{"id":2603,"date":"2024-01-08T06:24:40","date_gmt":"2024-01-08T05:24:40","guid":{"rendered":"https:\/\/tdhj.org\/de\/?p=2603"},"modified":"2024-01-08T06:24:40","modified_gmt":"2024-01-08T05:24:40","slug":"deutsch-franzoesische-zusammenarbeit-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tdhj.org\/de\/post\/deutsch-franzoesische-zusammenarbeit-geschichte\/","title":{"rendered":"Perspektiven deutsch-franz\u00f6sischer Zusammenarbeit aus historischer Sicht"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><u>Abstract:<\/u><\/strong> Anhand der historischen Entwicklung der deutsch-franz\u00f6sischen Beziehungen werden Chancen, aber auch Probleme einer Zusammenarbeit zwischen beiden L\u00e4ndern dargestellt. Hier stehen weitgehende \u00dcbereinstimmung in den langfristigen Zielen und eine hohe emotionale Konvergenz den \u00e4u\u00dferst ausgepr\u00e4gten strukturellen Differenzen beider L\u00e4nder gegen\u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><u>Problemstellung:<\/u><\/strong> Was muss man bedenken, wenn man Deutschland und Frankreich zu einer engeren strategischen Zusammenarbeit f\u00fchren m\u00f6chte?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><u>Was nun?:<\/u><\/strong> Die hier analysierte Problematik k\u00f6nnte sich bei zuk\u00fcnftigen Entscheidungen in dieser Richtung als hilfreich herausstellen. Man hat dann neben den aktuellen Entscheidungsgrundlagen noch eine \u201eCheckliste\u201c, die Probleme abfangen kann, die sich aus der gemeinsamen Vergangenheit ergeben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2023\/12\/shutterstock_2211098937.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2604\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Source: shutterstock.com\/roibu<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-ein-historischer-problemkomplex\">Ein historischer Problemkomplex<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man kann die deutsch-franz\u00f6sische Geschichte als Problemkomplex verstehen, der sich zwischen seinen beiden Polen, der Existenz Deutschlands und Frankreich, aufspannt. Sie ist ein st\u00e4ndiges Miteinander und Gegeneinander. Die heutigen Nationen Deutschland und Frankreich entstanden im Jahre 840, als das Frankenreich in seine Strukturen zerfiel. Dadurch entwickelten sich Deutschland und Frankreich territorial. Es kam zu&nbsp; einer dynamischen Wechselwirkung unterschiedlicher nationaler Strukturen, aus denen unterschiedliche Interessen folgen, die dann wieder auf die Strukturen r\u00fcckwirken. Es gilt daher nicht nur die Hauptkonfliktlinien nachzuvollziehen, sondern auch die Umst\u00e4nde der Strukturentwicklungen darlegen. Deshalb m\u00fcssen die historischen Erkenntnisse in sehr komprimierter Form wiedergegeben werden.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Die heutigen Nationen Deutschland und Frankreich entstanden im Jahre 840, als das Frankenreich in seine Strukturen zerfiel. Dadurch entwickelten sich Deutschland und Frankreich territorial.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-vorgeschichte\">Vorgeschichte<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-mittelalter\"><em>Mittelalter<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahre 840 verstarb der fr\u00e4nkische Herrscher Ludwig der Fromme, der Sohn Karls des Gro\u00dfen. Nun musste das Frankenreich unter seinen S\u00f6hnen aufgeteilt werden. Heutzutage betrachtet man derlei als extremes Missverst\u00e4ndnis von Staatlichkeit.[2] In der Tat war der Begriff der Staatlichkeit damals nicht ausgepr\u00e4gt. Das Reich galt als eine Art Privatbesitz des Kaisers und musste vererbt werden.[3]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">843 folgte nach dem Vertrag von Verdun die Reichsaufteilung auf seine drei S\u00f6hne. Diesem Vertrag ging ein Krieg zwischen den S\u00f6hnen voraus, Lothar gegen Ludwig und Karl. Beim Betrachten der Karte erkennt man, dass das Gebiet Lotharingen zwischen dem \u00f6stlichen und dem westlichen Reichsteil eingefasst ist, was deutliche politische und strategische Nachteile hatte. In der Tat war es im Jahre 880 verschwunden.[4] Sp\u00e4testens dann lagen die Grundstrukturen Deutschlands und Frankreichs vor. Lotharingen war ein beeindruckendes Konglomerat zuk\u00fcnftiger Konfliktzonen, n\u00e4mlich<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>der Niederlande als Schauplatz des 80-j\u00e4hrigen Krieges;<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>als Schauplatz des fl\u00e4misch-wallonischen Konflikts, also dem heutigen Belgien;<\/li>\n\n\n\n<li>dem Elsass, das mehrfach zwischen Frankreich und Deutschland hin- und herging;<\/li>\n\n\n\n<li>Norditaliens, dem Aufmarschgebiet im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg wie auch in den napoleonischen Kriegen; sowie<\/li>\n\n\n\n<li>Korsikas, Schauplatz einer nicht immer friedlichen Unabh\u00e4ngigkeitsbewegung.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Des Weiteren zeigt sich, dass der \u00f6stliche Teil vom Mittelmeer getrennt ist, was sich auch konflikt\u00e4r ausgewirkt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu behaupten, dass damals schon alle Konflikte angelegt wurden, w\u00e4re trotzdem \u00fcberzeichnet. Es hatte sich jedoch eine Gebietsstruktur manifestiert, die nicht so schnell zur Ruhe kommen sollte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Pic-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2274\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Reichsteilung nach dem Vertrag von Verdun im Jahre 843. Quelle: Wikipedia.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahre 962 nahm Otto I. den Titel des r\u00f6misch-deutschen Kaisers an, 987 nannte sich der&nbsp; westfr\u00e4nkische K\u00f6nig Hugo Carpet K\u00f6nig von Frankreich. Die Teilung des Frankenreichs in Deutschland und Frankreich war damit abgeschlossen. Mitteleuropa nahm langsam seine heutige Form an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Laufe der Jahrhunderte verfestigten sich auch die unterschiedlichen politischen Strukturen. Um das Jahr 1250 betrieb Ludwig IX. die Zentralisierung Frankreichs. Dies betraf Justiz, Steuerwesen und die interne \u00dcberwachung der Beamten. Hier entstand der Kern des franz\u00f6sischen Zentralismus.[5] Deutschland folgte dabei 100 Jahre sp\u00e4ter. Im Jahre 1356 lie\u00df Karl IV. in der Goldenen Bulle die K\u00f6nigswahl neu regeln. Die Rechte der Kurf\u00fcrsten wurden dramatisch gest\u00e4rkt. Die Goldene Bulle ist ein wesentlicher Grund daf\u00fcr, dass sich Deutschland nicht zu einem Zentralstaat entwickelt hat.[6]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Laufe des Mittelalters entwickelten sich keine neuen Hauptkonfliktlinien. Tats\u00e4chlich erscheinen uns die deutsch-franz\u00f6sischen Beziehungen in der R\u00fcckschau eher positiv. Meinungsverschiedenheiten, zum Beispiel \u00fcber die Kreuzz\u00fcge, manifestierten sich in der Regel nicht in milit\u00e4rischen Auseinandersetzungen. Im Gegenteil, es kam bei den Kreuzz\u00fcgen sogar zu milit\u00e4rischer Zusammenarbeit. Im Zweiten Kreuzzug 1147 marschierten Konrad III., Deutscher Kaiser, und Ludwig VII. von Frankreich gemeinsam.[7] In den Dritten Kreuzzug 1190 zogen Friedrich Barbarossa und Philipp II. von Frankreich zusammen.[8] Trotzdem waren beide Kreuzz\u00fcge ein komplettes milit\u00e4risches Fiasko, aus dem Friedrich Barbarossa nicht lebend zur\u00fcckgekehrte. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Tats\u00e4chlich erscheinen uns die deutsch-franz\u00f6sischen Beziehungen in der R\u00fcckschau eher positiv. Meinungsverschiedenheiten, zum Beispiel \u00fcber die Kreuzz\u00fcge, manifestierten sich in der Regel nicht in milit\u00e4rischen Auseinandersetzungen.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber die deutsch-franz\u00f6sischen Beziehungen wurden immer besser. Im Jahr 1378 erfanden der Deutsche Kaiser Karl IV. und der franz\u00f6sische K\u00f6nig Karl V. den Staatsbesuch.[9] Dass bedeutende Herrscher einander besucht h\u00e4tten, hatte es in der Tat noch nicht gegeben. Bisher traf man sich auf einem Kreuzzug oder auf einer Pilgerreise, aber ein Staatsbesuch h\u00e4tte dem k\u00f6niglich-kaiserlichen Selbstverst\u00e4ndnis widersprochen. Der Besucher musste ja die Herrschaft des Besuchten anerkennen. Dieser konnte aber keine Unterwerfung verlangen. Die L\u00f6sung gelang durch das Protokoll, eine geplante Abfolge von Handlungen und Symbolisierungen zur Erreichung der genannten Ziele. Andere europ\u00e4ische Herrscher nahmen die Idee durchaus positiv auf und unternahmen bald auch Staatsbesuche.[10]<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Pic-2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2275\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Weiterentwicklung des Protokolls deutsch-franz\u00f6sischer Gipfeltreffen. Links sitzt der Neffe Karls IV., er hat keinen k\u00f6niglichen Titel, also auch keine blaue Tapete \u00fcber sich. Ein Platz weiter rechts sitzt Karl IV. Zweiter von rechts: der Gastgeber, Karl V. Rechts: Wenzel, der Sohn von Karl IV, bereits rex Romanorum. Im kleineren Bild: Die gezeigte symbolische Handlung soll auf die guten deutsch-franz\u00f6sischen Beziehungen aufmerksam machen. Quellen: Wikipedia und Spiegel-Online.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-fruhe-neuzeit\"><em>Fr\u00fche Neuzeit<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Fr\u00fche Neuzeit war gepr\u00e4gt vom habsburgisch-franz\u00f6sischen Gegensatz. Dieser begann im Jahre 1516, als Karl V. neben seiner Kaisert\u00e4tigkeit in Deutschland auch K\u00f6nig von Spanien wurde. Damit war Frankreich geographisch von den Habsburgern umschlossen. Der habsburgisch-franz\u00f6sische Gegensatz ist gekennzeichnet durch eine explosive Mischung aus hegemonialen und religi\u00f6sen Konflikten, die zwischenzeitlich zu paradoxen Situationen f\u00fchrte. Mit dem Abklingen dieses Gegensatzes sollte sich ein neuer entwickeln: der preu\u00dfisch-franz\u00f6sische Gegensatz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frankreich k\u00e4mpfte als katholisches Land im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg (1618 \u2013 1648) auf der Seite der Protestanten gegen den habsburgischen und katholischen Kaiser.[11] Trotzdem war es nicht so, dass in Frankreich Religion nicht ernst genommen wurde. Frankreich war durchaus in der Vergangenheit gegen religi\u00f6se Abweichler mit Gewalt vorgegangen. Darum ging es Frankreich bei dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg jedoch nicht. Das Brechen der habsburgischen Herrschaft war das erkl\u00e4rte Kriegsziel. Die politisch-milit\u00e4rische F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit auf franz\u00f6sischer Seite war sogar ein Repr\u00e4sentant der katholischen Kirche, n\u00e4mlich Kardinal Richelieu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Krieg war f\u00fcr Frankreich sehr erfolgreich. Im Westf\u00e4lischen Frieden erhielt Frankreich das Elsass[12] und die spanischen Habsburger wurden in der Schlacht von Rocroi vernichtend geschlagen.[13] Der endg\u00fcltige R\u00fcckzug der Habsburger aus Spanien sollte jedoch erst um 1700 erfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ab dem Jahre 1697 kam es zun\u00e4chst zu einer preu\u00dfisch-franz\u00f6sischen Ann\u00e4herungsphase. Es schien, als w\u00fcrden Preu\u00dfen und Frankreich gar Verb\u00fcndete werden.[14] Als jedoch der franz\u00f6sische K\u00f6nig, Ludwig XIV. den calvinistischen Hugenotten ihre religi\u00f6sen Freiheiten nahm,[15] kam Preu\u00dfen zur Hilfe und erlaubte den Hugenotten, nach Preu\u00dfen zu kommen. Die Ann\u00e4herung war damit beendet.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-black-color has-text-color has-medium-font-size is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Als jedoch der franz\u00f6sische K\u00f6nig, Ludwig XIV. den calvinistischen Hugenotten ihre religi\u00f6sen Freiheiten nahm, kam Preu\u00dfen zur Hilfe.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der habsburgisch-franz\u00f6sische Gegensatz lief nun langsam aus. Aufgrund des spanischen Erbfolgekrieges fiel der Spanische Thron an ein Mitglied der franz\u00f6sischen K\u00f6nigsfamilie.[16] Der Hauptgrund f\u00fcr den Konflikt war somit entfallen. Das endg\u00fcltige Ende kam 1756 im Siebenj\u00e4hrigen Krieg.[17] Hier k\u00e4mpften zwei gr\u00f6\u00dfere Allianzen gegeneinander, Preu\u00dfen war in der einen, Frankreich und \u00d6sterreich in der anderen. Der preu\u00dfisch-franz\u00f6sische Gegensatz trat nun offen zu Tage. Dieser Wechsel der Allianzen wurde auch in der Heiratspolitik nachvollzogen. 1770 heiratete die \u00d6sterreicherin Marie-Antoinette den sp\u00e4teren franz\u00f6sischen K\u00f6nig Ludwig XVI.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-franzosische-revolution-und-19-jahrhundert\"><em>Franz\u00f6sische Revolution und 19. Jahrhundert<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Auswirkungen der Franz\u00f6sischen Revolution waren weitreichend und multidimensional.[18] Da w\u00e4re zun\u00e4chst die intellektuelle Dimension, die unter Anderem zur Formulierung der Menschen- und B\u00fcrgerrechte f\u00fchrte und international Vorbildcharakter entwickelte.[19] Dann war die milit\u00e4rische Dimension relevant, und schlie\u00dflich auch die Interpretation aller Ereignisse. Die Revolution selbst wird oftmals als Explosion intellektueller Kreativkr\u00e4fte gesehen, die die Menschheit weit vorangebracht hat, oder aber als eine Explosion von Gewalt und Terror, die Europa an den Rand des Zusammenbruchs brachte. Beides ist nur bedingt richtig, und alle drei Dimensionen wirkten gleicherma\u00dfen strukturbildend. So neigt bis heute das franz\u00f6sische Volk dazu, Unmut \u00fcber Regierungsentscheide in gewaltt\u00e4tigen Demonstrationen zu \u00e4u\u00dfern, die in Deutschland mit Sorge betrachtet werden. Auch in Deutschland kommt es bei Demonstrationen zu gewaltt\u00e4tigen Auseinandersetzungen. Diese werden jedoch in der Regel durch politische Extremisten ausgel\u00f6st, zum Beispiel die G20-Ausschreitungen im Jahre 2017.[20] In Frankreich geht die Gewaltanwendung eher von den b\u00fcrgerlichen Schichten aus.[21] Es besteht Grund zu der Annahme, dass es unterschiedliche Interpretationen der Franz\u00f6sischen Revolution sind, die zu solchen Unterschieden zwischen Deutschland und Frankreich gef\u00fchrt haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das revolution\u00e4re Frankreich erkl\u00e4rte 1790 den Verzicht auf jeglichen Eroberungskrieg. Terminologisch ist Revolutionsexport jedoch kein Eroberungskrieg und so begann Frankreich 1792 mit einer Reihe milit\u00e4rischer Operationen, die es nach Kairo, Mailand, Mainz, Berlin und Moskau f\u00fchren sollte. Der preu\u00dfisch-franz\u00f6sische Gegensatz war auf seinem H\u00f6hepunkt, woran wechselndes Kriegsgl\u00fcck auch nichts \u00e4ndern konnte. In Mainz wurde eine eigene Republik gegr\u00fcndet und auch schon der Anschluss an Frankreich verk\u00fcndet.[22] Hier begann Frankreich mit der Angliederung des Rheinlandes, ein f\u00fcr die Beteiligten schmerzhafter Prozess, der sich noch 140 Jahre hinziehen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahre 1804 kr\u00f6nte sich Napoleon Bonaparte zum Kaiser, was den milit\u00e4rischen Operationen keinen Abbruch tat. 1806 fiel Preu\u00dfen. Napoleon nutzte Preu\u00dfen als Basis f\u00fcr seinen Angriff auf das Zarenreich Russland, scheiterte aber. Preu\u00dfen konnte sich durch die V\u00f6lkerschlacht bei Leipzig 1813 aus dem franz\u00f6sischen Griff befreien. Schlie\u00dflich kam es 1815 zur Schlacht bei Waterloo, bei der Napoleon vernichtend geschlagen wurde. Es folgte eine Zeit relativer Ruhe, jedenfalls was das Miteinander der beiden L\u00e4nder angeht.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Napoleon nutzte Preu\u00dfen als Basis f\u00fcr seinen Angriff auf das Zarenreich Russland, scheiterte aber.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahre 1870 wurde es dann wieder kritisch. Hier verdient der Problemkomplex der Emser Depesche eine n\u00e4here Betrachtung.[23] Frankreich war besorgt, da einem Mitglied der Hohenzollern der spanische K\u00f6nigsthron angeboten wurde. Es handelte sich um den Erbprinzen Leopold aus der Linie Hohenzollern-Sigmaringen. Der franz\u00f6sische Botschafter Benedetti sprach, entgegen aller diplomatischer Gepflogenheiten, am 13.07.1870 den preu\u00dfischen K\u00f6nig Wilhelm I. auf der Kurpromenade in Ems auf das Problem an. Wilhelm konnte den Botschafter beruhigen und informierte Bismarck telegraphisch \u00fcber den Vorfall. Dieses Telegramm war die eigentliche Emser Depesche. Bismarck \u00e4nderte den Text jedoch, als h\u00e4tte sich Wilhelm \u00e4u\u00dferst r\u00fccksichtslos und herablassend gegen\u00fcber dem Botschafter verhalten und ver\u00f6ffentlichte den ge\u00e4nderten Text. Die franz\u00f6sische Presse war entsetzt und beeinflusste die \u00f6ffentliche Meinung, sodass Frankreich am 19.07.1870 Preu\u00dfen den Krieg erkl\u00e4rte, den Preu\u00dfen schlie\u00dflich gewann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 18.01.1871 wurde im Spiegelsaal von Versailles das deutsche Kaiserreich ausgerufen mit Wilhelm I. als Deutscher Kaiser. An diesem Tag geht der preu\u00dfisch-franz\u00f6sische Gegensatz in den deutsch-franz\u00f6sischen Gegensatz \u00fcber, da Preu\u00dfen nunmehr Deutschland dominierte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Pic-3.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2276\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die \u201eEmser Audienz\u201c; Quelle: Wikipedia.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wichtig erscheint die Aufregung in Frankreich \u00fcber die potenzielle Inthronisierung eines Hohenzollern in Spanien, die auch dann noch nicht abklingen wollte, als die Ablehnung der Hohenzollern bereits bekannt war. Frankreich f\u00fchlte sich an die Struktur des habsburgisch-franz\u00f6sischen Gegensatzes erinnert, der eigentlich schon seit 100 Jahren erledigt war. Denn auch hier bestand das Problem, dass Frankreich sozusagen von Deutschland und Spanien eingekeilt war. Es besteht daher auch Grund zu der Annahme, dass es diese Furcht war, die dann den \u00c4rger \u00fcber den Bismarck-Text so gesteigert hat, dass es zum Krieg kam. F\u00fcr eine deutsch-franz\u00f6sische Zusammenarbeit muss also bedacht werden, dass die hier analysierten Hauptkonfliktlinien noch immer im kollektiven Ged\u00e4chtnis gespeichert sind.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-weltkriege\"><em>Weltkriege<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts erreichten die deutsch-franz\u00f6sischen Beziehungen ihren Tiefpunkt. Schlachten mit Hunderttausenden von Toten, ein dem\u00fctigendes Vertragswerk, furchtbarste Kriegsverbrechen an der franz\u00f6sischen Zivilbev\u00f6lkerung und schlimmste \u00f6ffentliche Erniedrigungen waren, unter anderem, die Auswirkungen des Tiefpunktes.[24]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>In der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts erreichten die deutsch-franz\u00f6sischen Beziehungen ihren Tiefpunkt.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass das deutsch-franz\u00f6sische Verh\u00e4ltnis binnen kurzer Zeit wieder repariert werden konnte, grenzt an ein Wunder. Aber es ist durchaus&nbsp; rationalen Erkl\u00e4rungen zug\u00e4nglich, n\u00e4mlich durch die v\u00f6llige Aufl\u00f6sung s\u00e4mtlicher Hauptkonfliktlinien, weitgehende Konvergenz in den langfristigen Zielen und weitsichtige Politiker mit hoher moralischer Integrit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-nachkriegszeit\">Die Nachkriegszeit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der deutsch-franz\u00f6sische Gegensatz endete mit der Niederlage der Achsenm\u00e4chte im Zweiten Weltkrieg. Nat\u00fcrlich bleibt er im kollektiven Ged\u00e4chtnis haften und wirkt dadurch nach. In der Nachkriegszeit ist das Dreiecksverh\u00e4ltnis Deutschland-Frankreich-Vereinigte Staaten von Amerika handlungsentscheidend. Die Rahmenhandlung war der Kalte Krieg. Dadurch entstand ein hochdynamisches Spannungsverh\u00e4ltnis zwischen inneren und \u00e4u\u00dferen Kr\u00e4ften. Das Ziel und auch die wesentliche Problematik beschreibt Zbigniew Brzezi\u0144ski, der meinte, dass die deutsch-amerikanische Verbindung enger sei als die franz\u00f6sisch-amerikanische, was sich als gro\u00dfes Hindernis f\u00fcr die europ\u00e4ische Emanzipation herausgestellt hat.[25] Diese europ\u00e4ische Emanzipation strebte Brzezi\u0144ski durchaus an, und zwar im Interesse der USA.[26] Aber durch das Spannungsverh\u00e4ltnis kamen Deutschland und Frankreich in eine Situation des politisch andauernden Sich-Verfehlens, was strukturell erst mit der deutschen Wiedervereinigung beendet wurde.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-deutsch-franzosisch-amerikanisches-verhaltnis\"><em>Deutsch-franz\u00f6sisch-amerikanisches Verh\u00e4ltnis<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bereits im Jahre 1945 erhielt Frankreich einen st\u00e4ndigen Sitz im Weltsicherheitsrat der Vereinten Nationen.[27] 1948 schlossen Frankreich, Gro\u00dfbritannien und die BeNeLux-Staaten ein Verteidigungsb\u00fcndnis. Auf Frankreichs Wunsch hin wurde Deutschland dabei explizit als potenzieller Gegner genannt.[28] Schlie\u00dflich wurde am 04.04.1949 die NATO gegr\u00fcndet, und es wurden erste Diskrepanzen zwischen Frankreich und den USA augenscheinlich, da Frankreich die amerikanische Dominanz f\u00fcrchtete.[29] Im Zuge dieser Diskrepanzen bewegte sich Frankreich langsam auf Deutschland zu. 1950 scheiterte der franz\u00f6sische Entwurf einer europ\u00e4ischen Verteidigungsgemeinschaft mit deutscher Beteiligung. Hier sollten die Deutschen unter franz\u00f6sischer F\u00fchrung dienen, da wirkliche milit\u00e4rische Gleichberechtigung in Frankreich zu der Zeit nicht durchsetzbar war.[30] Diese Chance europ\u00e4ischer Emanzipation war vertan. Im Jahre 1955 trat Deutschland in die NATO ein, der deutsch-franz\u00f6sische Ann\u00e4herungsprozess war damit vorl\u00e4ufig abgeschlossen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>1950 scheiterte der franz\u00f6sische Entwurf einer europ\u00e4ischen Verteidigungsgemeinschaft mit deutscher Beteiligung.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1960 stieg Frankreich zur Atommacht auf.[31] Die Regierungen von Deutschland und Frankreich, allen voran Charles de Gaulle und Konrad Adenauer, wollten, zw\u00f6lf Jahre nach dem Misserfolg der europ\u00e4ischen Verteidigungsgemeinschaft, nochmal einen Versuch starten. 1962 weilte Adenauer zum Staatsbesuch in Frankreich, und man beschloss weitere Zusammenarbeit. So wurde 1963 der \u00c9lys\u00e9e-Vertrag geschlossen, in dem \u00fcber milit\u00e4rische Zusammenarbeit gesprochen wurde. Aber auch diese Chance zur europ\u00e4ischen Emanzipation wurde vertan, da der Deutsche Bundestag dem Vertrag eine Pr\u00e4ambel vorsetzte, die die guten Beziehungen Deutschlands zu den USA in den Vordergrund r\u00fcckte und den Vertrag damit entwertete.[32]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1966 verlie\u00df Frankreich die milit\u00e4rischen Strukturen der NATO aufgrund von Streitigkeiten mit den USA \u00fcber das Nuklearwaffenarsenal. Erst 2009 kehrte Frankreich wieder als Vollmitglied in die NATO zur\u00fcck.[33] Hier bestand jahrzehntelang die Chance, auf den \u00c9lys\u00e9e-Vertrag zur\u00fcckzukommen, diese Chance wurde aber nicht genutzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die deutsche Wiedervereinigung wurde von Frankreich nach anf\u00e4nglichen Bedenken unterst\u00fctzt.[34] So bestand Frankreich darauf, dass Deutschland die deutsche Ostgrenze anerkennen sollte, was dann auch geschah. Aber wieso verbot der westliche Kontrahent dem \u00f6stlichen Kontrahenten die Ausbreitung nach Osten? Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung ist, dass sich Frankreich an den preu\u00dfisch-franz\u00f6sischen Gegensatz erinnerten. Preu\u00dfen bezog ja seine St\u00e4rke zum gro\u00dfen Teil aus seiner Verwurzelung in Osteuropa. Nachdem Deutschland die Ostgrenze anerkannt hatte, bestanden keine Bedenken mehr. Damit waren die deutsch-franz\u00f6sischen Beziehungen besser als sie es im Jahre 1378, zu Zeiten der ersten Staatsbesuche, waren; ein langer Weg, der sich 600 Jahre hingezogen hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie ist das Verhalten Deutschlands in der Nachkriegszeit zu erkl\u00e4ren? Warum wurde nicht der Schritt von europ\u00e4ischer Einigung zu europ\u00e4ischer Emanzipation vollzogen? Dies ist der speziellen Situation Deutschlands geschuldet. Es war geteilt und befand sich damit an der Frontlinie des Kalten Krieges. Es war auch nicht zum ersten Mal geteilt. Der Ablauf der hier benannten Hauptkonfliktlinien unterwirft Deutschland einer Geschichte des Geteilt-Seins und Geteilt-Werdens, ganz anders als der Geschichtsverlauf aus franz\u00f6sischer Sicht. Es ist also kein Wunder, dass Deutschland diesem Ph\u00e4nomen mehr Gewicht zuma\u00df und immer noch zumisst und dass die europ\u00e4ische Emanzipation hier einfach zur\u00fccktreten musste.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu Beginn bestanden auch keine divergierenden Interessen zwischen Deutschland und den USA, also kein Grund, aufgrund irgendwelcher abstrakter Emanzipation irgendwas zu riskieren. Dass Frankreich die deutsche Wiedervereinigung unterst\u00fctzt hat, war also wichtig. Das vereinigte Deutschland h\u00e4tte sonst kaum einen Grund, sich Frankreich zuzuwenden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-aktuelle-lage\">Aktuelle Lage<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-staatliche-strukturen\"><em>Staatliche Strukturen<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deutschland ist ein f\u00f6deraler Staat, Frankreich eher zentralistisch. Im Jahre 1982 unternahm Frankreich jedoch einen politischen Schritt, der es ein St\u00fcck in Richtung F\u00f6deralismus f\u00fchren sollte. Per Gesetz wurden die Regionen zu echten Gebietsk\u00f6rperschaften erhoben.[35] Das wurde von der Bev\u00f6lkerung sehr positiv aufgenommen. Die Regionen sind jedoch keine vollst\u00e4ndig demokratischen Strukturen wie die deutschen Bundesl\u00e4nder. So konnte 2015 die Anzahl der Regionen durch den franz\u00f6sischen Gesetzgeber deutlich reduziert werden, ohne dass die Regionen zustimmen mussten. Aus deutscher Sicht kann Frankreich also immer noch als zentralistisch betrachtet werden.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Deutschland ist ein f\u00f6deraler Staat, Frankreich eher zentralistisch. Im Jahre 1982 unternahm Frankreich jedoch einen politischen Schritt, der es ein St\u00fcck in Richtung F\u00f6deralismus f\u00fchren sollte.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Pic-4.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2277\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Regionen Frankreichs; Quelle: Wikipedia.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Staatliche Strukturen sind bei einer Zusammenarbeit nat\u00fcrlich angemessen zu ber\u00fccksichtigen. Im Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung (2023) findet sich jedoch das politische Ziel der Deutschen Regierung, dass sich Europa zu einem \u201ef\u00f6deralen europ\u00e4ischen Bundesstaat\u201c entwickeln sollte.[36] Dies w\u00fcrde der franz\u00f6sischen Staatsform widersprechen. Oder ist gemeint, dass die f\u00f6deralen Elemente des europ\u00e4ischen Bundesstaates die alten Nationalstaaten sind und dass diese sich so organisieren k\u00f6nnen, wie sie m\u00f6chten? Der Koalitionsvertrag geht da nicht ins Detail. Diese Ungenauigkeiten k\u00f6nnten sich als konflikt\u00e4r herausstellen, wenn Frankreich dies als Ablehnung seiner Staatsform versteht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Gegensatz F\u00f6deralismus versus Zentralismus spielte in den hier analysierten Hauptkonfliktlinien keine treibende Rolle. Nat\u00fcrlich stand immer ein einheitliches Frankreich einem zersplitterten und fragmentierten Deutschland gegen\u00fcber. Obwohl das den Ablauf der Ereignisse ganz entscheidend mitbestimmte, begr\u00fcndete es die Ereignisse jedoch nicht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-islamismus\"><em>Islamismus<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frankreich hat gro\u00dfe Probleme mit dem Islamismus.[37] Eine der Hauptursachen hierf\u00fcr ist im Algerienkrieg zu suchen.[38] Algerien war aus franz\u00f6sischer Perspektive franz\u00f6sisches Staatsgebiet. Die indigenen Einwohner durften jedoch nicht w\u00e4hlen, waren also keine richtigen Staatsb\u00fcrger. Im Jahre 1954 kam es zum Aufstand, worauf die Franzosen mit Massenerschie\u00dfungen und Folterungen reagierten.[39] Der Algerienkrieg endet 1962 mit dem Frieden von Evian, Algerien wurde unabh\u00e4ngig. Der Algerienkrieg ist einer der Hauptgr\u00fcnde f\u00fcr den Hass, den einige Moslems dem franz\u00f6sischen Staat entgegenbringen und der jederzeit Auswirkungen auf Deutschland haben kann.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-problematik-der-nuklearen-teilhabe\"><em>Problematik der Nuklearen Teilhabe<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz hatte 2022 in der Zeitschrift <em>Foreign Affairs<\/em> die Politik der Nuklearen Teilhabe mit den USA best\u00e4tigt. Dass die USA hier der wesentliche Partner sind, geht aus dem Artikel nicht direkt hervor. Dies wird aber im Kontext deutlich, unter Anderem dadurch, dass Scholz die Nukleare Teilhabe direkt mit der Beschaffung der von den USA produzierten F-35 in Verbindung brachte.[40]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz hatte 2022 in der Zeitschrift Foreign Affairs die Politik der Nuklearen Teilhabe mit den USA best\u00e4tigt.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies ist ein in Deutschland kontrovers diskutiertes Thema. Mangel an Sachkenntnis wirkt hier ebenso kommunikationsst\u00f6rend wie ideologisch motivierte Grundeinstellungen.[41] Die Nukleare Teilhabe wird aber auch im Koalitionsvertrag best\u00e4tigt.[42] Ob die deutschen Interessen nach der Erreichung der Nuklearen Teilhabe saturiert sind, oder ob dann die Inbetriebnahme eigener Nuklearwaffen angestrebt wird, muss sich erst noch zeigen.[43] Dies w\u00fcrde jedenfalls zu den deutschen Bestrebungen passen, einen st\u00e4ndigen Sitz im Weltsicherheitsrat zu erlangen.[44]<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-fazit\">Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus den analysierten Gegebenheiten entlang der Hauptkonfliktlinien ergeben sich die folgenden Einzelpunkte, die bei einer eventuellen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich ber\u00fccksichtigt werden sollten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Pic-5.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2278\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Zu beachtende Punkte innerhalb der deutsch-franz\u00f6sischen Beziehungen; Quelle: Autor.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Hauptkonfliktlinien begr\u00fcnden eine innere und eine \u00e4u\u00dfere Komplexit\u00e4t f\u00fcr eine strategische deutsch-franz\u00f6sische Zusammenarbeit. Hinzu kommt aber die Frage, ob Deutschland und Frankreich das \u00fcberhaupt allein entscheiden k\u00f6nnen. Schlie\u00dflich ist das Dreieck Deutschland-Frankreich-Amerika aktuell strukturbildend. Eine europ\u00e4ische Emanzipation gegen die USA durchzusetzen, ist in niemandes Interesse.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Eine europ\u00e4ische Emanzipation gegen die USA durchzusetzen, ist in niemandes Interesse.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Einbettung eines emanzipierten Europas in eine internationale Sicherheitsarchitektur zum Nutzen aller hingegen schon. Eine europ\u00e4ische Emanzipation darf jedoch von den USA nicht als Affront verstanden werden. Das begr\u00fcndet die \u00e4u\u00dfere Komplexit\u00e4t dieser Fragestellung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-dots\" \/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Harden Ortner; 1983-1989: Studium der Elektrotechnik an der Technischen Universit\u00e4t Berlin; 1989- 1994 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universit\u00e4t Berlin im Bereich der Rechnertechnologie; Seit 1995: Berufliche T\u00e4tigkeit im Bankwesen in den Bereichen: Informationstechnologie, Innenrevision, Risikocontrolling; Seit 2004: Wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Themen Politik, Wirtschaft und Geschichte. Bei den in diesem Artikel vertretenen Ansichten handelt es sich um die des Autors.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-dots\" \/>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[1] Charles de Gaulle an seinen Botschafter in Bonn, Fran\u00e7ois Seydoux in Peter Schunck, <em>Geschichte Frankreichs \u2013 Von Heinrich IV. bis zur Gegenwart<\/em>, (ibidem-Verlag, 2004), 382.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[2] Die antiken Schriften, die einen wesentlich ausgepr\u00e4gteren Begriff von Staatlichkeit vermitteln, waren im Frankenreich durchaus bekannt und Karl der Gro\u00dfe wollte Reichsteilungen durch Erbf\u00e4lle auch verhindern. Aber da Ludwig sein einziger \u00fcberlebender Sohn war, geriet dies in Vergessenheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[3] Johannes Fried, <em>Das Mittelalter<\/em>, (Verlag C.H. Beck, 2008), 60. \u201eDas (Frankenreich) war kein Staat. Es trat den Zeitgenossen nicht als Subjekt . . . entgegen, . . . war kein eigenst\u00e4ndiger Rechtstr\u00e4ger.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[4] Ibid., 102-104.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[5] Ibid., 327-335.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[6] Ibid., 448-455.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[7] Steven Runciman, <em>A History of The Crusades \u2013 II: The Kingdom of Jerusalem<\/em>, (Penguin Classic, 2016 (1952)), 212- 225.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[8] Ibid.,14-15.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[9] Johannes Fried, <em>Das Mittelalter<\/em>, (Verlag C.H. Beck, 2008), 455-459.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[10] Ibid., 459.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[11] Herfried M\u00fcnkler, <em>Der Dreissigj\u00e4hrige Krieg<\/em>, (Rowohlt-Verlag Berlin, 2021).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[12] Ibid., 812.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[13] Ibid., 741-743.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[14] Peter Schunck, <em>Geschichte Frankreichs<\/em>, 62.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[15] Ibid., 63-64.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[16] Ibid., 65-68.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[17] Ibid., 78-81.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[18] Zum Beispiel: Hans-Ulrich Thamer: <em>Die Franz\u00f6sische Revolution<\/em>, (Verlag C. H. Beck, 2009).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[19] Ilya Zarrouk, <em>175 Jahre Deutsche und europ\u00e4ische Revolution. Eine vergleichende Analyse der europ\u00e4ischen Revolutionen zu den arabischen des 20. und 21. Jahrhunderts<\/em>, (The Defence Horizon Journal, 2023), abgerufen November 26, 2023, <a href=\"https:\/\/www.thedefencehorizon.org\/post\/analyse-revolutionen-europa-arabien?lang=de\">https:\/\/www.thedefencehorizon.org\/post\/analyse-revolutionen-europa-arabien?lang=de<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[20] Spiegel online, <em>Mehrere M\u00e4nner wegen G20-Ausschreitungen verurteilt<\/em>, abgerufen Dezember 02, 2023, <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/justiz\/g20-in-hamburg-elbchaussee-randale-fuenf-maenner-verurteilt-a-950b019a-93c8-4ff5-ba50-b2f5d2e5300f\">https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/justiz\/g20-in-hamburg-elbchaussee-randale-fuenf-maenner-verurteilt-a-950b019a-93c8-4ff5-ba50-b2f5d2e5300f<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[21] Neutrale wissenschaftliche Auswertungen sind leider Mangelware, unbeschadet des hohen Erkenntnisinteresses.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[22] Peter Schunck, <em>Geschichte Frankreichs<\/em>, 117-118.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[23] Ibid., 202-205.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[24] J\u00f6rg Requate, <em>Frankreich seit 1945<\/em>, (Vandenhoeck &amp; Ruprecht, 2011), 23-25.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[25] Zbigniew Brzezi\u0144ski: <em>Die einzige Weltmacht<\/em>, (Kopp-Verlag, 2017 (1997)), 59. Es ist die deutsche \u00dcbersetzung von <em>The Grand Chessboard<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[26] Ibid., 77-81.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[27] Ibid., 62.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[28] Ibid., 64.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[29] Ibid., 65.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[30] Ibid., 70-73.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[31] Ibid., 66.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[32] Peter Schunck, <em>Geschichte Frankreichs<\/em>, 403-405.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[33] Ibid., 67-68.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[34] Ibid., 453-456.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[35] Ibid., 440.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[36] <em>Mehr Fortschritt wagen, Koalitionsvertrag 2021-2025 zwischen der Sozialdemokratischen Partei Deutschland (SPD), B\u00fcndnis 90 \/ Die Gr\u00fcnen und den Freien Demokraten (FDP)<\/em>, 2021, Herausgeber, Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), B\u00fcndnis90\/Die Gr\u00fcnen, Freie Demokratische Partei (FDP), abgerufen November 26, 2023,<a href=\"https:\/\/www.spd.de\/fileadmin\/Dokumente\/Koalitionsvertrag\/Koalitionsvertrag_2021-2025.pdf\"> https:\/\/www.spd.de\/fileadmin\/Dokumente\/Koalitionsvertrag\/Koalitionsvertrag_2021-2025.pdf<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[37] Spiegel Online, Deutscher Tourist in Paris bei Messeattacke get\u00f6tet, abgerufen November 26, 2023, <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/paris-ein-toter-und-ein-verletzter-bei-messerattacke-a-2b4f312f-dc29-4216-9b97-e8e6fef34fa4\">https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/paris-ein-toter-und-ein-verletzter-bei-messerattacke-a-2b4f312f-dc29-4216-9b97-e8e6fef34fa4<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[38] J\u00f6rg Requate, <em>Frankreich seit 1945<\/em>, 78-88.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[39] Roger Trinquier, <em>Modern Warfare<\/em> (Praeger Security International).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[40] Olaf Scholz, <em>Die globale Zeitenwende<\/em>, (Foreign Affairs, 2022), abgerufen November 26, 2023,<a href=\"https:\/\/www.foreignaffairs.com\/germany\/die-globale-zeitenwende\"> https:\/\/www.foreignaffairs.com\/germany\/die-globale-zeitenwende<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[41] Severin Pleyer, <em>Der vergessene Anteil der Nuklearen Teilhabe<\/em>, (The Defence Horizon Journal, 2022), abgerufen November 26, 2023, <a href=\"https:\/\/www.thedefencehorizon.org\/post\/der-vergessene-anteil-der-nuklearen-teilhabe-1\">https:\/\/www.thedefencehorizon.org\/post\/der-vergessene-anteil-der-nuklearen-teilhabe-1<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[42] <em>Mehr Fortschritt wagen, Koalitionsvertrag 2021-2025 zwischen der Sozialdemokratischen Partei Deutschland (SPD), B\u00fcndnis 90 \/ Die Gr\u00fcnen und den Freien Demokraten (FDP).<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[43] Donald Abenheim, Carolyn Halladay, <em>Das Tabu, das Undenkbare und das Phantom: Deutschland, Nuklearwaffen, NATO-Resilienz<\/em>, (\u00d6MZ 2\/2022, 2022), 147.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[44] <em>Pressekonferenz von Bundeskanzler Scholz und dem brasilianischen Pr\u00e4sidenten Luiz In\u00e1cio Lula da Silva am 30. Januar 2023 in Brasilia<\/em>, (Bundesregierung, 2023), abgerufen November 26, 2023, <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/suche\/pressekonferenz-von-bundeskanzler-scholz-und-dem-brasilianischen-praesidenten-luiz-in%C3%A1cio-lula-da-silva-am-30-januar-2023-in-brasilia-2161570\">https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/suche\/pressekonferenz-von-bundeskanzler-scholz-und-dem-brasilianischen-praesidenten-luiz-in%C3%A1cio-lula-da-silva-am-30-januar-2023-in-brasilia-2161570<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abstract: Anhand der historischen Entwicklung der deutsch-franz\u00f6sischen Beziehungen werden Chancen, aber auch Probleme einer Zusammenarbeit zwischen beiden L\u00e4ndern dargestellt. Hier stehen weitgehende \u00dcbereinstimmung in den langfristigen Zielen und eine hohe emotionale Konvergenz den \u00e4u\u00dferst ausgepr\u00e4gten strukturellen Differenzen beider L\u00e4nder gegen\u00fcber. 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