{"id":2669,"date":"2024-05-02T06:37:18","date_gmt":"2024-05-02T05:37:18","guid":{"rendered":"https:\/\/tdhj.org\/de\/?p=2669"},"modified":"2024-05-02T06:37:18","modified_gmt":"2024-05-02T05:37:18","slug":"richtfunk-bundesheer-blackout","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tdhj.org\/de\/post\/richtfunk-bundesheer-blackout\/","title":{"rendered":"Stromversorgung von ortsfesten Richtfunkanlagen des \u00d6sterreichischen Bundesheeres bei einem Blackout"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><u>Abstract:<\/u><\/strong> Da die Zuverl\u00e4ssigkeit der Energieversorgung entscheidend f\u00fcr die Aufrechterhaltung kritischer Kommunikationsinfrastrukturen ist, wirft der Gedanke an einen fl\u00e4chendeckenden Stromausfall besorgniserregende Fragen auf. Insbesondere die ortsfesten Richtfunkanlagen des \u00d6sterreichischen Bundesheeres sind hierbei einer der Schl\u00fcsselaspekte, da sie sowohl im Norm- als auch im Notstrombetrieb eine tragende Rolle in der Kommunikationslandschaft des \u00f6sterreichischen Staates einnehmen. Aufgrund der Relevanz dieser Systeme ist es wichtig, die komplexen Herausforderungen sowie die Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit und die Funktionalit\u00e4t w\u00e4hrend eines Blackouts zu beleuchten. Die Untersuchungen richten ihr Augenmerk auch auf den Einsatz erneuerbarer Energien und intelligenter Mikronetze als robuste Alternative zur Sicherstellung der Autarkie des ortsfesten Richtfunknetzes des \u00d6sterreichischen Bundesheeres in Krisenzeiten. Die Integration moderner Energietechnologien in die gegenw\u00e4rtige Infrastruktur k\u00f6nnte einen wegweisenden Schritt hin zu einer resilienteren Zukunft darstellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><u>Problemdarstellung:<\/u><\/strong> Inwiefern kann das Richtfunknetz des \u00d6sterreichischen Bundesheeres bei einem Energieausfall autark weiterbetrieben werden?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><u>Was nun?:<\/u><\/strong> Das \u00d6sterreichische Bundesheer und kooperierende Beh\u00f6rden sollten die Integration von Mikronetzen und erneuerbaren Energien, wie Solar- und Windenergie, ins Richtfunksystem evaluieren. Dies k\u00f6nnte neben der laufenden Umstellung auf Ethernet die Notstromversorgung optimieren und die Systemresilienz bei Blackouts erh\u00f6hen. Sowohl im Normalbetrieb als auch in Krisensituationen w\u00fcrde ein zuverl\u00e4ssigerer und umweltfreundlicherer Betrieb gew\u00e4hrleistet werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/04\/shutterstock_2339059179-1024x479.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2711\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Source: shutterstock.com\/CoreDESIGN<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-richtfunk-und-blackout\">Richtfunk und Blackout<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch Richtfunk erfolgt die \u00dcbertragung von Nachrichten zwischen \u00fcblicherweise zwei geografischen Punkten auf der Erdoberfl\u00e4che, unter Nutzung gerichteter Signalwege. Diese Technologie stellt eine drahtlose Alternative zur herk\u00f6mmlichen Nachrichten\u00fcbertragung mittels Leitungen dar und wird aufgrund der daraus resultierenden Wirtschaftlichkeit bevorzugt. Frequenzb\u00e4nder in s\u00e4mtlichen Wellenbereichen oberhalb und inklusive der Kurzwellen sind dem Richtfunk vorbehalten. Die Reichweite und \u00dcbertragungskapazit\u00e4t von Richtfunkverbindungen sind abh\u00e4ngig von den Ausbreitungseigenschaften der Atmosph\u00e4re in verschiedenen Wellenl\u00e4ngenbereichen.[1]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Durch Richtfunk erfolgt die \u00dcbertragung von Nachrichten zwischen \u00fcblicherweise zwei geografischen Punkten auf der Erdoberfl\u00e4che, unter Nutzung gerichteter Signalwege.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Problemstellungen, die beim Eintritt eines Blackouts vorliegen, sind vielf\u00e4ltig. Einerseits gibt es Richtfunkstationen, die in extrem ausgesetzten Lagen positioniert sind, andererseits ist das \u00d6sterreichische Bundesheer an gewissen Standorten, auch in milit\u00e4rischen Liegenschaften, von externen Betreibern abh\u00e4ngig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei kommen einige Fragen auf: Wie ist das Richtfunknetz netztopologisch aufgebaut und f\u00fchren Ausf\u00e4lle einzelner Sende- und Empfangsstationen zum Zusammenbruch des gesamten Systems? Inwiefern kann das Richtfunknetz bei einem Energieausfall autonom weiterbetrieben werden? Wie werden die hochalpinen Stationen betreut? Treten Probleme hinsichtlich der Verschl\u00fcsselung auf? Bleibt auf allen milit\u00e4rischen Ebenen eine l\u00fcckenlose Verbindung aufrecht? Welchen Einfluss h\u00e4tte der Einsatz erneuerbarer Technologien und intelligenter Netzsteuerung auf die Blackout-Resilienz der Richtfunkanlagen? Erg\u00e4nzend stellt sich auch die Frage, ob das beim \u00d6sterreichischen Bundesheer verwendete System noch zeitgem\u00e4\u00df ist oder ob Anpassungen an den aktuellen Stand der Technik vorgenommen werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-blackouts\">Blackouts<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-der-begriff\"><em>Der Begriff<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Begriff Blackout bezeichnet einen pl\u00f6tzlich eintretenden, l\u00e4nger andauernden Ausfall der Versorgung mit elektrischer Energie. Dies f\u00fchrt aufgrund der Abh\u00e4ngigkeit vieler Systeme von Elektrizit\u00e4t zum Ausfall von f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung wesentlicher Infrastruktur.[2]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Blackout tritt je nach Ursache \u00fcberregional ein und kann unter Umst\u00e4nden sogar mehrere Staaten gleichzeitig betreffen. Der Begriff wird f\u00e4lschlicherweise oft im Zuge kleinr\u00e4umiger St\u00f6rungen verwendet, bei denen lediglich lokale Gebiete f\u00fcr wenige Stunden von einem Ausfall der elektrischen Energie betroffen sind. Dies wird als Stromausfall bezeichnet und f\u00fchrt zu keinen l\u00e4ngerfristigen Konsequenzen f\u00fcr die Zivilbev\u00f6lkerung.[3]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Begriff \u201e\u00fcberregional\u201c bedeutet in diesem Zusammenhang, dass nicht nur klar abgrenzbare Gebiete, wie beispielsweise ein politischer Bezirk oder ein Bundesland, von einem Stromausfall betroffen sind, sondern die Stromversorgung mehrerer Regionen, Bundesl\u00e4nder oder Staaten ausgefallen ist. Dies ergibt sich aufgrund der Struktur des Stromnetzes. F\u00fcr die zeitliche Differenzierung ist ein Ausfall der elektrischen Energie ab 12 Stunden als Blackout einzustufen.[4]<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-ursachen-und-folgen\"><em>Ursachen und Folgen<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt zahlreiche Ursachen, die ein Blackout zur Folge haben k\u00f6nnen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Stabilit\u00e4tsschwankungen in den europ\u00e4ischen Netzen;<\/li>\n\n\n\n<li>&nbsp;Zu hohe Auslastung, Schaltfehler in Umspannwerken oder \u00dcberspannungen in den Stromnetzen, ausgel\u00f6st durch menschliches Versagen oder h\u00f6here Gewalt (Sonnenst\u00fcrme, Blitzschl\u00e4ge);<\/li>\n\n\n\n<li>Niederschl\u00e4ge in Form von \u00dcberflutungen oder ergiebigem Schneefall sowie lang andauernde Hitze- oder K\u00e4ltewellen, welche zu Elementarereignissen (Lawinenabg\u00e4nge, Vermurungen, Felsst\u00fcrze oder Erdbeben) f\u00fchren; oder auch<\/li>\n\n\n\n<li>Kriminell motivierte Sabotageakte und Anschl\u00e4ge auf kritische Infrastruktur.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jeder der genannten Ausl\u00f6ser kann \u00fcberregionale Zusammenbr\u00fcche der elektrischen Energieversorgung zur Folge haben.[5]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist zu erwarten, dass gro\u00dffl\u00e4chige Ausf\u00e4lle des Stromnetzes h\u00e4ufiger werden, weil sowohl kriminell als auch staatlich motivierte Sabotageakte, sowie die oben aufgez\u00e4hlten, klimabedingten Extremwetterereignisse mit erh\u00f6hter Wahrscheinlichkeit eintreten k\u00f6nnen.[6] Konflikte und Kriege auf europ\u00e4ischem Boden erh\u00f6hen ebenfalls die Wahrscheinlichkeit des Versagens von Teilen des Stromnetzes, da der Einsatz von Waffensystemen und Technologien, die f\u00fcr die Zerst\u00f6rung kritischer Infrastruktur vorgesehen oder geeignet sind, nicht ausgeschlossen werden k\u00f6nnen.[7]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Es ist zu erwarten, dass gro\u00dffl\u00e4chige Ausf\u00e4lle des Stromnetzes h\u00e4ufiger werden, weil sowohl kriminell als auch staatlich motivierte Sabotageakte, sowie die oben aufgez\u00e4hlten, klimabedingten Extremwetterereignisse mit erh\u00f6hter Wahrscheinlichkeit eintreten k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stromverbrauch ist wetterabh\u00e4ngig. Die laufend steigende Anzahl von Hitzewellen f\u00fchrt zu vermehrtem Einsatz von Klimatisierungs- und K\u00fchlger\u00e4ten. In den unter \u201eBlackout-Vorf\u00e4lle in Europa\u201c angef\u00fchrten Beispielen wird ersichtlich, dass dies fatale Auswirkungen auf ein Stromnetz haben kann.[8] Auch die interne St\u00f6ranf\u00e4lligkeit nimmt immer weiter zu, da aufgrund steigender Auslastung und fortschreitender Digitalisierung die Stromnetze immer komplexer werden.[9]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nahezu s\u00e4mtliche Infrastruktur, die heutzutage von Menschen genutzt wird, ist auf eine l\u00fcckenlose Stromversorgung angewiesen. Wie tief die Energieversorgung mittlerweile in unserem allt\u00e4glichen Leben verwurzelt ist, wird dem Gro\u00dfteil der Gesellschaft erst bewusst, wenn die Versorgung mit Strom nur mehr eine eingeschr\u00e4nkte Funktionalit\u00e4t aufweist.[10]<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-blackout-vorfalle-in-europa\"><em>Blackout-Vorf\u00e4lle in Europa<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Eintritt eines Blackouts ist keineswegs unwahrscheinlich, sondern eine reale, ernstzunehmende Bedrohung einer modernen Gesellschaft. Am 28.09.2003 kam es in Norditalien aufgrund zu hoher elektrischer Eingangswerte, die aus der Schweiz importiert wurden, zu einer Unterbrechung der \u00dcbertragung des Stromes. Folge war ein europaweiter, mehrst\u00fcndiger Ausfall des \u00dcbertragungsnetzes. Rund 55 Millionen Menschen verf\u00fcgten f\u00fcr 18 Stunden \u00fcber keinerlei Elektrizit\u00e4t.[11]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Hitzewelle, welche einen hohen Stromverbrauch durch die Klimaanlagen zur Folge hatte, kombiniert mit falschem Management von Hochspannungsleitungen, f\u00fchrte am 12.07.2004 zu einem Zusammenbruch der Spannung f\u00fcr mehrere Stunden. Betroffen waren sieben Millionen Menschen des Ballungsraumes Athen.[12]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Region M\u00fcnsterland in Deutschland hatte im Jahr 2005 ein Sturmtief, das zu starker Eisbildung f\u00fchrte und in weiterer Folge Hochspannungsleitungen besch\u00e4digte, zur Folge, dass bis zu 250.000 Menschen f\u00fcr 4 Tage ohne Strom leben mussten.[13] Am 16.06.2019 wurde im Rahmen von Bauarbeiten in Deutschland ein 110-kV-Kabel durchtrennt. Das technische Gebrechen f\u00fchrte f\u00fcr 24 Stunden zu einem gro\u00dffl\u00e4chigen Stromausfall. Wie viele Personen oder Haushalte von dem Ausfall betroffen waren, ist unbekannt.[14]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em> Am 16.06.2019 wurde im Rahmen von Bauarbeiten in Deutschland ein 110-kV-Kabel durchtrennt. Das technische Gebrechen f\u00fchrte f\u00fcr 24 Stunden zu einem gro\u00dffl\u00e4chigen Stromausfall.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00d6sterreich blieb von solchen gro\u00dffl\u00e4chigen Ereignissen, die nicht innerhalb k\u00fcrzester Zeit wieder behoben werden konnten, bisher verschont. Im untersuchten Zeitraum der letzten 20 Jahre gab es keine Vorf\u00e4lle, die der Definition eines Blackouts gerecht werden.[15] Die Stromversorgung in \u00d6sterreich gilt als sehr zuverl\u00e4ssig. Die durchschnittliche Ausfallsdauer in Minuten pro Jahr ist seit 2005 tendenziell sogar gesunken. \u00d6sterreich liegt im j\u00e4hrlichen Vergleich regelm\u00e4\u00dfig im oberen F\u00fcnftel der europ\u00e4ischen L\u00e4nder mit einer der zuverl\u00e4ssigsten Stromversorgungen.[16]<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-folgerungen-fur-das-militar\"><em>Folgerungen f\u00fcr das Milit\u00e4r<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die umfangreichen Folgen eines Blackouts stellen die Beh\u00f6rden sowie s\u00e4mtliche Einsatzorganisationen und Exekutivorgane vor viele Herausforderungen. Grundbaustein einer Einsatzf\u00fchrung des Milit\u00e4rs ist eine autark funktionierende und unabh\u00e4ngige Kommunikation. Diese wird beim \u00d6sterreichischen Bundesheer mit der \u201e<em>Integrierten Fernmeldeinfrastruktur (IFMIN)<\/em>\u201c[17] umgesetzt, gliedert sich in einen mobilen, einen verlegbaren und einen ortsfesten Anteil und deckt dadurch das gesamte Bundesgebiet ab.[18] Einen Teilaspekt bildet in diesem System der ortsfeste Richtfunk.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-richtfunktechnik\">Richtfunktechnik<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Einsatz von Richtfunktechnik werden, \u00fcblicherweise zwischen zwei Standorten, Nachrichten \u00fcbermittelt. Dadurch, dass die eingesetzten Antennen senden und empfangen k\u00f6nnen, ist eine \u00dcbermittlung in beide Richtungen m\u00f6glich. Dabei handelt es sich um einen bidirektionalen Betrieb, da die Antennen an beiden Stationen als Sende- sowie auch als Empfangsantenne fungieren. Somit l\u00e4sst sich die Verbindung von A nach B vollkommen getrennt von der Verbindung von B nach A skizzieren. Daraus folgend kann eine bidirektionale Streckenverbindung in zwei unidirektionale Richtfunkstrecken segregiert werden.[19]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-medium-font-size is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Beim Einsatz von Richtfunktechnik werden, \u00fcblicherweise zwischen zwei Standorten, Nachrichten \u00fcbermittelt.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Veranschaulichung wird das komplette System vereinfacht betrachtet und Station A als Sendestation und Standpunkt B als Empfangsstelle definiert. Der Sender von A regt eine elektromagnetische Welle mit einer bestimmten Leistung, welche auch Sendeleistung genannt wird, an und leitet sie an die Antenne weiter. Nach Umwandlung in eine Freiraumwelle, welche sich auf der Verbindungsstrecke zwischen den zwei Stationen ausbreiten kann, jedoch mit zunehmend zur\u00fcckgelegter Strecke an Strahlungsdichte verliert, wird diese Welle von der Empfangsantenne der Richtfunkstelle B aufgenommen.[20]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der Wegstrecke erf\u00e4hrt die Welle noch etwaige D\u00e4mpfungen, die von Witterung und Partikeln in der umgebenden Atmosph\u00e4re herbeigef\u00fchrt werden. Die dabei resultierende Pfadd\u00e4mpfung darf einen bestimmten Grenzwert nicht \u00fcbersteigen, um von der Empfangsstelle noch als fehlerfreies Signal aufgenommen werden zu k\u00f6nnen.[21] Im Vergleich zur leitungsgebundenen \u00dcbertragung stellt der Richtfunk eine wirtschaftlichere Alternative dar, weil auf die Verkabelung der \u00dcbertragungsstrecken g\u00e4nzlich verzichtet werden kann.[22]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr den Richtfunk reservierte Frequenzb\u00e4nder liegen im Wellenbereich der Kurzwelle (3 MHz bis 30 MHz, was einer daraus resultierenden Wellenl\u00e4nge von 10 m bis 100 m entspricht) und in allen Wellenbereichen oberhalb der Kurzwelle. Sowohl die m\u00f6gliche Reichweite als auch die \u00dcbertragungskapazit\u00e4ten h\u00e4ngen stark vom gew\u00e4hlten Frequenzbereich ab, da die verschieden langen Wellen unterschiedliche Ausbreitungseigenschaften in der Atmosph\u00e4re aufweisen.[23]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die stark b\u00fcndelnden Antennen sollen neben den verminderten \u00dcbertragungsverlusten auch die St\u00f6rung von Diensten in anderen Frequenzbereichen herabsetzen. Im Umkehrschluss werden damit auch beim Empfangen weniger St\u00f6rstrahlungen aufgenommen.[24]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Richtfunkantennen werden immer mit einer optischen Sichtverbindung installiert. Aus diesem Grund sind sie h\u00e4ufig auf T\u00fcrmen oder Berggipfeln angebracht. Auch wenn aufgrund einer optimalen Positionierung gro\u00dfe Distanzen mit direkter Sichtverbindung ohne St\u00f6robjekte m\u00f6glich w\u00e4ren, werden \u00dcbertragungsstrecken von \u00fcber 50 Kilometern vermieden, um die Sendeleistung, welche im Bereich von 100 mW bis 10 W liegen kann, minimal zu halten, ohne jedoch Verluste in Kauf nehmen zu m\u00fcssen.[25]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-medium-font-size is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Richtfunkantennen werden immer mit einer optischen Sichtverbindung installiert. Aus diesem Grund sind sie h\u00e4ufig auf T\u00fcrmen oder Berggipfeln angebracht.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die simultane \u00dcbertragung von mehreren Sprachkan\u00e4len erfolgt durch die Nutzung von Frequenzen im Ultrahochfrequenzbereich, welche Wellenl\u00e4ngen von 10 cm bis 1 m und einen Frequenzbereich von 300 MHz bis 3 GHz aufweisen. Damit k\u00f6nnen Stationen, die im Sichtbereich liegen, gute \u00dcbertragungsergebnisse erzielen. M\u00fcssen mehrere Funkstrecken hintereinander zur\u00fcckgelegt werden, kommen Relaisstationen zum Einsatz, um das ankommende Signal vor dem Weitersenden zu verst\u00e4rken. Auf diese Weise kann auf Gesamtstrecken von mehreren Hundert Kilometern problemlos gesendet werden.[26] Um benachbarte Frequenzkan\u00e4le eindeutig unterscheiden zu k\u00f6nnen, finden zueinander senkrechte Polarisationen Anwendung, was so viel bedeutet, als dass die Schwingungsrichtungen der sich ausbreitenden Wellen in einem Winkel von 90\u00b0 liegen.[27]<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-antennen-in-der-richtfunktechnik\">Antennen in der Richtfunktechnik<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Parabolantennen stellen jene Antennengruppe dar, welche am h\u00e4ufigsten in der Richtfunktechnik zum Einsatz kommen. Sogenannte Richtantennen haben den Vorteil, dass die ausgesendete Strahlungsdichte stark geb\u00fcndelt und in eine genaue Raumrichtung ausgestrahlt wird. Als zus\u00e4tzlicher positiver Effekt neben der gezielten Richtung der Strahlung kommt hinzu, dass die m\u00f6gliche Reichweite erh\u00f6ht wird. \u00dcbliche \u00d6ffnungswinkel des Strahls sind 2\u00b0 bis 8\u00b0, was jedoch eine genaue Ausrichtung auf die gegen\u00fcberliegende Sende- beziehungsweise Empfangsstation erfordert. Eine stabile Fixierung ist notwendig, um bei Witterungseinfl\u00fcssen wie starkem Wind, Regen oder Schneefall eine Verschiebung der Antenne und damit eine m\u00f6gliche Verbindungsunterbrechung zu verhindern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch eine optimale Sichtverbindung zwischen den beiden Antennen an den Endpunkten garantiert keine Verbindung. Sollten sich St\u00f6robjekte in der Fresnelzone befinden, kann es zu einer fehlerhaften \u2013 oder im schlechtesten Fall zu gar keiner \u2013 \u00dcbertragung kommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Fresnelzone wird durch ein Rotationsellipsoid beschrieben, wobei der Radius dieser fiktiven Zone in einer bestimmten Ebene zwischen den beiden Antennen von der verwendeten Frequenz, der Gesamtentfernung zwischen den beiden Stationen und den jeweiligen Distanzen von der Ebene zu den einzelnen Sende- oder Empfangseinrichtungen abh\u00e4ngt. Den gr\u00f6\u00dften Durchmesser erreicht die Fresnelzone bei der H\u00e4lfte der \u00dcbertragungsstrecke. Sollten Gegenst\u00e4nde oder Objekte in dieses gedachte Rotationsellipsoid hineinragen, unterliegt das \u00fcbertragene Signal einer D\u00e4mpfung. Bereits bei halber Abdeckung der Fresnelzone verringert sich die Leistung um das Vierfache. Hohe Frequenzen, die dementsprechend kurze Wellenl\u00e4ngen besitzen, f\u00fchren zu einer kleinen Fresnelzone. Im Umkehrschluss wird durch niedrige Frequenzen mit gro\u00dfen Wellenl\u00e4ngen die Fresnelzone gr\u00f6\u00dfer. Daher kann bei einer zu tief gew\u00e4hlten Frequenz der Boden bereits in das gedachte Rotationsellipsoid hineinragen, wenn die Antenne nicht ausreichend hoch montiert wird. Beispielhaft kann eine Bluetooth-\u00dcbertragung bei 2,4 GHz \u00fcber eine Strecke von 100 m herangezogen werden. Bei dieser Konstellation m\u00fcsste die Antenne bereits 10 m \u00fcber dem Untergrund montiert sein, um eine st\u00f6rungsfreie \u00dcbertragung garantieren zu k\u00f6nnen.[28]<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-ortsfester-richtfunk-beim-osterreichischen-bundesheer\">Ortsfester Richtfunk beim \u00d6sterreichischen Bundesheer<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das weitverzweigte ortsfeste Richtfunknetz des \u00d6sterreichischen Bundesheeres verf\u00fcgt \u00fcber 60 Stationen, welche sich auf weite Teile des Bundesgebietes aufteilen. 30 dieser Standorte befinden sich direkt in milit\u00e4rischen Liegenschaften, die 30 \u00fcbrigen Stationen sind im freien Gel\u00e4nde angesiedelt. Der Hauptring dieser Anordnung verl\u00e4uft in einer gro\u00dfen, liegenden Acht, wobei Wien den zentralen Punkt bildet. Der westseitige Ring verl\u00e4uft von Wien \u00fcber den Gro\u00dfraum Linz, weiter nach St. Johann im Pongau, verlaufend \u00fcber die Tauern bis nach Graz, von dort aus Richtung Norden in den Raum Wiener Neustadt und zur\u00fcck bis nach Wien. Der nord\u00f6stliche Teil verl\u00e4uft von Wien in den Osten, weiter Richtung Norden auf das Steinmandl in den Leiser Bergen, von dort \u00fcber den Gro\u00dfraum Allentsteig und gliedert sich wieder in die Nordspange des Westrings ein.[29]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-medium-font-size is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Das weitverzweigte ortsfeste Richtfunknetz des \u00d6sterreichischen Bundesheeres verf\u00fcgt \u00fcber 60 Stationen, welche sich auf weite Teile des Bundesgebietes aufteilen.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Ring wird durch eine sogenannte Mittelstrecke, welche St. P\u00f6lten \u00fcber Zeltweg mit dem Tauernraum verbindet, erweitert. Erg\u00e4nzend zur bestehenden Vernetzung liegt eine Stichleitung von St. Johann im Pongau nach Innsbruck vor, da es in diesem Raum die gebirgige Topologie nicht zul\u00e4sst, eine eigene Ringleitung einzurichten. In diesem Gebiet wird, sofern erforderlich, jedoch mit verlegbaren Richtfunksystemen gearbeitet.[30]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ausgenommen den Stich nach Innsbruck f\u00fchrt die Anordnung der Richtfunkstationen zu einer Redundanz, da bei Ausfall einer Station aufgrund der ringf\u00f6rmigen Anordnung \u00fcber die jeweils andere Richtung jede Station erreicht werden kann. Trotz des dichten Ausbaus des ortsfesten Richtfunknetzes des \u00d6sterreichischen Bundesheeres gibt es beim Eintritt eines Blackouts Richtfunkstationen, auch solche in milit\u00e4rischen Liegenschaften, welche nicht weiterbetrieben werden k\u00f6nnen, da die Betreuung dieser von externen Betreibern durchgef\u00fchrt wird und sie nicht mit einer Notstromversorgung ausger\u00fcstet sind. [31]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das aktuell verwendete System unterliegt gerade einer technischen Umstrukturierung. Dabei werden die bestehenden Stationen, welche mit der klassischen Richtfunktechnik arbeiten, sukzessive auf neuere Modelle, welche ein Ethernet-Netzwerk darstellen, ausgetauscht. Dabei werden die vorliegenden Router direkt an das Netz angebunden.[32]<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-notstromversorgung-der-ortsfesten-richtfunkanlagen-des-osterreichischen-bundesheeres\">Notstromversorgung der ortsfesten Richtfunkanlagen des \u00d6sterreichischen Bundesheeres<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-betrieb-der-richtfunksysteme\"><em>Betrieb der Richtfunksysteme<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die einzelnen Stationen verf\u00fcgen bis auf wenige Ausnahmef\u00e4lle \u00fcber eine Notstromversorgung, die durch Aggregatbetrieb sichergestellt wird. Es existieren aktuell noch wenige Sende- und Empfangselemente, die lediglich eine Einspeisevorrichtung vorweisen und kein eigenes Aggregat besitzen. Diese Verbindungsl\u00fccken werden derzeit aber mit einer Aufr\u00fcstung der Systeme geschlossen.[33]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jedes einzelne Notstromaggregat wird st\u00e4ndig fern\u00fcberwacht und startet bei einem Ausfall der elektrischen Energieversorgung automatisch. Der Operator der Betriebsf\u00fchrung erh\u00e4lt \u00fcber sein Gefahrenmelde- und Fernwirksystem sofort die Information, dass sich die vom Stromausfall betroffenen Stationen nun im Aggregatbetrieb befinden. Der \u00dcbergang erfolgt nahtlos und f\u00fchrt zu keinem auch nur kurzzeitigen Ausfall. [34]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-medium-font-size is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Jedes einzelne Notstromaggregat wird st\u00e4ndig fern\u00fcberwacht und startet bei einem Ausfall der elektrischen Energieversorgung automatisch.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alle technisch relevanten Parameter in Bezug auf die Notstromversorgung sowie die Tankf\u00fcllst\u00e4nde der Aggregate sind f\u00fcr die Fern\u00fcberwachung jederzeit ersichtlich. Die Aggregate k\u00f6nnen f\u00fcr 72 Stunden betrieben werden, sp\u00e4testens dann muss eine Nachbetankung erfolgen. Diese ist auch f\u00fcr die hochalpin gelegenen Standorte sichergestellt. [35]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angesprochene ausgesetzte Richtfunkstationen erhalten ihre Anschlussversorgung durch Lufttransporte, welche von der Luftunterst\u00fctzung des \u00d6sterreichischen Bundesheeres bereitgestellt werden. Nicht alle dieser hochalpinen Stationen sind im direkten Besitz des Bundesministeriums f\u00fcr Landesverteidigung. Die verbleibenden geh\u00f6ren entweder dem Telekommunikationsanbieter A1 Telekom Austria AG oder der \u00d6sterreichischen Rundfunksender GmbH &amp; Co KG und sind durch das \u00d6sterreichische Bundesheer lediglich angemietet. Diese zivilen Antennenstandpl\u00e4tze sind grunds\u00e4tzlich in die Notstromversorgung der jeweiligen Anbieter eingebunden, funktionieren aber, bis auf wenige Ausnahmen, deckungsgleich f\u00fcr 72 Stunden autark bis zur ersten Nachbetankung. In derzeit laufenden Projekten wird eine heeresinterne Treibstoffversorgung der angemieteten Standorte durch die Luftunterst\u00fctzung erprobt. Solange die Anschlussversorgung aufrechterhalten wird, k\u00f6nnen alle Richtfunksysteme ohne Einschr\u00e4nkungen in vollem Umfang betrieben werden.[36]<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-verschlusselung-des-datenverkehrs-bei-blackout\"><em>Verschl\u00fcsselung des Datenverkehrs bei Blackout<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Stromausfall hat weder Auswirkungen auf die momentane Verschl\u00fcsselung der Richtfunkstationen noch auf die periodischen Schl\u00fcsselwechsel der Systeme. Grund daf\u00fcr ist ein Notstrompuffer, der einen durchgehenden Betrieb aller f\u00fcr die Verschl\u00fcsselung notwendigen Ger\u00e4te gew\u00e4hrleistet.[37]<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-nutzung-der-bandbreite\"><em>Nutzung der Bandbreite<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der ortsfeste Richtfunk des \u00d6sterreichischen Bundesheeres wird im Friedens- wie auch im Kriegsfall mit einer einzigen Ausnahme rein milit\u00e4risch genutzt. Es bestehen Querverbindungen zum Bundesministerium f\u00fcr Inneres. Erprobt wird derzeit auch eine gemeinsame Nutzung der Bandbreite des ortsfesten Richtfunks mit den Einsatzorganisationen des Landes Nieder\u00f6sterreich.[38]<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-uberwachung-und-instandsetzung-der-ortsfesten-richtfunkanlagen-des-osterreichischen-bundesheeres-bei-einem-blackout\"><em>\u00dcberwachung und Instandsetzung der ortsfesten Richtfunkanlagen des \u00d6sterreichischen Bundesheeres bei einem Blackout<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um einen m\u00f6glichst hohen Autarkiegrad des Richtfunks gew\u00e4hrleisten zu k\u00f6nnen, setzt das \u00d6sterreichische Bundesheer sowohl in der Betriebsf\u00fchrung als auch in der Technik und Logistik auf heeresinternes Personal. Die Betriebsf\u00fchrung gliedert sich in das Operating und mehrere Support-Ebenen. Die Operatoren sind f\u00fcr die Steuerung des Netzwerkes, das Monitoring und f\u00fcr die Fehlererkennung verantwortlich. Sollten Fehler nicht durch den betriebsinternen Support behoben werden k\u00f6nnen, so sind Regelungen und Vertr\u00e4ge mit den jeweiligen Unternehmen vorhanden. Diese decken auch Krisen- und Katastrophenf\u00e4lle ab. Die proaktive Betriebsf\u00fchrung \u00fcberwacht und steuert den ortsfesten Richtfunk, kann Fehler fr\u00fchzeitig erkennen, beheben und pr\u00e4ventive Ma\u00dfnahmen einleiten, damit es zu keinen Ausf\u00e4llen kommt. Bei technischem Versagen stehen Instandsetzungskr\u00e4fte des \u00d6sterreichischen Bundesheeres zur Verf\u00fcgung.[39]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-medium-font-size is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Um einen m\u00f6glichst hohen Autarkiegrad des Richtfunks gew\u00e4hrleisten zu k\u00f6nnen, setzt das \u00d6sterreichische Bundesheer sowohl in der Betriebsf\u00fchrung als auch in der Technik und Logistik auf heeresinternes Personal.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-mikronetze-durch-den-einsatz-erneuerbarer-technologien\">Mikronetze durch den Einsatz erneuerbarer Technologien<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Mikronetz ist ein System, bei dem v\u00f6llige Energieautonomie durch einen Betrieb im Inselmodus angestrebt wird. Gew\u00e4hrleistet wird dies durch eine Trennung vom Verteilernetz, die allerdings nur erfolgt, wenn es notwendig ist, die Stromqualit\u00e4t im Falle eines Ausfalls des Zentralnetzes zu erhalten. Eine Nutzung von Photovoltaik- und Windenergie ist hier im Zusammenhang mit den ortsfesten Richtfunkanlagen des \u00d6sterreichischen Bundesheeres besonders naheliegend, da sich diese Technologien auch an ausgesetzten H\u00f6henstandorten realisieren lassen.[40]<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-photovoltaik-technologie\"><em>Photovoltaik-Technologie<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch Photovoltaik-Technologie wird solare Strahlung direkt in elektrische Energie in Form von Gleichstrom umgewandelt. \u00dcber einen Wechselrichter erfolgt die Umwandlung in Wechselstrom, damit dieser ins Stromnetz eingespeist werden kann. Photovoltaik-Module bestehen aus mehreren miteinander verbundenen Photovoltaik-Zellen. Technologisch wird hier zwischen kristallinem Silizium, D\u00fcnnschichttechnik und konzentrierter Photovoltaik differenziert.[41]<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-windenergie\"><em>Windenergie<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Windkraftanlagen machen die Bewegungsenergie, die in Luftmassen enthalten ist, technisch nutzbar. Moderne Windenergiekonverter entziehen dem Wind die Energie mittels Rotoren. Die entzogene Leistung f\u00fchrt zu einer Drehbewegung des Rotors und wird an der Rotorwelle in mechanische Energie umgewandelt. Diese kann als Moment abgegriffen und einem Generator zur Bereitstellung elektrischer Energie \u00fcbergeben werden.[42]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcblich sind eigenst\u00e4ndige Systeme zur Versorgung kleinerer Gemeinden. Da Wind eine intermittierende Energiequelle ist, sind Hybridanlagen mit Unterst\u00fctzung durch Dieselgeneratoren oder Photovoltaikpaneele auch in abgelegenen Gebieten beliebt.[43]<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-einsatz-von-mikronetzen-zur-steigerung-der-blackout-resilienz\"><em>Einsatz von Mikronetzen zur Steigerung der Blackout-Resilienz<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein widerstandf\u00e4higes Mikronetz ist ein kleines bis mittelgro\u00dfes autonomes Energieversorgungssystem, das aus intelligenten Z\u00e4hlern und Sensoren, automatisierten Steuerungen und fortschrittlicher Software besteht. Das Netz verwendet Echtzeitdaten zur Erkennung und Isolierung von Fehlern, indem der Energiefluss st\u00e4ndig neu konfiguriert wird. Dadurch werden negative Auswirkungen auf den Endverbraucher minimiert und die Selbstheilungsf\u00e4higkeit des Systems erheblich gesteigert.[44]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-medium-font-size is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Ein widerstandf\u00e4higes Mikronetz ist ein kleines bis mittelgro\u00dfes autonomes Energieversorgungssystem, das aus intelligenten Z\u00e4hlern und Sensoren, automatisierten Steuerungen und fortschrittlicher Software besteht.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein weiteres Merkmal eines Mikronetzes ist die Nutzung verteilter Energieressourcen, um eine Erh\u00f6hung der Gesamteffizienz zu erzielen.[45] Das Konzept bew\u00e4hrt sich vor allem, wenn die Energiegewinnung der Mikronetze durch erneuerbare Technologien erfolgt. Eine lokale Stromerzeugung mit direktem Verbrauch am Verwendungsort wird beg\u00fcnstigt und verringert die Belastung des Versorgungsnetzes weiter.[46]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An ausgesetzten Richtfunk-Standorten k\u00f6nnte der Einsatz von Mikronetzen kombiniert mit gewonnener Energie aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen zu einer Steigerung der Leistungsf\u00e4higkeit der Anlagen und zu einer Erh\u00f6hung der Blackout-Resilienz beitragen. Angesprochene Liegenschaften w\u00e4ren dadurch auch unabh\u00e4ngig von ben\u00f6tigtem Nachschub f\u00fcr den Aggregatbetrieb.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-resilienz-durch-redundanzen\">Resilienz durch Redundanzen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Richtfunksystem kann f\u00fcr 72 Stunden ohne jegliches Eingreifen weiterbetrieben werden. Dies wird dadurch erm\u00f6glicht, dass der Gro\u00dfteil der vom \u00d6sterreichischen Bundesheer betriebenen Richtfunkstationen \u00fcber Notstromaggregate mit Treibstoff f\u00fcr mindestens drei volle Tage verf\u00fcgt. Erst nach den 72 Stunden kann es Ausf\u00e4lle einzelner Standorte geben, da die Nachbetankung eine herausfordernde Aufgabe darstellt. Diese Problemstellung wird mittels Hubschrauberbetankung gel\u00f6st, wobei man hier jedoch auf das Zusammenspiel von drei Direktionen angewiesen ist.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-medium-font-size is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Das Richtfunksystem kann f\u00fcr 72 Stunden ohne jegliches Eingreifen weiterbetrieben werden. Dies wird dadurch erm\u00f6glicht, dass der Gro\u00dfteil der vom \u00d6sterreichischen Bundesheer betriebenen Richtfunkstationen \u00fcber Notstromaggregate mit Treibstoff f\u00fcr mindestens drei volle Tage verf\u00fcgt.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinsichtlich der Verschl\u00fcsselung der Signale kommt es nur zu geringf\u00fcgigen Komplikationen, da eine beinahe l\u00fcckenlose Energieversorgung gew\u00e4hrleistet werden kann. Die Ausnahme bilden jene Stationen, die von externen Betreibern betreut werden, sich aber in milit\u00e4rischen Liegenschaften befinden. Dort k\u00f6nnte es vorzeitig zu Ausf\u00e4llen kommen, da diese nicht in jedem einzelnen Fall notstromversorgt sind. Aber auch dies f\u00fchrt zu keinem Totalausfall des Systems, da durch die vorliegende Netztopologie eine gute Abdeckung des \u00f6sterreichischen Staatsgebietes vorliegt und die dadurch gegebene Redundanz die Verbindung gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bez\u00fcglich der Aktualit\u00e4t des verbauten Systems l\u00e4sst sich sagen, dass derzeit eine umfangreiche Erneuerung durchlaufen wird, wobei das bestehende Richtfunksystem auf ein Ethernet-Netzwerk, welches noch immer drahtlos \u00fcber die Richtfunkstationen \u00fcbermittelt und eine Einbindung von Routern in das System zul\u00e4sst, umgestellt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verglichen mit zivilen Einrichtungen stellt das Richtfunksystem des \u00d6sterreichischen Bundesheeres einen autonomen Betrieb in gr\u00f6\u00dferem Rahmen sicher, da keine einzige angesprochene zivile Institution, sofern diese im vollen Ausma\u00df weiterbetrieben wird, eine l\u00fcckenlose Energieversorgung von weiteren 72 Stunden nach Eintritt eines Blackouts vorweisen kann. Die Notstromversorgung der Richtfunkanlagen k\u00f6nnte allerdings durch die Integration von Mikronetzen sowie die Verwendung von Solar- und Windenergie weiter optimiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Umstrukturierung in Mikronetze erm\u00f6glicht eine intelligente Verteilung und Steuerung der ben\u00f6tigten Energie, indem sie Angebot und Nachfrage in Echtzeit ausgleicht. Dies erh\u00f6ht die Wirtschaftlichkeit des Energiehaushaltes im Normbetrieb und steigert somit auch die Effizienz des Stromverbrauches im Falle eines Blackouts.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Photovoltaik-Anlagen k\u00f6nnten auf D\u00e4chern oder Freifl\u00e4chen der Richtfunkstationen installiert werden, um Solarenergie zu erzeugen. Windkraftanlagen k\u00f6nnten in windreichen Gebieten errichtet werden, um die Energieversorgung aus Windenergie zu gew\u00e4hrleisten. Die erzeugte Energie aus erneuerbaren Quellen k\u00f6nnte entweder direkt genutzt oder in Energiespeichern, wie Batterien oder Wasserstoff-Brennstoffzellen, gespeichert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Insgesamt l\u00e4sst sich feststellen, dass w\u00e4hrend eines Blackouts der Betrieb der Richtfunkanlagen des \u00d6sterreichischen Bundesheeres f\u00fcr einen gewissen Zeitraum gew\u00e4hrleistet ist. Um jedoch einen v\u00f6llig autonomen Betrieb der Einrichtungen sicherzustellen, w\u00e4re eine Integration von Mikronetzen und erneuerbaren Technologien eine ebenso sinnvolle wie auch umweltfreundliche Erweiterung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-dots\" \/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00e4hnrich Dominic Scherzer, K\u00fcnstliche Intelligenz, Cybersicherheit, Programmierung von autonomen Systemen, milit\u00e4rischer Entscheidungsfindungsprozess; F\u00e4hnrich Martin Schoberegger, Kommunikationstechnologie, Satellitenkommunikation und Space-Technologie; F\u00e4hnrich Michael Wagner, Algorithmen und Datenstrukturen, Autarke und intelligent gesteuerte Systeme, Kommunikationstechnologie. Bei den in diesem Artikel vertretenen Ansichten handelt es sich um die der Autoren. Diese m\u00fcssen nicht mit jenen des \u00d6sterreichischen Bundesheeres \u00fcbereinstimmen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-dots\" \/>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[1] Hans-Georg Unger, \u201cHochfrequenztechnik in Funk und Radar,\u201d (Braunschweig: Vieweg &amp; Teubner Verlag, 3. Auflage, 1988), 178-179.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[2] Gottfried Pausch, \u201cBlackout und seine Folgen \u2013 Worauf sich die Bev\u00f6lkerung des Pinzgaus bei einem gro\u00dfr\u00e4umigen Strom- und Infrastrukturausfall einstellen sollte und wie eine resiliente Gesellschaft eine derartige Katastrophe \u00fcberstehen kann,\u201c Fallstudie (November 2017): 6.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[3] \u201cHilfe zum Selbstschutz, Katastrophenschutz, Blackout,\u201c Ober\u00f6sterreichischer Zivilschutz, April 21, 2023,<a href=\"https:\/\/zivilschutz-ooe.at\/hilfe-zum-selbstschutz\/katastrophenschutz\/blackout\/\"> https:\/\/zivilschutz-ooe.at\/hilfe-zum-selbstschutz\/katastrophenschutz\/blackout\/<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[4] Doris Alhutter, Steffen Bettin, Helfried Brunner, Julia Kleinferchner, Jaro Krieger-Lamina, Michael Ornetzeder and Stefan Strau\u00df, \u201cSichere Stromversorgung und Blackout-Vorsorge in \u00d6sterreich \u2013 Entwicklungen, Risiken und m\u00f6gliche Schutzma\u00dfnahmen,\u201c Institut f\u00fcr Technikfolgen-Absch\u00e4tzung (ITA), Endbericht (J\u00e4nner 2022): 19.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[5] Gottfried Pausch, \u201cBlackout und seine Folgen \u2013 Worauf sich die Bev\u00f6lkerung des Pinzgaus bei einem gro\u00dfr\u00e4umigen Strom- und Infrastrukturausfall einstellen sollte und wie eine resiliente Gesellschaft eine derartige Katastrophe \u00fcberstehen kann,\u201c Fallstudie (November 2017): 6.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[6] Thomas Petermann, Harald Bradke, Arne L\u00fcllmann, Maik Poetzsch and Ulrich Riehm, \u201cWas bei einem Blackout geschieht \u2013 Folgen eines langandauernden und gro\u00dfr\u00e4umigen Stromausfalls,\u201c B\u00fcro f\u00fcr Technikfolgen-Absch\u00e4tzung, Studie (2011): 9.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[7] Doris Alhutter, Steffen Bettin, Helfried Brunner, Julia Kleinferchner, Jaro Krieger-Lamina, Michael Ornetzeder and Stefan Strau\u00df, \u201cSichere Stromversorgung und Blackout-Vorsorge in \u00d6sterreich \u2013 Entwicklungen, Risiken und m\u00f6gliche Schutzma\u00dfnahmen,\u201c Institut f\u00fcr Technikfolgen-Absch\u00e4tzung (ITA), Endbericht (J\u00e4nner 2022): 67.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[8] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[9] Gottfried Pausch, \u201cBlackout und seine Folgen \u2013 Worauf sich die Bev\u00f6lkerung des Pinzgaus bei einem gro\u00dfr\u00e4umigen Strom- und Infrastrukturausfall einstellen sollte und wie eine resiliente Gesellschaft eine derartige Katastrophe \u00fcberstehen kann,\u201c Fallstudie (November 2017): 7.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[10] Ibid., 8.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[11] Doris Alhutter, Steffen Bettin, Helfried Brunner, Julia Kleinferchner, Jaro Krieger-Lamina, Michael Ornetzeder and Stefan Strau\u00df, \u201cSichere Stromversorgung und Blackout-Vorsorge in \u00d6sterreich \u2013 Entwicklungen, Risiken und m\u00f6gliche Schutzma\u00dfnahmen,\u201c Institut f\u00fcr Technikfolgen-Absch\u00e4tzung (ITA), Endbericht (J\u00e4nner 2022): 38.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[12] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[13] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[14] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[15] Gottfried Pausch, \u201cBlackout und seine Folgen \u2013 Worauf sich die Bev\u00f6lkerung des Pinzgaus bei einem gro\u00dfr\u00e4umigen Strom- und Infrastrukturausfall einstellen sollte und wie eine resiliente Gesellschaft eine derartige Katastrophe \u00fcberstehen kann,\u201c Fallstudie (November 2017): 4.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[16] Doris Alhutter, Steffen Bettin, Helfried Brunner, Julia Kleinferchner, Jaro Krieger-Lamina, Michael Ornetzeder and Stefan Strau\u00df, \u201cSichere Stromversorgung und Blackout-Vorsorge in \u00d6sterreich \u2013 Entwicklungen, Risiken und m\u00f6gliche Schutzma\u00dfnahmen,\u201c Institut f\u00fcr Technikfolgen-Absch\u00e4tzung (ITA), Endbericht (J\u00e4nner 2022): 53-54.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[17] \u201eGlossar, IFMIN,\u201c \u00d6sterreichisches Bundesheer, April 21, 2023, https:\/\/www.bundesheer.at\/facts\/glossar\/stichwort.php?id=1083.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[18] Harald Steindl, \u201cStromversorgung von ortsfesten Richtfunkanlagen des \u00f6sterreichischen Bundesheeres bei Blackout,\u201c Interview durch Martin Schoberegger und Michael Wagner, Experteninterview, Dezember 06, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[19] Clemens Moroder, \u201eUntersuchung des Wet-Antenna-Effekts bei Richtfunkstrecken,\u201c Technische Universit\u00e4t M\u00fcnchen, Fakult\u00e4t f\u00fcr Elektrotechnik und Informationstechnik, Dissertation (May 2021): 26-27.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[20] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[21] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[22] Hans-Georg Unger, \u201cHochfrequenztechnik in Funk und Radar,\u201d (Braunschweig: Vieweg &amp; Teubner Verlag, 3. Auflage, 1988), 178-180.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[23] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[24] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[25] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[26] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[27] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[28] Volkmar Br\u00fcckner, \u201cGlobale Kommunikationsnetze,\u201c (Wiesbaden: Springer Vieweg Verlag. 1. Auflage, 2022), 147-149.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[29] Harald Steindl, \u201cStromversorgung von ortsfesten Richtfunkanlagen des \u00f6sterreichischen Bundesheeres bei Blackout,\u201c Interview durch Martin Schoberegger und Michael Wagner, Experteninterview, Dezember 06, 2023.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[30] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[31] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[32] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[33] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[34] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[35] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[36] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[37] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[38] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[39] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[40] Alfred Einfalt, Franz Xaver Zeilinger, G\u00fcnther Brauner, \u201cMicro Grids in Austria? Results of ADRES CONCEPT,\u201c 21st International Conference on Electricity Distribution, Bericht (Juni 2011): 1.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[41] Martin Wietschel, Sandra Ullrich, Peter Markewitz, Friedrich Schulte and Fabio Genoese, \u201cEnergietechnologien der Zukunft \u2013 Erzeugung, Speicherung, Effizienz und Netze,\u201c (Karlsruhe: Springer Verlag, 2015), 123.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[42] Martin Kaltschmitt, Wolfgang Streicher and Andreas Wiese, \u201cErneuerbare Energien \u2013 Systemtechnik \u2013 Wirtschaftlichkeit \u2013 Umweltaspekte,\u201c (Hamburg, Innsbruck, Frankfurt: Springer Verlag, 2020), 461.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[43] Sathyajith Mathew, \u201cWind Energy \u2013 Fundamentals, Resource Analysis and Economics,\u201d (Malapuram: Springer Verlag, 2006), 17-24.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[44] Yahya Koraz and Hossam A. Gabbar, \u201cRisk Analysis and Self-Healing Approach for Resilient Interconnect Micro Energy Grids,\u201d (Montr\u00e9al: ScienceDirect, 2017), 1-2.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[45] Mahmoud Saleh, Ammar Althaibani, Yusef Esa, Yassine Mhandi and Ahmed A. Mohamed, \u201cImpact of Clustering Microgrids on Their Stability and Resilience during Blackouts,\u201d (New York, 2015), 195.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[46] Pavan Kumar and Ravikumar Bhimasingu, \u201cElectrical machines based DC\/AC energy conversion schemes for the improvement of power quality and resiliency in renewable energy microgrids,\u201d (Hyderabad, 2017), 10.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abstract: Da die Zuverl\u00e4ssigkeit der Energieversorgung entscheidend f\u00fcr die Aufrechterhaltung kritischer Kommunikationsinfrastrukturen ist, wirft der Gedanke an einen fl\u00e4chendeckenden Stromausfall besorgniserregende Fragen auf. 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