{"id":2262,"date":"2022-05-23T10:00:27","date_gmt":"2022-05-23T10:00:27","guid":{"rendered":"https:\/\/tdhj.org\/?p=2262"},"modified":"2025-10-30T19:47:13","modified_gmt":"2025-10-30T18:47:13","slug":"osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tdhj.org\/de\/post\/osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2\/","title":{"rendered":"\u00d6sterreichs Verst\u00e4ndnis der Neutralit\u00e4t im Widerspruch zur GSVP der EU? (Teil II)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-foo\"><strong>Abstract:<\/strong> Die Invasion Russlands in der Ukraine hat nicht nur die Diskussion \u00fcber Verteidigungsbudgets in Europa entfacht, sondern in \u00d6sterreich zus\u00e4tzlich die Frage der Neutralit\u00e4t. Der Mentalit\u00e4t \u00d6sterreichs entsprechend soll unter Aufrechterhaltung der Neutralit\u00e4t der Spagat zur Teilnahme am sicherheits- und verteidigungspolitischen Handeln der Europ\u00e4ischen Union gelingen. Speziell ist die hohe Anerkennung der Neutralit\u00e4t in \u00d6sterreich selbst bei geringer Bereitschaft sie selbst zu verteidigen. Weiters herrscht die Erwartung vor, dass andere Nationen die Verteidigung \u00d6sterreichs \u00fcbernehmen \u2013 ein Widerspruch. Dies aufzeigend soll alternativ der Weg einer uneingeschr\u00e4nkten Kooperation unter Gew\u00e4hrleistung eines tats\u00e4chlichen Beitrags zur Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) der Europ\u00e4ischen Union (EU) aufgezeigt werden, um den Vorwurf des \u201esicherheitspolitischen Trittbrettfahrens\u201c zu entkr\u00e4ften und uneingeschr\u00e4nkte (milit\u00e4rische) Solidarit\u00e4t zu leisten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-ase6f\"><strong>Bottom-line-up-front:<\/strong> Der Mythos der Unantastbarkeit als neutraler Staat wurde vielfach aus vermeintlicher Kostenersparnis, politischer Opportunit\u00e4t als auch Unkenntnis gepflegt und die \u201eaktive\u201c Neutralit\u00e4tspolitik der Bev\u00f6lkerung als Alternative suggeriert. Sozialer Wohlstand und die \u201eInsel der Seligen\u201c haben scheinbaren Frieden vermittelt und die Bef\u00fcrworter der Neutralit\u00e4t von der Realpolitik des 21. Jahrhunderts ferngehalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-a0bgi\"><strong>Problemdarstellung:<\/strong> Wie kann der sicherheitspolitische Scheideweg \u00d6sterreichs im Rahmen von GSVP und Neutralit\u00e4t erfasst werden?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-d35a3\"><strong>Was nun?:<\/strong> F\u00fcr eine zukunftsorientierte Sicherheits- und Verteidigungspolitik \u00d6sterreichs bedarf es einer \u00c4nderung des Mindsets in Politik und Gesellschaft. Hiezu bedarf es einer faktenbasierenden Informationskampagne und eines folgenden partei\u00fcbergreifenden Schulterschlusses, um eine v\u00f6lkerrechtlich tragf\u00e4hige L\u00f6sung gegen\u00fcber der internationalen Gemeinschaft, insbesondere der EU und ihren Mitgliedstaaten, verbindlich zu kommunizieren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/wp-content\/media-ext\/0d3ede_58f6ece1196f48e2b436c0f3c2f17fd0~mv2.jpg\" alt=\"Eine verbundene, solidarische Welt\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color has-small-font-size wp-block-paragraph\">Source: shutterstock.com\/metamorworks<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-58jgh\">\u00d6sterreichs Neutralit\u00e4t als Selbstbetrug?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-dpteo\">Es erscheint, als ob das Neutralit\u00e4tsgesetz schleichend unterwandert, ja sogar konterkariert wurde. Ohne Neutralit\u00e4tsvorbehalt der EU beizutreten, selbst aktiv die Entwicklung der GASP und GSVP bis hin zu einer gemeinsamen Verteidigung unterst\u00fctzten, selbst massiv f\u00fcr eine Beistandspflicht eintreten \u2013 passt das zur Neutralit\u00e4t?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-8q2pj\">\u00d6sterreich ist bei wesentlichen Initiativen und Institutionen der EU integriert, sei es die European Defence Agency (EDA)[1], Coordinated Annual Review on Defence (CARD)[2], Permanent Structered Cooperation (PESCO)[3], European Defence Fund (EDF)[4] oder auch European Peace Facility (EPF, aus diesem Fond wurden 1,5 Mrd \u20ac f\u00fcr Waffen an die Ukraine bereitgestellt)[5]. Sie alle haben den Zweck die nationalen F\u00e4higkeiten der Streitkr\u00e4fte aufeinander abgestimmt zu verbessern, die Kooperation voranzutreiben \u2013 auf das Hauptziel ausgerichtet eine EU-Verteidigungsunion zu schaffen, letztlich ein milit\u00e4risches B\u00fcndnis neben allen politischen und wirtschaftlichen Zielen. Das l\u00e4sst sich schwerlich mit Neutralit\u00e4t hinsichtlich Nichtbeitritt zu einem milit\u00e4rischen B\u00fcndnis beziehungsweise Neutralit\u00e4t als V\u00f6lkerrechtsinstitut vereinbaren. Doch wann gedenkt man den Souver\u00e4n, also das Staatsvolk, zu informieren?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-d8auv\">\u00d6sterreichs Neutralit\u00e4t sch\u00fctzt vor Kriegsteilnahme?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-3nmat\">Eine Vielzahl der \u00d6sterreicher:innen sind f\u00fcr die Neutralit\u00e4t, da sie glauben sich dadurch aus Kriegen heraushalten zu k\u00f6nnen. Dies suggeriert eine non-existente Wahl f\u00fcr oder gegen Krieg. Der Angegriffene entscheidet sich jedoch nicht f\u00fcr Krieg, er wird ihm oktroyiert. Weiters wurde die Problematik der Beistandspflicht innerhalb der EU bereits als Konfliktfeld angesprochen. Wie sieht es aber mit Eins\u00e4tzen au\u00dferhalb der EU aus, den sogenannten Petersberger Aufgaben, die sich im Artikel 43 EUV[6] widerspiegeln? Die Bandbreite reicht von Abr\u00fcstungsma\u00dfnahmen, humanit\u00e4ren Aufgaben bis zur Stabilisierung der Lage nach Konflikten. Problematisch wird es, wenn es um \u201eKampfeins\u00e4tze im Rahmen der Krisenbew\u00e4ltigung einschlie\u00dflich Frieden schaffender Ma\u00dfnahmen\u201c geht, also Gewaltanwendung ohne Einverst\u00e4ndnis Dritter. Das w\u00e4re entweder ein klassischer Einsatz mit UN-Mandat nach Chapter VII[7], nachdem ja das Gewaltmonopol bei den Vereinten Nationen liegt \u2013 oder andererseits v\u00f6lkerrechtswidrige Gewaltanwendung \u2013 sprich nach urspr\u00fcnglicher Ansicht \u00d6sterreichs dem Neutralit\u00e4tsrecht widersprechende Eins\u00e4tze ohne entsprechendes UN-Mandat, so wie 1999 (NATO im Kosovo) oder 2003 (<em>Coalition of the Willing<\/em> unter F\u00fchrung USA im Irak). Artikel 23j der Bundesverfassung verzichtet jedoch auf der Grundlage des Vertrages von Lissabon seit 2010 klar auf ein UN-Mandat. Ein EU-Mandat reiche demnach aus, wie bereits 2001 im Verfassungsausschuss des \u00d6sterreichischen Nationalrates eindeutig festgehalten wurde.[8] Es wird zwar im Artikel 23j B-VG auf die \u201eAchtung der Grunds\u00e4tze der Charta der Vereinten Nationen\u201c verwiesen, die aber keine Gewaltma\u00dfnahmen beinhalten. Wie dies dann mit einem Kampfeinsatz nach Artikel 43, Abs. 1, EUV zusammenpasst, ist kl\u00e4rungsbed\u00fcrftig.[9] Obwohl dies bis dato nicht schlagend wurde, bleibt: Wie sieht es mit einer verl\u00e4sslichen Neutralit\u00e4tspolitik, insbesondere Dritten gegen\u00fcber, aus, bei der sich v\u00f6lkerrechtlich Neutrale aus jeglichen Kampfhandlungen herauszuhalten haben?<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Die Annahme Neutralit\u00e4t verhindert Kriegsteilnahme suggeriert eine non-existente Wahl f\u00fcr oder gegen Krieg. Der Angegriffene entscheidet sich jedoch nicht f\u00fcr Krieg, er wird ihm oktroyiert.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-3m324\">Kampfeins\u00e4tze der EU-Eingreiftruppe \u2013 mit der Neutralit\u00e4t vereinbar?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-9hcrl\">Zur Umsetzung der Petersberger Aufgaben nach Artikel 43, Abs. 1, EUV war urspr\u00fcnglich dem European Headline Goal Prozess folgend bis 2003 die Aufstellung einer EU-Eingreiftruppe in der St\u00e4rke von bis zu 60.000 Soldaten geplant, die innert 60 Tagen bis zu einem Jahr eingesetzt werden h\u00e4tte k\u00f6nnen. Dieses Ziel wurde verfehlt. Stattdessen wurde das \u201eEU Battlegroup-Konzept\u201c[10] entwickelt. Zwei EU-Battlegroups mit je 1.500 Soldaten sollten im halbj\u00e4hrlichen Rhythmus f\u00fcr derlei Out-of-Area Eins\u00e4tze innert zehn Tagen verf\u00fcgbar stehen, innert weiteren f\u00fcnf Tagen im Einsatzraum f\u00fcr 30 bis l\u00e4ngstens 120 Tage; auch \u00d6sterreich beteiligt sich daran. Zum Einsatz kamen diese Elemente seit ihrer Aufstellung 2005 jedoch nie.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Zwei EU-Battlegroups mit je 1.500 Soldaten sollten im halbj\u00e4hrlichen Rhythmus f\u00fcr derlei Out-of-Area Eins\u00e4tze innert zehn Tagen verf\u00fcgbar stehen. Zum Einsatz kamen diese Elemente seit ihrer Aufstellung 2005 jedoch nie.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-cu4e1\">Indessen wurden als eine unmittelbare Umsetzung des Strategischen Kompass der EU als Ersatz f\u00fcr die EU-Battlegroups eine 5.000-k\u00f6pfige EU-Eingreiftruppe initiiert. Diese soll durch alle EU-Mitglieder gemeinsam finanziert werden und ab 2023 durch interessierte Nationen gemeinsam f\u00fcr jeweils ein Jahr aufgestellt werden. Auch hier hat \u00d6sterreich eine Beteiligung zugesagt, verbunden mit der Aussage, dass dies nat\u00fcrlich mit der Neutralit\u00e4t vereinbar sei.[11] Gleichzeitig wurde die Truppe als friedenserhaltende Krisenreaktionskraft verharmlost.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5mufe\">Selbst der Bundespr\u00e4sident sieht die EU-Eingreiftruppe als \u201emit dem von \u00d6sterreich unterzeichneten EU-Beitrittsvertrag &#8222;durchaus vereinbar\u201c (\u2026), r\u00e4umt aber ein, \u201ees sind sensible Fragen\u201c.[12] Zu beachten ist hierbei, um welche Art von \u201eNeutralit\u00e4t\u201c es sich handelt, v\u00f6lkerrechtlich oder verfassungsrechtlich. Verfassungsrechtlich spricht tats\u00e4chlich nichts dagegen, handelt es sich bei der Teilnahme an der EU-Eingreiftruppe weder um den Beitritt zu einem milit\u00e4rischen B\u00fcndnis noch um die Stationierung fremder Truppen. V\u00f6lkerrechtlich hingegen ist Neutralen die Teilnahme an Kriegen (bewaffneten Konflikten) untersagt, was aber dem Einsatz der EU-Eingreiftruppe bei einem Kampfeinsatz nach Artikel 43, Abs. 1, EUV ohne UN-Mandat gleichk\u00e4me.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-7v3fi\">Aufgrund ge\u00e4nderter Rahmenbedingungen der gemeinsamen Finanzierung ist die Wahrscheinlichkeit eines Einsatzes gestiegen, die rechtlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr das \u201eimmerw\u00e4hrend neutrale\u201c \u00d6sterreich haben sich hingegen nicht ver\u00e4ndert. Ausgehend davon, dass \u00d6sterreich einsatzrelevante Kr\u00e4fte stellen werde, k\u00f6nnte die politische F\u00fchrung \u00d6sterreichs bei der Entsendung in einen Kampfeinsatz zur Befriedung einer Region gegen den Willen Dritter, nur mit EU-Mandat ausgestattet, entscheiden m\u00fcssen, nicht teilzunehmen, da v\u00f6lkerrechtlich als Neutraler rechtlich nicht vereinbar. Denn was hat sich v\u00f6lkerrechtlich zu 1999 betreffend der Pflichten eines Neutralen ver\u00e4ndert, als \u00d6sterreich nicht UN-mandatierte \u00dcberfl\u00fcge der NATO in Richtung Serbien verboten hatte? Nach internationalem V\u00f6lkerrecht nichts, nur dass \u00d6sterreich freiwillig (!) zugestimmt hat, derlei auch nur mit EU-Mandat zu gestatten. Selbst die \u201eNotbremse\u201c sich bei der Entschlussfassung im Europ\u00e4ischen Rat konstruktiv zu enthalten, nicht teilzunehmen \u2013 und daher auch seine Truppen nicht zu entsenden, die dann nat\u00fcrlich fehlen w\u00fcrden \u2013 w\u00fcrde trotzdem bedeuten, sich konstruktiv zu verhalten und beispielsweise \u00dcberfl\u00fcge anderer Teilnehmer Richtung Kriegsschauplatz gestatten zu m\u00fcssen. Was hat das noch mit Neutralit\u00e4t zu tun?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/wp-content\/media-ext\/0d3ede_2c00897c83b546f0a88a8f9e5b4c5cc5~mv2.jpg\" alt=\"Verschmelzung US, NATO und EU-Flagge\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color has-small-font-size wp-block-paragraph\">Source: shutterstock.com\/Maxim Studio<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-4k3pd\">\u00d6sterreichs Neutralit\u00e4t \u2013 weder Fisch noch Fleisch<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-eibn8\">Dieses schleichende Auswaschen der Neutralit\u00e4t wird von namhaften Rechtswissenschaftlern wie Peter Hilpold sowie Walter Obwexer von der Universit\u00e4t Innsbruck, Erika De Wet vom Institut f\u00fcr V\u00f6lkerrecht und Internationale Beziehungen an der Universit\u00e4t Graz, oder auch Ralph Janik, Internationales Recht, von der Sigmund Freud Privatuniversit\u00e4t Wien, seit langem kritisch als Gratwanderung im Graubereich betrachtet.[13] Nach Ansicht des Verfassungsexperten Heinz Mayer in einer Stellungnahme aus 2001[14] existiert die immerw\u00e4hrende Neutralit\u00e4t nicht mehr. Mayer \u201eempfiehlt, das Neutralit\u00e4tsgesetz zur G\u00e4nze zu beseitigen und im Rahmen der EU an einer gemeinsamen sicherheitspolitischen Linie mit zu arbeiten.\u201c[15] Er erwartet sich auch von der Politik die Bev\u00f6lkerung aufzukl\u00e4ren \u201eund reklamierte eine offene, ehrliche Diskussion fernab der Parteipolitik&#8220;.[16] Auch der Verfassungsjurist Theo \u00d6hlinger sieht \u00d6sterreich bereits aufgrund des EU-Beitritts 1995 mit der kundgemachten aktiven Mitwirkung an einer gemeinsamen Verteidigungspolitik, die zu einer gemeinsamen Verteidigung f\u00fchren k\u00f6nnte, nicht mehr neutral, sondern allemal b\u00fcndnisfrei.[17] Ebenso argumentiert der auf Internationales und Europa-Recht spezialisierte Karl Zemanek hinsichtlich der verfassungsrechtlichen Erm\u00e4chtigung zur Teilnahme an Kampfeins\u00e4tzen.[18]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Nach Ansicht des Verfassungsexperten Heinz Mayer in einer Stellungnahme aus 2001 existiert die immerw\u00e4hrende Neutralit\u00e4t nicht mehr.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-ef2rd\">Dies ist insbesondere v\u00f6lkerrechtlich betreffs Neutralit\u00e4t bedenklich, da \u00d6sterreich das UN-Gewaltmonopol im Artikel 23j B-VG dem EU-Vertrag von Lissabon folgend 2010 durch ein EU-Mandat ersetzt und somit unberechenbar und unglaubw\u00fcrdig gegen\u00fcber Dritten wird. Der Brisanz wegen wird der Artikel 23j B-VG hier wiedergegeben, Anmerkungen des Autors in Klammer[19]:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-dvad3\">\u201eArtikel 23j. (1) \u00d6sterreich wirkt an der Gemeinsamen Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik der Europ\u00e4ischen Union auf Grund des Titels V Kapitel 1 und 2 des Vertrags \u00fcber die Europ\u00e4ische Union in der Fassung des Vertrags von Lissabon mit, der in Art. 3 Abs. 5 und in Art. 21 Abs. 1 insbesondere die Wahrung beziehungsweise Achtung der Grunds\u00e4tze der Charta der Vereinten Nationen vorsieht [<em>quasi ber\u00fccksichtigt, aber nicht zwingend ein UN-Mandat verlangt]. <\/em>Dies schlie\u00dft die Mitwirkung an Aufgaben gem\u00e4\u00df Art. 43 Abs. 1 [<em>Petersberger Aufgaben inkl. Kampfeins\u00e4tze<\/em>] dieses Vertrags sowie an Ma\u00dfnahmen ein, mit denen die Wirtschafts- und Finanzbeziehungen zu einem oder mehreren Drittl\u00e4ndern ausgesetzt, eingeschr\u00e4nkt oder vollst\u00e4ndig eingestellt werden [<em>Sanktionen und Embargos auch ohne UN-Mandat<\/em>]. Auf Beschl\u00fcsse des Europ\u00e4ischen Rates \u00fcber eine gemeinsame Verteidigung ist Art. 50 Abs. 4 sinngem\u00e4\u00df anzuwenden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5u2hi\">(2) F\u00fcr Beschl\u00fcsse im Rahmen der Gemeinsamen Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik der Europ\u00e4ischen Union auf Grund des Titels V Kapitel 2 des Vertrags \u00fcber die Europ\u00e4ische Union in der Fassung des Vertrags von Lissabon gilt Art. 23e Abs. 3 sinngem\u00e4\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5d533\">(3) Bei Beschl\u00fcssen \u00fcber die Einleitung einer Mission au\u00dferhalb der Europ\u00e4ischen Union, die Aufgaben der milit\u00e4rischen Beratung und Unterst\u00fctzung, Aufgaben der Konfliktverh\u00fctung und der Erhaltung des Friedens oder Kampfeins\u00e4tze im Rahmen der Krisenbew\u00e4ltigung einschlie\u00dflich Frieden schaffender Ma\u00dfnahmen und Operationen zur Stabilisierung der Lage nach Konflikten umfasst, sowie bei Beschl\u00fcssen gem\u00e4\u00df Art. 42 Abs. 2 [<em>Verteidigungspolitik und gemeinsame Verteidigung<\/em>] des Vertrags \u00fcber die Europ\u00e4ische Union in der Fassung des Vertrags von Lissabon betreffend die schrittweise Festlegung einer gemeinsamen Verteidigungspolitik [<em>eben nicht nur Verteidigungspolitik sondern auch gemeinsame Verteidigung] <\/em>ist das Stimmrecht im Einvernehmen zwischen dem Bundeskanzler und dem f\u00fcr ausw\u00e4rtige Angelegenheiten zust\u00e4ndigen Bundesminister auszu\u00fcben [<em>erfordert einstimmigen Beschluss im Europ\u00e4ischen Rat \u2013 konstruktive Enthaltung m\u00f6glich, jedoch Duldung aller Ma\u00dfnahmen<\/em>].<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-bm6ma\">(4) Eine Zustimmung zu Ma\u00dfnahmen gem\u00e4\u00df Abs. 3 darf, wenn der zu fassende Beschluss eine Verpflichtung \u00d6sterreichs zur Entsendung von Einheiten oder einzelnen Personen bewirken w\u00fcrde, nur unter dem Vorbehalt gegeben werden, dass es diesbez\u00fcglich noch der Durchf\u00fchrung des f\u00fcr die Entsendung von Einheiten oder einzelnen Personen in das Ausland verfassungsrechtlich vorgesehenen Verfahrens bedarf [<em>Hinweis auf KSE-BVG<\/em>[20]].\u201c<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>\u00d6sterreich befindet sich somit permanent im Dilemma \u2013 entweder partizipiert es im Anlassfall bei etwaigen Kampfeins\u00e4tzen ohne UN-Mandat oder hat bei konstruktiver Enthaltung alle Ma\u00dfnahmen v\u00f6lkerrechtswidrig zu erdulden.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-701ll\">\u00d6sterreich befindet sich somit permanent im Dilemma \u2013 entweder partizipiert es im Anlassfall bei etwaigen Kampfeins\u00e4tzen ohne UN-Mandat oder hat bei konstruktiver Enthaltung alle Ma\u00dfnahmen v\u00f6lkerrechtswidrig zu erdulden. Die sogenannte \u201eIrische Klausel\u201c ist n\u00e4mlich tr\u00fcgerisch, verpflichtet sie doch \u00d6sterreich, wie bereits oben beispielhaft ausgef\u00fchrt, nach Theo \u00d6hlinger \u201etrotzdem bei dem gesamten Prozess zu einer loyalen Kooperation.\u201c[21]<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-3qgqe\">Verwirrspiel nach Innen und Au\u00dfen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-cagar\">\u00d6sterreich ist demnach b\u00fcndnisfrei statt immerw\u00e4hrend neutral. Inzwischen ist die EU mit Beistandspflicht und einen Beschluss im Europ\u00e4ischen Rat von der gemeinsamen Verteidigung l\u00e4ngst den Schritt Richtung milit\u00e4risches B\u00fcndnis gegangen. Dennoch wurde der Gedanke der B\u00fcndnisfreiheit aufgegriffen, in der \u201eSicherheits- und Verteidigungsdoktrin 2001\u201c verankert und mit den Stimmen der beiden damaligen Regierungsparteien \u00d6VP und FP\u00d6 im Nationalrat beschlossen.[22] So findet sich unter der \u00dcberschrift \u201e\u00d6sterreichs Weg von der Neutralit\u00e4t zur Solidarit\u00e4t\u201c:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-ur2m\"><em>\u201eEine Relativierung des klassischen Neutralit\u00e4tsverst\u00e4ndnisses setzte bereits mit dem Beitritt \u00d6sterreichs zu den Vereinten Nationen ein. Eine wesentliche Weiterentwicklung der Neutralit\u00e4t hat mit dem Beitritt \u00d6sterreichs zur Europ\u00e4ischen Union stattgefunden. \u00d6sterreich ist so wie Finnland und Schweden b\u00fcndnisfrei.<\/em> <em>Das Bundesverfassungsgesetz \u00fcber die Neutralit\u00e4t \u00d6sterreichs kann aber nur vom Verfassungsgesetzgeber ge\u00e4ndert werden. Ob \u00d6sterreich in der Folge b\u00fcndnisfrei bleiben oder einem Verteidigungsb\u00fcndnis beitreten m\u00f6chte, bleibt dann einer weiteren Entscheidung vorbehalten.\u201c<\/em>[23]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-2hmoi\">Diese notwendige Zweidrittelverfassungsmehrheit war nicht gegeben, da die Opposition (SP\u00d6, Gr\u00fcne) nicht mitstimmte. Dieser regierungsseitig sehr realistischen Betrachtung des eigentlichen Status \u201eb\u00fcndnisfrei\u201c folgte allerdings am 21. M\u00e4rz 2003 die Wiederauferstehung der Neutralit\u00e4t im Zusammenhang mit der Irakkrise; der Neutralit\u00e4tsfall wurde erkl\u00e4rt.[24] Als L\u00f6sungsansatz zur Erl\u00e4uterung der nicht ganz durchsichtigen Politik \u00d6sterreichs wurde die \u201eSolidarit\u00e4tsdoktrin\u201c entwickelt. So erl\u00e4uterte der damalige Bundeskanzler Sch\u00fcssel diese in einem ORF-Interview, \u00d6sterreich handelt \u201einnerhalb der EU solidarisch und au\u00dferhalb der EU neutral.\u201c[25] Dazu w\u00e4ren zwei Punkte anzumerken: wie wird selektive Neutralit\u00e4t wahrgenommen? Und w\u00fcrde nicht die \u201eSolidarit\u00e4t\u201c nach Au\u00dfen den Aufgabenbereich der Petersberger Aufgaben (Artikel 43, Abs. 1 EUV) betreffen? Wie soll dann die Neutralit\u00e4t beispielsweise bei einem Kampfeinsatz ohne UN-Mandat gewahrt bleiben? Solidarit\u00e4t w\u00e4re nat\u00fcrlich im Rahmen der EU-Verteidigung sinnvoll, aber warum dann \u00fcberhaupt noch neutral?<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>So erl\u00e4uterte der damalige Bundeskanzler Sch\u00fcssel diese in einem ORF-Interview, \u00d6sterreich handelt \u201einnerhalb der EU solidarisch und au\u00dferhalb der EU neutral.\u201c<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-4qegn\">Einen gewaltigen Spagat legt dann die Bundesregierung (SP\u00d6, \u00d6VP) mit der aktuell noch g\u00fcltigen \u00d6sterreichischen Sicherheitsstrategie 2011[26] hin, die von der Bundesregierung am 1. M\u00e4rz 2011 zustimmend zur Kenntnis genommen und \u00fcber 2 Jahre sp\u00e4ter (!) am 3. Juli 2013 im Nationalrat mehrheitlich (mit den Stimmen von SP\u00d6, \u00d6VP, FP\u00d6 und Team Stronach) angenommen wurde. Die Wiederbelebung der Neutralit\u00e4t und deren Betonung schl\u00e4gt durch, von b\u00fcndnis- oder allianzfrei keine Rede mehr. So stechen hier auch von Experten[27] kritisierte widerspr\u00fcchliche Aussagen ins Auge, wie<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>\u201eSolidarische Sicherheitspolitik tr\u00e4gt dem Umstand Rechnung, dass die Sicherheit des neutralen \u00d6sterreichs und der EU heute weitestgehend miteinander verbunden sind.\u201c[28]<\/li>\n\n\n\n<li>\u201e\u00d6sterreich ist ein demokratischer Rechtsstaat mit einem hohen Standard an Grundrechten und auf der verfassungsrechtlichen Grundlage seiner immerw\u00e4hrenden Neutralit\u00e4t Mitglied der EU. \u00d6sterreich ist auch aktives Mitgliedin anderensicherheitspolitisch relevanten internationalen Organisationen.\u201c[29]<\/li>\n\n\n\n<li>\u201eDie EUals umfassende Friedens-, Sicherheits- und Solidargemeinschaft bildet den zentralen Handlungsrahmenf\u00fcr die \u00f6sterreichische Sicherheitspolitik. \u00d6sterreich wird sich an der Sicherheitspolitik der EU in allen ihren Dimensionen beteiligen.\u201c[30]<\/li>\n\n\n\n<li>\u201e\u00d6sterreich wird als Mitglied der EU die GASP aktiv mitgestalten und sich im Rahmen seiner Kapazit\u00e4ten weiter am gesamten Spektrum der im EUV genannten Arten von GSVP-Aktivit\u00e4ten, einschlie\u00dflich der Battlegroups, beteiligen. An den Diskussionen zur Planung, Gestaltung und Weiterentwicklung der GSVP wird \u00d6sterreich aktiv teilnehmen sowie Mitwirkungsm\u00f6glichkeiten rechtzeitig bewerten und sicherstellen. Dies gilt auch f\u00fcr die Bestimmung des Lissabonner Vertrages \u00fcber die gemeinsame Verteidigungspolitik, die zu einer Gemeinsamen Verteidigung f\u00fchren kann.\u201c[31]<\/li>\n\n\n\n<li>\u201eAktives Auftreten \u00d6sterreichs als Vermittler in internationalen Konflikten und Wahrnehmung einschl\u00e4giger Vermittlungs- und Mediationsm\u00f6glichkeiten, die sich aus der Stellung \u00d6sterreichs als EU-Mitglied und zugleich neutraler Staatergeben.\u201c[32]<\/li>\n\n\n\n<li>\u201eAktive und solidarische Mitwirkung an der GSVP, am Aufbau der erforderlichen europ\u00e4ischen zivilen und milit\u00e4rischen Krisenmanagementkapazit\u00e4ten in spezialisierter Form und der F\u00e4higkeit zu autonomer sicherheitspolitischer Handlungsf\u00e4higkeit der EU.\u201c[33]<\/li>\n\n\n\n<li>\u201eDar\u00fcber hinaus m\u00fcssen die F\u00e4higkeiten des \u00d6BH auch f\u00fcr einen m\u00f6glichen Solidarbeitragim Rahmen einer sich allf\u00e4llig entwickelnden europ\u00e4ischen Verteidigungunter Ber\u00fccksichtigung der sogenannten Irischen Klauselerhalten und gestaltet werden.\u201c[34]<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-fomid\">Was hat sich an der geostrategischen Lage \u00d6sterreichs ver\u00e4ndert, dass der Schwenk von einer B\u00fcndnisfreiheit wieder zur Neutralit\u00e4t bei gleichzeitiger aktiver Mitarbeit an der GSVP stattgefunden hat? Noch zehn Jahre vorher wurde festgehalten: &#8222;\u00d6sterreich hat sp\u00e4testens durch seine vorbehaltlose Mitwirkung an der Gemeinsamen Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik der EU seinen v\u00f6lkerrechtlichen Status der dauernden Neutralit\u00e4t nachhaltig ver\u00e4ndert. Im internationalen Vergleich entspricht der v\u00f6lkerrechtliche Status \u00d6sterreichs damit nicht dem eines dauernd neutralen, sondern eines allianzfreien Staates.&#8220;[35] Partner und Staatsvolk k\u00f6nnen hier nicht mehr folgen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>\u00d6sterreich hat sp\u00e4testens durch seine vorbehaltlose Mitwirkung an der Gemeinsamen Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik der EU seinen v\u00f6lkerrechtlichen Status der dauernden Neutralit\u00e4t nachhaltig ver\u00e4ndert.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-9802i\">Wehrwille, Neutralit\u00e4t und Zusammenarbeit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-157vk\">Wie steht es mit der Bereitschaft der Bev\u00f6lkerung \u00d6sterreich und die Neutralit\u00e4t zu verteidigen? Eine Gallup-Umfrage[36] im Jahre 2015 sieht diese Bereitschaft f\u00fcr das eigene Land zu k\u00e4mpfen in \u00d6sterreich bei 21%, Deutschland bei 18%, Schweiz 39%, Lettland 41%, Polen 47%, Schweden 55%, Ukraine 62% sowie Finnland 74%. Generell ist die Bereitschaft das eigene Land mit der Waffe zu verteidigen in West- und Mitteleuropa nur bei 25%. Der Z\u00fcrcher Politologe Thomas Sch\u00e4ubli erkl\u00e4rt den Trend so: \u201eWenn die B\u00fcrger eines Landes an die rechtsstaatliche oder demokratische L\u00f6sung von Konflikten gew\u00f6hnt sind, sind sie wohl weniger dazu bereit, zu den Waffen zu greifen.\u201c[37] Diese Tendenz scheint seit 24. Februar 2022 in Europa nicht unbedingt zum Vorteil zu gereichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-q41b\">Noch deutlicher ist aber die Diskrepanz zwischen der Bereitschaft selbst etwas f\u00fcr die Sicherheit seiner Heimat zu tun, anderen dabei zu helfen oder den Kampf f\u00fcr die eigene Sicherheit durch andere erledigen zu lassen, wie in einer repr\u00e4sentativen Umfrage 2020 ersichtlich geworden[38]:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Knapp 29% der Befragten w\u00e4ren bereit, \u00d6sterreich im Anlassfall milit\u00e4risch zu verteidigen.<\/li>\n\n\n\n<li>Wenn ein anderer EU-Staat milit\u00e4risch angegriffen wird, meinen 30%, dass \u00d6sterreich trotz Neutralit\u00e4t milit\u00e4risch unterst\u00fctzen soll, jedoch<\/li>\n\n\n\n<li>wenn \u00d6sterreich selbst milit\u00e4risch angegriffen wird, meinen 73% (!), dass andere EU-Mitgliedstaaten \u00d6sterreich milit\u00e4risch unterst\u00fctzen sollen.<\/li>\n\n\n\n<li>Bei 61% der Befragten findet die Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU Zustimmung, jedoch<\/li>\n\n\n\n<li>78% bef\u00fcrworten die Neutralit\u00e4t!<\/li>\n\n\n\n<li>Nur 23% zeigen Interesse f\u00fcr Verteidigungspolitik.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Bei 61% der Befragten findet die Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU Zustimmung, jedoch 78% bef\u00fcrworten die Neutralit\u00e4t!<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-6saad\">Frappant wird der Gegensatz in einer repr\u00e4sentativen Umfrage der \u00d6sterreichischen Gesellschaft f\u00fcr Europapolitik (\u00d6GfE) im M\u00e4rz 2022 ersichtlich:[39]<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>91% der Befragten ist die Neutralit\u00e4t sehr wichtig bis eher wichtig;<\/li>\n\n\n\n<li>gleichzeitig jedoch, und vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, treten 2 von 3 \u00d6sterreicherinnen und \u00d6sterreichern f\u00fcr mehr Kooperation in Fragen der Sicherheit und Verteidigung ein!<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>2 von 3 \u00d6sterreicherinnen und \u00d6sterreichern treten f\u00fcr mehr Kooperation in Fragen der Sicherheit und Verteidigung ein.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-alc6l\">Eine Umfrage des Linzer Market-Instituts im Jahre 2011 hat ergeben, dass zwar 53% f\u00fcr eine engere Kooperation mit anderen Streitkr\u00e4ften sind, aber gleichzeitig 70% an der Neutralit\u00e4t festhalten, 50% sehen diese aber im Wandel und in 10-15 Jahren \u201ewerde \u00d6sterreich kein neutrales Land mehr sein.\u201c[40] Diese Studie hat auch ergeben, \u201edass sachliche Widerspr\u00fcche bei dieser Auswahl den Befragten nicht einmal bewusst werden.\u201c[41]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-ska1\">Diese massiven Gegens\u00e4tze zeigen ein kl\u00e4gliches Bild vom Verst\u00e4ndnis politischer Zusammenh\u00e4nge, in dem der Mythos der Neutralit\u00e4t als Grundstein f\u00fcr den eigenen Wohlstand gesehen wird. Die politische F\u00fchrung \u00d6sterreichs der letzten Jahrzehnte war nicht engagiert die Geistige Landesverteidigung umzusetzen, weder f\u00fcr eine wahre Neutralit\u00e4t nach dem Vorbild der Schweiz, noch f\u00fcr eine wahre Solidarit\u00e4t im Rahmen der EU.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-2574o\">Sie ist den Weg des geringsten Widerstandes gegangen, um die M\u00e4r \u201eNeutralit\u00e4t sch\u00fctzt per se\u201c aufrecht erhalten zu k\u00f6nnen. Sie verweigert sich der sachlichen Diskussion. Andersdenkende haben \u201eauf Grund der gro\u00dfen Zustimmung zur Neutralit\u00e4t in der Bev\u00f6lkerung ihre Linie aber wieder ge\u00e4ndert.\u201c[42] In einer vernetzten, voneinander abh\u00e4ngigen Welt, gerade in Europa, wird die Neutralit\u00e4t \u00d6sterreichs als probates Mittel gesehen sich aus bewaffneten Konflikten herauszuhalten, im Irrglauben dadurch nicht in diese verwickelt zu werden. \u201eGute Dienste\u201c als Vermittler finden bis auf wenige Ausnahmen l\u00e4ngst andernorts statt und das Engagement in der europ\u00e4ischen Verteidigungspolitik besteht auf der \u201enehmenden Seite\u201c. Den Solidarit\u00e4tsbeitrag durch die (blau-)behelmte Kopfzahl f\u00fcr Auslandseins\u00e4tze, gemessen im Verh\u00e4ltnis zur Gr\u00f6\u00dfe des Landes, mit anderen Staaten fingerzeigend vergleichen zu wollen, ist irref\u00fchrend. Nicht jeder Einsatz nach Chapter VII der UN-Charta ist gleichwertig und Kopfzahlen spiegeln nicht die ben\u00f6tigten F\u00e4higkeiten wider. Denn war ein Kampfeinsatz in Afghanistan mit einer inzwischen friedenssichernden Mission im Libanon zu vergleichen, High-Value-Assets wie Schiffe oder Kampfflugzeuge mit reinen Kopfzahlen der \u201eLinieninfanterie\u201c? Wer aufgrund seiner Neutralit\u00e4t nicht bereit ist f\u00fcr andere B\u00fcndnis-Mitglieder zu k\u00e4mpfen, der sollte derlei Vergleiche tunlichst unterlassen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-c92le\">M\u00f6gliche Entwicklung der Sicherheitsarchitektur in Europa<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-2vhr0\">Die milit\u00e4rische Verteidigung Europas liegt derzeit in den H\u00e4nden der NATO. Die EU mit ihren Mitgliedstaaten erg\u00e4nzt diese. Es ist auf lange Sicht keine ernstzunehmende Tendenz zur Aufstellung einer EU-Armee erkennbar. Diese gemeinsame Armee gibt es \u00fcbrigens auch in der NATO nicht. Sie ist auch nicht erforderlich, da eine enge Kooperation mit gemeinsamen F\u00fchrungsstrukturen als ausreichend gilt. Mitglieder h\u00e4tten nur nationale Verb\u00e4nde hiezu zu designieren. Die bereits laufenden engen Abstimmungen zwischen EU und NATO sind weiter zu forcieren, ebenso die Kooperation innerhalb der EU, wie gemeinsames Beschaffen und Betreiben von Ger\u00e4t und F\u00e4higkeiten, Standardisierung und Zertifizierung im Einklang mit der NATO zur Erzielung der Interoperabilit\u00e4t und F\u00f6rderung von R\u00fcstungskooperationen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-4e2fa\">Inwieweit ein eigenst\u00e4ndiger Arm einer Verteidigungsunion durch Mitgliedstaaten der EU auf die Beine kommt, ist abh\u00e4ngig von deren Willen. Aus heutiger Sicht ist unwahrscheinlich, dass EU-Mitglieder, die gleichzeitig NATO-Mitglieder sind, diese Duplizit\u00e4t f\u00f6rdern. Die Vision, dass die EU als selbst\u00e4ndige Verteidigungsunion mit all ihren Mitgliedern mit der \u201eRest-NATO\u201c au\u00dferhalb der EU dort kooperiert, wo es noch gemeinsame Interessen gibt, ist gegenw\u00e4rtig Fiktion. Wo diese Kooperation und priorit\u00e4re Abstimmung bereits zu funktionieren scheint ist im Bereich der \u201eOut of Area\u201c Eins\u00e4tze. Auch hier erfordert es weiterhin klare Priorit\u00e4tensetzung und Kommunikation bez\u00fcglich strategischer Interessensbereiche.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Die Vision, dass die EU als selbst\u00e4ndige Verteidigungsunion mit all ihren Mitgliedern mit der \u201eRest-NATO\u201c au\u00dferhalb der EU dort kooperiert, wo es noch gemeinsame Interessen gibt, ist gegenw\u00e4rtig Fiktion.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-2gpvh\">Der Bedarf an Neutralen und ihren \u201eGuten Diensten\u201c scheint sich gerade in Europa jedenfalls in Grenzen zu halten. Vielmehr entsteht der Eindruck der Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung. Auch ist der Erfolg nur m\u00e4\u00dfig sichtbar. Der Umkehrschluss, dass Neutralit\u00e4t per se vor Krieg sch\u00fctzt, ist jedenfalls Selbstbetrug. Vielmehr ist statt \u201eTrittbrettfahren\u201c echte \u2013 auch milit\u00e4rische \u2013 Solidarit\u00e4t gefordert, um die Verteidigung der Wertegesellschaft des Westens nicht nur als Lippenbekenntnis zu verstehen und anderen zu \u00fcberlassen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/wp-content\/media-ext\/0d3ede_23f230a761854807a15d6118756ac404~mv2.jpg\" alt=\"Schlachtfeld Europa ohne Koordinierung\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color has-small-font-size wp-block-paragraph\">Source: shutterstock.com\/kirill_makarov<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-j2fd\">Quo vadis Austria?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-8l2j5\">War noch 1955 die Neutralit\u00e4t erstens als Mittel zum Zweck in die Freiheit und Unabh\u00e4ngigkeit sowie, zweitens, zwischen den Bl\u00f6cken als Basis der \u201eguten Dienste\u201c sinnvoll, so hat sich nach dem EU-Beitritt, situiert inmitten sicherer Staaten, die Lage grundlegend ge\u00e4ndert. Das Argument, dass neutrale Staaten als Vermittler in Konflikten mit \u201eguten Diensten\u201c begehrt sind, hat sich widerlegt. Denn gerade die Zugeh\u00f6rigkeit zur EU, das Mittragen der GASP im Konflikt Ukraine-Russische F\u00f6deration, hat bewirkt, dass \u00d6sterreich auch auf der Liste unfreundlicher Staaten gereiht ist. Verhandlungen finden woanders statt, eine erfolgreiche (!) aktive Neutralit\u00e4tspolitik oder Vermittlerdienste konnten nicht erkannt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-a311u\">Auch das Argument, wonach der Beitritt zu einem Milit\u00e4rb\u00fcndnis zu teuer sei, ist an und f\u00fcr sich widersinnig, da gerade ein neutraler Staat mehr in seine Wehrhaftigkeit zu investieren h\u00e4tte, da er sich den Herausforderungen der Zeit selbstgew\u00e4hlt alleine stellt. Finanziell leistbar sollte es f\u00fcr einen Staat, der wirtschaftlich mit kaufkraftbereinigten BIP als Nummer 17 unter den Top 20 weltweit aufscheint, allemal sein.[43] Diesen Wehrwillen konnte \u00d6sterreich unter den Schlusslichtern Europas jedoch nie aufzeigen.[44] Wenn nun aufgrund der geopolitischen Entwicklungen die EU betreffend Finanzierungsvorgaben f\u00fcr die Streitkr\u00e4fte ihrer Mitgliedstaaten sich der NATO ann\u00e4hert, dann hat sich auch dieses Argument faktisch widerlegt. Das EU-Parlament hat dies 2017 bereits eindeutig gefordert.[45] Der Weg ist l\u00e4ngst klar vorgezeichnet, wie im Strategischen Kompass der EU angesprochen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-14cp8\"><em>\u201eIn diesem \u00e4u\u00dferst konfrontativen System m\u00fcssen die EU und ihre Mitgliedstaaten mehr in ihre Sicherheit und Verteidigung investieren, um ein starker politischer und sicherheitspolitischer Akteur zu sein. (\u2026) Deshalb brauchen wir einen Quantensprung nach vorn, um (\u2026) eine st\u00e4rkere und f\u00e4higere Europ\u00e4ische Union zu entwickeln, die als Bereitsteller von Sicherheit agiert.\u201c<\/em>[46]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Das Argument, wonach der Beitritt zu einem Milit\u00e4rb\u00fcndnis zu teuer sei, ist an und f\u00fcr sich widersinnig, da gerade ein neutraler Staat mehr in seine Wehrhaftigkeit zu investieren h\u00e4tte.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-aupkl\">Die Irische Klausel ist hier nicht angef\u00fchrt. Die Zukunft in Europa kann somit nur uneingeschr\u00e4nkte Solidarit\u00e4t lauten. So wie bereits Schweden[47], Finnland[48] und selbst Irland[49] die Zeichen der Zeit erkannt haben: es ist kaum mehr Raum f\u00fcr Neutrale oder Allianzfreie, wenn es um den Erhalt und das aktive Eintreten mit allen Mitteln f\u00fcr die westliche Wertegesellschaft geht. Selbst die Schweiz, das Urgestein an Neutralit\u00e4t, diskutiert offen \u00fcber eine Weiterentwicklung ihrer Neutralit\u00e4t im Sinne der Solidarit\u00e4t und Kooperation im Anlassfall.[50]<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-1s3v3\">Optionen f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Ausrichtung \u00d6sterreichs<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-562n6\">Am Beginn h\u00e4tte ein aus insbesondere Juristen, Sicherheitspolitikern, Politikberatern, Milit\u00e4rexperten und Sozialwissenschaftlern zusammengesetztes Gremium einen Optionenbericht \u00fcber die zuk\u00fcnftige Ausrichtung der \u00f6sterreichischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik auszuarbeiten, der sachlich begleitet gerade der Bev\u00f6lkerung zur Diskussion gestellt werden muss. Grunds\u00e4tzlich w\u00e4re die Sicherheit der Republik aus der Tagespolitik herauszuhalten. Es ist ein partei\u00fcbergreifender, verantwortungsbewusster Schulterschluss aller im Parlament vertretenen Parteien gefordert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-3at3q\">Folgende Optionen w\u00fcrden sich auf den ersten Blick anbieten:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-d2pof\">1) Beibehaltung des Status quo: Den Mythos der Neutralit\u00e4t aufrechterhalten, bei Entscheidungen der EU bestm\u00f6glich partizipieren, insbesondere konstruktive Enthaltung strapazieren und erhoffen bei der n\u00e4chsten Wahl nicht abgew\u00e4hlt zu werden, weil ja die Neutralit\u00e4t weiter hochgehalten wurde. Dies ist problematisch, wenn eines Tages Farbe zu bekennen w\u00e4re und die breite Masse im Volk die Realit\u00e4t erkennt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-6ub9\">Wenn es um die Teilnahme an der EU-Eingreiftruppe ginge, deren Einsatz auf Ersuchen Dritter auch ohne UN-Mandat m\u00f6glich w\u00e4re, wird kein Problem erkannt. Wenn es aber um Kampfeins\u00e4tze geht, welche v\u00f6lkerrechtlich betrachtet ein UN-Mandat ben\u00f6tigen w\u00fcrden, w\u00e4re der irische Weg ein L\u00f6sungsansatz. Es ist nicht verpflichtend an der EU-Eingreiftruppe teilzunehmen. Weiters hat sich Irland \u201eim Jahr 2002 vom Europ\u00e4ischen Rat seine (milit\u00e4rische) Neutralit\u00e4t und die Bindung des Einsatzes irischer Soldaten im Ausland an ein UN-Mandat garantieren lassen.\u201c[51] Auch dies w\u00e4re f\u00fcr \u00d6sterreich gangbar, um v\u00f6lkerrechtlich auf der sicheren Seite zu sein, wenn auch nachtr\u00e4glich und nat\u00fcrlich als verl\u00e4sslicher Partner merkw\u00fcrdig anmutend, da dies bis jetzt nicht thematisiert wurde. Keine Teilnahme an der EU-Eingreiftruppe w\u00e4re bei Beibehaltung Neutralit\u00e4t ehrlicher und auch f\u00fcr alle anderen Teilnehmer planbarer. Ebenso best\u00fcnde innerhalb der EU mit dem Artikel 44 EUV die M\u00f6glichkeit eine \u201eKoalition der Willigen\u201c zur Durchf\u00fchrung einer Mission zu bilden, die als Erg\u00e4nzung, nicht jedoch Ersatz, zur Eingreiftruppe zu sehen ist. \u00d6sterreich k\u00f6nnte seinen guten Willen diesbez\u00fcglich zeigen, wenn die rechtlichen Rahmenbedingungen passen. Dieser Ansatz betrifft jeweils nur \u201eOut of Area\u201c Eins\u00e4tze, l\u00f6st daher noch keine v\u00f6lkerrechtliche Beistandspflicht mit milit\u00e4rischen Mitteln aus.[52]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-7qspj\">2) Vielleicht w\u00e4re die Sonderregelung, die f\u00fcr D\u00e4nemark als Teil des Edinburgh-Abkommens von 1992 eingef\u00fchrt wurde, ein L\u00f6sungsansatz. Die \u201eopt-out-Klausel\u201c sieht vor, dass D\u00e4nemark, ein NATO- und EU-Mitglied, sich von allen au\u00dfenpolitischen Entscheidungen mit verteidigungspolitischen Bez\u00fcgen zur\u00fcckzieht, sprich, an der GSVP nicht teilnimmt. Die opt-out-Klausel betrifft auch noch andere Bereiche, wie Staatsb\u00fcrgerschaft, Justiz und Inneres, sowie die W\u00e4hrungsunion. Trotzdem, auch D\u00e4nemark \u00fcberlegt angesichts der Invasion Putins in der Ukraine die 30 Jahre alte Opt-out-Klausel zu \u00fcberdenken und h\u00e4lt diesbez\u00fcglich am 1. Juni 2022 ein Referendum ab.[53]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-ahorg\">3) Nat\u00fcrlich bliebe theoretisch die M\u00f6glichkeit zur Wiedererlangung der echten immerw\u00e4hrenden Neutralit\u00e4t den Austritt aus der EU zu vollziehen, mit allen Konsequenzen, so wie es das Vereinigte K\u00f6nigreich (UK) 2020 gemacht hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5i5qq\">Trotz vielleicht nachtr\u00e4glicher Sonderregelungen, die andere Mitglieder bereits \u00fcberdenken, bleibt die Frage, ob die \u00f6sterreichische politische F\u00fchrung derlei M\u00f6glichkeiten nicht gewusst oder nicht gewollt hat? War es das Ziel die Bev\u00f6lkerung absichtlich im Unklaren zu lassen? Es bleibt die Hoffnung, dass die Bev\u00f6lkerung zur Neutralit\u00e4t, oder was davon noch \u00fcbrig ist, aufgekl\u00e4rt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-f84ih\">Noch besser ginge das jedenfalls im Verbund auf der Basis \u201eGemeinsam statt einsam\u201c, im Sinne echter, uneingeschr\u00e4nkter Solidarit\u00e4t. Damit w\u00e4re ehrlicherweise die Neutralit\u00e4t \u00d6sterreichs Geschichte. Sie k\u00f6nnte nach Artikel 44 B-VG mit einer Zweidrittelmehrheit im Nationalrat abgeschafft werden. Eine Volksabstimmung ist nicht zwingend erforderlich, kann aber fakultativ nach Artikel 44, Abs. 3, B-VG bei einer Teil\u00e4nderung der Bundesverfassung durchgef\u00fchrt werden, wenn dies von einem Drittel der Nationalratsmitglieder verlangt wird. Das Ergebnis w\u00e4re jedenfalls bindend.[54]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Damit w\u00e4re ehrlicherweise die Neutralit\u00e4t \u00d6sterreichs Geschichte. Sie k\u00f6nnte nach Artikel 44 B-VG mit einer Zweidrittelmehrheit im Nationalrat abgeschafft werden.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-61thj\">Wohl wissend, dass derzeit rund 90% der Bev\u00f6lkerung die Neutralit\u00e4t bef\u00fcrworten, wohl wissend, dass mit Blick auf den W\u00e4hler die im Nationalrat vertretenen Parteien SP\u00d6, \u00d6VP, FP\u00d6 und die Gr\u00fcnen die Beibehaltung der Neutralit\u00e4t einfordern, wohl wissend, dass die einzigen, die sie abschaffen wollen die Neos sind (und daf\u00fcr auf eine noch zu entwickelnde EU-Armee hoffen) \u2013 dies alles wohl wissend, ist es trotzdem notwendig, sich sachlich damit auseinanderzusetzen. Es sei hier auch kritisch angemerkt, dass gerade die \u00d6VP und FP\u00d6 (!) jene Parteien waren, die 2001 logisch abgeleitet \u00d6sterreich nicht mehr als neutral sondern bestenfalls b\u00fcndnisfrei bezeichnet haben. Neutralit\u00e4t ist keine Identit\u00e4t oder Nostalgie, sondern ein Mittel der Sicherheitspolitik. Daher ist durchaus zu hinterfragen, ob dieses Mittel angesichts der ge\u00e4nderten Rahmenbedingungen noch zeitgem\u00e4\u00df ist.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Neutralit\u00e4t ist keine Identit\u00e4t oder Nostalgie, sondern ein Mittel der Sicherheitspolitik.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-9lib6\">Gefordert ist nun, unabh\u00e4ngig der weiteren politischen Ausrichtung \u00d6sterreichs, der sofortige Aufbau des Bundesheeres zu international interoperablen Streitkr\u00e4ften, denn nur Teilf\u00e4higkeiten wie ABC-Abwehr, Cyberkr\u00e4fte und dergleichen f\u00fcr einen etwaigen Einsatz leisten zu wollen, greift zu kurz. Milit\u00e4r, bef\u00e4higt zum teilstreitkr\u00e4fte\u00fcbergreifenden Kampf der verbundenen Waffen, ist der Kern funktionierender Streitkr\u00e4fte, wie auch bereits wiederholt der Politikberater und Milit\u00e4rexperte Franz-Stefan Gady best\u00e4tigte.[55] Europa steuert in eine ungewisse Zukunft mit geringer bis keiner Vorwarnzeit f\u00fcr eskalierende Konflikte. Frau Bundesministerin f\u00fcr Landesverteidigung Klaudia Thanner formulierte dazu: \u201eDie Risiken unserer Zeit sind immer schwerer und auf immer k\u00fcrzere Sicht einsch\u00e4tzbar. Daher brauchen wir ein starkes Bundesheer als Sicherheitsgarantie.\u201c[56]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Die Risiken unserer Zeit sind immer schwerer und auf immer k\u00fcrzere Sicht einsch\u00e4tzbar. Daher brauchen wir ein starkes Bundesheer als Sicherheitsgarantie.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-1b5v3\">Der Aufbau zum Kampf bef\u00e4higter Streitkr\u00e4fte dauert rund zehn Jahren. Es ist daher jetzt Zeit, diesen zu beginnen. Die Finanzierung des Bundesheeres hat, angepasst an internationale Standards, auf einem inflationsgesicherten Regelbudget zu basieren, dem Aufwuchs entsprechend innert der n\u00e4chsten Dekade an 2% BIP heranzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-6trui\">\u00d6sterreichs politische F\u00fchrung sollte partei\u00fcbergreifend den gro\u00dfen Schritt in die Staatspolitik mit Weitblick wagen \u2013 denn es wird der Tag kommen, wo es um eine EU-Verteidigung geht und \u00d6sterreich sollte dann eben nicht \u00fcberrascht Erkl\u00e4rungsnotstand gegen\u00fcber den \u00d6sterreicher:innen haben. Dieser \u201eSchwebezustand der vorl\u00e4ufigen Rechtswidrigkeit\u201c[57] muss beendet werden. Daher jetzt informieren, Schulterschluss in \u00d6sterreich und gegen\u00fcber der EU zeigen. Die Diskussion ist er\u00f6ffnet, nicht beendet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-dots\" \/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-3r076\"><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/bernhard-schulyok-808a7b11a\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><u>Bernhard Schulyok<\/u><\/a>; Forschungsinteressen: Sicherheitspolitik, Milit\u00e4r, Gesellschaft. 3 Taschenb\u00fccher f\u00fcr die Zeitschrift \u201eTruppendienst\u201c, zahlreiche Einzelartikel. F\u00e4higkeitenentwicklung im \u00d6BH unter Beachtung nationaler und internationaler Aspekte. Bei den in diesem Artikel vertretenen Ansichten handelt es sich um die des Autors. Diese m\u00fcssen nicht mit jenen des BMLV \u00fcbereinstimmen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-dots\" \/>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-2g6vm\">[1] European Defence Agency, Online-Quelle, https:\/\/eda.europa.eu\/, abgerufen am April 11, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-4upga\">[2] Coordinated Annual Review on Defence (CARD), Online-Quelle, <a href=\"https:\/\/eda.europa.eu\/what-we-do\/EU-defence-initiatives\/coordinated-annual-review-on-defence-(card)\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/eda.europa.eu\/what-we-do\/EU-defence-initiatives\/coordinated-annual-review-on-defence-(card)<\/a>, abgerufen am April 11, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-7cdq6\">[3] Permanent Structured Cooperation (PESCO), Online-Quelle, <a href=\"https:\/\/eda.europa.eu\/what-we-do\/EU-defence-initiatives\/permanent-structured-cooperation-(PESCO)\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/eda.europa.eu\/what-we-do\/EU-defence-initiatives\/permanent-structured-cooperation-(PESCO)<\/a>, abgerufen am April 11, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-8unsp\">[4] European Defence Fund (EDF), Online-Quelle, <a href=\"https:\/\/eda.europa.eu\/what-we-do\/EU-defence-initiatives\/european-defence-fund-(edf)\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/eda.europa.eu\/what-we-do\/EU-defence-initiatives\/european-defence-fund-(edf)<\/a>, abgerufen am April 11, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-fag13\">[5] European Peace Facility, Online-Quelle, <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/fpi\/what-we-do\/european-peace-facility_de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/ec.europa.eu\/fpi\/what-we-do\/european-peace-facility_de<\/a>, abgerufen am April 11, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-bm0hl\">[6] RIS des Bundes, <em>Artikel 43 EUV<\/em>, Online-Quelle, https:\/\/www.ris.bka.gv.at\/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Gesetzesnummer=10008048&amp;Artikel=43&amp;Paragraf=&amp;Anlage=&amp;Uebergangsrecht=#:~:text=ARTIKEL%2043&amp;text=Der%20Hohe%20Vertreter%20der%20Union,und%20milit%C3%A4rischen%20Aspekte%20dieser%20Missionen, abgerufen am April 11, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-8dht5\">[7] United Nations Charter, Chapter VII: Action with Respect to Threats to the Peace, Breaches of the Peace, and Acts of Aggression. Online-Quelle, <a href=\"https:\/\/www.un.org\/en\/about-us\/un-charter\/chapter-7\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.un.org\/en\/about-us\/un-charter\/chapter-7<\/a>, abgerufen am April 11, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-ept04\">[8] Parlamentskorrespondenz Nr. 682 (Oktober 17, 2001), \u201eVerfassungsausschuss ebnet den Weg f\u00fcr Ratifikation des Nizza-Vertrages,\u201c Online-Quelle, <a href=\"https:\/\/www.parlament.gv.at\/PAKT\/PR\/JAHR_2001\/PK0682\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.parlament.gv.at\/PAKT\/PR\/JAHR_2001\/PK0682\/<\/a>, abgerufen am April 22, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-dicg\">[9] RIS des Bundes, <em>Gesamte Rechtsvorschrift f\u00fcr Satzung der Vereinten Nationen<\/em>, Kapitel I, Artikel 2, Grunds\u00e4tze der Vereinten Nationen, Online-Quelle, <a href=\"https:\/\/www.ris.bka.gv.at\/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Gesetzesnummer=10000276\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.ris.bka.gv.at\/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;Gesetzesnummer=10000276<\/a>, abgerufen am April 22, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-ft0kd\">[10] EU-Battlegroup. Anmerkung: Der Hinweis auf den Einsatz unter UN-Mandat ist halbrichtig, da auch der Einsatz ohne (!) UN-Mandat, nur mit EU-Mandat erfolgen kann, siehe Artikel 43 Abs. 2 EUV.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-d10tm\">[11] APA, \u201eEU-Eingreiftruppe laut Tanner mit Neutralit\u00e4t vereinbar,\u201c Online-Quelle, <em>Wiener Zeitung<\/em>, https:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/politik\/oesterreich\/2141461-EU-Eingreiftruppe-laut-Tanner-mit-Neutralitaet-vereinbar.html, abgerufen am April 12, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-8lo3j\">[12] APA, \u201eVan der Bellen h\u00e4lt EU-Truppe mit Neutralit\u00e4t vereinbar,\u201c Online-Quelle, <em>Salzburger Nachrichten<\/em>, <a href=\"https:\/\/www.sn.at\/politik\/innenpolitik\/van-der-bellen-haelt-eu-truppe-mit-neutralitaet-vereinbar-118891147\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.sn.at\/politik\/innenpolitik\/van-der-bellen-haelt-eu-truppe-mit-neutralitaet-vereinbar-118891147<\/a>, abgerufen am April 12, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-91p6q\">[13]Petra Tempfer, Daniel Bischof, \u201eEingreiftruppe \u2013 &#8222;Das ist keine EU-Armee&#8220;,\u201c Online-Quelle, <em>Wiener Zeitung<\/em>, <a href=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/politik\/oesterreich\/2141596-Das-ist-keine-EU-Armee.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/politik\/oesterreich\/2141596-Das-ist-keine-EU-Armee.html<\/a>, abgerufen am April 12, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-el29r\">[14] APA, \u201eVerfassungsexperte Mayer f\u00fcr Abschaffung des Gesetzes \u2013 &#8222;Immerw\u00e4hrende Neutralit\u00e4t&#8220; im klassischen Sinn existiert nicht mehr \u2013 Parteien sollen sachlich diskutieren,\u201c Online-Quelle, <em>Der Standard<\/em>, <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/446570\/verfassungsexperte-mayer-fuer-abschaffung-des-gesetzes\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.derstandard.at\/story\/446570\/verfassungsexperte-mayer-fuer-abschaffung-des-gesetzes<\/a>, abgerufen am April 13, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5nsks\">[15] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-c974u\">[16] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-9tn02\">[17] Theo \u00d6hlinger, \u201eBVG Neutralit\u00e4t,\u201c in Korinek\/Holoubek (Hrsg.), <em>Kommentar zum \u00d6sterreichischen Bundesverfassungsrecht<\/em> (1999), Rz 25.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-dj5d6\">[18] Karl Zemanek, \u201eDauernde Neutralit\u00e4t und internationale Sicherheit zu Beginn des XXI. Jahrhunderts,\u201c in Hummer (Hrsg.), <em>Sicherheit und Terrorismus<\/em> (2005), 331. Siehe auch Maria Veronika Wieser, Neutralit\u00e4t \u00d6sterreichs im Rahmen der EU-Mitgliedschaft, 52.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-a9iec\">[19] RIS des Bundes, <em>Artikel 23j B-VG<\/em>, Online-Quelle, https:\/\/www.ris.bka.gv.at\/eli\/bgbl\/1930\/1\/A23j\/NOR40119812#:~:text=Artikel%2023j.,21%20Abs, abgerufen am April 13, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-c0j3a\">[20] RIS des Bundes, <em>Bundesverfassungsgesetz \u00fcber Kooperation und Solidarit\u00e4t bei der Entsendung von Einheiten und Einzelpersonen in das Ausland (KSE-BVG)<\/em>.Anmerkung: Eine Entsendung f\u00fcr Kampfeins\u00e4tze ist auch alleine mit einem EU-Mandat m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-8c73g\">[21] Theo \u00d6hlinger, \u201eDie \u00f6sterreichische Neutralit\u00e4t aus verfassungsrechtlicher Sicht,\u201c 315.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-9dlnj\">[22] Oliver Pink, \u201eHintergrund: Die Sicherheits- und Verteidigungsdoktrin,\u201c Online-Quelle, <em>Die Presse<\/em>, https:\/\/www.diepresse.com\/577311\/hintergrund-die-sicherheits-und-verteidigungsdoktrin#:~:text=Die%20%22klassische%20Neutralit%C3%A4t%22%20sahen%20die,der%20dauernden%20Neutralit%C3%A4t%20nachhaltig%20ver%C3%A4ndert, abgerufen am April 14, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-b69nn\">[23] \u201eSicherheits- und Verteidigungsdoktrin,\u201c Analyseteil (J\u00e4nner 22, 2001), 65, Online-Quelle, <a href=\"https:\/\/www.parlament.gv.at\/PAKT\/VHG\/XXI\/III\/III_00087\/imfname_522643.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.parlament.gv.at\/PAKT\/VHG\/XXI\/III\/III_00087\/imfname_522643.pdf<\/a>, abgerufen am April 14, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-ap074\">[24] \u201eNeutralit\u00e4tsfall gilt -Luftraum ist gesperrt,\u201c Online-Quelle, <em>Wiener Zeitung<\/em>, https:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/politik\/oesterreich\/168088_Neutralitaetsfall-gilt-Luftraum-ist-gesperrt.html, abgerufen am April 14, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-dqmns\">[25] So pr\u00e4sentierte Bundeskanzler Sch\u00fcssel den Status \u00d6sterreichs in einem Interview in der ZiB 1 im ORF am 28. Dezember 2003, in Maria Veronika Wieser, \u201cNeutralit\u00e4t \u00d6sterreichs im Rahmen der EU-Mitgliedschaft,\u201c 65.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-cs3ps\">[26] Bundeskanzleramt, \u201e\u00d6sterreichische Sicherheitsstrategie,\u201c Online-Quelle, <a href=\"https:\/\/www.bundeskanzleramt.gv.at\/themen\/sicherheitspolitik\/sicherheitsstrategie.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.bundeskanzleramt.gv.at\/themen\/sicherheitspolitik\/sicherheitsstrategie.html<\/a>, abgerufen am April 14, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-frvu7\">[27] \u201eScharfe Expertenkritik an neuer Sicherheitsstrategie,\u201c <em>Wiener Zeitung<\/em>, Online-Quelle, https:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/politik\/oesterreich\/27393_Scharfe-Expertenkritik-an-neuer-Sicherheitsstrategie.html, abgerufen am April 15, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-281ne\">[28] \u00d6sterreichische Sicherheitsstrategie, 4.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-f4s5t\">[29] Ibid, 8.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-ea7bk\">[30] Ibid, 12-13.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5vesl\">[31] Ibid, 13.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-lstd\">[32] Ibid, 20.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-ag9bu\">[33] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-1mjif\">[34] Ibid, 23.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-d3d0o\">[35] Oliver Pink, \u201c Hintergrund: Die Sicherheits- und Verteidigungsdoktrin\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-654mu\">[36] Florian Stark, \u201eNur wenige Deutsche w\u00fcrden f\u00fcr ihr Land k\u00e4mpfen,\u201c Online-Quelle, <em>WELT<\/em>, <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article142886294\/Nur-wenige-Deutsche-wuerden-fuer-ihr-Land-kaempfen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article142886294\/Nur-wenige-Deutsche-wuerden-fuer-ihr-Land-kaempfen.html<\/a>, abgerufen am April 02, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-2ie6n\">[37] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-fa2t4\">[38] Amtliche Publikation der Rep. \u00d6sterreich\/BMLV, Wien, 2020, \u201eTrend Radar 3\/2020 \u2013 Covid 19 Sicherheits- und verteidigungspolitische Meinungsbilder in Zeiten der Pandemie,\u201c Online-Quelle, <a href=\"https:\/\/www.bundesheer.at\/pdf_pool\/publikationen\/trend_radar_3_2020_web.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.bundesheer.at\/pdf_pool\/publikationen\/trend_radar_3_2020_web.pdf<\/a>, abgerufen am April 02, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-12ues\">[39] Bundeskanzleramt, \u201e\u00d6GfE-Umfrage: Zwei Drittel der \u00d6sterreicherinnen und \u00d6sterreicher f\u00fcr verst\u00e4rkte Zusammenarbeit der EU-Staaten in Sicherheits- und Verteidigungspolitik,\u201c Online-Quelle, https:\/\/www.bundeskanzleramt.gv.at\/themen\/europa-aktuell\/2022\/oegfe-umfrage-zwei-drittel-der-oesterreicherinnen-und-oesterreicher-fuer-verstaerkte-zusammenarbeit-der-eu-staaten-in-sicherheits-und-verteidigungspolitik.html, abgerufen am April 02, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-fj9kl\">[40] \u201eMehrheit glaubt nicht an Fortbestand der Neutralit\u00e4t,\u201c <em>Der Standard<\/em>, Online-Quelle, <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/1297818475209\/umfrage-mehrheit-glaubt-nicht-an-fortbestand-der-neutralitaet\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.derstandard.at\/story\/1297818475209\/umfrage-mehrheit-glaubt-nicht-an-fortbestand-der-neutralitaet<\/a>, abgerufen am April 15, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-bo3m\">[41] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-nfba\">[42] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-1i4uf\">[43] Alexandra Knape, \u201eDas sind die 20 reichsten L\u00e4nder der Welt,\u201c Online-Quelle, https:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/weltwirtschaft\/die-reichsten-laender-der-welt-ranking-nach-kaufkraftbereinigtem-bip-a-5edcb98a-c7f2-4e3b-8f9c-a27a1c59ecd9, abgerufen am April 06, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-faanv\">[44] APA, \u201e\u00d6sterreich bei Verteidigungsausgaben in Europa unter Schlusslichtern,\u201c Online-Quelle, <em>Die Presse<\/em>, <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/5691597\/oesterreich-bei-verteidigungsausgaben-in-europa-unter-schlusslichtern\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.diepresse.com\/5691597\/oesterreich-bei-verteidigungsausgaben-in-europa-unter-schlusslichtern<\/a>, abgerufen am April 06, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-fimhv\">[45] Pressemitteilung des EU-Parlaments (Dezember 13, 2017), \u201eSt\u00e4rkere Au\u00dfen- und Verteidigungspolitik der EU gefordert,\u201c Online-Quelle, https:\/\/www.europarl.europa.eu\/news\/de\/press-room\/20171207IPR89766\/starkere-aussen-und-verteidigungspolitik-der-eu-gefordert, abgerufen am April 11, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-7a01t\">[46] Rat der Europ\u00e4ischen Union, Ein Strategischer Kompass f\u00fcr Sicherheit und Verteidigung, 6.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-1h044\">[47] APA, \u201eSchweden ist &#8222;nicht mehr neutral,&#8220; Online-Quelle, <em>Wiener Zeitung<\/em>, https:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/politik\/europa\/2142230-Schweden-ist-nicht-mehr-neutral.html, abgerufen am April 08, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-eecjk\">[48] \u201eFinnland denkt an die NATO: Ende der milit\u00e4rischen Neutralit\u00e4t?,\u201c <em>Euronews<\/em>, Online-Quelle, <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2022\/03\/02\/finnland-denkt-an-die-nato-ende-der-militarischen-neutralitat\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/de.euronews.com\/2022\/03\/02\/finnland-denkt-an-die-nato-ende-der-militarischen-neutralitat<\/a>, abgerufen am April 08, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-2seuu\">[49] Fiona Mitchell, \u201cPresident Higgins says it&#8217;s time for debate on Irish neutrality,\u201d Online-Quelle, <a href=\"https:\/\/www.rte.ie\/news\/ireland\/2022\/0406\/1290643-higgins-austria\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.rte.ie\/news\/ireland\/2022\/0406\/1290643-higgins-austria\/<\/a>, abgerufen am April 08, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-eeivp\">[50] Georg H\u00e4sler, \u201eDie Schweiz soll ihre bewaffnete Neutralit\u00e4t in den Dienst des V\u00f6lkerrechts stellen,\u201c Online-Quelle, <em>Neue Z\u00fcrcher Zeitung<\/em>, https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/sicherheitspolitik-solidarische-neutralitaet-ld.1675748?reduced=true; sowie Thierry Burkart, \u201eDas Ende der Igel-Schweiz: Die Zusammenarbeit mit der Nato muss massiv verst\u00e4rkt werden,\u201c Online-Quelle, <em>Neue Z\u00fcrcher Zeitung<\/em>, https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/das-ende-der-igel-schweiz-die-zusammenarbeit-mit-der-nato-muss-massiv-verstaerkt-werden-ld.1678256?reduced=true, beide abgerufen am April 08, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-6iua8\">[51]Franz Leidenm\u00fchler, \u201eDie Gemeinsame Au\u00dfen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU,\u201c Online-Quelle, <a href=\"https:\/\/www.oegfe.at\/policy-briefs\/die-gemeinsame-aussen-sicherheits-und-verteidigungspolitik-der-eu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.oegfe.at\/policy-briefs\/die-gemeinsame-aussen-sicherheits-und-verteidigungspolitik-der-eu\/<\/a>, und auch <em>Der Standard<\/em>, \u201eIrland will &#8222;Battle Groups&#8220; an UN-Mandat binden,\u201c Online-Quelle, <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/1929029\/irland-will-battle-groups-an-un-mandat-binden\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.derstandard.at\/story\/1929029\/irland-will-battle-groups-an-un-mandat-binden<\/a>, beide abgerufen am April 15, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-bafn2\">[52] Fiona Mitchell, \u201cPresident Higgins says it&#8217;s time for debate on Irish neutrality\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-ebjn8\">[53] Stefan Grobe, Jorge Liboreiro, \u201eD\u00e4nemarks \u00fcberraschende Kehrtwende in der gemeinsamen Verteidigungspolitik der EU,\u201c Online-Quelle, <em>Euronews<\/em>, https:\/\/de.euronews.com\/my-europe\/2022\/03\/07\/danemarks-uberraschende-kehrtwende-in-der-gemeinsamen-verteidigungspolitik-der-eu, abgerufen am April 15, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-4s95r\">[54] RIS des Bundes, <em>Artikel 44 des Bundes-Verfassungsgesetzes (B-VG),<\/em> https:\/\/www.ris.bka.gv.at\/eli\/bgbl\/1930\/1\/A44\/NOR40045767, abgerufen am April 15, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-69cf\">[55] J\u00fcrgen Streihammer,\u201eDas russische Konzept war komplett falsch,\u201c <em>Die Presse<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-efhtp\">[56] APA_OTS, \u201eVerteidigungsministerin Klaudia Tanner bei Informationsveranstaltung \u201eRisikolandschaft \u00d6sterreich 2022\u201c,\u201c Online-Quelle, https:\/\/www.ots.at\/presseaussendung\/OTS_20220407_OTS0181\/verteidigungsministerin-klaudia-tanner-bei-informationsveranstaltung-risikolandschaft-oesterreich-2022, abgerufen am April 16, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-fej9b\">[57] Stefan Griller, \u201eDie GASP und das Ende der immerw\u00e4hrenden Neutralit\u00e4t,\u201c in Hummer Waldemar (Hrsg.), <em>Rechtsfragen in der Anwendung des Amsterdamer Vertrages<\/em> (2001), 278.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abstract: Die Invasion Russlands in der Ukraine hat nicht nur die Diskussion \u00fcber Verteidigungsbudgets in Europa entfacht, sondern in \u00d6sterreich zus\u00e4tzlich die Frage der Neutralit\u00e4t. Der Mentalit\u00e4t \u00d6sterreichs entsprechend soll unter Aufrechterhaltung der Neutralit\u00e4t der Spagat zur Teilnahme am sicherheits- und verteidigungspolitischen Handeln der Europ\u00e4ischen Union gelingen. Speziell ist die hohe Anerkennung der Neutralit\u00e4t in [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":174,"featured_media":5105,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,2],"tags":[54,55,56,19],"class_list":["post-2262","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-articles","category-german-articles","tag-european-union","tag-gsvp","tag-neutralitat","tag-osterreich"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>\u00d6sterreichs Verst\u00e4ndnis der Neutralit\u00e4t im Widerspruch zur GSVP der EU? (Teil II) - The Defence Horizon Journal Deutsch<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/tdhj.org\/de\/post\/osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"\u00d6sterreichs Verst\u00e4ndnis der Neutralit\u00e4t im Widerspruch zur GSVP der EU? (Teil II) - The Defence Horizon Journal Deutsch\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Abstract: Die Invasion Russlands in der Ukraine hat nicht nur die Diskussion \u00fcber Verteidigungsbudgets in Europa entfacht, sondern in \u00d6sterreich zus\u00e4tzlich die Frage der Neutralit\u00e4t. Der Mentalit\u00e4t \u00d6sterreichs entsprechend soll unter Aufrechterhaltung der Neutralit\u00e4t der Spagat zur Teilnahme am sicherheits- und verteidigungspolitischen Handeln der Europ\u00e4ischen Union gelingen. Speziell ist die hohe Anerkennung der Neutralit\u00e4t in [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/tdhj.org\/de\/post\/osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"The Defence Horizon Journal Deutsch\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/thedefencehorizon.org\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2022-05-23T10:00:27+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-10-30T18:47:13+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/05\/0d3ede_58f6ece1196f48e2b436c0f3c2f17fd0mv2-1.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1687\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"847\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Bernhard Schulyok\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@HorizonDefence\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@HorizonDefence\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Bernhard Schulyok\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"32\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/post\\\/osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/post\\\/osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"Bernhard Schulyok\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/e1f4f80dc8f8e72ad30ce9b9e898cc67\"},\"headline\":\"\u00d6sterreichs Verst\u00e4ndnis der Neutralit\u00e4t im Widerspruch zur GSVP der EU? (Teil II)\",\"datePublished\":\"2022-05-23T10:00:27+00:00\",\"dateModified\":\"2025-10-30T18:47:13+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/post\\\/osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2\\\/\"},\"wordCount\":6423,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/post\\\/osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/sites\\\/2\\\/2022\\\/05\\\/0d3ede_58f6ece1196f48e2b436c0f3c2f17fd0mv2-1.jpg\",\"keywords\":[\"European Union\",\"GSVP\",\"Neutralit\u00e4t\",\"\u00d6sterreich\"],\"articleSection\":[\"Artikel\",\"Deutsche Artikel\"],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/post\\\/osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/post\\\/osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2\\\/\",\"name\":\"\u00d6sterreichs Verst\u00e4ndnis der Neutralit\u00e4t im Widerspruch zur GSVP der EU? (Teil II) - The Defence Horizon Journal Deutsch\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/post\\\/osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/post\\\/osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/sites\\\/2\\\/2022\\\/05\\\/0d3ede_58f6ece1196f48e2b436c0f3c2f17fd0mv2-1.jpg\",\"datePublished\":\"2022-05-23T10:00:27+00:00\",\"dateModified\":\"2025-10-30T18:47:13+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/post\\\/osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/post\\\/osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/post\\\/osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/sites\\\/2\\\/2022\\\/05\\\/0d3ede_58f6ece1196f48e2b436c0f3c2f17fd0mv2-1.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/sites\\\/2\\\/2022\\\/05\\\/0d3ede_58f6ece1196f48e2b436c0f3c2f17fd0mv2-1.jpg\",\"width\":1687,\"height\":847},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/post\\\/osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"\u00d6sterreichs Verst\u00e4ndnis der Neutralit\u00e4t im Widerspruch zur GSVP der EU? (Teil II)\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/\",\"name\":\"The Defence Horizon Journal Deutsch\",\"description\":\"\u00fcber Themen der Sicherheit und Verteidigung\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/#organization\",\"name\":\"The Defence Horizon Journal Deutsch\",\"url\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/sites\\\/2\\\/2025\\\/10\\\/tdhj_schriftzug-e1760998940106.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/sites\\\/2\\\/2025\\\/10\\\/tdhj_schriftzug-e1760998940106.png\",\"width\":445,\"height\":180,\"caption\":\"The Defence Horizon Journal Deutsch\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/thedefencehorizon.org\",\"https:\\\/\\\/x.com\\\/HorizonDefence\",\"https:\\\/\\\/www.linkedin.com\\\/company\\\/the-defence-horizon-journal\",\"https:\\\/\\\/www.instagram.com\\\/thedefencehorizonjournal\\\/\",\"https:\\\/\\\/www.youtube.com\\\/channel\\\/UCt4oA-_O_v4IXUHrtC7DwuA?cbrd=1\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/e1f4f80dc8f8e72ad30ce9b9e898cc67\",\"name\":\"Bernhard Schulyok\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/340c5751fb4e4c691df9d74d9adac2fe793993db6b4397b9c9f69e938b46fd66?s=96&d=mm&r=g\",\"url\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/340c5751fb4e4c691df9d74d9adac2fe793993db6b4397b9c9f69e938b46fd66?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/340c5751fb4e4c691df9d74d9adac2fe793993db6b4397b9c9f69e938b46fd66?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Bernhard Schulyok\"},\"description\":\"\\\"Bernhard Schulyok has research interests in Security Policy and Military Capability Development. His publications include three handbooks and numerous individual articles in the journal \u201cTruppendienst \u201cand the online journal \u201cThe Defence Horizon Journal\u201d. Bernhard is the Austrian National Director of the multinational platform Military Capability Development Campaign (MCDC). Lukas Grangl has research interests in Security Policy, International Politics, and Military Policy. He has published work on the application and implementation of modern control concepts (e.g. New Public Management). He is a member of the Reserve Forces of the Austrian Armed Forces and a manager of a real estate subsidiary of an Austrian bank. Markus Gruberhas research interests in International Politics, Foreign Policy Analysis, Diplomacy, Systems Theory (in International Relations), and Conflict and Security analysis. He is a member of the Reserve Forces of the Austrian Armed Forces and business unit manager of an Austrian scale-up for access management and control.\\\"\",\"url\":\"https:\\\/\\\/tdhj.org\\\/de\\\/post\\\/author\\\/bernhard-schulyok\\\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"\u00d6sterreichs Verst\u00e4ndnis der Neutralit\u00e4t im Widerspruch zur GSVP der EU? (Teil II) - The Defence Horizon Journal Deutsch","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/tdhj.org\/de\/post\/osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"\u00d6sterreichs Verst\u00e4ndnis der Neutralit\u00e4t im Widerspruch zur GSVP der EU? (Teil II) - The Defence Horizon Journal Deutsch","og_description":"Abstract: Die Invasion Russlands in der Ukraine hat nicht nur die Diskussion \u00fcber Verteidigungsbudgets in Europa entfacht, sondern in \u00d6sterreich zus\u00e4tzlich die Frage der Neutralit\u00e4t. Der Mentalit\u00e4t \u00d6sterreichs entsprechend soll unter Aufrechterhaltung der Neutralit\u00e4t der Spagat zur Teilnahme am sicherheits- und verteidigungspolitischen Handeln der Europ\u00e4ischen Union gelingen. Speziell ist die hohe Anerkennung der Neutralit\u00e4t in [&hellip;]","og_url":"https:\/\/tdhj.org\/de\/post\/osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2\/","og_site_name":"The Defence Horizon Journal Deutsch","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/thedefencehorizon.org","article_published_time":"2022-05-23T10:00:27+00:00","article_modified_time":"2025-10-30T18:47:13+00:00","og_image":[{"width":1687,"height":847,"url":"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/05\/0d3ede_58f6ece1196f48e2b436c0f3c2f17fd0mv2-1.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Bernhard Schulyok","twitter_card":"summary_large_image","twitter_creator":"@HorizonDefence","twitter_site":"@HorizonDefence","twitter_misc":{"Verfasst von":"Bernhard Schulyok","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"32\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/tdhj.org\/de\/post\/osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/tdhj.org\/de\/post\/osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2\/"},"author":{"name":"Bernhard Schulyok","@id":"https:\/\/tdhj.org\/de\/#\/schema\/person\/e1f4f80dc8f8e72ad30ce9b9e898cc67"},"headline":"\u00d6sterreichs Verst\u00e4ndnis der Neutralit\u00e4t im Widerspruch zur GSVP der EU? (Teil II)","datePublished":"2022-05-23T10:00:27+00:00","dateModified":"2025-10-30T18:47:13+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/tdhj.org\/de\/post\/osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2\/"},"wordCount":6423,"publisher":{"@id":"https:\/\/tdhj.org\/de\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/tdhj.org\/de\/post\/osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/05\/0d3ede_58f6ece1196f48e2b436c0f3c2f17fd0mv2-1.jpg","keywords":["European Union","GSVP","Neutralit\u00e4t","\u00d6sterreich"],"articleSection":["Artikel","Deutsche Artikel"],"inLanguage":"de"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/tdhj.org\/de\/post\/osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2\/","url":"https:\/\/tdhj.org\/de\/post\/osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2\/","name":"\u00d6sterreichs Verst\u00e4ndnis der Neutralit\u00e4t im Widerspruch zur GSVP der EU? (Teil II) - The Defence Horizon Journal Deutsch","isPartOf":{"@id":"https:\/\/tdhj.org\/de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/tdhj.org\/de\/post\/osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/tdhj.org\/de\/post\/osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/05\/0d3ede_58f6ece1196f48e2b436c0f3c2f17fd0mv2-1.jpg","datePublished":"2022-05-23T10:00:27+00:00","dateModified":"2025-10-30T18:47:13+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/tdhj.org\/de\/post\/osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/tdhj.org\/de\/post\/osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/tdhj.org\/de\/post\/osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2\/#primaryimage","url":"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/05\/0d3ede_58f6ece1196f48e2b436c0f3c2f17fd0mv2-1.jpg","contentUrl":"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/05\/0d3ede_58f6ece1196f48e2b436c0f3c2f17fd0mv2-1.jpg","width":1687,"height":847},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/tdhj.org\/de\/post\/osterreich-verstandnis-neutralitat-widerspruch-gsvp-eu-2\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/tdhj.org\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"\u00d6sterreichs Verst\u00e4ndnis der Neutralit\u00e4t im Widerspruch zur GSVP der EU? (Teil II)"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/tdhj.org\/de\/#website","url":"https:\/\/tdhj.org\/de\/","name":"The Defence Horizon Journal Deutsch","description":"\u00fcber Themen der Sicherheit und Verteidigung","publisher":{"@id":"https:\/\/tdhj.org\/de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/tdhj.org\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/tdhj.org\/de\/#organization","name":"The Defence Horizon Journal Deutsch","url":"https:\/\/tdhj.org\/de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/tdhj.org\/de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/10\/tdhj_schriftzug-e1760998940106.png","contentUrl":"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/10\/tdhj_schriftzug-e1760998940106.png","width":445,"height":180,"caption":"The Defence Horizon Journal Deutsch"},"image":{"@id":"https:\/\/tdhj.org\/de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/thedefencehorizon.org","https:\/\/x.com\/HorizonDefence","https:\/\/www.linkedin.com\/company\/the-defence-horizon-journal","https:\/\/www.instagram.com\/thedefencehorizonjournal\/","https:\/\/www.youtube.com\/channel\/UCt4oA-_O_v4IXUHrtC7DwuA?cbrd=1"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/tdhj.org\/de\/#\/schema\/person\/e1f4f80dc8f8e72ad30ce9b9e898cc67","name":"Bernhard Schulyok","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/340c5751fb4e4c691df9d74d9adac2fe793993db6b4397b9c9f69e938b46fd66?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/340c5751fb4e4c691df9d74d9adac2fe793993db6b4397b9c9f69e938b46fd66?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/340c5751fb4e4c691df9d74d9adac2fe793993db6b4397b9c9f69e938b46fd66?s=96&d=mm&r=g","caption":"Bernhard Schulyok"},"description":"\"Bernhard Schulyok has research interests in Security Policy and Military Capability Development. His publications include three handbooks and numerous individual articles in the journal \u201cTruppendienst \u201cand the online journal \u201cThe Defence Horizon Journal\u201d. Bernhard is the Austrian National Director of the multinational platform Military Capability Development Campaign (MCDC). Lukas Grangl has research interests in Security Policy, International Politics, and Military Policy. He has published work on the application and implementation of modern control concepts (e.g. New Public Management). He is a member of the Reserve Forces of the Austrian Armed Forces and a manager of a real estate subsidiary of an Austrian bank. Markus Gruberhas research interests in International Politics, Foreign Policy Analysis, Diplomacy, Systems Theory (in International Relations), and Conflict and Security analysis. He is a member of the Reserve Forces of the Austrian Armed Forces and business unit manager of an Austrian scale-up for access management and control.\"","url":"https:\/\/tdhj.org\/de\/post\/author\/bernhard-schulyok\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2262","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/174"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2262"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2262\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5245,"href":"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2262\/revisions\/5245"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5105"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2262"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2262"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2262"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}