{"id":1571,"date":"2022-12-19T05:24:44","date_gmt":"2022-12-19T05:24:44","guid":{"rendered":"https:\/\/tdhj.org\/?p=1571"},"modified":"2025-10-30T19:45:10","modified_gmt":"2025-10-30T18:45:10","slug":"katar-golfkooperationsrat-soziokultur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tdhj.org\/de\/post\/katar-golfkooperationsrat-soziokultur\/","title":{"rendered":"Katar, der Golfkooperationsrat und das soziokulturelle wie politische Dasein am Golf"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-foo\"><strong>Abstract:<\/strong> In der medialen Landschaft, gerade im sogenannten Westen, wurde zu Beginn der Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft h\u00e4ufig sehr kritisch \u00fcber die Golfstaaten Arabiens berichtet. Es wurde dabei kaum etwas \u00fcber die tats\u00e4chlichen politischen und vor allem nicht \u00fcber die kulurellen und traditionellen Lebensumst\u00e4nde am Golf von Arabien berichtet. Dies w\u00e4re aber notwendig, gerade weil die arabischen Staaten der arabischen Halbinsel nicht different zu den anderen Staaten der Arabischen Liga sind, sondern weil sie sich insbesondere im machtpolitischen Gef\u00e4lle mit dem Iran befinden. Wie sind demnach nun die soziokulturellen, politischen und sicherheitspolitischen Strukturen der Golfstaaten?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-bhci6\"><strong>Problemdarstellung:<\/strong> Wie kann die in Europa oftmals kritisch beleuchtete arabische Kultur aus der Sichtweise Arabiens verstanden werden?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-4e4qu\">Bottom-up-line-front: Die arabischen Golfstaaten, insbesondere das Emirat Katar, muss als Teil der historisch-gewachsenen arabischen Stammesgesellschaften angesehen werden, die es aufgrund ihres Ressourcenreichtums geschafft haben in der globalen Wirtschafsstruktur Fu\u00df zu fassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-7den5\"><strong>Was nun?:<\/strong> Die arabische Politik und Kultur m\u00fcssen als ein Teil der multipolaren Weltordnung begriffen werden, denn Ver\u00e4nderungen sind epochale Ereignisse, die nicht durch eine WM angesto\u00dfen werden k\u00f6nnen; sie brauchen meist, nach Samuel P. Huntington, Generationen. Eine WM oder ein anderes sportliches Gro\u00dfereignis, kann dabei nur als kleiner Beitrag zu einer m\u00f6glichen Transformation angesehen werden, da unterschiedliche kulturelle Parameter nicht einfach zu transformieren sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Katar, der Golfkooperationsrat und das soziokulturelle wie politische Dasein am Golf<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">.pdf<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Download PDF \u2022 753KB<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/wp-content\/media-ext\/0d3ede_ba99f39dba544501873d022728af82cc~mv2.jpg\" alt=\"Flags of the GCC\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Source: shutterstock.com\/Digital Saint<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"viewer-ba3f1\" class=\"wp-block-heading\">Ein verwerfliches Ereignis<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-48sug\">Die FIFA hat in ihren die Menschrechte garantiert und insbesondere in Ziffer 4 Diskriminierungen aufgrund der Hautfarbe, der Religion, der sexuellen Orientierung, der ethnischen Herkunft und des Standes ausgeschlossen. Dennoch findet sportliche Diskriminierung statt. Gerade die WM in Katar wurdekritisch hinterfragt, zum Teil wurde diese WM mehr als die Olympischen Spiele in China als verwerfliches Ereignis postuliert. Doch ist es in globalen Krisenzeiten sinnvoll solche Sportaktivit\u00e4ten in Staaten wie Katar zu einem erweiterten Systemkampf, m\u00f6glicherweise gar zu einem Kampf der Kulturen zu erkl\u00e4ren, ohne genau die Kultur genauer betrachtet zu haben?<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"viewer-fflmj\" class=\"wp-block-heading\">Der Golfkooperationsrat und sein \u00f6konomisches Fundament<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-99ubl\">In den \u201ealten\u201carabischen Staaten wie bspw. der Jemen, des Golfkooperationsrates nennen sich die Staaten Republiken. Es finden regelm\u00e4\u00dfig Wahlen statt, aber diese Vorgehensweisen und Determinationen haben nichts mit westlichen Demokratievorstellungen oder Idealen zu tun.[1] Wahlen haben das Herrschaftssystem der Staaten des Golfkooperationsrates, so auch Katars, nicht wirklich transformiert. Ganz im Gegenteil: das System wurde gar konserviert.[2] Die Golfstaaten sind Monarchien, die zwar Legislativorgane w\u00e4hlen lassen; hierdurch entstehen und entstanden jedoch noch keine Demokratien nach westlichem Vorbild. Dennoch sind sie f\u00fcr ihre Region im Vergleich besser gef\u00fchrt als andere arabischen Staaten.[3] Es waren die Ressourcen, die Rohstoffe, die diesen Monarchien Reichtum beschert haben und die unideologische Politik, also eine Politik die nicht parteienorientiert ist und war, f\u00fchrte dazu, dass viele an diesem Wohlstand teilhaben d\u00fcrfen und durften.[4] Der Erfolg des Rohstoffgesch\u00e4fts machte es erst m\u00f6glich, dass Katar und andere Staaten des Golfkooperationsrates in die Lage kamen, ausl\u00e4ndische Arbeitskr\u00e4fte zu ihren Rahmenbedingungen einreisen zu lassen und ihre Ressourcengesch\u00e4fte im Sinne einer autorit\u00e4ren Au\u00dfenpolitik zu koordinieren.[5]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Golfstaaten sind Monarchien, die zwar Legislativorgane w\u00e4hlen lassen; hierdurch entstehen und entstanden jedoch noch keine Demokratien nach westlichem Vorbild. Dennoch sind sie f\u00fcr ihre Region im Vergleich besser gef\u00fchrt als andere arabischen Staaten.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-1m90l\">Die Kriege am arabischen Golf und die Kriegsgefahr mit dem Iran machen die autorit\u00e4re Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik, j\u00fcngst unabh\u00e4ngig der Diskussionen um den Iran und Katar mehr als deutlich. Der Golfkooperationsrat, gegr\u00fcndet 1981, in dem Katar eine wesentliche Rolle spielt, ist auf der Grundlage der Bedrohungen am Golf, insbesondere gegen den Iran und dann im Laufe der 90er Jahre gegen den Irak aufgebaut worden.[6] Er teilt als verteidigungs- und sicherheitspolitisches Organ keinesfalls die Werte beispielsweise der NATO oder gar der EU. Er baut in erster Linie auf die innere sicherheitspolitische Koordination aller Golfstaaten sowie eine arabische Politik nach au\u00dfen, die nach den Ma\u00dfst\u00e4ben orientalischer Traditionslinien verl\u00e4uft. Dies gilt insbesondere f\u00fcr die kulturellen Leitlinien, welche jedoch nicht die Kooperation mit westlichen Staaten oder anderen Systemen wie beispielsweise mit China ausschlossen.[7] Im Fokus stand und steht bis heute die F\u00f6rderung der \u00d6konomie und der gesellschaftlichen wie kulturellen Beziehungen nach innen wie au\u00dfen, insbesondere wenn es um sportliche Ereignisse geht. Interessant dabei ist, dass es gerade Katar war und ist, das nach einer gemeinsamen W\u00e4hrungsunion strebt, \u00e4hnlich jener der EU, jedoch waren die Disparit\u00e4ten, besonders mit Kuwait oder eben auch Saudi-Arabien, bisher zu gro\u00df, um zu einer gemeinsamen W\u00e4hrungsstrategie zu gelangen.[8]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-ee71i\">Das Fundament aller sechs Staaten am Golf von Arabien ist die Autokratie, die bei dem einen st\u00e4rker bei dem anderen schw\u00e4cher ausf\u00e4llt. Sie geh\u00f6rt quasi zur arabischen \u201eTradition\u201c dazu.[9] In Kuwait und Bahrain, die wie Deutschlands Hansest\u00e4dte strukturiert sind, finden zwar Wahlen statt und sie werden auch durchaus kontrovers diskutiert, aber dennoch haben die Herrscherh\u00e4user das letzte Wort.[10] In Kuwait gelingt es zumindest alle politischen Gruppierungen zu integrieren, was indes in Bahrain so gut wie nicht gelang, weshalb auch 2011 die saudische Milit\u00e4rmacht in Bahrain einr\u00fccken musste, um den vom Iran unterst\u00fctzen Aufstand der schiitischen Minderheit endg\u00fcltig zum Erliegen zu bringen.[11] Seit jenem Ereignis ist Bahrain quasi ein Vasallenstaat Saudi-Arabiens.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Kuwait und Bahrain, die wie Deutschlands Hansest\u00e4dte strukturiert sind, finden zwar Wahlen statt und sie werden auch durchaus kontrovers diskutiert, aber dennoch haben die Herrscherh\u00e4user das letzte Wort.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-7g2jj\">Katar indes ist das erfolgreichste Land am arabischen Golf. Dem Emir ist es gelungen seine Halbinsel aus dem Nichts heraus zu einem begehrten Handelspartner zu machen.[12] Somit hat auch Katar das h\u00f6chste pro Kopf-Einkommen unter den Staaten des Golfkooperationsrates. Was die westliche Hemisph\u00e4re glaubt durch Handel, sportliche Gro\u00dfveranstaltungen oder einen \u201eAusruf\u201c demokratischer Wertvorstellungen transformieren zu k\u00f6nnen ist deshalb nur schwer in die Tat umzusetzen, weil es nicht zu den politischen Anliegen dieser Systeme geh\u00f6rt. Vielmehr dreht sich der politische Diskurs am arabischen Golf darum, wie die eigene Identit\u00e4t zu bewahren ist.[13] Interessant dabei erscheint, dass trotz das Arbeitskr\u00e4fte aufgrund des Ressourcenhandels importiert werden, die dann einen \u201eAufschrei der Emp\u00f6rung\u201c in Europa oder der westlichen Welt insgesamt ausl\u00f6sen, bei den arabischen Staaten des Golfkooperationsrates gar nicht so gerne gesehen sind, da die Ausl\u00e4nderquote bereits 10% \u00fcbersteigt, dies als Gefahr f\u00fcr die eigene Identit\u00e4t angesehen wird.[14] Was zeichnet jedoch die Identit\u00e4t der arabischen Staaten am arabischen Golf aus? Interessant bei dieser Betrachtung ist, dass zwar arabisch als Grundlage des islamischen Werteger\u00fcsts Amtssprache ist, sich allerdings Englisch als Verkehrssprache durchgesetzt hat.[15]<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"viewer-35l9o\" class=\"wp-block-heading\">Die Kultur der Stammesgesellschaften<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-4kn1j\">Auch wenn die arabischen Staaten am arabischen Golf st\u00e4rker in den Globalisierungsprozess hineingezogen worden sind als die anderen Staaten der Arabischen Liga, so haben sie doch stark an den islamisch-arabischen Werten festgehalten: Die arabische Lyrik, die Familienwerte der Stammesgesellschaften der W\u00fcste, die Konsens statt Konfrontation leben \u2013 hierzu z\u00e4hlt auch der essentielle Wert der Gastfreundschaft, selbst dann wenn der Gast nicht aus demselben Kulturkreis stammt.[16] Die Frage der Gastfreundschaft innerhalb der Stammesgesellschaften geht sogar so weit, dass der Gastgeber seinen Gast mit dem Leben zu besch\u00fctzen hat, unabh\u00e4ngig der kulturellen Herkunft. Dabei hat der Islam sicherlich eine wesentliche Bedeutung, jedoch nicht ausschlie\u00dflich. Das Stammesverst\u00e4ndnis ist viel \u00e4lter als der Islam selbst; er ist Teil der arabischen Identit\u00e4t.[17] Es ist nat\u00fcrlich, wie es j\u00fcngst der Polizeichef von Dubai, Dhahi Khalfan, formuliert hat, ein Spagat, Globalisierung und damit die offene Welt des Handels mit den Werten der Emirate zu verbinden. Es drohe gar der Verlust der Arabischen Identit\u00e4t, so der Polizeichef.[18] 2008 rief daher auch der Golfkooperationsrat mit fast allen Staaten das Jahr der nationalen Identit\u00e4t aus.[19] Das Problem, dass dabei in den arabischen Medien kommuniziert wurde, ist die steigende Ausl\u00e4nderquote in jenen Staaten, die aufgrund des Wirtschaftswachstums nat\u00fcrlich ansteigt.[20]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Stammesverst\u00e4ndnis ist viel \u00e4lter als der Islam selbst; er ist Teil der arabischen Identit\u00e4t.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-77lv3\">Der Golfkooperationsrat und seine Mitglieder sehen, dass diese Staaten nur dann bestehen k\u00f6nnen, wenn diese auch wirklich selbstbewusste Staaten abgeben. Der Politikwissenschaftler Abdulkhaleq Abdullah aus Dubai kommt zu dem Ergebnis, dass der hohe Ausl\u00e4nderanteil in den Staaten am arabischen Golf nicht zum nationalen Bewusstsein der Staaten beitrage.[21] Er macht das insbesondere an der jungen Generation fest, die immer weniger von der eigenen Kultur und Geschichte wisse.[22] Der Hochschulminister der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Scheich Nayhan ben Mubarak al Nayhan, sagte kurz vor Beginn der Fu\u00dfballweltmeisterschaft 2022 und den Konfliktstrukturen mit dem Iran: Nationale Identit\u00e4t sei das Teilen von Sprache, Religion und das Erbe der Kultur. Man m\u00fcsse sich, so der Minister, bewusst sein, dass aufgrund vermehrter transformativer Prozesse genau diese Identit\u00e4t in Gefahr sei.[23] Globalisierung sei dabei, jedoch keinesfalls die eigentliche Gefahr f\u00fcr das kulturelle Erbe. Genauso wie man Neues erlerne, gebe man auch Ansichten seines Wissens an die Welt zur\u00fcck.[24] Der Islam ist nat\u00fcrlich ein bestimmender Faktor f\u00fcr die Golfaraber und Arabisch als sakrale Sprache des Koran eine wichtige Bedeutung als Religionssprache beh\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"viewer-eisk3\" class=\"wp-block-heading\">Der Islam als Alltagsreligion und Teil der Golfstaaten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-6vsuk\">Der Islam ist sicherlich einer der fundamentalsten Faktoren f\u00fcr die Identit\u00e4t dieser Staaten und ihrer Gesellschaftsform.[25] Allerdings leben die Gesellschaften in dieser Region einen pragmatisch-flexiblen Islam. Extremismus wie beispielsweise in \u00c4gypten oder Algerien ist diesen Kulturkreisen fern.[26] Der Islam der sunnitischen Richtung ist eher eine Alltagsreligion, die kaum intellektuell durchdrungen wird, wie es teilweise in \u00c4gypten oder gar in Iran h\u00e4ufig der Fall ist.[27] Die Religionsgelehrten in dieser Region der arabischen Welt haben kaum eine herausragende Stellung. Dass der Islam jedoch zum Leben geh\u00f6rt, ist auch heute noch eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, aber weder die arabischen Beduinen noch die Fischer und schon gar nicht die Arbeiter bei den Erd\u00f6l- und Gasquellen brauchen dazu die Anleitung durch Religionsgelehrte oder Theologen.[28]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-7u3t7\">Dennoch ist eine neue Epoche der Religiosit\u00e4t zu beobachten. Richteten sich der Alltag fr\u00fcher nach dem jeweiligen Arbeitsrhytmus, so richtet er sich heute vermehrt nach dem f\u00fcnfmaligen Gebetsruf des Muezzins.[29] Eine Intensivierung der Religiosit\u00e4t ist in Zusammenhang mit der Bewahrung der Identit\u00e4t zu beobachten. Die Zuwanderung von ausl\u00e4ndischen Arbeitskr\u00e4ften an den Golf hat dazu gef\u00fchrt, dass es nun eine Intensivierung des Diskurses gibt wie denn bestimmte Regeln des Islam umzusetzen seien.[30] Somit ist der Islam hier kein geschlossenes System, sondern wie bereits der Prophet Mohammed nach Anas gesagt haben soll: \u201eMacht es leicht, und nicht schwer, und gebt frohe Kunde, und schreckt (die Leute) nicht ab\u201c; ein offenes System, dass auch andere kulturelle Kreise respektiert.[31] Der Islam ist also kein abgeschlossnes System, sondern eine Symbiose von unterschiedlichen kulturellen Str\u00e4ngen und dem Islam, welche beide sich von Marokko bis Indonesien ziehen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Intensivierung der Religiosit\u00e4t ist in Zusammenhang mit der Bewahrung der Identit\u00e4t zu beobachten. Die Zuwanderung von ausl\u00e4ndischen Arbeitskr\u00e4ftenan den Golf hat dazu gef\u00fchrt, dass es nun eine Intensivierung des Diskurses gibt wie denn bestimmte Regeln des Islam umzusetzen seien.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-34bg9\">Muslime aus \u00c4gypten, Afghanistan, Pakistan oder Indonesien brachten einen differenzierten Islam an den Golf mit. Jene waren es dann auch, die religi\u00f6sen \u00c4mter \u00fcbernahmen, weil sie eine bessere theologische Vorbildung hatten.[32] Dies bringt nat\u00fcrlich auch eine neue Gef\u00e4hrdungslage mit sich. Denn wenn extremistische Ideologien in dieser Region an Boden gewinnen, dann wegen den zugewanderten theologischen Kr\u00e4ften. Bis auf Saudi-Arabien ist bisher jedoch nichts in dieser Richtung zu sehen, denn die Islamisierung der Golfstaaten fand ihren Beginn im 7. Jahrhundert und dauerte mehrere Jahrhunderte.[33] Sie verlief dabei unblutig, weil diese die Stammeskulturen keinesfalls unterminierten.[34] Deshalb wandten sich diese Kulturen, die meist heidnisch gepr\u00e4gt waren, dem Islam zu. Die Symbiose zwischen dem Islam und den Stammestraditionen war dabei keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, zumal die Stammeskultur weit vor der Islamisierung lag.[35]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5lp9j\">Es muss dem sicherheitspolitischen Analytiker dabei klar sein, dass es gerade diese Stammesstrukturen sind, die erst diese archaischen Lebensformen und ihre Umwelt haben \u00fcberleben lassen, weil sie mit diesen Strukturen aufwuchsen und bis heute gr\u00f6\u00dftenteils leben.[36] Es war letztlich die Religion des Islam, die diese Stammesstrukturen in der W\u00fcste am Golf neu organisierte, weil sie Vorschriften vorgab, die das Leben in dieser schwierigen Umwelt vereinfachte.[37] Dabei spielten islamische Gesetze durchaus eine Rolle, gerade wenn es um das Familienrecht ging.[38] Konflikte jedoch zwischen den St\u00e4mmen und Familienbanden wurden weiterhin nach dem Gewohnheitsrecht ausgetragen.[39] Die Rechtsfrage, die oft in den westlichen Medien kritisch hinterfragt wird, ist zwar am Golf von Arabien islamisch untermauert, wurde jedoch niemals, wie im Iran, als Herrschaft des islamischen Rechts postuliert.[40] Im Vergleich dazu sind Rechtsnormen in Syrien, Irak oder \u00c4gypten eher als durchsetzungsf\u00e4higzu bewerten.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Rechtsfrage, die oft in den westlichen Medien kritisch hinterfragt wird, ist zwar am Golf von Arabien islamisch untermauert, wurde jedoch niemals, wie im Iran, als Herrschaft des islamischen Rechts postuliert.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-c2ar0\">Die derzeitigen Konflikte zwischen dem Iran und den Golfstaaten gab es zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht einmal ansatzweise, weil man am florierenden Handel mit den Persern interessiert war.[41] Bis heute gilt in Bezug auf den Islam, dass die Religion eher das Lebenssystem f\u00fcr den Einzelnen ist, als der Faktor f\u00fcr den Aufbau eines totalit\u00e4ren Herrschaftssystems. Dies gilt sogar f\u00fcr die absolute Monarchie Saudi-Arabien.[42] Interessant hierbei ist, dass der Islam zwar bewusster gelebt wird, aber keinesfalls an seiner Toleranz verloren hat; eher sind es die arabischen Stammestraditionen, die dazu f\u00fchren, dass es h\u00f6here Toleranzschwellen gibt.[43] So ist es nicht gerne gesehen, wenn junge Golfaraber Ausl\u00e4nder, ob Muslim oder nicht, heiraten. Ebenfalls ist f\u00fcr den westlichen Betrachter interessant, dass die Predigten in Golfstaaten Wort f\u00fcr Wort abgelesen werden m\u00fcssen, um Radikalisierungstendenzen von Anfang an zu ersticken. Zugleich ist man dazu \u00fcbergangen mehr Einheimische als Religionsgelehrte einzusetzen, wobei man mit der marokkanischen Monarchie zusammenarbeitet, damit es erst nicht zu extremistischen Ausw\u00fcchsen kommt.[44] Nicht \u00c4gypten hat somit den theologischen allumfassenden Anspruch der Theologieausbildung in der arabischen Welt. So gibt es ein Fatwazentrum in Abu Dhabi, welches s\u00e4mtliche Fragen zur Religionslehre aus der gesamten Golfregion beantwortet. 2010 bereits haben sich solche Anfragen zu allen Fragen des Islams verzehnfacht.[45] In diesem Zentrum sind nicht nur m\u00e4nnliche Theologen besch\u00e4ftigt, sondern viele weibliche Religionsgelehrte.[46] Dabei kommt die Soziologieprofessorin Meenaz Kassem zu dem Ergebnis, dass die weiblichen Theologen h\u00e4ufig gebildeter in Fragen der islamischen Auslegung seien als ihre m\u00e4nnlichen Pendants.[47]<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/wp-content\/media-ext\/0d3ede_eaa5ec883ff94237bcf71b4b1adb6a7a~mv2.jpg\" alt=\"GCC States\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Source: shutterstock.com\/PSboom<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"viewer-f4a0k\" class=\"wp-block-heading\">Die sicherheitspolitische Strategie des GCC<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-fqp0p\">Was die arabischen Monarchien am arabischen Golf insbesondere seit 1981 zusammenh\u00e4lt, ist der ideologisch-politische Gegner Iran, weshalb man sich kurz nach der Islamischen Revolution des Iran 1979 auch zum Golfkooperationsrat zusammenschloss.[48] Der darauffolgende Waffengang zwischen dem Irak und Iran ab September 1980 beschleunigte diesen Zusammenschluss.[49] Es war aber auch die Gefahr des Sozialismus der 70er und 80er Jahre im Zuge der Invasion der ehemaligen UdSSR in Afghanistan, die den Golfmonarchien als Bedrohung vorkamen zumal Syrien, \u00c4gypten und vor allem der Irak dieser aggressiven Ideologie nachging.[50] Es war der Iran des Schahs, der den Golfmonarchien eine Kooperation Anfang der 70er Jahre anbot, auf die allerdings die Golfstaaten aus Angst vor der milit\u00e4rischen Kraft des Irak, aber auch aus Angst vor der Hegemonie des Iran, nicht eingingen.[51]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-a6rl7\">Es war dann auch die \u00d6lkrise 1973, die das Ansehen der Golfmonarchien in der arabischen Welt steigen lie\u00df. Sie waren nun nicht mehr aus der Sicht der Arabischen Liga-Staaten \u201eVerb\u00fcndete des Imperialismus\u201c, sondern in der Tat seit dem Ende des Kolonialismus \u201earabische Br\u00fcder\u201c geworden.[52] Allerdings blieben diese zun\u00e4chst nur die kleinen Br\u00fcder der Arabischen Liga, zumal der Irak in der Region des arabischen Golfs die sicherheitspolitischen und vor allem die milit\u00e4rischen Akzente setzte. Die Golfstaaten f\u00fcrchteten zu Recht sowohl einen Sieg Saddam Husseins wie Khomeinis im irakisch-iranischen Intermezzo zwischen 1980-1988, wie sie genauso einen Sieg der ehemaligen Sowjetunion in Afghanistan f\u00fcrchteten.[53] Alle drei M\u00e4chte hatten Ideologien, die sich gegen den monarchischen Konservatismus der Golfregion richteten. Der GCC war zun\u00e4chst nur eine \u00f6konomisches Projekt, \u00e4hnlich der EWG, weil man Angst vor einer Reaktion der Anrainerstaaten hatte.[54] Es war jedoch der Aufstand in Bahrain, der Ruf nach Demokratie 2011 in diesem Sultanat und die Abwendung der USA aus dieser Region, die dazu f\u00fchrte, dass Saudi-Arabien und VAE, Soldaten und Polizisten in das Sultanat einmarschieren lie\u00dfen um das Sicherheitsgef\u00fcge in der Region wieder herzustellen.[55] Die USA wurden dementsprechend auch gar nicht mehr bei der Niederschlagung der schiitischen Proteste konsultiert.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der GCC war zun\u00e4chst nur eine \u00f6konomisches Projekt, \u00e4hnlich der EWG, weil man Angst vor einer Reaktion der Anrainerstaaten hatte.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-2f142\">Wie erfolgreich der \u00f6konomische Zusammenschluss dieser Monarchien war, blieb in den au\u00dferarabischen Medien fast unkommentiert. 1983 war bereits eine Freihandelszone geschaffen, 2001 ein gemeinsamer Markt und 2008 mit dem Jahr der Identit\u00e4tsfrage wurde geleichzeitig eine Zollunion ins Leben gerufen.[56] Die 45 Mio. Einwohner des GCC verf\u00fcgen \u00fcber ein BIP von 1.100 Milliarden US-Dollar und ein BIP pro Kopf von 24.000 US-Dollar.[57]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-bfeqn\">Seit den 90er Jahren verhandelt der GCC sogar \u00fcber eine Freihandelszone mit der EU.[58] Zwischen 2004 und 2007 wurde eigentlich ein Durchbruch erzielt. Hierbei waren die Knackpunkte die Re-exporte von Ursprungserzeugnissen und die \u00d6ffnung f\u00fcr \u00f6ffentliche Ausschreibungen.[59] Seit 2009 jedoch ist das Verfahren quasi sanktioniert, weil Saudi-Arabien Z\u00f6lle f\u00fcr petrochemische Produkte erheben will, um nicht billige Rohstoffe zu subventionieren.[60] W\u00e4hrend die wechselnden EU-Kommissionen dar\u00fcber klagen, dass der GCC kein ebenb\u00fcrtiger Gespr\u00e4chspartner sei, weil die Mitgliedstaaten eher den Takt der politischen Umsetzung bestimmen als die Institution des GCC selbst, beklagt der GCC die \u201eMoralisierung\u201c der \u00f6konomischen Integration mit der EU.[61] Nicht umsonst erhebt der katarische Machthaber j\u00fcngst den Vorwurf der Doppelmoral, weil man dazu kulturelle Differenzen von europ\u00e4ischer Warte aus nutze, um protektionistische Mechanismen zu legitimieren.[62] So forderte Katar, dass die Grunds\u00e4tze der World Trade Organisation gelten sollten und nicht Prinzipien einer interregionalen Institution wie der EU.[63] Weil der Freihandelszonenprozess mit der EU quasi zum Erliegen gekommen ist, wendet man sich seit 2010 verst\u00e4rkt den asiatischen Staaten zu. 2010 bereits hat sich dementsprechend der GCC darauf geeinigt eher mit den ASEAN-Staaten zu kooperieren, was nun auch das Megagasgesch\u00e4ft im November 2022 mit China und Katar ohne deutsche Beteiligung und vor allem ohne Diskrepanzen erkl\u00e4rt.[64]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weil der Freihandelszonenprozess mit der EU quasi zum Erliegen gekommen ist, wendet man sich seit 2010 verst\u00e4rkt den asiatischen Staaten zu.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-46qj4\">Im Jahre 2011 bot der GCC sogar den Monarchien Marokko und Jordanien eine Mitgliedschaft im Kooperationsrat an, um den Zusammenhalt der sunnitischen Monarchien zu st\u00e4rken.[65] Ebenfalls von Bedeutung ist, dass der GCC in Fragen der Sicherheit in der Region st\u00e4rker kooperiert als bisher.[66] So haben sie anders walsie die Armeen der EU ihre Streitkr\u00e4fte radartechnisch und telekommunikativ verbunden, um auch dem wachsenden terroristischen Druck durch Al Qaida, IS, Al-Schabab und Boko Haram gerecht werden zu k\u00f6nnen.[67] Au\u00dferdem halten sie gemeinsame Man\u00f6ver mit der 5. US-Flotte ab.[68] So wollen gerade die GCC-Staaten zu Wasser eine gemeinsame Einheit mit den USA zur Verteidigung des Golfes schaffen. Im saudischen Hafar al Batin befindet sich die gemeinsame Eingreifelitetruppe \u201ePeninsula Shield\u201c, die gerade gegen extremistische Gruppen bspw. gegen Al Quaida sehr erfolgreich agierte.[69] Die GCC-Staaten sind zwar von der EU abger\u00fcckt, daf\u00fcr aber n\u00e4her an die NATO heranger\u00fcckt. 2004 hat die Istanbul Cooperation Initiative dazu gef\u00fchrt, dass es eine st\u00e4rke Sicherheitskooperation zur Bek\u00e4mpfung des Terrorismus und der Massenvernichtungswaffen beispielsweise des Iran gibt.[70] Auf dem Boden der VAE gibt es auch gemeinsame Landstreitkr\u00e4fte. Frankreich hat zudem 2009 eine Marinebasis in Abu Dhabi errichtet, die erste au\u00dferhalb afrikanischer Staaten.[71] Weiters hat Frankreich 2008 ein Sicherheitsabkommen mit Kuwait abgeschlossen.[72] Ein weiterer sicherheitspolitischer weittragender Faktor ist die Er\u00f6ffnung der Marinebasis in Furaja 2010 am Indischen Ozean, welche strategisch die Stra\u00dfe um Hormus absichert. Zudem wurden dort gro\u00dfe Lagerst\u00e4tten f\u00fcr Roh\u00f6l angelegt.[73] Die USA sind zugleich der Hauptwaffenlieferant an die GCC-Staaten; das Volumen bel\u00e4uft sich in etwa auf 120 Milliarden US-Dollar.[74] Das meiste Geld floss dabei in die Luftverteidigung. Der Grund hierf\u00fcr liegt insbesondere in den Erfahrungen des 2. Golfkrieges.[75] So erhielt beispielsweise die VAE die modernen Patriot-Abwehrsysteme.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"viewer-39dfl\" class=\"wp-block-heading\">Katar und seine Staatsphilosophie<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-eqbui\">Katars Position im GCC ist ein gro\u00dfes Anliegen der Herrscherfamilie Khalifa al Thani.[76] In dieser Monarchie hat es nie nur einen Funken eines Aufstandes oder Forderung nach Transformation gegeben. Es gab noch nicht einmal eine Petition, auch nach dem westlichen Druck kurz vor der WM 2022 nicht. Katar ist zu reich und damit wahrscheinlich auch zu unpolitisch, um \u00fcberhaupt \u00fcber Transformationen, welcher Art auch immer, nachdenken zu k\u00f6nnen. Katar ist famili\u00e4r verwandt mit den Monarchien Kuwait und Bahrain.[77] 1766 war n\u00e4mlich der Stamm der Utub nach Katar eingewandert und hatte sich im Raum Zubara niedergelassen.[78] Dort kam der Stamm mit den Herrschern von Bahrain in Konflikt, das dem persischen Schahhaus nahestand, wobei Muhammed Ben Khalifa 1783 nach Bahrain \u00fcbersetzte und dann den dortigen Herrscher vertrieb, um sich dann auf der katarischen Insel dauerhaft niederzulassen.[79] Eine kleine Gruppe von Modernisierern trieb die Monarchie voran, wobei Emir Hamad ben Khalifa el Thani, ausgebildet an der britischen Milit\u00e4rakademie Sandhurst, seinen Vater 1995 in einem unblutigen Putsch entmachtete und seitdem im Mittelpunkt der katarischen Monarchie steht.[80]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Katar ist zu reich und damit wahrscheinlich auch zu unpolitisch, um \u00fcberhaupt \u00fcber Transformationen, welcher Art auch immer, nachdenken zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-7h4cf\">Im 21. Jahrhundert ist Katar zu einem der reichsten Golfstaaten \u00fcberhaupt geworden. Zwischen 2004 und 2010 lag das BIP bei 128 Milliarden US-Dollar und hat sich damit seit 1995 vervierfacht.[81] 1996 schaffte es Katar einen eigenen arabischen Sender, Al Jazeera, auf Englisch und Arabisch aufzubauen. Bereits 2002 nahm eine namenhafte US-Amerikanische Universit\u00e4t ihren Lehrbetrieb in Doha auf und 2008 er\u00f6ffnete das erste \u201eIslamische Museum\u201c, von einer chinesischen Baufirma errichtet, seine T\u00fcren.[82] Es ist der Energieminister Katars, der nicht nur f\u00fcr die Erschlie\u00dfung der Gasvorkommen (Katar besitzt 14% der Gasvorkommen weltweit) zust\u00e4ndig ist, sondern auch f\u00fcr die Ansiedlung der Industrie.[83]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-bkf0a\">Katar ist eine der Monarchien am Golf, welche sich zu einem modernen Forschungsstandort entwickelt hat.[84] Der Emir und seine Frau wissen sehr wohl, dass fossile Rohstoffe eine endliche Ressource darstellen, weshalb er bereits 1996 klarstellte, dass er Katar eher als Bildungsstandort sehe.[85] 2003 war Katar einer der letzten Golfstaaten, welcher einen Staatsfonds gr\u00fcndete.[86] Die \u00dcbersch\u00fcsse aus dem Gasgesch\u00e4ft flie\u00dfen seitdem direkt an den Fonds und helfen bei ausl\u00e4ndischen Investitionen.[87] Bei VW erh\u00e4lt Katar die meisten Renditengewinne. Der Einstieg bei Porsche entspricht 1\/10 der Einlagen des Staatsfonds zwischen 2005 und 2010.[88] So ist Katar auch stark in China aktiv: 2,8 Milliarden US-Dollar wurden in der Agricultural Bank Chinas investiert.[89] Die Reform\u00e4ra kommt nicht von unten, sondern von oben. Dies zeigt sich eben auch in der Au\u00dfenpolitik. Es war Katar, dass zum Sturz des Gaddafi-Regimes in Libyen beigetragen hat. Es setzte die Resolution f\u00fcr eine Luftverbotszone \u00fcber libysches Staatsgebiet durch, die dann durch die NATO umgesetzt wurde.[90] Dabei hat Katar nur eine bescheidene Streitkraft von 12.000 Soldaten. Dennoch ist Doha die Drehscheibe der Diplomatie geworden.[91] Mit dem Abkommen von Doha 2008 wurden die innerlibanesischen Konflikte zwischen Hizbullah und dem libanesischen Staat endg\u00fcltig beendet.[92] Auch wenn h\u00e4ufig Katar als Vermittler in der Region auftritt, so unterbrach es doch die Beziehungen zu Israel 2009, wobei der Emir Israel aufforderte die Blockade von Gaza aufzuheben; die Aufforderung blieb unbeantwortet. Katar wurde auch zum Konferenzsaal der arabischen wie der westlichen Hemisph\u00e4re. Dies zeigte sich insbesondere beim Afghanistandebakel 2020\/21, wo Katar versuchte die sicherheitspolitischen Probleme durch Vermittlung zu beheben versuchte.[93]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch wenn h\u00e4ufig Katar als Vermittler in der Region auftritt, so unterbrach es doch die Beziehungen zu Israel 2009, wobei der Emir Israel aufforderte die Blockade von Gaza aufzuheben; die Aufforderung blieb unbeantwortet.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-ot77\">Auch der Sender Al Jazeera ist ein Novum in der arabischen Welt, nicht nur weil er Tag und Nacht auf zwei Sprachen sendet, sondern weil er teilweise den Ton f\u00fcr alle Araber in der Welt angibt.[94] Er ist aber auch gleichzeitig das Fundament f\u00fcr Meinungsfreiheit nach arabischem Muster.[95] Die anderen arabischen Staaten forderten Katar mehrfach auf den Sender einzuschr\u00e4nken, jedoch ohne Erfolg.[96] Es ist heute al Jazeera, das wie einst Jemal Abdel Nasser die arabische Welt eint.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"viewer-6ic61\" class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-1d3sv\">Richard v. Weizs\u00e4cker schrieb einst: Geschichtlich zu denken ist unsere Aufgabe.[97] Wenn man die Strukturen am arabischen Golf und vor allem Katars ins Auge fasst, so muss man festhalten und feststellen, dass kulturelle Revolutionen, wie im Jahre der WM 2022 aus der westlichen Perspektive gefordert, kaum umzusetzen sind, zumal diese Staaten auch kaum den \u00f6konomischen oder politischen Druck unterliegen sich kulturell zu transformieren. Katar ist dieser Druck am wenigsten aufzuerlegen, nicht nur weil Mitteleuropa von den Rohstoffen Katars abh\u00e4ngig zu sein scheint, sondern weil diese Monarchie eine der fortschrittlichsten in der arabischen Welt darstellt.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn man die Strukturen am arabischen Golf und vor allem Katars ins Auge fasst, so muss man festhalten und feststellen, dass kulturelle Revolutionen, wie im Jahre der WM 2022 aus der westlichen Perspektive gefordert, kaum umzusetzen sind, zumal diese Staaten auch kaum den \u00f6konomischen oder politischen Druck unterliegen sich kulturell zu transformieren.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-98qe5\">Samuel P. Huntington hat nicht umsonst in seinem Werk: Kampf der Kulturen festgehalten, dass Kulturen sehr unterschiedlich divergieren und rivalisieren.[98] Allerdings, so der Theoretiker, k\u00f6nnen sie sich auch ver\u00e4ndern. Dies sind meist aber epochale Ereignisse, die dann allerdings auch gro\u00dfe Auswirkungen auf \u00d6konomie, Politik und Gesellschaft haben k\u00f6nnen.[99] Die Unterschiede liegen immer in den differenzierten kulturellen Grundlagen, so dass man aus westlicher Sicht abwarten muss in welcher Epoche eine wirkliche Wende im kulturellen Sein am Golf von Arabien stattfindet. Mit politisch-utopischen Forderungen jedoch wird dies m\u00f6glicherweise noch sehr lange dauern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-2lc0g\">Ilya Zarrouk, Jahrgang 1981, studierte Neuere Geschichte\/Wirtschafts-und Sozialgeschichte und Politikwissenschaft in Mannheim, Heidelberg und Tunis. Er besch\u00e4ftigt sich mit Milit\u00e4rstrukturen und den staatsrechtlichen Gegebenheiten, die diese milit\u00e4rischen Strukturen bedingen. Zarrouk ist seit 2013 Dozent an verschiedenen Abendakademien im Rhein-Neckar-Raum, wo er zu sicherheitspolitischen und milit\u00e4rpolitischen Fragen referiert. Bei den in diesem Artikel vertretenen Ansichten handelt es sich um die des Autors.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-dnng8\">[1] Carto- le Monde en cartes, No. 45, janvier-f\u00e9vrier 2018: Un espace sous haute tension. P\u00e9ninsule arabique, geschrieben von Frank T\u00e9tart, 14-23; auch: Moyen-Orient, janvier-mars 2016, No. 29, Dossier: Arabie-Saoudite, 15-23.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-16jka\">[2] Bilan G\u00e9ostrat\u00e9gique 2021. Printemps arabes: Une d\u00e9cennie pour rien, juillet-septembre 2021, No. 51.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-2k6d9\">[3] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5vc24\">[4] Rainer Hermann, Die Golfstaaten. Wohin geht das neue Arabien, M\u00fcnchen 2011.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-9rrtt\">[5] Diplomatie: Affaires strat\u00e9giques et relations internationales, mai-juin 2018, No. 92, les marchands d\u2019armes. Commerce, trafics, r\u00e9seaux, influences, Marc Lavergne: Autour de la crise entre le Qatar et l\u2019 Arabie saoudite, grandes man\u0153uvres sur la mer Rouge, 40-44.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-fp33t\">[6] Idem.; auch: Rainer Hermann, Die Golfstaaten. Wohin geht das neue Arabien, M\u00fcnchen 2011.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-bt0rq\">[7] Carto- le Monde en cartes, No. 45, janvier-f\u00e9vrier 2018: Un espace sous haute tension. P\u00e9ninsule arabique, geschrieben von Frank T\u00e9tart, 14-23; auch: Moyen-Orient, janvier-mars 2016, No. 29, Dossier: Arabie-Saoudite, 15-23.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-7bhke\">[8] Moyen-Orient, janvier-mars 2016, No. 29, Dossier: Arabie-Saoudite, 15-23.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-cpgl1\">[9] Diplomatie: Affaires strat\u00e9giques et relations internationales, mai-juin 2018, No. 92, les marchands d\u2019armes. Commerce, trafics, r\u00e9seaux, influences, Marc Lavergne: Autour de la crise entre le Qatar et l\u2019 Arabie saoudite, grandes man\u0153uvres sur la mer Rouge, 40-44.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-9cofp\">[10] Carto- le Monde en cartes, No. 45, janvier-f\u00e9vrier 2018 : Un espace sous haute tension. P\u00e9ninsule arabique, geschrieben von Frank T\u00e9tart, 14-23.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-ekuu7\">[11] Moyen-Orient, octobre-d\u00e9cembre 2016, No. 32, Cl\u00e9ment Therme: L\u2019 Iran: \u00e0 l\u2019\u00e9preuve de la fuite des cerveaux, 36-40.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-d12mq\">[12] Rainer Hermann, Die Golfstaaten. Wohin geht das neue Arabien, M\u00fcnchen 2011.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-4e7bu\">[13] Diplomatie: Affaires strat\u00e9giques et relations internationales, mai-juin 2018, No. 92, les marchands d\u2019armes. Commerce, trafics, r\u00e9seaux, influences, Marc Lavergne: Autour de la crise entre le Qatar et l\u2019 Arabie saoudite, grandes man\u0153uvres sur la mer Rouge, 40-44.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5hic4\">[14] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-epcoh\">[15] Rainer Hermann, Die Golfstaaten. Wohin geht das neue Arabien, M\u00fcnchen 2011.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-3vrdm\">[16] Carto- le Monde en cartes, No. 45, janvier-f\u00e9vrier 2018: Un espace sous haute tension. P\u00e9ninsule arabique, geschrieben von Frank T\u00e9tart, 14-23.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5qhkp\">[17] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-65gnm\">[18] Al Jezeera November 12, 2021.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-8pe71\">[19] Carto- le Monde en cartes, No. 45, janvier-f\u00e9vrier 2018: Un espace sous haute tension. P\u00e9ninsule arabique, geschrieben von Frank T\u00e9tart, 14-23.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-f3qtg\">[20] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-cr7k8\">[21] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-21p2b\">[22] Carto- le Monde en cartes, No. 45, janvier-f\u00e9vrier 2018: Un espace sous haute tension. P\u00e9ninsule arabique, geschrieben von Frank T\u00e9tart, 14-23.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-fo6tv\">[23] Al Jezeera, April 04, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-18eu9\">[24] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5b8ta\">[25] Carto- le Monde en cartes, No. 45, janvier-f\u00e9vrier 2018: Un espace sous haute tension. P\u00e9ninsule arabique, geschrieben von Frank T\u00e9tart, 14-23; auch : Moyen-Orient, janvier-mars 2016, No. 29, Dossier: Arabie-Saoudite, 15-23; auch: Rainer Hermann, Die Golfstaaten. Wohin geht das neue Arabien, M\u00fcnchen 2011.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-d4e7m\">[26] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-8hk01\">[27] Moyen-Orient, octobre-d\u00e9cembre 2016, No. 32, Cl\u00e9ment Therme: L\u2019 Iran: \u00e0 l\u2019\u00e9preuve de la fuite des cerveaux, 36-40.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-9ocki\">[28] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-eh05b\">[29] Diplomatie: Affaires strat\u00e9giques et relations internationales, mai-juin 2018, No. 92, les marchands d\u2019armes. Commerce, trafics, r\u00e9seaux, influences, Marc Lavergne: Autour de la crise entre le Qatar et l\u2019 Arabie saoudite, grandes man\u0153uvres sur la mer Rouge, 40-44.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-bft8g\">[30] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-aaoc7\">[31] Idem.; Aus dem arabischen von Buhari, Sunna des Propheten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-f33oq\">[32] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-dqhmv\">[33] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-57s3i\">[34] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-9i5ul\">[35] Idem.; auch: Rainer Hermann, Die Golfstaaten. Wohin geht das neue Arabien, M\u00fcnchen 2011.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-f4ug1\">[36] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-fv3f2\">[37] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-7nfc6\">[38] Mathias Rohe, Das islamische Recht. Geschichte und Gegenwart, M\u00fcnchen 2009.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5e9v8\">[39] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-epqau\">[40] Carto- le Monde en cartes, No. 45, janvier-f\u00e9vrier 2018: Un espace sous haute tension. P\u00e9ninsule arabique, geschrieben von Frank T\u00e9tart, 14-23; auch: Moyen-Orient, janvier-mars 2016, No. 29, Dossier: Arabie-Saoudite, 15-23; auch: Rainer Hermann, Die Golfstaaten. Wohin geht das neue Arabien, M\u00fcnchen 2011; auch: Moyen-Orient, octobre-d\u00e9cembre 2016, No. 32, Cl\u00e9ment Therme: L\u2019 Iran: \u00e0 l\u2019\u00e9preuve de la fuite des cerveaux, 36-40.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-9hlja\">[41] Diplomatie: Affaires strat\u00e9giques et relations internationales, mai-juin 2018, No. 92, les marchands d\u2019armes. Commerce, trafics, r\u00e9seaux, influences, Marc Lavergne: Autour de la crise entre le Qatar et l\u2019 Arabie saoudite, grandes man\u0153uvres sur la mer Rouge, 40-44.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-ek9k0\">[42] Moyen-Orient, janvier-mars 2016, No. 29, Dossier: Arabie-Saoudite, 15-23.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-fq5ip\">[43] Carto- le Monde en cartes, No. 45, janvier-f\u00e9vrier 2018 : Un espace sous haute tension. P\u00e9ninsule arabique, geschrieben von Frank T\u00e9tart, 14-23.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-102vb\">[44] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-3qjpc\">[45] Bilan G\u00e9ostrat\u00e9gique 2021. Printemps arabes: Une d\u00e9cennie pour rien, juillet-septembre 2021, No. 51.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-3et5c\">[46] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-8kq3m\">[47] Rainer Hermann, Die Golfstaaten. Wohin geht das neue Arabien, M\u00fcnchen 2011.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-sr5\">[48] Diplomatie: Affaires strat\u00e9giques et relations internationales, mai-juin 2018, No. 92, les marchands d\u2019armes. Commerce, trafics, r\u00e9seaux, influences, Marc Lavergne: Autour de la crise entre le Qatar et l\u2019 Arabie saoudite, grandes man\u0153uvres sur la mer Rouge, 40-44; auch: Moyen-Orient, octobre-d\u00e9cembre 2016, No. 32, Cl\u00e9ment Therme: L\u2019 Iran : \u00e0 l\u2019\u00e9preuve de la fuite des cerveaux, 36-40.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-nsqf\">[49] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-ecat\">[50] Idem; auch: Guy Arnold, Wars in the Third World since 1945 (London, 1911), 127-135.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5d32c\">[51] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-3qf09\">[52] Rainer Hermann, Die Golfstaaten. Wohin geht das neue Arabien, M\u00fcnchen 2011.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5hd11\">[53] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-fnq8r\">[54] Carto- le Monde en cartes, No. 45, janvier-f\u00e9vrier 2018: Un espace sous haute tension. P\u00e9ninsule arabique, geschrieben von Frank T\u00e9tart, 14-23; auch: Moyen-Orient, janvier-mars 2016, No. 29, Dossier: Arabie-Saoudite, 15-23.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-12s56\">[55] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-136vm\">[56] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-dn18c\">[57] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-4fd5q\">[58] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-b75n\">[59] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-acb44\">[60] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-6tp9v\">[61] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-bh6kh\">[62] Al Jezeera, 20.11.22.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-1e34c\">[63] Carto- le Monde en cartes, No. 45, janvier-f\u00e9vrier 2018: Un espace sous haute tension. P\u00e9ninsule arabique, geschrieben von Frank T\u00e9tart, 14-23; auch:: Moyen-Orient, janvier-mars 2016, No. 29, Dossier: Arabie-Saoudite, 15-23.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-b4umf\">[64] Idem. Anmerkung: Nach dem Gas-Abkommen mit Deutschland sind die Differenzen zu politischen Fragen st\u00e4rker geworden als davor. Der Energieminister machte j\u00fcngst deutlich, dass er jede Einmischung Deutschlands in Innere Angelegenheiten Katars scharf ablehne.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-befb9\">[65] Bernard Vernier, arm\u00e9e et politique au Moyen-Orient, Paris 1966.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-94kbd\">[66] Said Al Dailami, Jemen. Der vergessene Krieg, 166-176, M\u00fcnchen 2019.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-6fc2u\">[67] Moyen-Orient, janvier-mars 2013, No. 17, Arm\u00e9es Arabes, Flavien Bourrat : Les forces arm\u00e9es arabes, pilier central de l\u2019\u00c9tat au d\u00e9fi des r\u00e9volutions, 18-23.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-a761h\">[68] Moyen-Orient, janvier-mars 2020, No. 45, Guerre nucl\u00e9aire au Moyen-Orient, 16-17.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-fd9an\">[69] Moyen-Orient, janvier-mars 2016, No. 29, Dossier: Arabie-Saoudite, 15-23.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-7jrvk\">[70] Moyen-Orient, janvier-mars 2020, No. 45, Guerre nucl\u00e9aire au Moyen-Orient, 16-17.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-9h6dv\">[71] Diplomatie: d\u00e9cembre 2020- janvier 2021, No. 59: G\u00e9opolitique de la France, Diplomatie- Souverainet\u00e9- Infuence\u2026 , 80-92.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-d7emk\">[72] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-2el5n\">[73] Moyen-Orient, janvier-mars 2013, No. 17, Arm\u00e9es Arabes. Flavien Bourrat : Les forces arm\u00e9es arabes, pilier central de l\u2019\u00c9tat au d\u00e9fi des r\u00e9volutions, 18-23.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-6pn86\">[74] Bilan G\u00e9ostrat\u00e9gique 2021, Printemps arabes: Une d\u00e9cennie pour rien, juillet-septembre 2021, No. 51.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-e44k0\">[75] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-djord\">[76] Carto- le Monde en cartes, No. 45, janvier-f\u00e9vrier 2018 : Un espace sous haute tension. P\u00e9ninsule arabique, geschrieben von Frank T\u00e9tart, 14-23; auch: Rainer Hermann, Die Golfstaaten. Wohin geht das neue Arabien, M\u00fcnchen 2011.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-30gn6\">[77] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-4ftpp\">[78] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-67pi1\">[79] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-drb5u\">[80] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-3hfqq\">[81] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-eeiqi\">[82] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-2qhbl\">[83] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-6q856\">[84] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-527f8\">[85] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-3870n\">[86] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-414jf\">[87] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-2rmlk\">[88] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-796ss\">[89] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-56e6i\">[90] Hierzu: Moyen-Orient, janvier-mars 2015, No. 25, Libye, De la revolutio au chaos.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-2u95b\">[91] Idem.; auch: Moyen-Orient, janvier-mars 2013, No. 17, Arm\u00e9es Arabes. Flavien Bourrat: Les forces arm\u00e9es arabes, pilier central de l\u2019\u00c9tat au d\u00e9fi des r\u00e9volutions, 18-23.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-hlng\">[92] Carto- le Monde en cartes, No. 45, janvier-f\u00e9vrier 2018 : Un espace sous haute tension. P\u00e9ninsule arabique, geschrieben von Frank T\u00e9tart, 14-23; auch: Rainer Hermann, Die Golfstaaten. Wohin geht das neue Arabien, M\u00fcnchen 2011.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-eqqd6\">[93] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-2um91\">[94] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-bl4t4\">[95] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-6bf16\">[96] Diplomatie: Affaires strat\u00e9giques et relations internationales, mai-juin 2018, No. 92, les marchands d\u2019armes. Commerce, trafics, r\u00e9seaux, influences, Marc Lavergne: Autour de la crise entre le Qatar et l\u2019 Arabie saoudite, grandes man\u0153uvres sur la mer Rouge, 40-44.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-1qfbb\">[97] Richard v. Weizs\u00e4cker, Der Weg zur Einheit, M\u00fcnchen 2009.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-3mtge\">[98] Samuel P. Huntington, Kampf der Kulturen. Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert, M\u00fcnchen 1998.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-e0gs8\">[99] Idem.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abstract: In der medialen Landschaft, gerade im sogenannten Westen, wurde zu Beginn der Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft h\u00e4ufig sehr kritisch \u00fcber die Golfstaaten Arabiens berichtet. Es wurde dabei kaum etwas \u00fcber die tats\u00e4chlichen politischen und vor allem nicht \u00fcber die kulurellen und traditionellen Lebensumst\u00e4nde am Golf von Arabien berichtet. 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