{"id":1643,"date":"2021-04-01T10:00:00","date_gmt":"2021-04-01T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tdhj.org\/?p=1643"},"modified":"2025-10-30T19:45:34","modified_gmt":"2025-10-30T18:45:34","slug":"miliz-gesellschaft-mehrwert-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tdhj.org\/de\/post\/miliz-gesellschaft-mehrwert-1\/","title":{"rendered":"Der Mehrwert der Miliz f\u00fcr die Gesellschaft"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-foo\"><strong>Abstract:<\/strong> Die sogenannte COVID-Pandemie hat gezeigt, wie unzureichend Staat und Gesellschaft auf Krisen vorbereitet sind. Die Gesellschaft selbst muss neu ausgerichtet werden. Milizanteile nationaler Streitkr\u00e4fte existieren an der Schnittstelle zwischen Gesellschaft, Wirtschaft, Familie und Milit\u00e4r. Als Hybride in Kompetenz und Fertigkeit sind sie wie geschaffen zur gesamtheitlichen L\u00f6sung zuk\u00fcnftiger Herausforderungen. In diesem Sinne kann die Miliz auch wieder zu einem wesentlichen F\u00e4higkeitentr\u00e4ger innerhalb der Streitkr\u00e4fte und der \u00f6sterreichischen Gesellschaft werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-ffues\"><strong>Bottom-line-up-front:<\/strong> Eine f\u00e4higkeitenbasierte Aufgabenverteilung in Milit\u00e4r und Gesellschaft tr\u00e4gt zur Resilienz und zu einer effektiven wie auch effizienten gesamtheitlichen L\u00f6sungskompetenz bei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-bhkp4\"><strong>Problemdarstellung:<\/strong> Wie k\u00f6nnen einerseits Staat und Gesellschaft besser auf Krisen vorbereitet werden und, in diesem Kontext, andererseits Milizanteile wieder als integraler Bestandteil in die \u00f6sterreichischen Streitkr\u00e4fte eingebettet werden?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-bc74\"><strong>Was nun?:<\/strong> Ein handlungsf\u00e4higer Staat mit einer resilienten Gesellschaft basiert auf einem raschen und faktenbasierenden Informationsfluss wie auch Wissenstransfer, um zielorientiert effektiv und effizient Handlungen setzen zu k\u00f6nnen. Die Miliz ist in ihrer Vielfalt bei entsprechender Einbindung an den Schnittstellen zwischen Gesellschaft und Milit\u00e4r ein Teil der L\u00f6sung. Betrieben, die Angeh\u00f6rige der Miliz besch\u00e4ftigen, ist die win-win-Situation aufzuzeigen und die Bereitschaft dieser Unterst\u00fctzung zu f\u00f6rdern und durch Verg\u00fcnstigungen zu w\u00fcrdigen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/wp-content\/media-ext\/0d3ede_34b42a5bd9c14d4daf5a9d04369c64c5~mv2.png\" alt=\"\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color has-small-font-size wp-block-paragraph\">Source: www.sebastianfreiler.com\/Freiler<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-6emto\">Interessendurchsetzung im Wandel der Zeit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-84far\">Gewaltsame Auseinandersetzungen sind Bestandteil der Menschheitsgeschichte. Mit der Entstehung von Gro\u00dffamilien und Gemeinschaften zog auch die Arbeitsteilung und Spezialisierung einher. Besonders talentierte M\u00e4nner wurden zu Kriegern. Fortan gab es immer M\u00e4nner, in weiterer Folge auch Frauen, die hauptberuflich als Soldaten der Gemeinschaft dienten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-24fa0\">Die Zeit der Massenheere in konventionellen, bewaffneten Konflikten ist im 21. Jahrhundert an einer Weggabelung angekommen. Einerseits sind klassische bewaffnete Auseinandersetzungen von regul\u00e4ren Streitkr\u00e4ften gegen\u00fcber anderen Mitteln und Methoden der Machtaus\u00fcbung \u2013 insbesondere im Informationsumfeld und im Cyberraum sowie in der Wirtschaft und Politik \u2013 ins Hintertreffen geraten. Deswegen sind sie aber noch lange nicht obsolet geworden! Milit\u00e4r ist weiterhin ein Garant f\u00fcr die staatliche Souver\u00e4nit\u00e4t und bef\u00e4higt zur Machtprojektion.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-63aus\">Die Gewichtsverlagerung vom Milit\u00e4r hin zu anderen Instrumenten der Macht als L\u00f6sung anstehender Herausforderungen ist gro\u00dfteils der innovativen Anwendung modernster Technologien zuzuschreiben. Im Verbund kann der Mensch nicht ersetzt, der quantitative Bedarf jedoch zumindest reduziert werden. Der Bedarf an Spezialisten wird steigen wie auch die Anforderungen an genau diese bei Ausbildung und Training. Die Notwendigkeit der st\u00e4ndigen Fort- und Weiterbildung zum F\u00e4higkeitserhalt, um im Verbund wirksam werden zu k\u00f6nnen, ist evident.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-4ih9d\">Gerade Konflikte, die bewusst unterhalb der Schwelle zum (internationalen) bewaffneten Konflikt gef\u00fchrt werden, um die normierten Regeln der \u201eKriegsf\u00fchrung\u201c zu unterwandern beziehungsweise um der \u00c4chtung als Kriegstreiber in der Internationalen Gemeinschaft zu entgehen, sind komplex und erfordern Feingesp\u00fcr bei der Eind\u00e4mmung. Risikobilder enthalten eine Vielzahl an Szenarien und Akteuren. Konfliktl\u00f6sungen gehen oft weit \u00fcber konventionelle Gefechtshandlungen hinaus, beinhalten diese jedoch. Moderne Technologien wie Robotik, Bionik, Nanotechnologie, Automation, (Teil-)Autonomie, Quantentechnologie oder K\u00fcnstliche Intelligenz beeinflussen massiv die komplexe Einsatzf\u00fchrung.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Wer nicht in den unterschiedlichen Dom\u00e4nen mithalten kann und ad\u00e4quate Antworten parat hat, wird seine Interessen nicht wahren k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-25hcv\">Ein konzertierter Angriff auf Staat und Gesellschaft im Zuge eines hybriden Konflikts erfordert einen ebenso breiten Ansatz zur Entgegnung, basierend auf einem umfassenden und aktuellen Lagebild. Hiezu bedarf es nicht nur im Milit\u00e4r der Sensoren, sondern erst recht in Politik, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft, um Verst\u00e4ndnis der Thematik zu generieren und Information von Stakeholdern abzugreifen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-ijdp\">Personalressourcen im Milit\u00e4r<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-fb3vt\">Selbst stehende Streitkr\u00e4fte hatten im Laufe der Geschichte immer einen Reserveanteil. Die Frage ist, wie stark dieser ausgepr\u00e4gt zu sein hat und welche Anforderungen an diesen gestellt werden. Streitkr\u00e4fte, die in Konflikten stehen oder einen hohen Bereitschaftsgrad aufzeigen, ben\u00f6tigen auch einen h\u00f6heren Anteil an \u201estehenden\u201c Soldaten. In \u201eBerufsarmeen\u201c setzen sich diese vorrangig aus Berufs- und Zeitsoldaten zusammen. Bei Streitkr\u00e4ften mit Wehrpflicht kommen zu diesen dann noch die allgemein Wehrpflichtigen. Die Gesamtdauer des (Grund-)Wehrdienstes ist hierbei unterschiedlich, wie auch die Unterteilung einerseits in eine Pr\u00e4senzphase und andererseits eine daran anschlie\u00dfende \u00dcbungs- oder auch Einsatzpflicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-dj1vn\">Die Dauer des Wehrdienstes f\u00fcr den \u201eeinfachen Soldaten\u201c unterteilt sich beispielsweise in der Schweiz in 18 Wochen (4,5 Monate) Rekrutenschule als Pr\u00e4senzphase und anschlie\u00dfend j\u00e4hrlich dreiw\u00f6chige Wiederholungskurse (Fortbildungen der Truppe; FDT) innerhalb der folgenden l\u00e4ngstens 10 Jahre (Gesamtdienstzeit rund 9 Monat; f\u00fcr \u201eDurchdiener\u201c 300 Tage \u2013 rund 10 Monate \u2013 in einem St\u00fcck).[1]<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-fvns1\">Miliz oder Reservist?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-fb121\">Immer wieder taucht in der Diskussion eine gewisse Distanzierung zum Begriff der \u201eMiliz\u201c als Bezeichnung f\u00fcr Wehrpflichtige auf, die nicht dem Pr\u00e4senzstand der Streitkr\u00e4fte angeh\u00f6ren. So werden doch gerade in den \u201eNeuen Kriegen\u201c nach M\u00fcnkler selbsternannte (irregul\u00e4re) Schutztruppen, die im Rahmen von Konflikten entweder verl\u00e4ngerter Arm regul\u00e4rer Streitkr\u00e4fte sind oder aber \u00fcberhaupt eigenen Ziele verfolgen, zusammengefasst als \u201eMilizen\u201c bezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-bmvt6\">Vielerorts wird daher der Begriff \u201eReservist\u201c bevorzugt. Dennoch sind aus Sicht des Autors der Einfachheit wegen die gewachsenen traditionellen Begriffe in Verbindung mit den jeweiligen nationalen Streitkr\u00e4ften beizubehalten, noch dazu, wenn damit gesetzliche Regelungen als Unterscheidungsmerkmal verbunden sind. So spricht man beispielsweise in der Schweiz und \u00d6sterreich von \u201eAngeh\u00f6rige der Miliz\u201c, in Deutschland von \u201eReservisten\u201c oder in den USA von unterschiedlichen Reservekomponenten der Teilstreitkr\u00e4fte der US-Streitkr\u00e4fte sowie von den bundesstaatlich organisierten Nationalgarden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-b7f9m\">Situation beim \u00d6sterreichischen Bundesheer<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-2c5ql\">In \u00d6sterreich ist das Bundesheer, dessen Aufgabe und grunds\u00e4tzliche Struktur in der Bundesverfassung verankert: \u201eArtikel 79. (1) Dem Bundesheer obliegt die milit\u00e4rische Landesverteidigung. Es ist nach den Grunds\u00e4tzen eines Milizsystems einzurichten.\u201c[2] Dar\u00fcber hinaus sind nachstehende Rahmenbedingungen relevant, die Auswirkungen auf Organisation, insbesondere personelle Komponenten, Bereitschaftsgrad und zeitliche Verf\u00fcgbarkeit haben:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Gesamtkr\u00e4fteumfang des \u00d6BH \u2013 55.000 Soldatinnen und Soldaten,[3]<\/li>\n\n\n\n<li>Verf\u00fcgbarkeit von min. 12.500 pr\u00e4senten Soldatinnen und Soldaten f\u00fcr Katastrophenhilfseins\u00e4tze im Inland,[4]<\/li>\n\n\n\n<li>davon bis zu 1.000 Soldatinnen und Soldaten binnen 24 Stunden,[5]<\/li>\n\n\n\n<li>Entsendung von min. 1.100 Soldatinnen und Soldaten als Dauerleistung f\u00fcr Auslandseins\u00e4tze,[6]<\/li>\n\n\n\n<li>F\u00fcr Inlandseins\u00e4tze jeglicher Art Kr\u00e4fte eines gro\u00dfen Verbandes (rund 6.000 Soldatinnen und Soldaten) binnen 72 Stunden.[7]<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>\u201eArtikel 79. (1) Dem Bundesheer obliegt die milit\u00e4rische Landesverteidigung. Es ist nach den Grunds\u00e4tzen eines Milizsystems einzurichten.\u201c<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-6hr60\">Die Bereitschaftsstufen f\u00fcr Inlandseins\u00e4tze sind abgeleitet von einer Bedrohungsanalyse, wonach \u201e[d]urch nachhaltige, l\u00e4nger andauernde Angriffe z.B: auf kritische Infrastrukturen und verfassungsm\u00e4\u00dfige Einrichtungen die Funktionsf\u00e4higkeit der Grundversorgung der Bev\u00f6lkerung sowie die Aufrechterhaltung der \u00f6ffentlichen Ordnung und Sicherheit derart beeintr\u00e4chtigt werden [k\u00f6nnen], dass nach drei bis sechs Tagen teilweise chaotische und nach sp\u00e4testens zehn bis vierzehn Tagen anarchische Zust\u00e4nde drohen.\u201c[8]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.thedefencehorizon.org\/post\/miliz-gesellschaft-mehrwert-1#viewer-3btfo\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.thedefencehorizon.org\/post\/miliz-gesellschaft-mehrwert-1#viewer-3btfo\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/wp-content\/media-ext\/0d3ede_26b77f51574c4ea88ec5465745790b44~mv2.png\" alt=\"\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color has-small-font-size wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.thedefencehorizon.org\/post\/miliz-gesellschaft-mehrwert-1#viewer-3btfo\"><\/a>Source: Bernhard Schulyok<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-1u8k2\">Auch hier ist erkennbar, dass die Begegnung derlei komplexer Herausforderungen nur gesamtstaatlich erfolgen kann. Daher ist die Wiederbelebung der in der Bundesverfassung verankerten Umfassenden Landesverteidigung erforderlich:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-b4v4u\">\u201eArtikel 9a. (1) \u00d6sterreich bekennt sich zur umfassenden Landesverteidigung. Ihre Aufgabe ist es, die Unabh\u00e4ngigkeit nach au\u00dfen sowie die Unverletzlichkeit und Einheit des Bundesgebietes zu bewahren, insbesondere zur Aufrechterhaltung und Verteidigung der immerw\u00e4hrenden Neutralit\u00e4t. Hiebei sind auch die verfassungsm\u00e4\u00dfigen Einrichtungen und ihre Handlungsf\u00e4higkeit sowie die demokratischen Freiheiten der Einwohner vor gewaltsamen Angriffen von au\u00dfen zu sch\u00fctzen und zu verteidigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-ehov2\">(2) Zur umfassenden Landesverteidigung geh\u00f6ren die milit\u00e4rische, die geistige, die zivile und die wirtschaftliche Landesverteidigung. (\u2026)\u201c[9]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-aj6cn\">Komplexe Herausforderungen erfordern gesamtheitliche L\u00f6sungsans\u00e4tze. Angeh\u00f6rige der Miliz sind an der Schnittstelle Milit\u00e4r \u2013 Zivilgesellschaft \u2013 Wirtschaft mit ihrer Vielfalt an F\u00e4higkeiten ein wesentlicher Faktor dabei.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Zur umfassenden Landesverteidigung geh\u00f6ren die milit\u00e4rische, die geistige, die zivile und die wirtschaftliche Landesverteidigung.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-f5r90\">Personelle Zusammensetzung des \u00d6BH<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-a21rh\">Das \u00d6BH setzt sich in personeller Hinsicht nun kr\u00e4ftem\u00e4\u00dfig wie folgt zusammen (gerundet):<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>rund 15.500 Soldatinnen und Soldaten im Dienstverh\u00e4ltnis und Ausbildungsdienst im Pr\u00e4senzstand,<\/li>\n\n\n\n<li>ebenso zum Pr\u00e4senzstand z\u00e4hlen rotierend rund 8.400 Rekruten w\u00e4hrend ihres sechsmonatigen Grundwehrdienstes (durchschnittlich r\u00fccken rund 1.400 Rekruten monatlich zum Grundwehrdienst ein, die je nach Ausbildungsmonat und Ausbildungsstand eingesetzt werden k\u00f6nnen),<\/li>\n\n\n\n<li>rund 25.000 Angeh\u00f6rige des Milizstandes sowie<\/li>\n\n\n\n<li>rund 7.000 Zivilbedienstete im Dienstverh\u00e4ltnis.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-33qbu\">Im Wesentlichen stehen f\u00fcr Eins\u00e4tze, die kurzfristig abgerufen werden, prim\u00e4r die Soldaten des Pr\u00e4senzstandes zur Verf\u00fcgung \u2013 nat\u00fcrlich abh\u00e4ngig vom Ausbildungsstand. Rekruten sind daher nur eingeschr\u00e4nkt einsetzbar, da die sogenannte \u201eFeldverwendungsf\u00e4higkeit\u201c (Einsatztauglichkeit) erst nach Abschluss der Ausbildung mit sechs Monaten gegeben ist. Dies entspricht aber auch gleichzeitig dem Ende des Grundwehrdienstes. Abhilfe hierbei, n\u00e4mlich die Wiederbelebung des urspr\u00fcnglich acht Monate dauernden Grundwehrdienstes, wird aus realpolitischen Gr\u00fcnden nicht ins Kalk\u00fcl gezogen und daher hier auch nicht n\u00e4her betrachtet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-6mpmv\">Ableitungen \u2013 der Mix macht es aus!<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-f8kpq\">Unter Ber\u00fccksichtigung der derzeitigen finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen ist es f\u00fcr \u00d6sterreich nicht m\u00f6glich, sich rein auf \u201eBerufssoldaten\u201c abzust\u00fctzen. \u00d6sterreich ist mit dem Bundesheer derzeit auch \u201enur zu einer ersten, aber nicht nachhaltigen Abwehr konventioneller Angriffe bef\u00e4higt. Die finale Abwehr inklusive der Wiederherstellung der staatlichen Souver\u00e4nit\u00e4t von konventionellen Angriffen ist nur durch das Eingreifen der internationalen Staatengemeinschaft m\u00f6glich.\u201c[10]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5p7be\">Hier bleibt das Restrisiko, das Staat und Politik eingehen. Unbeschadet dessen ist daher die Beibehaltung der Wehrpflicht sinnvoll, um mit einem entsprechenden Anteil an Berufs- und Zeitsoldaten laufend Soldaten im Grundwehrdienst auszubilden und somit Kr\u00e4fte einerseits in der Pr\u00e4senzorganisation und sp\u00e4ter in der Milizorganisation verf\u00fcgbar zu haben. Kritisch ist anzumerken, dass Rekruten nach sechs Monaten Grundwehrdienst zu dem Zeitpunkt aus der Pr\u00e4senzorganisation entlassen werden, wenn sie die Feldverwendungsf\u00e4higkeit erlangt haben. Um gen\u00fcgend Personal f\u00fcr Szenarien mit h\u00f6herer Intensit\u00e4t als der Katastrophenhilfe verf\u00fcgbar zu haben, m\u00fcsste die Dauer des Grundwehrdienstes daher l\u00e4nger sein und dann entweder in \u00dcbungstagen oder Pr\u00e4senzzeit abgedient werden. Gerade die Verwendung von Grundwehrdienern bei subsidi\u00e4ren Aufgaben geht zu Lasten der allgemeinen Einsatzvorbereitung f\u00fcr die Kernaufgabe der milit\u00e4rischen Landesverteidigung. Das \u00d6BH verliert Personal f\u00fcr die Einsatzorganisation, da die Stufe der Feldverwendungsf\u00e4higkeit nicht erreicht wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-6oibb\">Gesamtstaatlich w\u00e4re in diesem Zusammenhang auch kritisch zu hinterfragen, welche anfallenden Aufgaben durch wen effektiv und effizient zu erledigen w\u00e4ren. Nicht alle Subsidi\u00e4raufgaben sind automatisch durch Soldaten zu erledigen. Hiezu w\u00e4ren alternative M\u00f6glichkeiten anzudenken, beispielsweise ein freiwilliges Gesellschaftsjahr, welches zus\u00e4tzlich zum Wehrdienst angeboten wird. Eine Vielzahl an Fertigkeiten, die ein Staat in einer krisenhaften Situation ben\u00f6tigt, w\u00e4re dort auszubilden und bereitzuhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-fpf2n\">Es bedarf pr\u00e4senter Kr\u00e4fte, die innert bestimmter Zeit f\u00fcr Eins\u00e4tze im gesamten Spektrum bis zur milit\u00e4rischen Landesverteidigung verf\u00fcgbar sind. Dies kann durch stehende Kr\u00e4fte zur Erstreaktion erfolgen. Sp\u00e4testens jedoch ab einem gewissen F\u00e4higkeitenbedarf, einer Gr\u00f6\u00dfenordnung und\/oder Einsatzdauer bedarf es des Ersatzes zur Sicherstellung einer Durchhaltef\u00e4higkeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-b964a\">Hier kommt die Miliz zum Tragen. Im Milit\u00e4rstrategischen Konzept 2017 wird zwar gefordert, dass \u201e[m]indestens drei Monate Einsatz der st\u00e4ndig pr\u00e4senten Einsatzkr\u00e4fte ohne Rotationsprinzip und ohne Mobilmachung\u201c[11] sicherzustellen ist. Die Gr\u00f6\u00dfenordnung der dabei durchg\u00e4ngig im Einsatz stehenden Kr\u00e4fte wird jedoch nicht n\u00e4her definiert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-an8b7\">Rahmenbedingungen Miliz \u2013 Einsatzvorbereitung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5pu10\">Um Milizkr\u00e4fte als wesentliche S\u00e4ule des Bundesheeres zu sehen, m\u00fcssen mit hohem Ausbildungsstand jederzeit verf\u00fcgbar sein. Sie m\u00fcssen in den st\u00e4ndigen Informationsfluss der pr\u00e4senten Kr\u00e4fte eingebunden sein. Nur so ist das Ziel einer effektiven Einsatzorganisation erreichbar. Vorwarnzeit existieren nicht mehr. Daher muss die Miliz in ihren Grundf\u00e4higkeiten \u00fcber einen qualitativ hohen Ausbildungsstand verf\u00fcgen. Nur dadurch kann die anlassbezogene Einsatzvorbereitung kurz und zweckdienlich gehalten werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-c0r1a\">Ausbildungsniveau kann nur bei entsprechender \u00dcbungsdichte gehalten, vermittelt und gefestigt werden. Die Schweizer Armee geht hier von 3 w\u00f6chigen Wiederholungskursen per anno aus. So kann die Miliz auch kurzfristig eingesetzt werden. Beim \u00d6BH wird in der Regel alle 2 Jahre in der Dauer von 5 Tagen ge\u00fcbt. So kann Qualit\u00e4t \u00fcberhaupt kaum erhalten werden. Die Einsatzvorbereitung umfasst dann folglich mindestens 2-3 Wochen f\u00fcr (Assistenz-)Eins\u00e4tze niedriger Intensit\u00e4t im Inland. Dies ist Zeit, die bei einer milit\u00e4rischen Bedrohung gar nicht mehr zur Verf\u00fcgung stehen wird.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Beim \u00d6BH wird in der Regel alle 2 Jahre in der Dauer von 5 Tagen ge\u00fcbt.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-8rfa7\">F\u00fcr planbare Auslandseins\u00e4tze stehen in der Regel bis zu 60 Tage f\u00fcr die Einsatzvorbereitung zur Verf\u00fcgung. Dabei kann sich die Miliz auch voll integrieren und ihren Mehrwert an Wissen aus Wirtschaft und Gesellschaft vollinhaltlich einbringen. Langfristig betrachtet werden rund 40% der Kr\u00e4fte f\u00fcr Auslandseins\u00e4tze und rund 30% in Inlandseins\u00e4tzen durch die Miliz gestellt. Diese Ausgewogenheit, insbesondere bei anhaltenden Eins\u00e4tzen, erlaubt Planungssicherheit. Gerade deswegen ist verst\u00e4rkt das Bewusstsein zu schaffen, dass Miliz als zentrale S\u00e4ule des Bundesheeres einen wesentlichen Beitrag zur Stabilit\u00e4t im In- und Ausland leistet. Dies kommt allen zugute \u2013 der Politik, der Wirtschaft, der Gesellschaft, dem Milit\u00e4r.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-59g67\">Miliz \u2013 Mehrwert f\u00fcr die Gesellschaft<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-7q7o6\">Alleine dadurch, dass Miliz nicht Bestandteil eines stehenden Heeres ist, und sich die meiste Zeit einem Hauptberuf oder anderen Aufgaben widmet, indiziert den m\u00f6glichen Mehrwert. Andererseits zeigt aber auch die rasante Entwicklung diverser Technologien, auch in der R\u00fcstungstechnologie, dass der Zeitbedarf f\u00fcr Ausbildung und Festigung von Fertigkeiten steigt. Hier ist der Spagat zu wagen! Investiert man, wie z.B. die Schweiz, bis zu 3 Wochen j\u00e4hrlich in Wiederholungskurse f\u00fcr den Soldaten (Kaderfunktionen und Spezialisten gar noch mehr) bei geringer spezifischer Einsatzvorbereitung im Anlassfall, oder nur 5 Tage alle 2 Jahre, wie \u00d6sterreich, unter Inkaufnahme einer dann mehrw\u00f6chigen Einsatzvorbereitung? Jedenfalls sind Zeitmodelle auf freiwilliger Basis f\u00fcr jene zu \u00fcberlegen, die sich mehr engagieren und Spezialfunktionen mit l\u00e4ngerer und intensiver Ausbildung bereits als Rekrut anstreben. Dies verpflichtet in weiterer Folge auch zu vermehrter \u00dcbungs- und Fortbildungst\u00e4tigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-6bfpd\">Die Coronakrise hat aufgezeigt, dass Staat, Wirtschaft und Gesellschaft in einigen Bereichen F\u00e4higkeitsl\u00fccken aufweisen. Beispielsweise fehlte es an Fachkr\u00e4ften oder Personal in Postverteilzentren oder Lebensmittellagern durch Erkrankungen. Hier k\u00f6nnte durch Bereithalten von Reserven, auch durch Doppelverwendung am Arbeitsmarkt oder gepoolte Kr\u00e4fte beim Arbeitsmarktservice Abhilfe geschaffen werden. Oder im Bereich des Gesundheitswesens, respektive Kranken- und Altenpflege, gibt es einer Studie nach keine Personalreserven[12] &#8211; hier k\u00f6nnten hink\u00fcnftig strukturiert Kr\u00e4fte des Zivildienstes, \u00e4hnlich der Miliz des \u00d6BH, im Anlassfall herangezogen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-q3o\">Bew\u00e4hrte Abl\u00e4ufe, straffe Strukturen und st\u00e4ndiges \u00dcben zur Schaffung der Handlungssicherheit in krisenhaften Entwicklungen sind Charakteristika von Einsatzorganisationen, so auch des Milit\u00e4rs. Daher wird immer \u00f6fter gleich grunds\u00e4tzlich nach dem Heer gerufen, ohne als prim\u00e4r zust\u00e4ndige Stelle zeitgerecht selbst vorzusorgen. Beispielsweise sei hier nur das Telefon-Contact-Tracing durch Soldaten erw\u00e4hnt. Zust\u00e4ndige Beh\u00f6rden und Instanzen haben mit Weitblick strukturelle und organisatorische Vorkehrungen zu treffen! Angeh\u00f6rige der Miliz, eingebettet in zivile Strukturen, w\u00e4ren dabei wertvolle Sensoren zur fr\u00fchzeitigen Krisenerkennung und -beratung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-aiq01\">Ein anderer Aspekt im Bereich des Gesundheitswesens ist die Heranziehung milit\u00e4rischer Ressourcen als staatliche Reserve. Aufgrund der Einsparungsma\u00dfnahmen beim Bundesheer ist hier nicht mehr viel zu holen. Sanit\u00e4tsdienstliche Milizkr\u00e4fte sind bereits zumeist im zivilen Gesundheitsbereich hauptberuflich t\u00e4tig. Diese k\u00f6nnen gerade in einer Pandemie ebendort nicht abgezogen werden! Dies sollte f\u00fcr zuk\u00fcnftige Milizstrukturen zu denken geben. Gerade \u00c4rzte k\u00f6nnen schlecht in Reserve gehalten werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-dskek\">Die Schweizer Armee verf\u00fcgt \u00fcber sogenannte Spitalbataillone[13]. Neben einigen \u00c4rzten sind die meisten Pflegekr\u00e4fte in diesen Bataillonen hauptberuflich beispielsweise Lehrer, Handwerker, Beamte, also eben nicht im Gesundheitswesen t\u00e4tig. Da aber im Lockdown viele Betriebe und Schulen geschlossen wurden, war es vielfach leichter und sinnvoll die Miliz mit ihrer Zusatzqualifikation einzuberufen und nach kurzer Aufschulung als Unterst\u00fctzung in zivilen Spit\u00e4lern, Pflege- und Gesundheitseinrichtungen einzusetzen. Durch die j\u00e4hrlichen dreiw\u00f6chigen Wiederholungskurse kann auch ein hohes Niveau im zertifizierten Pflegebereich gehalten werden. Aber gerade hier stellt sich die Frage, ob derlei Organisationen nicht auch im zivilen Bereich bereitgehalten werden sollen, wo beispielsweise Wehrersatzdienstleistende, strukturell als Reserve eingebettet, zu \u00dcbungen periodisch zusammenkommen und im Anlassfall einberufen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-4jgts\">Neben der \u00dcbungsintensit\u00e4t zum F\u00e4higkeitenerhalt auf hohem Niveau ist f\u00fcr Angeh\u00f6rige des Milizstandes die hauptberufliche Verankerung in der Gesellschaft essentiell. So hat sich w\u00e4hrend der Coronakrise als nachteilig erwiesen, wenn gerade Angeh\u00f6rige kritischer Infrastrukturen gleichzeitig in ihrer Milizt\u00e4tigkeit Schl\u00fcsselpositionen in F\u00fchrungs- und Fachfunktionen beim Milit\u00e4r bekleideten. Bei vielen wurde demnach die Einberufung entweder gar nicht veranlasst oder aber im Nachhinein auf Antrag beziehungsweise von Amts wegen wieder aufgehoben. Die betroffenen Einheiten waren nur nach Auff\u00fcllen mit Personal aus dem Pr\u00e4senzstand handlungsf\u00e4hig. Hier ist zuk\u00fcnftig auf Ausgewogenheit bei Beorderung und ausreichende Personalreserven gerade beim Schl\u00fcsselpersonal zu achten. Nur so kann sichergestellt werden, dass im Anlassfall das ben\u00f6tigte Personal auch tats\u00e4chlich verf\u00fcgbar ist.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>So hat sich w\u00e4hrend der Coronakrise als nachteilig erwiesen, wenn gerade Angeh\u00f6rige kritischer Infrastrukturen gleichzeitig in ihrer Milizt\u00e4tigkeit Schl\u00fcsselpositionen in F\u00fchrungs- und Fachfunktionen beim Milit\u00e4r bekleideten.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-3l23q\">Klar ist, dass Angeh\u00f6rige der Miliz ihrem Betrieb w\u00e4hrend ihrer \u00dcbungst\u00e4tigkeit oder gar Einsatz fehlen. Durch diese Mitarbeiter genie\u00dfen Betriebe aber zumeist unwissend einen unsch\u00e4tzbaren Mehrwert, eine win-win-Situation, die die Abwesenheit um ein vielfaches wieder aufwiegt. Welche F\u00e4higkeiten zeichnen diese Milizangeh\u00f6rigen nun aus?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-bfh83\">Milit\u00e4r \u2013 gesuchte F\u00e4higkeiten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-9pglc\">Milit\u00e4rangeh\u00f6rige eignen sich im Rahmen ihrer Ausbildung und Eins\u00e4tze eine Vielfalt an F\u00e4higkeiten an. Soldaten, die nach dem Ausstieg aus der Pr\u00e4senzorganisation mit einer Milizfunktion versehen in der zivilen Arbeitswelt Fu\u00df fassen, bringen ebendort ein umfassendes F\u00e4higkeitenportfolio ein.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Neben allgemeinen milit\u00e4rischen Tugenden wie P\u00fcnktlichkeit, Teamf\u00e4higkeit, Genauigkeit, Handlungswillen, Integrit\u00e4t und Loyalit\u00e4t stehen in einer schnelllebigen Zeit gerade Stressresistenz und Belastbarkeit im Fokus von Arbeitgebern.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-7shui\">Das besondere beim Milit\u00e4r sind gewachsene Strukturen, basierend auf Befehl und Gehorsam. Intensives Training optimiert Abl\u00e4ufe, Organisationselemente wirken straff gef\u00fchrt zur gemeinsamen Aufgabenerf\u00fcllung zusammen und erg\u00e4nzen sich gegenseitig zur effektiven Wirkung. Das Milit\u00e4r, grunds\u00e4tzlich hierarchisch, kann lageangepasst aber auch mittels \u201eflacher F\u00fchrungsstrukturen\u201c agieren, Elemente lokal und tempor\u00e4r zu einer spezifischen Aufgabenstellung zusammenf\u00fchren und sie nach Erf\u00fcllung wieder in ihre urspr\u00fcngliche Organisationsform entlassen. Gerade \u201eflache F\u00fchrungsstrukturen\u201c bedingen flexible, kreative, selbst\u00e4ndig handelnde F\u00fchrungskr\u00e4fte im Sinne \u00fcbergeordneter Ziele. Der \u201estrategic corporal\u201c ist hier Realit\u00e4t \u2013 bereits junge Soldaten lernen in der Praxis zu f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-61vt8\">Die F\u00fchrungskr\u00e4fte beim Bundesheer werden sehr umfassend an ihre Funktion herangef\u00fchrt und sind im Alltag, aber auch im In- und Auslandseinsatz, in unterschiedlichen Szenarien gefordert. Dabei sind neben den allgemeinen, oben angef\u00fchrten Tugenden insbesondere F\u00fchrungsqualit\u00e4ten erw\u00fcnscht. \u00dcberzeugungskraft, Konfliktverhalten, Kommunikationsf\u00e4higkeit sowie Initiative, aber auch Frustrationstoleranz sind hier anzusprechen. Wie eingangs ausgef\u00fchrt, aktuelle und zuk\u00fcnftige Risiken und Konfliktbilder bedingen immer mehr eine enge Zusammenarbeit aller Akteure zur Bew\u00e4ltigung derartiger Herausforderungen. Es bedarf der F\u00e4higkeit zum vernetzten Denken und des Blicks \u00fcber den Tellerrand. Das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr eine effektive und effiziente Kooperation setzt Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen, Teamf\u00e4higkeit und Kontaktf\u00e4higkeit voraus. Das l\u00f6sungsorientierte Verhalten zur gemeinsamen Zielerreichung steht im Vordergrund. Besonderes Augenmerk ist hierbei dem Dreiklang aus Rechtm\u00e4\u00dfigkeit, Zweckm\u00e4\u00dfigkeit und Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit bei allen T\u00e4tigkeiten zu widmen. Gerade die moralisch-ethische Kompetenz ist eine wesentliche Leitlinie des Handelns, sowohl im In- wie im Ausland. Hinzu kommt noch die interkulturelle Kompetenz, die es erlaubt in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Nationen konstruktiv im Sinne der Auftragserf\u00fcllung mitzuwirken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-3fmus\">Eine F\u00fchrungskraft hat sich auch der Aus-, Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter zu widmen. Hier ist neben der sozialen auch die personale Kompetenz, insbesondere Methodenkompetenz, gefragt. Ideen entwickeln, pr\u00e4gnant auf den Punkt gebracht und plakativ pr\u00e4sentieren zu k\u00f6nnen, ist dabei ein besonderes Merkmal. Die F\u00e4higkeit, die individuell auf den jeweiligen Mitarbeiter abgestimmte Ma\u00dfnahme beziehungsweise Methode zur Entwicklung und auch Zielerreichung anzuwenden, zeichnet erfolgreiche F\u00fchrungskr\u00e4fte aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-7bfri\">Neben diesen \u201csoft skills\u201c hat nat\u00fcrlich jeder Soldat die Spezialkenntnisse und Fertigkeiten seiner eigentlichen Funktion, sozusagen sein Handwerk, zu beherrschen: Handhabung von Waffen und Ger\u00e4t, Technik, Logistik, IKT, Fahrzeuge, Verwaltung, Sanit\u00e4tswesen, ABC-Abwehr, etc. Hat ein Soldat beispielsweise beim Milit\u00e4r F\u00fchrerscheine erlangt, k\u00f6nnen diese f\u00fcr den zivilen Gebrauch \u00fcberschrieben werden. Fortbildungen und F\u00e4higkeitenerhalt werden durch das Milit\u00e4r sichergestellt. Auch dies ist ein Mehrwert f\u00fcr den zivilen Arbeitgeber!<a href=\"https:\/\/www.thedefencehorizon.org\/post\/miliz-gesellschaft-mehrwert-1#viewer-f5i15\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.thedefencehorizon.org\/post\/miliz-gesellschaft-mehrwert-1#viewer-f5i15\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/wp-content\/media-ext\/0d3ede_3767de955b02489c917d44021a9b0afe~mv2.png\" alt=\"\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color has-small-font-size wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.thedefencehorizon.org\/post\/miliz-gesellschaft-mehrwert-1#viewer-f5i15\"><\/a>Source: Bernhard Schulyok<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-baesk\">Win-win-Situation<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-9p5rb\">All diese F\u00e4higkeiten nimmt nun der Soldat mit, wenn er seine aktive Dienstzeit beim Bundesheer beendet und mit einer Milizfunktion in das Zivilleben entlassen wird. Welcher Beruf auch immer in weiterer Folge ausge\u00fcbt wird, die Kompetenzen sind weiterhin sinnvoll nutzbar. Dies gilt nicht nur f\u00fcr den ehemaligen Soldaten, sondern erst recht f\u00fcr seinen nunmehrigen Arbeitgeber. Die Aneignung derartiger Kompetenzen f\u00fcr hochqualifizierte Arbeitnehmer ist nicht nur eine monet\u00e4re Angelegenheit, deren Investition sich der Arbeitgeber erspart. Soldaten leben diese F\u00e4higkeiten, sie sind ihr Garant f\u00fcr Erfolg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-e65om\">Soldaten bringen handwerkliche Fertigkeiten aus ihrer Milit\u00e4rzeit ein. Oftmals unterliegen die im Interesse des Milit\u00e4rs einer st\u00e4ndigen Rezertifizierung. Auch dies kommt dem zivilen Arbeitgeber zugute. Es sollte also durchaus auch im Interesse des zivilen Arbeitgebers sein, dass Angeh\u00f6rige der Miliz ihre Truppen\u00fcbungen und sonstige Fort- und Weiterbildungen absolvieren, um einmal erworbene F\u00e4higkeiten zu erhalten und aufzufrischen. Diese Ausbildung dient neben der Spezifizierung auch der Fortbildung zu allgemeinen Themen wie beispielsweise Krisenmanagement, IKT-Sicherheit und Bedrohungen im Cyberraum und Informationsumfeld. So ist es gerade in Zeiten diffuser, komplexer Bedrohungen \u2013 wie hybrider Konflikte, Blackout, allgemeiner Unsicherheit \u2013 wichtig, Mitarbeiter zu haben, die zur breiten Thematik der Sicherheit umfassende Kenntnisse haben. Es bedarf weiters sensibler Sensoren, die Bedrohungen als solche registrieren, bez\u00fcglich ihrer Gef\u00e4hrlichkeit analysieren und auch Erstma\u00dfnahmen zumindest empfehlen k\u00f6nnen. Diese Sensoren in Gesellschaft, Wirtschaft und Staat sind aufgrund ihrer umfassenden Ausbildung insbesondere Angeh\u00f6rige der Miliz.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Das \u201estehende Milit\u00e4r\u201c andererseits hat den Vorteil auch auf die Spezialkenntnisse der Angeh\u00f6rigen der Miliz zur\u00fcckgreifen zu k\u00f6nnen und sich auf deren Expertise abzust\u00fctzen, die diese aus der Privatwirtschaft und Gesellschaft mitbringen.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-e3qir\">Diese Expertise ist Gold wert, bringen doch Milizangeh\u00f6rige aus ihrem Bereich umfassendes, vernetztes Wissen und Fertigkeiten mit ein. So steht gerade aufgrund dieser Berufserfahrung eine unsch\u00e4tzbare Expertise aus vielen Berufssparten zur Verf\u00fcgung, die kreativ, initiativ und rechtskonform zur Auftragserf\u00fcllung beitr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-58gd3\">Als entscheidender Schritt ist hier die laufende gegenseitige Anrechnung und Anerkennung von F\u00e4higkeiten und Fertigkeiten zu fordern und umzusetzen, um erst recht den Mehrwert \u2013 die win-win-Situation \u2013 f\u00fcr alle Beteiligten klar zu unterstreichen, f\u00fcr den Soldaten, seinen zivilen Arbeitgeber, Staat, Gesellschaft und auch das Milit\u00e4r.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-enmil\">Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5hck4\">Angeh\u00f6rige der Miliz haben aufgrund ihrer Einbettung in Gesellschaft \u2013 Wirtschaft \u2013 Milit\u00e4r eine Schnittstellenfunktion, die von der Familie als Keimzelle des Staates ausgehend in viele gesellschaftliche Schichten ausstrahlt und insbesondere beim Sicherheitsdenken bewusstseinsbildend wirken kann. Daher ist auch das regionale Wirken mit ihrer Expertise auf den Ebenen Gemeinde, Bezirk, Land und Bund zu f\u00f6rdern und ihre L\u00f6sungskompetenz in die Entscheidungsfindung gerade bei Krisen einzubinden. Selbiges gilt ebenso f\u00fcr kritische Infrastrukturen und Betriebe in der Privatwirtschaft. Dabei ist aber zu beachten, dass genau diese Funktionen in mehreren Organisationen sich bei einer etwaigen Einberufung zu einem Einsatz nicht gegenseitig behindern. Jedenfalls ist die breite Einstreuung in wesentlichen Betrieben und Organisationen ein wichtiger Beitrag zur Resilienz von Staat und Gesellschaft. Hierzu kann ferner die T\u00e4tigkeit als Informationsoffizier gez\u00e4hlt werden. Es bedarf der breit aufgestellten Information in allen Bereichen der Gesellschaft zu unterschiedlichen Aspekten der Sicherheitspolitik, auch im Verbund mit anderen einsatzrelevanten Organisationen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-b4nld\">Die aktive Nutzung der Ressource \u201eMiliz\u201c bedingt aber das Bundesheer als Einheit von Angeh\u00f6rigen des Pr\u00e4senz- und Milizstandes zu sehen. Miliz ist ein wesentliches Standbein des Bundesheeres, sozusagen die interne Reserve, die aber voll und gleichberechtigt in den st\u00e4ndigen Informationsfluss eingebunden sein muss! Um diese Ressource im Bedarfsfall rasch nutzen zu k\u00f6nnen ist jedenfalls die \u00dcbungst\u00e4tigkeit massiv zu erh\u00f6hen \u2013 \u00e4hnlich dem Schweizer Modell, um im Anlassfall die Einsatzvorbereitung kurz halten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-3chv9\">Betriebe und Organisationen, die Angeh\u00f6rige der Miliz besch\u00e4ftigen, k\u00f6nnten beispielsweise als Anerkennung ihrer Bereitschaft das Gemeinwohl zu f\u00f6rdern, staatliche Verg\u00fcnstigungen erhalten. Andererseits haben diese aber auch angehalten zu sein, diese Milizt\u00e4tigkeit zu f\u00f6rdern. Immerhin k\u00f6nnen ja die angesprochenen Individual- und Teamf\u00e4higkeiten bedarfsgerecht abgerufen und eingesetzt werden. Sie tragen dadurch zur St\u00e4rkung der Resilienz von Staat, Betrieb und Gesellschaft bei.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Betriebe und Organisationen, die Angeh\u00f6rige der Miliz besch\u00e4ftigen, k\u00f6nnten beispielsweise als Anerkennung ihrer Bereitschaft das Gemeinwohl zu f\u00f6rdern, staatliche Verg\u00fcnstigungen erhalten.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-fgjef\">Die Coronakrise hat letztlich gezeigt, dass nicht m\u00f6glichst viele Aufgaben vor allem durch die Pr\u00e4senzorganisation des Milit\u00e4rs zu bew\u00e4ltigen sind, sondern in enger Auslegung des Subsidiarit\u00e4tsprinzips die Aufgabenverteilung und -bew\u00e4ltigung neu zu \u00fcberdenken ist. Reservenbildung wird auch in anderen Bereichen des Staates und Privatwirtschaft umzusetzen sein. Gesellschaft und staatliche Aufgabenzuweisung sind neu zu denken. Der Miliz ist dabei an einer wesentlichen Schnittstelle hink\u00fcnftig mehr Bedeutung zuzumessen. Es sind nicht m\u00f6glichst viele Aufgaben in einer Krise dem Milit\u00e4r zuzuweisen. Vielmehr hat das Angebot an andere prim\u00e4r zust\u00e4ndige Leistungstr\u00e4ger zu ergehen, die Vollziehung ihrer Aufgaben abgest\u00fctzt auf und in Anlehnung an bew\u00e4hrte Heeresstrukturen und Organisationsf\u00e4higkeiten wahrzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-dots\" \/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-8cv5k\">Bernhard Schulyok; Forschungsinteressen: Sicherheitspolitik, Milit\u00e4r, Gesellschaft. 3 Taschenb\u00fccher f\u00fcr die Zeitschrift \u201eTruppendienst\u201c, zahlreiche Einzelartikel. F\u00e4higkeitenentwicklung im \u00d6BH unter Beachtung nationaler und internationaler Aspekte. Bei den in diesem Artikel vertretenen Ansichten handelt es sich um die des Autors. Diese m\u00fcssen nicht mit jenen des BMLV \u00fcbereinstimmen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-dots\" \/>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-138i2\">[1] \u201eDienstpflicht Schweizer Armee,\u201c Schweizer Armee, abgerufen am Januar 1,2021, https:\/\/www.vtg.admin.ch\/de\/mein-militaerdienst\/allgemeines-zum-militaerdienst\/dienstpflicht.html.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-3v3o4\">[2] \u201cBundes-Verfassungsgesetz zu den Aufgaben des \u00d6sterreichischen Bundesheeres,\u201c Art.79, Abs. 1, Nationalversammlung der Republik \u00d6sterreich, abgerufen am Januar 1, 2021, <a href=\"https:\/\/www.ris.bka.gv.at\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.ris.bka.gv.at<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5fkf2\">[3] Bundeskanzleramt der Republik \u00d6sterreich (BKA), \u201c\u00d6sterreichische Sicherheitsstrategie (\u00d6SS)\u201c (Strategie, Wien, 2013), 22.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-1umt8\">[4] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-3381e\">[5] Bundesministerium f\u00fcr Landesverteidigung (BMLV), \u201cMilit\u00e4rstrategisches Konzept 2017\u201c(Konzept, Wien, 2017), 28.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-8tqvl\">[6] BKA, \u201c\u00d6SS\u201c, 23.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-636qj\">[7] BMLV, \u201cMilit\u00e4rstrategisches Konzept 2017\u201c, 28.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-1jdqv\">[8] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-32pqi\">[9] \u201cBundes-Verfassungsgesetz zur Umfassenden Landesverteidigung,\u201c Art.9a, Nationalversammlung der Republik \u00d6sterreich, abgerufen am Januar 5, 2021, <a href=\"https:\/\/www.ris.bka.gv.at\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.ris.bka.gv.at<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-d9aep\">[10] BMLV, \u201cMilit\u00e4rstrategisches Konzept 2017\u201c, 17.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-bh74e\">[11] BMLV, \u201cMilit\u00e4rstrategisches Konzept 2017\u201c, 27.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-18tcq\">[12] Staatliches Krisen- und Katastrophenschutzmanagement (SKKM), \u201eGrundlagen der Versorgungsresilienz\u201c, (Studie, Wien, 2020)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-2uqlj\">[13] Weiterf\u00fchrende Informationen unter https:\/\/www.vtg.admin.ch\/de\/organisation\/lba\/log-br-1\/spit-bat-66.html [abgerufen 09.01.2021]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-3btfo\">Foto 2: Miliz ist aufgrund ihrer vielf\u00e4ltigen Kompetenzen besonders bef\u00e4higt gemeinsam mit anderen Organisationen zur Deeskalation und L\u00f6sung beizutragen. Das Spektrum reicht, so wie hier beim Objektschutz gemeinsam mit der Polizei, von beruhigender Kommunikation bis kontrollierter Gewaltanwendung bei Bedarf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-f5i15\">Foto 3: Miliz als \u201eStaatsb\u00fcrger in Uniform\u201c an der Schnittstelle Milit\u00e4r und Gesellschaft ist das Bindeglied, um Inhalte und Bed\u00fcrfnisse der Milit\u00e4rischen Landesverteidigung der interessierten \u00d6ffentlichkeit n\u00e4her zu bringen, so wie hier beim Angeh\u00f6rigentag im Rahmen einer Truppen\u00fcbung zum Thema Schutz Kritischer Infrastrukturen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abstract: Die sogenannte COVID-Pandemie hat gezeigt, wie unzureichend Staat und Gesellschaft auf Krisen vorbereitet sind. Die Gesellschaft selbst muss neu ausgerichtet werden. Milizanteile nationaler Streitkr\u00e4fte existieren an der Schnittstelle zwischen Gesellschaft, Wirtschaft, Familie und Milit\u00e4r. Als Hybride in Kompetenz und Fertigkeit sind sie wie geschaffen zur gesamtheitlichen L\u00f6sung zuk\u00fcnftiger Herausforderungen. 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