\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[17] Lena Marie Glaser, \u201eArbeit auf Augenh\u00f6he,\u201c Kremayr &amp;Scherieau GmbH &amp; Co. KG, (Wien, 2022), 135.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-7fb89\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[18] karriere.at, \u201eZeit f\u00fcr eigene Ideen \u2013 Innovationskonzepte f\u00fcr mehr Produktivit\u00e4t,\u201c (22.07.2019),<a href=\"https:\/\/www.karriere.at\/c\/a\/innovationskonzept\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/www.karriere.at\/c\/a\/innovationskonzept<\/a>, abgerufen J\u00e4nner 15, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-91reu\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[19] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-3lit7\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[20]<a href=\"https:\/\/unicum-media.com\/marketing-wiki\/generation-x-y-z\/?portfolioCats=88%2C84%2C85%2C82%2C83\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/unicum-media.com\/marketing-wiki\/generation-x-y-z\/?portfolioCats=88%2C84%2C85%2C82%2C83<\/a>, abgerufen J\u00e4nner 18, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-2asu9\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[21] Theresa Lempp, \u201eArbeitswelt und \u00dcberg\u00e4nge im Wandel,\u201c in Diskurs, Fachmagazin Jugendarbeit, Jugend und Arbeit 4.0, Ausgabe 33, November 2020, 8,<a href=\"https:\/\/www.jugend-diskurs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Diskurs33_H2020_web.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/www.jugend-diskurs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Diskurs33_H2020_web.pdf<\/a>, abgerufen J\u00e4nner 18, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-201n2\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[22] U.a. Christina Fuchs, \u201eWenn der Arbeitsplatz mobil wird: Telearbeit, Open Space Offices und ihr Effekt auf die Organisation,\u201c in Reichel\/Pfeil\/Urnik (Hrsg), \u201eDie Arbeit ist immer und \u00fcberall. Folgen mobilen Arbeitens \u2013 nicht nur, aber gerade auch in Zeiten von Corona,\u201c (MANZ\u00b4sche Verlags- und Universit\u00e4tsbuchhandlung GmbH: Wien, 2020), 17-29; Theresa Lempp, \u201eArbeitswelt und \u00dcberg\u00e4nge im Wandel,\u201c in Diskurs, Fachmagazin Jugendarbeit, Jugend und Arbeit 4.0, Ausgabe 33, November 2020, 8-14,<a href=\"https:\/\/www.jugend-diskurs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Diskurs33_H2020_web.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/www.jugend-diskurs.at\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Diskurs33_H2020_web.pdf<\/a>, abgerufen J\u00e4nner 18, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-f62r7\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[23] T-Factory Trendagentur Markt- und Meinungsforschung GmbH &amp; Institut f\u00fcr Jugendkulturforschung,<a href=\"https:\/\/www.tfactory.com\/news\/Studie_GenerationZ\/1072\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/www.tfactory.com\/news\/Studie_GenerationZ\/1072<\/a>, abgerufen J\u00e4nner 19, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-1fes7\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[24] karriere.at, \u201eZeit f\u00fcr eigene Ideen \u2013 Innovationskonzepte f\u00fcr mehr Produktivit\u00e4t,\u201c (22.07.2019),<a href=\"https:\/\/www.karriere.at\/c\/a\/innovationskonzept\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/www.karriere.at\/c\/a\/innovationskonzept<\/a>, abgerufen J\u00e4nner 15, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-4iu09\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[25] Lena Marie Glaser, \u201eArbeit auf Augenh\u00f6he,\u201c Kremayr &amp;Scherieau GmbH &amp; Co. KG, (Wien, 2022), 134.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-586no\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[26] Simon Schnetzer, \u201eGeneration Alpha\u201c (2023),<a href=\"https:\/\/simon-schnetzer.com\/generation-alpha\/#:~:text=Die%20Generation%20Alpha%20bezeichnet%20junge,%CE%B1%20oder%20Gen%20Alpha%20bezeichnet\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/simon-schnetzer.com\/generation-alpha\/#:~:text=Die%20Generation%20Alpha%20bezeichnet%20junge,%CE%B1%20oder%20Gen%20Alpha%20bezeichnet<\/a>., abgerufen J\u00e4nner 21, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-4jvmo\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[27] Christa Catharina M\u00fcller, \u201eWer ist eigentlich diese Generation Alpha?,\u201c (wuv.de; 24.05.2017),<a href=\"https:\/\/www.wuv.de\/Exklusiv\/Specials\/Agile-Marktforschung\/Wer-ist-eigentlich-diese-Generation-Alpha\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/www.wuv.de\/Exklusiv\/Specials\/Agile-Marktforschung\/Wer-ist-eigentlich-diese-Generation-Alpha<\/a>, abgerufen J\u00e4nner 21, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-5t6ss\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[28] Simon Schnetzer, \u201eGeneration Alpha,\u201c (2023),<a href=\"https:\/\/simon-schnetzer.com\/generation-alpha\/#:~:text=Die%20Generation%20Alpha%20bezeichnet%20junge,%CE%B1%20oder%20Gen%20Alpha%20bezeichnet\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/simon-schnetzer.com\/generation-alpha\/#:~:text=Die%20Generation%20Alpha%20bezeichnet%20junge,%CE%B1%20oder%20Gen%20Alpha%20bezeichnet<\/a>., abgerufen J\u00e4nner 21, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-8s5qb\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[29] Wenke Apt, \u201eTrends in Demographie und Gesellschaft: Auswirkungen auf Streitkr\u00e4fte und milit\u00e4rische Rekrutierung,\u201c in \u201eStreitkr\u00e4fte unter Anpassungsdruck\u201c \u2013 Sicherheits- und milit\u00e4rpolitische Herausforderungen Deutschlands in Gegenwart und Zukunft,\u201c Gerhard K\u00fcmmel (Hrsg.), Milit\u00e4r und Sozialwissenschaften, Band 43, (Nomos Verlagsgesellschaft: Baden-Baden, 2009), 136.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-84tok\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[30] Chronik ORF Wien (25.08.2022), <a href=\"https:\/\/wien.orf.at\/stories\/3170354\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/wien.orf.at\/stories\/3170354\/<\/a>, abgerufen am J\u00e4nner 21, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-9fbpl\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[31] Chronik: \u201eVertrauensindex: Polizei hui, Politik pfui,\u201c <em>Tageszeitung KURIER<\/em> (29.07.2022), Online-Quelle,<a href=\"https:\/\/kurier.at\/chronik\/oesterreich\/vertrauensindex-polizei-hui-politik-pfui\/402091735\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/kurier.at\/chronik\/oesterreich\/vertrauensindex-polizei-hui-politik-pfui\/402091735<\/a>, abgerufen J\u00e4nner 21, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-7n4ks\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[32] Thomas Orovits, \u201eAssistenzeinsatz ist Gift f\u00fcrs Bundesheer,\u201c <em>Tageszeitung KURIER<\/em> (25.01.2023), Online-Quelle,<a href=\"https:\/\/kurier.at\/chronik\/burgenland\/assistenzeinsatz-ist-gift-fuers-bundesheer\/402305087\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/kurier.at\/chronik\/burgenland\/assistenzeinsatz-ist-gift-fuers-bundesheer\/402305087<\/a>, abgerufen J\u00e4nner 28, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-2vtrd\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[33] Rechnungshof \u00d6sterreich, Einsatzbereitschaft der Miliz, Bericht des Rechnungshofes, Wien, Dezember 2022, 32-38, Online-Quelle,<a href=\"https:\/\/www.rechnungshof.gv.at\/rh\/home\/home\/005.014_Miliz.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/www.rechnungshof.gv.at\/rh\/home\/home\/005.014_Miliz.pdf<\/a>, abgerufen J\u00e4nner 23, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-8lkpb\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[34] Ibid., 33.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-4lp4h\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[35] Ibid., 34-35.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-5kkd7\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[36] Homepage Bundesheer, https:\/\/karriere.bundesheer.at\/karriere\/lehrling, abgerufen J\u00e4nner 23, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-drmir\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[37] David Krutzler, \u201eStadt Wien sucht Contact-Tracer f\u00fcr 1.800 Euro brutto,\u201c <em>Tageszeitung DER STANDARD<\/em> (21.09.2020),<a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000120149208\/stadt-wien-sucht-contact-tracer-fuer-1-800-euro-brutto\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000120149208\/stadt-wien-sucht-contact-tracer-fuer-1-800-euro-brutto<\/a>, abgerufen J\u00e4nner 21, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-3cr7r\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[38] Redaktion, \u201e\u00dcbergewicht \u2013 25 Prozent junger M\u00e4nner wehruntauglich,\u201c <em>Tageszeitung HEUTE<\/em> (28.02.2022),<a href=\"https:\/\/www.heute.at\/s\/uebergewicht-25-prozent-junger-maenner-wehruntauglich-100192882\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/www.heute.at\/s\/uebergewicht-25-prozent-junger-maenner-wehruntauglich-100192882<\/a>, abgerufen J\u00e4nner 21, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-becb0\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[39] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-ctsig\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[40] Wenke Apt, \u201eTrends in Demographie und Gesellschaft: Auswirkungen auf Streitkr\u00e4fte und milit\u00e4rische Rekrutierung,\u201c in \u201eStreitkr\u00e4fte unter Anpassungsdruck\u201c \u2013 Sicherheits- und milit\u00e4rpolitische Herausforderungen Deutschlands in Gegenwart und Zukunft,\u201c Gerhard K\u00fcmmel (Hrsg.), Milit\u00e4r und Sozialwissenschaften, Band 43, (Nomos Verlagsgesellschaft: Baden-Baden), 2009, 137-143.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-auu85\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[41] Parlamentarische Anfrage 4668\/J vom 17.12.2020 (XXVII. GP), Online-Quelle,<a href=\"https:\/\/www.parlament.gv.at\/dokument\/XXVII\/J\/4668\/imfname_856727.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/www.parlament.gv.at\/dokument\/XXVII\/J\/4668\/imfname_856727.pdf<\/a>, und Beantwortung 4669\/AB vom 17.02.2021 zu 4668\/J (XXVII. GB), Online-Quelle,<a href=\"https:\/\/www.parlament.gv.at\/dokument\/XXVII\/AB\/4669\/imfname_884862.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/www.parlament.gv.at\/dokument\/XXVII\/AB\/4669\/imfname_884862.pdf<\/a>, abgerufen J\u00e4nner 23, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-14mjg\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[42] Florian Stark, \u201eNur wenige Deutsche w\u00fcrden f\u00fcr ihr Land k\u00e4mpfen,\u201c Online-Quelle, <em>WELT<\/em>,<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article142886294\/Nur-wenige-Deutsche-wuerden-fuer-ihr-Land-kaempfen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article142886294\/Nur-wenige-Deutsche-wuerden-fuer-ihr-Land-kaempfen.html<\/a>, abgerufen J\u00e4nner 22, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-9epqe\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[43] Amtliche Publikation der Rep. \u00d6sterreich\/BMLV, Wien, 2020, \u201eTrend Radar 3\/2020 \u2013 Covid 19 Sicherheits- und verteidigungspolitische Meinungsbilder in Zeiten der Pandemie,\u201c Online-Quelle,<a href=\"https:\/\/www.bundesheer.at\/pdf_pool\/publikationen\/trend_radar_3_2020_web.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/www.bundesheer.at\/pdf_pool\/publikationen\/trend_radar_3_2020_web.pdf<\/a>, abgerufen J\u00e4nner 22, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-3bad7\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[44] APA, \u201eMehr Finanz- und Medienbildung: Neue Lehrpl\u00e4ne ab Schuljahr 2023\/24,\u201c <em>Tageszeitung DER STANDARD<\/em> (02.01.2023),<a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000142234321\/mehr-finanz-und-medienbildung-neue-lehrplaene-ab-schuljahr-202324\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000142234321\/mehr-finanz-und-medienbildung-neue-lehrplaene-ab-schuljahr-202324<\/a>, abgerufen J\u00e4nner 22, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-7hr35\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[45] Herfried M\u00fcnkler, \u201eDie Zukunft der Demokratie,\u201c (Christian Brandst\u00e4tter Verlag, Wien, 2022), 150-162.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-5eb1k\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[46] Ibid., 9-17.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abstract: Das Bundesheer erlebt einen ungeahnten Aufschwung durch einen \u00fcber ein Jahrzehnt gesichert scheinenden milliardenschweren Invest, um Ger\u00e4t und Infrastruktur aufzubauen. 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