{"id":2860,"date":"2025-05-08T11:33:02","date_gmt":"2025-05-08T10:33:02","guid":{"rendered":"https:\/\/tdhj.org\/de\/?p=2860"},"modified":"2026-01-26T05:58:36","modified_gmt":"2026-01-26T04:58:36","slug":"information-manoverkrieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tdhj.org\/de\/post\/information-manoverkrieg\/","title":{"rendered":"Vom Man\u00f6ver am gl\u00e4sernen Gefechtsfeld \u2013 Sturmabteilungen als Antwort im Abn\u00fctzungskrieg"},"content":{"rendered":"<p><b>Abstract:<\/b><span style=\"font-weight: 400\"> Das Prinzip von Wirkung und Man\u00f6ver fu\u00dft unter anderem auch auf der Informations\u00fcberlegenheit beziehungsweise Informationsdominanz.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[1]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Durch den Einsatz von einem gro\u00dfen Portfolio an Sensoren \u2013 auf allen Seiten eines Konfliktes \u2013 am modernen Gefechtsfeld wird das Element Bewegung zusehends erschwert. Eine Parit\u00e4t der Informationsbeschaffung f\u00fchrt zwangsl\u00e4ufig vom Man\u00f6ver in eine Abnutzung. In dieser wird das Element Bewegung vermehrt durch den ausschlie\u00dflichen Einsatz von Feuer ersetzt. Die Antwort auf diese Form der bewaffneten Auseinandersetzung scheint ein altes Konzept der Roten Armee zu sein. Die Sturmabteilungen (Assault Detachements) sind ein Element, welches das Man\u00f6ver \u2013 auch in einem Abnutzungskrieg \u2013 wieder erm\u00f6glichen kann.<\/span><\/p>\n<p><b>Problemstellung:<\/b><span style=\"font-weight: 400\"> Welches milit\u00e4rische Konzept erlaubt es, trotz einer vermeintlichen Pattstellung in Bezug auf die Informations\u00fcberlegenheit und der damit einhergehenden Abn\u00fctzungsstrategie, zu man\u00f6vrieren und damit erfolgreich zu sein?<\/span><\/p>\n<p><b>Was nun?:<\/b><span style=\"font-weight: 400\"> Man\u00f6ver und Abnutzung gehen im bewaffneten Konflikt immer Hand in Hand. Das Besondere an modernen Konflikten ist aber eine zunehmende Verschiebung des Man\u00f6vers zu Gunsten der Abnutzung. Anders formuliert wird die Wirkung am Gegner eher durch Feuer denn durch geschicktes Man\u00f6vrieren erreicht. Diese Erkenntnis, in Verbindung mit dem Bewusstmachen eines anderen milit\u00e4rischen Mindsets der russischen Streitkr\u00e4fte, soll helfen, diese Ausformung des bewaffneten Konfliktes zu verstehen und sich besser auf einen Gegner mit diesen Voraussetzungen (z. B. Abnutzung als prim\u00e4re Strategie unter hoher Verlustbereitschaft) vorbereiten zu k\u00f6nnen. Die Lehren aus dem spezifischen Konflikt geben einen Eindruck \u00fcber einen potenziellen k\u00fcnftigen Gegner und sind auch in der Ausbildung der k\u00fcnftigen F\u00fchrungskr\u00e4fte des \u00d6sterreichischen Bundesheeres zu vermitteln.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_2866\" aria-describedby=\"caption-attachment-2866\" style=\"width: 1410px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2866\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/03\/Picture1.png\" alt=\"Quelle: Verfasser.\" width=\"1410\" height=\"680\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2866\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: Verfasser.<\/figcaption><\/figure>\n<h1><b>Die Materie des Konfliktes<\/b><\/h1>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Zun\u00e4chst erfolgt die begriffliche Auseinandersetzung mit dem \u2013 bewaffneten \u2013 Konflikt, um sich in weiterer Folge dem Krieg und seinen Ausformungen zuzuwenden. Hier geht es Kant folgend zun\u00e4chst um die Materie \u2013 den Konflikt \u2013 ,um schlie\u00dflich \u00fcber die Form(en) desselben vorzudringen zu seinem Inhalt.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[3]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Die Materie, also der Konflikt selbst, ist dem Wesen nach, laut Clausewitz, der Sph\u00e4re des Politischen zuzuordnen.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[4]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Der Konflikt ist ein dialektisches Verh\u00e4ltnis, eine Auseinandersetzung zwischen gegens\u00e4tzlichen Standpunkten. Clausewitz spricht dabei vom Widerstreit zweier entgegengesetzter Willen, die im Konflikt aufeinandertreffen. Diese Dialektik findet sich auch bei Carl Schmitt, wenn er das Wesen des Politischen als die F\u00e4higkeit bezeichnet, zwischen Freund und Feind zu unterscheiden.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[5]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Der Konflikt, welcher Auspr\u00e4gung auch immer, resultiert aus dem Widerstreit zumindest zweier Positionen, der auf unterschiedlichen Eskalationsebenen zur Austragung gelangt. Da es immer unterschiedliche Positionen im Politischen, in der Gesellschaft unter Menschen, gibt, ist der Konflikt st\u00e4ndiger Begleiter der Menschheit.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[6]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Diese Dialektik von Freund und Feind oder zwei entgegengesetzten Interessen\/Zielen, von These und Antithese, erkl\u00e4rt, warum es Konflikte gibt, diese Dialektik ist also der Kern des Konfliktes selbst.<\/span><\/p>\n<h1><b>Konfliktformen<\/b><\/h1>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Betrachtet man die Form, in der Konflikte auftreten k\u00f6nnen, ergibt sich, rein auf der Metaebene betrachtet, eine weitere Dialektik. Nach Beschaffenheit \u2013 in Bezug auf Ausr\u00fcstung, F\u00e4higkeiten und Kapazit\u00e4ten \u2013 der Konfliktparteien kann zum Beispiel zwischen symmetrischen oder asymmetrischen Konflikten unterschieden werden.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[7]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Sind die Konfliktgegner \u00e4hnlich konstituiert, spricht man von einem symmetrischen Konflikt. Das hei\u00dft nicht, dass die St\u00e4rke der Gegner gleich ist, sondern, dass die Gegner in ihrer grunds\u00e4tzlichen Struktur, Normen und Methode einander \u00e4hnlich sind.<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-weight: 400\">Betrachtet man die Form, in der Konflikte auftreten k\u00f6nnen, ergibt sich, rein auf der Metaebene betrachtet, eine weitere Dialektik. Nach Beschaffenheit \u2013 in Bezug auf Ausr\u00fcstung, F\u00e4higkeiten und Kapazit\u00e4ten.<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Bei der Asymmetrie im Konflikt ist eine grunds\u00e4tzliche Differenzierung vorhanden. Einer der Kontrahenten hat die Merkmale eines symmetrisch agierenden Protagonisten, w\u00e4hrend der Gegner aufgrund unterschiedlichen Faktoren (z. B. Ausstattung, Verfahren \u2026) asymmetrisch vorgeht.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[8]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> So wird auch bei Carl von Decker, einem Zeitgenossen von Clausewitz, vom Kleinen und vom Gro\u00dfen Krieg gesprochen.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[9]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Clausewitz selbst geht in seinen Vorlesungen zum Kleinen Krieg auf diese Dialektik n\u00e4her ein.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[10]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Zwischen diesen Eckpfeilern gibt es im \u201eCham\u00e4leon Krieg\u201c (Clausewitz) eine Vielzahl an Mischformen.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[11]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Diese k\u00f6nnen in ein und demselben Konflikt in unterschiedlichen R\u00e4umen auch zeitgleich wirksam werden.<\/span><\/p>\n<h1><b>Inhalt des Konfliktes<\/b><\/h1>\n<p>Dieser Inhalt bezieht sich darauf, wie ein Konflikt ausgetragen wird. Traditionell sind die Mittel im milit\u00e4rischen, bewaffneten Konflikt die zwei Elemente Feuer und Bewegung.[12] Im hybriden Kontext ist jedoch eher von Wirkung und einem abstrakten Man\u00f6verbegriff zu sprechen. L\u00e4sst sich das Man\u00f6ver in den klassischen Dom\u00e4nen noch raumbezogen erfassen, so ist dies in der Cyber- und Informationsdom\u00e4ne an der R\u00e4umlichkeit im euklidischen Sinn nur schwer festzumachen. Je nach Gewichtung dieser beiden Elemente \u2013 Wirkung und Man\u00f6ver \u2013 , die immer gemeinsam zur Anwendung gelangen, unterscheidet man in der Auspr\u00e4gung zwischen Man\u00f6ver- und Abn\u00fctzungskrieg. Das Man\u00f6ver bezweckt, durch das Erlangen beziehungsweise das Gewinnen einer vorteilhaften Position im Raum den Gegner im Sinne von Clausewitz wehrlos zu machen.[13] Eine der Taktiken, die dabei zur Anwendung gelangen, ist beispielhaft die Einkesselung (doppelte Umfassung).[14] Die Bewegung erfolgt zwar unter Feuer, das Schwergewicht der Wirkung liegt aber im Man\u00f6ver. Die extreme Ausformung dieser Vorgehensweise w\u00e4re das Man\u00f6ver ohne Feuer, solange es vom Gegner nicht erkannt wird. Im Gegensatz d<span style=\"font-weight: 400\">azu wirkt der Abnutzungskrieg mit Schwergewicht durch den Einsatz von massivem Feuer. Die Mittel der Wahl sind hier die Artillerie und die Luftwaffe. Drohnenschw\u00e4rme, Marschflugk\u00f6rper, Einsatz strategischer Bomberverb\u00e4nde sind in modernen Konflikten Standard. Dabei soll der Gegner durch die unmittelbare Wirkung milit\u00e4risch geschw\u00e4cht und durch die mittelbare Wirkung auf seine Versorgungs- und Kampfkraftgrundlagen (z. B. Unterst\u00fctzung durch die Bev\u00f6lkerung) zur Aufgabe gezwungen werden. Die Abn\u00fctzung ist ein Spiel auf Zeit und beg\u00fcnstigt jene Konfliktpartei, welche den l\u00e4ngeren Atem aufweist.<\/span><\/p>\n<blockquote><p>Im hybriden Kontext ist jedoch eher von Wirkung und einem abstrakten Man\u00f6verbegriff zu sprechen.<\/p><\/blockquote>\n<h1><b>Die Gestalt des Konfliktes auf den unterschiedlichen Konfliktebenen<\/b><\/h1>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Der Krieg als bewaffneter Konflikt fu\u00dft also auf verschiedenen dialektischen Zusammenh\u00e4ngen.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_2866-2\" aria-describedby=\"caption-attachment-2866-2\" style=\"width: 1410px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2866\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/03\/Picture1.png\" alt=\"Quelle: Verfasser.\" width=\"1410\" height=\"680\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2866-2\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: Verfasser.<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Man k\u00f6nnte behaupten, Krieg wird aus Feindschaft heraus gef\u00fchrt, die Materie des bewaffneten Konfliktes, also warum Krieg gef\u00fchrt wird, ist also die Dialektik von Freund und Feind. Diese Materie fu\u00dft somit auf dem Zusammenhang zwischen Freund und Feind oder, im Sinne von Carl Schmitt, auf der politischen Ebene, der F\u00e4higkeit zur Unterscheidung von Freund und Feind. \u201eDie spezifisch politische Unterscheidung, auf welche sich die politischen Handlungen und Motive zur\u00fcckf\u00fchren lassen, ist die Unterscheidung von Freund und Feind.\u201c<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[15]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Das hier beschriebene Wesen des Politischen ist damit die Voraussetzung f\u00fcr den Krieg als Akt des Politischen. Da nach Clausewitz die Fortf\u00fchrung der Politik der Krieg ist, n\u00e4hert man sich hier der strategischen beziehungsweise operativen Ebene. Hier geht es in erster Linie darum, welche Form der Konflikt annimmt. Auf der Umsetzungsebene, der taktischen beziehungsweise gefechtstechnischen Ebene, geht es schlie\u00dflich darum, wie Krieg gef\u00fchrt wird, wobei die Entscheidung dar\u00fcber, wie der Krieg gef\u00fchrt wird, auf der operativen Ebene oder dar\u00fcber getroffen wird. Es geht um die Dialektik zwischen Man\u00f6ver und Abnutzung.<\/span><\/p>\n<h1><b>Herausforderungen f\u00fcr den Man\u00f6verkrieg<\/b><\/h1>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Die Herausforderung f\u00fcr das Man\u00f6ver am modernen Gefechtsfeld liegt vor allem in seiner erh\u00f6hten Transparenz begr\u00fcndet.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[16]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Es ist aufgrund des Einsatzes von Drohnen und anderen Aufkl\u00e4rungssystemen in den verschiedenen Dom\u00e4nen (Luft, Weltraum und\/oder Cyber-Informationsraum beziehungsweise \u201eelektromagnetischer Raum\u201c) kaum noch m\u00f6glich, unerkannt zu man\u00f6vrieren.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[17]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> \u201eDer datengetriebene Kampf bildet auch die Grundlage f\u00fcr den Einsatz von Artillerie f\u00fcr die Streitkr\u00e4fte der Ukraine. Die Datenfusion von Aufkl\u00e4rungsdaten aus einer Vielzahl von Quellen, von Artilleriebeobachtern und Handyfotos \u00fcber Aufkl\u00e4rungsergebnisse im elektromagnetischen Spektrum bis hin zu Drohnen-Feeds und Satellitenbildern, erm\u00f6glicht die schnelle Identifizierung von Zielen und deren Priorisierung nach ihrem Wert, ein Prozess, der zum Teil durch KI unterst\u00fctzt wird.\u201c<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[18]<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Das Man\u00f6ver ist allerdings auch in einem Abn\u00fctzungskrieg das entscheidende Element. Da es hier in erster Linie um Gel\u00e4ndegewinn geht, ist vor allem die Betrachtung der Land-Dom\u00e4ne im Fokus, obgleich die Elemente Wirkung und Man\u00f6ver auch in den anderen Dom\u00e4nen von Bedeutung sind. Durch Feuer beziehungsweise andere Wirkung kann kein Gel\u00e4nde in Besitz genommen oder auch nur gehalten werden. \u201eFeuer und Bewegung sind die wichtigsten Elemente jedes Kampfes. [\u2026] Der Kampf wird meist mehr vom Feuer als von Zahl und Art der Kampftruppen bestimmt, doch kann durch Feuer allein Gel\u00e4nde weder genommen noch auf Dauer gehalten werden.\u201c<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[19]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Die grunds\u00e4tzliche Feststellung der Bedeutung der beiden Elemente Feuer und Bewegung, wie sie in der mittleweile 20 Jahre alten Vorschrift \u201eTruppenf\u00fchrung\u201c des \u00d6sterreichischen Bundesheeres formuliert ist, hat zwar im Kern noch ihre G\u00fcltigkeit, jedoch bedeutet das in weiterer Folge die Notwendigkeit der Anpassung des Man\u00f6vers an den Abn\u00fctzungskrieg. Das Man\u00f6ver gro\u00dfer geschlossener Panzer- oder Infanterieverb\u00e4nde in dem jeweilig daf\u00fcr geeigneten Gel\u00e4nde kann in der klassischen Form nicht mehr stattfinden. Diese Bewegungen sind durch die Verwendung der modernen Sensorik leicht zu sehen und aufzukl\u00e4ren. Wenn dabei ein Mix an verschiedenen Plattformen zur Anwendung gelangt, kann selbst bei Beeintr\u00e4chtigung beziehungsweise St\u00f6rung einzelner Sensoren noch ein brauchbares Lagebild generiert werden. Die Nutzung von durch diese Sensoren schwer einsehbaren Gel\u00e4ndeabschnitten durch Kr\u00e4fte in geringer St\u00e4rke beziehungsweise Anzahl, die allerdings \u00fcber eine hohe Feuerkraft verf\u00fcgen, ist eine m\u00f6gliche Antwort auf das gl\u00e4serne Gefechtsfeld. Dabei werden diese aufgelockerten, kleinen, aber hochmobilen Einheiten oft \u00fcberraschend unter Wirkung in andere Dom\u00e4nen (z. B. die ukrainische Kursk-Offensive) zum Einsatz gebracht. Das Man\u00f6ver kann so wieder durch Geschwindigkeit und \u00dcberraschung wirken. Die Konzentration von Truppen an entscheidender Stelle, um durch tiefe St\u00f6\u00dfe unter massiver Feuerunterst\u00fctzung starke Stellungen und befestigte Gel\u00e4ndeteile zu umgehen, ist in begrenztem Ausma\u00df m\u00f6glich.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[20]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Eine Voraussetzung f\u00fcr diese Form des Man\u00f6vers \u2013 durch Elemente geringer St\u00e4rke mit massiver Feuerunterst\u00fctzung \u2013 ist die Abnutzung des Gegners.<\/span><\/p>\n<h1><b>Wesen der Abnutzung<\/b><\/h1>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Die Abnutzung verlangt von den Konfliktparteien einen erheblichen Ressourcen-Einsatz. Hohe Opferzahlen und materielle Kosten gehen mit dieser Form der Kriegsf\u00fchrung einher.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[21]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> In der Abnutzung geht es vor allem darum, diese Verluste schneller auszugleichen als der Gegner. Wer dies besser leisten kann, wird letztlich den Sieg im Konflikt erringen.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[22]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Dabei spielen die unterschiedlichen Konfliktebenen eine entscheidende Rolle. Auf der strategischen Ebene wird der Erfolg vorbereitet. Hier geht es darum, durch Bewirken der kritischen Infrastruktur den Aufbau beziehungsweise Betrieb der gegnerischen Kriegswirtschaft zu unterbinden.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[23]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Im Gegenzug ist die eigene Kriegswirtschaft hochzufahren und ein \u201elogistisches Massenkonzept\u201c zu entwickeln. Dabei kommen vermeintlich alte Systeme zum Einsatz. Deren Herstellung, Materialerhaltung und Ausbildung ist vergleichsweise einfach gestaltet, und so k\u00f6nnen Verluste rasch und unkompliziert kompensiert werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Je komplexer und aufwendiger die Logistik und Ausbildung an den einzusetzenden Waffensystemen ist, umso nachteiliger ist dies f\u00fcr die erfolgreiche F\u00fchrung eines Abnutzungskrieges.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[24]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Auf der operativen Ebene geht es um die \u00dcberdehnung des Gegners. Der Einsatz der Kr\u00e4fte in allen Dom\u00e4nen, gleichzeitig oder aufeinander abgestimmt in sequenzieller Form, soll dies erm\u00f6glichen. Der Einsatz von Mitteln in der Cyberdom\u00e4ne, um Wirkung zu erzielen, und erst, wenn dies nicht erfolgreich ist, mit kinetischen Mitteln zu wirken, ist ein Beispiel daf\u00fcr, wie kritische Infrastrukturen ausgeschaltet werden. Auf taktischer Ebene ist der gleichzeitige Ansatz an mehreren Frontabschnitten unter massivem Steilfeuer eine Methode, um den Gegner zu \u00fcberdehnen und so die Abnutzung voranzutreiben. Die Abnutzung lebt sozusagen von der \u00dcberforderung des Gegners in Hinblick auf die Ressourcenlage und setzt voraus, dass in den Bereichen Verlusttoleranz, strategische Tiefe und Ausgleich von Verlusten \u2013 in personeller wie auch materieller Hinsicht \u2013 ein h\u00f6heres Ma\u00df an Flexibilit\u00e4t gegeben ist.<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-weight: 400\">Je komplexer und aufwendiger die Logistik und Ausbildung an den einzusetzenden Waffensystemen ist, umso nachteiliger ist dies f\u00fcr die erfolgreiche F\u00fchrung eines Abnutzungskrieges.<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Besonders der Umgang mit einer langen Dauer und einem ungewissen Ausgang bedarf einer besonderen Geisteshaltung im Bereich der politischen und milit\u00e4rischen F\u00fchrung eines solchen Krieges.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[25]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Die Abnutzung muss allerdings nicht auf allen Ebenen in gleicher Form und vor allem nicht gleichzeitig ablaufen. So ist im Russland-Ukraine-Konflikt die Abnutzung auf strategischer Ebene (z. B. Wirkung in unterschiedlichen Dom\u00e4nen auf die kritische Infrastruktur) sehr massiv, wobei auf taktischer Ebene das Man\u00f6ver \u2013 wenn auch eher kleinr\u00e4umig (z. B. Vorgehen der Russischen F\u00f6deration im Raum Torezk und s\u00fcdlich von Pokrowsk) \u2013 vorherrscht. Dabei werden viele gleichzeitig dezentral durchgef\u00fchrte Angriffsman\u00f6ver zentral gef\u00fchrt. Um dieses Man\u00f6ver auf der taktischen Ebene sicherstellen zu k\u00f6nnen, bedarf es besonderer Angriffskr\u00e4fte f\u00fcr das Durchbrechen der Front. Diese Durchbr\u00fcche k\u00f6nnen dann durch weitere Kr\u00e4fte (z. B. Bataillons-Taktische-Gruppen) ausgenutzt werden.<\/span><\/p>\n<h1><b>Ma\u00dfgeschneiderte Angriffskr\u00e4fte<\/b><\/h1>\n<p>Diesen Herausforderungen an das Man\u00f6ver wurde in den letzten 100 Jahren auf \u00e4hnliche Art und Weise von verschiedenen Streitkr\u00e4ften (z. B. im Ersten Weltkrieg durch die Sto\u00dftrupp-Taktik der Deutschen Wehrmacht und im Zweiten Weltkrieg durch die Sturmabteilungen der Sowjetunion) begegnet.[26] In statischen Szenarien, wie einem klassischen Stellungskrieg, wurde versucht, L\u00fccken in der Verteidigung zu identifizieren und diese, mit Unterst\u00fctzung von massivem Feuer, mit zahlenm\u00e4\u00dfig geringen Kr\u00e4ften zu \u00f6ffnen und damit den Ansatz der Masse der Kr\u00e4fte zu erm\u00f6glichen.[27] Diese Kr\u00e4fte hatten neben der F\u00e4higkeit, zu man\u00f6vrieren und damit g\u00fcnstiges Gel\u00e4nde einzunehmen, auch die F\u00e4higkeit, die vorhandenen L\u00fccken mit pioniertechnischen Verfahren nutzbar zu machen; oder im Extremfall auch selbst solche L\u00fccken zu schaffen. Diese Sturmpioniere sind sozusagen die Vorl\u00e4ufer der heute im Ukraine-Krieg eingesetzten Sturmabteilungen. Auf Seiten der russischen Streitkr\u00e4fte haben solche Formationen ihren Ursprung im Zweiten Weltkrieg.[28] Sie wurden in der Folge vor allem wieder in den Tschetschenien-Konflikten, dort besonders im Rahmen der Kampfhandlungen in und um Grosny, erfolgreich eingesetzt.[29] Nach dem Scheitern von klassischen Man\u00f6verans\u00e4tzen im Rahmen der russischen Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 wurd<span style=\"font-weight: 400\">e nach dem Abflauen der ukrainischen Gegenoffensive auf Seiten der Russen auf die Taktik der Sturmabteilungen umgestellt.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[30]<\/span><\/p>\n<blockquote><p>In statischen Szenarien, wie einem klassischen Stellungskrieg, wurde versucht, L\u00fccken in der Verteidigung zu identifizieren und diese, mit Unterst\u00fctzung von massivem Feuer, mit zahlenm\u00e4\u00dfig geringen Kr\u00e4ften zu \u00f6ffnen und damit den Ansatz der Masse der Kr\u00e4fte zu erm\u00f6glichen.<\/p><\/blockquote>\n<h1><b>Die Transformation von Bataillons-Taktischen-Gruppen (BTG) zu Sturmabteilungen<\/b><\/h1>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Die im Erstansatz, im Februar und M\u00e4rz 2022, eingesetzten Bataillons-Taktischen Gruppen waren gegen vorbereitete Kr\u00e4fte, die in der Tiefe zum Einsatz kamen, gro\u00dfteils ungeeignet. Diese Formationen waren darauf ausgelegt, durch geschicktes Man\u00f6ver, in v\u00f6llig \u00fcberdehnten Gefechtsstreifen, den Gegner \u00fcber den genauen Angriffspunkt im Unklaren zu lassen und ihn so in seinem Dispositiv zu \u00fcberdehnen. Da die Ukraine ein Verteidigungsdispositiv in der Tiefe bezogen hatte, war die \u00dcberdehnung, vor allem logistisch, f\u00fcr die BTG gegeben.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[31]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Der erw\u00fcnschte Effekt hatte sich ins Gegenteil verkehrt. Durch die bereits genannten Sensoren in Verbindung mit massivem Feuer wurde das weitere Man\u00f6ver erfolgreich unterbunden. Die Breite der Gefechtsstreifen der BTG verhinderte zudem die gegenseitige Unterst\u00fctzung der Man\u00f6verelemente. Das System sah vor, dass die BTG einen Brigadegefechtsstreifen zu bewirtschaften hatte und dadurch die Abst\u00e4nde zu den Nachbarn stark vergr\u00f6\u00dfert waren. Aufgrund dieser Rahmenbedingungen und der weniger effektiven elektronischen Kampff\u00fchrung der Russischen F\u00f6deration im Vergleich zum Jahr 2014 kamen beim weiteren Vorgehen im Jahr 2022 die BTGs nicht mehr \u2013 oder nur vereinzelt, aber erfolglos \u2013 zum Einsatz.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_2865\" aria-describedby=\"caption-attachment-2865\" style=\"width: 961px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2865\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/03\/Picture2.png\" alt=\"Quelle: https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Yy1M0HC4yns.\" width=\"961\" height=\"512\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2865\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Yy1M0HC4yns.<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Das System der Sturmabteilu<\/span>ngen ist entgegengesetzt ausgerichtet. In sehr schmalen Verantwortungsbereichen \u2013 meist gedeckte und bewachsene Gel\u00e4ndeabschnitte \u2013 wird eine geringe St\u00e4rke an Kr\u00e4ften mit \u00fcberproportional starker Feuerunterst\u00fctzung eingesetzt.[32] Diese Massierung von Feuer mit Kr\u00e4ften, die in einem schwer \u00fcberwachbaren Bereich zum Einsatz gelangen, erm\u00f6glicht es, mit kleinr\u00e4umigen Bewegungen die Verteidigungslinien zu durchsto\u00dfen und ganz langsam Gel\u00e4ndegewinne zu erzielen.[33] Diese Vorst\u00f6\u00dfe erm\u00f6glichen es, aufgrund der geringen St\u00e4rken, an vielen Stellen gleichzeitig anzusetzen und so den Gegner zu \u00fcberdehnen. Man k\u00f6nnte durchaus behaupt<span style=\"font-weight: 400\">en, dass dies eine evolution\u00e4re Weiterentwicklung des BTG-Konzeptes ist. Die Aufteilung in kleinere Elemente und die Nutzung von gedecktem Gel\u00e4nde bringt hier allerdings den entscheidenden Vorteil gegen\u00fcber dem Einsatz einer BTG in derselben r\u00e4umlichen Ausdehnung.<\/span><\/p>\n<h1><b>Taktik der Sturmabteilungen<\/b><\/h1>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Die Russische F\u00f6deration hat 2022 ein Reglement f\u00fcr \u201eBesonderheiten der Durchf\u00fchrung von Kampfhandlungen in einer Stadt (Siedlung) und einer Waldschutzzone als Teil einer Sturmabteilung\u201c<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[34]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> herausgegeben, welches auf den Erfahrungen der Kampfhandlungen nach der Invasion im Februar desselben Jahres aufbaut. Dabei ist das Man\u00f6ver im klassischen Gel\u00e4nde f\u00fcr mechanisierte Kr\u00e4fte zugunsten der infanteristischen Kampf\u00fchrung in sogenannte \u201eForest Protection Zones\u201c transferiert worden.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[35]<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Die Aufgabe dieser Kr\u00e4fte ist es, Angriffe auf statische, stark befestigte feindliche Stellungen (z. B. lineare Verteidigungsanlagen wie Gr\u00e4ben, Bunker und Hindernisse; verst\u00e4rkte H\u00e4userbl\u00f6cke) vor oder anstelle der Hauptstreitkr\u00e4fte (z. B. BTG) durchzuf\u00fchren.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[36]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Wenn sich das Angriffsziel an der Frontlinie befindet, soll die Sturmabteilung einen gr\u00f6\u00dferen Durchbruch erm\u00f6glichen. Befindet sich das Ziel im R\u00fccken des Feindes, soll es der Hauptstreitkraft im Allgemeinen erm\u00f6glichen, schwierige feindliche Stellungen zu umgehen oder ihre Kampfkraft zu erhalten.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[37]<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-weight: 400\">Wenn sich das Angriffsziel an der Frontlinie befindet, soll die Sturmabteilung einen gr\u00f6\u00dferen Durchbruch erm\u00f6glichen.<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Das Vorgehen dieser Sturmabteilungen ist grunds\u00e4tzlich in mehrere Phasen gegliedert. Zun\u00e4chst erfolgt die Aufkl\u00e4rung der feindlichen St\u00fctzpunkte, meist durch Einsatz von Aufkl\u00e4rungsdrohnen. Aufgrund dieser Aufkl\u00e4rung werden die Angriffsachsen der Sturmabteilung festgelegt. Es erfolgt dann entlang dieser Achsen der Einsatz von Fu\u00df-Aufkl\u00e4rung, um das Lagebild zu verdichten. Nach Zusammenfassung der Ergebnisse werden neuralgische Punkte mit Artillerie-Zielpunkten versehen. Dazu werden Gel\u00e4ndeabschnitte festgelegt, die geeignet sind, Unterst\u00fctzungsfeuer zu erm\u00f6glichen, inklusive einer Riegelstellung f\u00fcr das Sichern des genommenen Angriffsziels.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[38]<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Die Durchf\u00fchrung des Angriffs beginnt mit der Flachfeuerunterst\u00fctzung der Kampffahrzeuge, kombiniert mit Steilfeuer. Diese Phase kann \u00fcber einige Stunden hinweg andauern. Meist in der Dunkelheit beginnt die Ann\u00e4herung der Angriffs-Z\u00fcge, um bei Tagesanbruch die Sturmausgangsstellungen bezogen zu haben. Um der Sicht der gegnerischen Drohnensysteme entzogen zu sein, werden unter Einsatz von k\u00fcnstlichem Nebel die Stellungen des Gegners mit Hilfe der eigenen Unterst\u00fctzungswaffen (z. B. AGS-17) gest\u00fcrmt. Dabei wirkt das Artillerie-Feuer weiter in die Tiefe, um dem Gegner das Nachf\u00fchren von Reserven zu verwehren. Ist das Angriffsziel genommen, sto\u00dfen die Hauptkr\u00e4fte nach und besetzen sofort einen Riegel zur Absicherung des Angriffszieles.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[39]<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_2864\" aria-describedby=\"caption-attachment-2864\" style=\"width: 975px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2864\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/03\/Picture3.png\" alt=\"Quelle: https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Yy1M0HC4yns.\" width=\"975\" height=\"545\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2864\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Yy1M0HC4yns.<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">In der Theorie wird nach folgendem System (SOSRA) vorgegangen: Supress and Obscure durch Steil- und Flachfeuerunterst\u00fctzung sowie Einsatz von Nebel; Secure, um Hindernisse und Sperren, welche zu r\u00e4umen sind, zu sichern; Reduce, um diese Sperren zu beseitigen, und letztlich Assault, um das Angriffsziel zu nehmen.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[40]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> \u201eIn der Theorie\u201c deshalb, weil vielfach zu beobachten ist, dass die Stellungen der ukrainischen Streitkr\u00e4fte nicht durch Nebel und Feuer bewirkt werden, dass die Ukrainer immer noch auf ihre Sperren mit Feuer wirken und Gefechtsfahrzeuge der russischen Streitkr\u00e4fte durch nicht ger\u00e4umte Minenfelder fahren. Es ist aber ebenso zu beobachten, dass die russischen Streitkr\u00e4fte aus diesen Fehlern lernen und immer effizienter werden.<\/span><\/p>\n<h1><b>Verlusttoleranz als entscheidender Faktor im Abn\u00fctzungskrieg<\/b><\/h1>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Hier spielt auch eine gewisse Verlusttoleranz eine gro\u00dfe Rolle.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[41]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Die russischen Streitkr\u00e4fte haben hier eine wesentlich gr\u00f6\u00dfere Toleranz gegen\u00fcber Verlusten und ziehen aus diesen auch sehr starke Erfahrungswerte. Dabei ist sicher auch die Verf\u00fcgbarkeit einer funktionierenden Kriegswirtschaft, welche seit der Annexion der Krim Zeit hatte, sich zu entwickeln, besonders wichtig.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[42]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Das ist speziell angesichts der F\u00fchrung eines Abn\u00fctzungskrieges von gro\u00dfer Bedeutung. Denn entscheidend ist dabei die F\u00e4higkeit, Verluste an Soldaten und Material schneller zu ersetzen als der Gegner.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[43]<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_2863\" aria-describedby=\"caption-attachment-2863\" style=\"width: 623px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2863\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/03\/Picture4.png\" alt=\"Quelle: https:\/\/www.merkur.de\/politik\/verwundet-wladimir-putin-ukraine-krieg-verluste-russland-armee-soldaten-tot-zr-93189496.html.\" width=\"623\" height=\"393\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2863\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: https:\/\/www.merkur.de\/politik\/verwundet-wladimir-putin-ukraine-krieg-verluste-russland-armee-soldaten-tot-zr-93189496.html.<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Die russische Einsatzf\u00fchrung ist genau auf diese F\u00e4h<\/span>igkeit aufgebaut, und Russland hat die Konflikte in der Vergangenheit \u2013 mit Ausnahme des Afghanistan-Krieges 1979 und des Georgien-Krieges 2008 \u2013 stets als Abn\u00fctzungskriege konzipiert: ausgehend vom Zweiten Weltkrieg, \u00fcber die beiden Tschetschenien-Kriege, bis zu den Eins\u00e4tzen in Syrien und nun in der Ukraine.[44] Die westliche Einsatz- und Operationsf\u00fchrung der j\u00fcngeren Vergangenheit (z. B. Operation Joint Guardian im Kosovo, Operation Enduring Freedom in Afghanistan und Operation Iraqi Freedom im Irak) war auf Man\u00f6ver ausgerichtet. Dort, wo das Man\u00f6ver in eine Abn\u00fctzung \u00fcberging (z. B. Irak oder Afghanistan), wurde meist kein nachhaltiger Erfolg erzielt.<\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-weight: 400\">Die russische Einsatzf\u00fchrung ist genau auf diese F\u00e4h<\/span>igkeit aufgebaut, und Russland hat die Konflikte in der Vergangenheit stets als Abn\u00fctzungskriege konzipiert.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dabei ist es wichtig, eine Mischung von hoch- und niedrigentwickelten Kr\u00e4ften und Waffensystemen vorzuhalten.[45] Denn hochentwickelte Waffen bed\u00fcrfen auch bestens ausgebildeter Soldaten. Hier spielt der Faktor Zeit f\u00fcr die Bereitstellung und Ausbildung der Kr\u00e4fte eine signifikante Rolle.[46] Hat man ein solches Modell etabliert, sind Verluste sehr schmerzhaft und nur schwer zu ersetzen. Bei einem System, welches nur begrenzt High-End-Waffen und hochqualifizierte Soldaten einsetzt, ist die F\u00e4higkeit, diese bei Ausfall schneller zu ersetzen (nur bei funktionierender Kriegswirtschaft), gr\u00f6\u00dfer.<\/p>\n<p>Ein weiterer wichtiger Faktor im Zusammenhang mit einer erh\u00f6hten Verlusttoleranz ist das Vorhandensein einer r\u00e4umlichen Tiefe.[47] Die Preisgabe von Gel\u00e4nde, um den Gegner abzun\u00fctzen, ist der Kern einer Verz\u00f6gerungstaktik. Diese Methode funktioniert allerdings auch auf den anderen Ebenen eines Konfliktes. Das bedeutet, dass die Preisgabe von Gel\u00e4nde in Kauf genommen wird, um den Gegner zu \u00fcberdehnen und letztlich so zu schw\u00e4chen, um dann wieder in die Offensive \u00fcberzugehen. Hier kommt klar zum Ausdruck, dass Verluste sich nicht nur auf Personal und Material, sondern auch auf Gel\u00e4nde beziehen. Derjenige wird hier erfolgreich sein, der mit Verlusten in den drei Kategorien am besten umgehen \u2013 also sie ausgleichen beziehungsweise kompensieren \u2013 kann.<\/p>\n<h1><b>Vom passenden Mindset in einem Abnutzungskrieg<\/b><\/h1>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Diese F\u00e4higkeit bedarf eines bes<\/span>timmten Mindsets, welche sich vor allem doktrin\u00e4r und in der spezifischen Art und Form der F\u00fchrung manifestiert. Die westlichen Streitkr\u00e4fte bauen auf ein bestens ausgebildetes Unteroffizierskorps auf. Diese Unteroffiziere durchlaufen eine lange, teilweise mehrj\u00e4hrige Ausbildung, bis sie ihre Einsatzreife erlangen. Damit verbunden ist auch eine F\u00fchrungsphilosophie, die es erm\u00f6glicht, Aufgaben und Verantwortung in der Hierarchie nach unten zu delegieren. Dieses Mindset erm\u00f6glicht erst die Auftragstaktik, die in der Tradition der Streitkr\u00e4fte der westlichen Hemisph\u00e4re verankert ist.[48]<\/p>\n<p>Im Abn\u00fctzungskrieg hat dieses Mindset jedoch auch seine Nachteile, die im oben beschriebenen Zeitaufwand f\u00fcr die Ausbildung hochspezialisierter Streitkr\u00e4fte begr\u00fcndet sind.[49] Die Ausf\u00e4lle solcher sehr gut ausgebildeten Soldaten zu kompensieren scheint nur schwer m\u00f6glich zu sein. Das f\u00fchrt dazu, dass, selbst wenn hochentwickelte Waffensysteme vorhanden sind, die Kr\u00e4fte, die sie planen, einsetzen und bedienen sollen, nicht mehr ausreichend zur Verf\u00fcgung stehen, je l\u00e4nger der Konflikt dauert.[50]<\/p>\n<figure id=\"attachment_2862\" aria-describedby=\"caption-attachment-2862\" style=\"width: 1397px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2862\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/03\/Picture5.png\" alt=\"Quelle: Verfasser.\" width=\"1397\" height=\"785\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2862\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: Verfasser.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Ansatz der Russischen F\u00f6deration liegt in einem weniger gut ausgebildeten Reservistenpool, der sich aus einem Wehrpflichtigensystem generiert.[51] Es fehlt allerdings ein Unteroffizierskorps nach westlichem Muster, sodass die Streitkr\u00e4fte sehr Offiziers-zentriert ausgerichtet sind. Diese Herangehensweise macht das System hinsichtlich der auftretenden Verluste, vor allem auf der unteren taktischen und gefechtstechnischen Ebene, adaptionsf\u00e4higer in einem Abn\u00fctzungskrieg. Weniger hoch qualifizierte Kr\u00e4fte sind bei Ausfall rascher zu ersetzen. Die F\u00fchrungsphilosophie der russischen Streitkr\u00e4fte braucht traditionell keine (gut ausgebildeten) Unteroffiziere, da auf der taktischen und gefechtstechnischen Ebene der Ansatz einer Befehlstaktik angewendet wird.[52] Allerdings erfordern die kleinen, agilen Sturmabteilungen sehr wohl eine adaptierte Form der Befehlstaktik. Diese Gruppierungen werden zwar teilweise zentral befohlen, aber dezentral gef\u00fchrt.[53]<\/p>\n<p>Vershinin spricht von einer sogenannten \u201ehigh\/low mixture\u201c der Kr\u00e4fte.[54]<span style=\"font-weight: 400\"> Dies ist eine Mischung von hochprofessionellen Kr\u00e4ften westlichen Musters als entscheidende Angriffskr\u00e4fte, und Low-end-Formationen, welche in ihrer Masse die Linien halten und sich langsam in ihrer Offensivf\u00e4higkeit weiterentwickeln. Diese werden \u00fcber die Zeit des Einsatzes immer besser und effizienter. Das f\u00fchrt in weiterer Folge zu einem Spiel auf Zeit, welches der gewinnt, der sie zu seinem Vorteil nutzt.<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[55]<\/span><\/p>\n<h1><b>Man\u00f6vererfolge im Abn\u00fctzungskrieg<\/b><\/h1>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Seit dem Sommer 2023 schein<\/span>en die Kr\u00e4fte der Russischen F\u00f6deration in einer langsamen, aber steten Vorw\u00e4rtsbewegung zu sein. Genau mit diesen kleinr\u00e4umigen Ans\u00e4tzen durch Sturmabteilungen gelingt es den Russen wieder, ihr Man\u00f6ver der doppelten Umfassung erfolgreich einzusetzen. Windschutzg\u00fcrtel nach Windschutzg\u00fcrtel und Ortschaft nach Ortschaft werden, in m\u00fchseligen Angriffen mit hohen Verlusten, Kilometer f\u00fcr Kilometer in Besitz genommen. Dabei sind nicht nur hochentwickelte Waffensysteme im Einsatz, sondern mit Masse \u00e4lteres Kriegsger\u00e4t, das allerdings rasch wieder ersetzt werden kann, falls es ausf\u00e4llt.<\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-weight: 400\">Seit dem Sommer 2023 schein<\/span>en die Kr\u00e4fte der Russischen F\u00f6deration in einer langsamen, aber steten Vorw\u00e4rtsbewegung zu sein.<\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Erfolge sind auf einen Abn\u00fctzungskrieg in zwei Phasen zur\u00fcckzuf\u00fchren. Nach Vershinin wird in der ersten Phase der Gegner dazu gebracht, seine Kr\u00e4fte einzusetzen und hohe Verluste zu erleiden, die er nicht rasch genug wieder ersetzen kann.[56] W\u00e4hrenddessen verz\u00f6gern die eigenen Kr\u00e4fte das Vorgehen des Gegners mit weniger gut ausgebildeten Kr\u00e4ften, um Zeit f\u00fcr die Aufstellung neuer trainierter Kr\u00e4fte zu gewinnen.[57] Dieser Vorgang erstreckt sich je nach St\u00e4rke der Konfliktparteien \u00fcber mehrere Jahre.<\/p>\n<p>Sind die Kr\u00e4fte verf\u00fcgbar und der Gegner geschw\u00e4cht, werden entscheidende Eins\u00e4tze durchgef\u00fchrt. In Phase eins der Abnutzung ist Feuer das dominante Element, nicht das Man\u00f6ver. Wenn die Feuer\u00fcberlegenheit gegeben ist, die Angriffskr\u00e4fte formiert sind, der Gegner \u00fcberdehnt und seine Reserven geschw\u00e4cht wurden, beginnt die zweite Phase.[58] Zus\u00e4tzlich dazu sollte die kritische Infrastruktur soweit beeintr\u00e4chtigt sein, dass ein Nachschub an Kriegsmaterial nur bedingt m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Der Ansatz wird dann breit gef\u00fchrt, um an verschiedenen Stellen gleichzeitig vorzugehen und so den Gegner weiter zu \u00fcberdehnen, bis die Front bricht.[59] Dann ist ein Einsatz weiter in die Tiefe m\u00f6glich. Diesen Punkt haben die Streitkr\u00e4fte der Russischen F\u00f6deration noch nicht erreicht, doch sind sie sehr nahe an der zweiten Phase dran. Die westliche Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine verz\u00f6gert einen Erfolg der Russen noch entsprechend, jedoch ist die Menge an unterschiedlichen Systemen, die den Ukrainern zur Verf\u00fcgung gestellt werden, Segen und Fluch zugleich.[60] Wie bere<span style=\"font-weight: 400\">its erw\u00e4hnt, greifen hier Logistik und Ausbildung ineinander, um diese komplexe Aufgabe zu meistern. Dabei ist der im Vorteil, welcher die Aufgabe einfacher und schneller erf\u00fcllt.<\/span><\/p>\n<h1><b>Fazit f\u00fcr die Streitkr\u00e4fteentwicklung<\/b><\/h1>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Die Mengen an R\u00fcstungsg\u00fctern, die der Ukraine zur Verf\u00fcgung gestellt werden beziehungsweise zur Verf\u00fcgung stehen, sind teilweise sehr gering und bedingen aufgrund ihrer Komplexit\u00e4t eine langwierige Ausbildung, die gro\u00dfteils nicht durch die Ukraine selbst geleistet werden kann (z. B. F-16).<\/span><a href=\"https:\/\/d.docs.live.net\/a16201e433c5e49f\/Desktop\/TDHJ\/TMAF\/2024\/04_Article\/Kunovjanek\/Kunovjanek_Manoever_Abnutzung_final.docx#_edn61\"><span style=\"font-weight: 400\">[61]<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\"> Bei der Menge an unterschiedlichen Systemen gibt es auch eine gro\u00dfe logistische Herausforderung. Teilweise erfolgt die Versorgung und Instandsetzung \u00fcber Drittl\u00e4nder, was die Versorgungslinien stark verl\u00e4ngert. Hier hilft der Russischen F\u00f6deration, im Gegensatz zur Ukraine, die strategische Tiefe ihres Territoriums. F\u00fcr die Entwicklung der Streitkr\u00e4fte im Allgemeinen hei\u00dft dies, die Komplexit\u00e4t \u2013 vor allem im Bereich der Logistik \u2013 so gering wie m\u00f6glich zu halten, das Ausbildungssystem im Frieden so wie im Einsatz zu gestalten \u2013 oder die Friedensausbildung im Einsatz fortzusetzen \u2013 sowie den Schutz der kritischen Infrastruktur zu erh\u00f6hen.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_2861\" aria-describedby=\"caption-attachment-2861\" style=\"width: 1416px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2861\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/03\/Picture6.png\" alt=\"Quelle: \u00d6sterreichisches Bundesheer.\" width=\"1416\" height=\"785\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2861\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: \u00d6sterreichisches Bundesheer.<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">In der Phase, in der es um Gel\u00e4ndegewinne geht, sind die Tr\u00e4ger des Kampfes die Infanterie und Feuerunterst\u00fctzungselemente (Luftmittel und Artillerie). Die mechanisierte Truppe fungiert in den modernen Konfliktszenarien vielfach als Feuerunterst\u00fctzungselement und nicht mehr als der Tr\u00e4ger des Kampfes um Gel\u00e4nde. Der Einsatz von einfachen \u2013 logistisch und ausbildungstechnisch \u2013 Systemen, welche auch rasch produziert, gewartet und eingesetzt werden k\u00f6nnen, ist gerade gegen einen Gegner, der einen Abnutzungskrieg f\u00fchrt, essenziell. Die tiefgestaffelte Abwehr, wie sie auch in der Raumverteidigung im \u00d6sterreichischen Bundesheer angewandt wurde, ist hinsichtlich der Organisation einer defensiven Abnutzung wertvoll. Der Umgang mit neuen Technologien \u2013 Drohnen, autonome Waffensysteme, moderne Sensorik, Systeme der elektronischen Kampff\u00fchrung und Cybereffektoren \u2013 ist zu schulen und zur Anwendung zu bringen. Der Einsatz dieser Mittel ist allerdings das eine \u2013 das andere ist, unter dem gegnerischen Einsatz dieser Technologien zu lernen, Auftr\u00e4ge erfolgreich durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen. Die Ausbildung muss auch darauf entsprechend ausgerichtet werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Die Vermittlung eines entsprechenden Mindsets \u2013 die Erlangung einer Verteidigungsf\u00e4higkeit \u2013 hat gesamtstaatlich im Rahmen einer breiten Anwendung der Umfassenden Landesverteidigung zu erfolgen. Die Aufrechterhaltung der Wehrpflicht und die Festigung des bew\u00e4hrten Miliz-Systems sind weitere Bausteine, die sich aus der aktuellen Bedrohungslage ableiten lassen. Im \u00d6sterreichischen Bundesheer wurden mit der bevorstehenden Implementierung der neuen \u00d6sterreichischen Sicherheitsstrategie,<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[62]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> dem Aufbauplan \u00d6BH 2032+<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[63]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> und dem Zielbild 2032<\/span><span style=\"font-weight: 400\">[64]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Schritte zur grunds\u00e4tzlichen Wiedererlangung der Verteidigungsf\u00e4higkeit gesetzt. Investitionsprogramme, um wesentliche F\u00e4higkeiten \u2013 Luftabwehr, Artillerie, Schutz der Soldaten etc. \u2013 wiederzuerlangen, wurden initiiert. Die \u00dcbungst\u00e4tigkeit wird gesteigert und der Einsatz zur milit\u00e4rischen Landesverteidigung r\u00fcckt wieder in den Fokus.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">\u00a0<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Oberst des Generalstabsdienstes Professor (FH) Ing. Mag. (FH) Georg Kunovjanek, MSD PhD; Forschungsinteresse: F\u00fchrungskraft, F\u00fchrungsverfahren und F\u00fchrung im Cyber-Raum. Publikationen: Georg Kunovjanek, Georg Maier, <\/span><i><span style=\"font-weight: 400\">Von der F\u00fchrung \u2013 Das \u201eneue\u201c Theresianische F\u00fchrungsmodell<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400\"> (Berlin: Miles-Verlag, 2023). Georg Kunovjanek, <\/span><i><span style=\"font-weight: 400\">Cyber \u2013 Die Dom\u00e4ne der vernetzten Unsicherheit<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400\"> (Berlin: Miles-Verlag, 2021). Akademisches Bet\u00e4tigungsfeld: Studiengangsleiter des Fachhochschul-Bachelorstudienganges \u201eMilit\u00e4rische informations- und kommunikationstechnologische F\u00fchrung\u201c. Bei den in diesem Artikel vertretenen Ansichten handelt es sich um die des Autors. Diese m\u00fcssen nicht mit jenen des \u00f6sterreichischen Bundesministeriums f\u00fcr Landesverteidigung \u00fcbereinstimmen.<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[1]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Franz-Stefan Gady, \u201cDie R\u00fcckkehr des Krieges \u2013 Warum wir wieder lernen m\u00fcssen, mit Krieg umzugehen,\u201c (K\u00f6ln: 2024), 124.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[2]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Idem.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[3]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Immanuel Kant, \u201cKritik der reinen Vernunft,\u201c (Stuttgart: Reclam 1966), 351-353.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[4]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Carl von Clausewitz, \u201cVom Kriege,\u201c (Reinbek bei Hamburg: 1963), 21.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[5]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Carl Schmitt, \u201cDer Begriff des Politischen,\u201c (Berlin: Duncker &amp; Humblot 1932), 14.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[6]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Christian Stadler, \u201cKrieg,\u201c (Wien: UTB 2009), 7.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[7]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Georg Kunovjanek, \u201cCyber \u2013 Die Dom\u00e4ne der vernetzten Unsicherheit,\u201c (Berlin: Miles-Verlag 2021), 87.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[8]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Carl Decker, \u201cDer Kleine Krieg im Geist der neueren Kriegf\u00fchrung,\u201c (Berlin: 1844), 325.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[9]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Ibid., 1-27.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[10]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Werner Hahlweg, \u201cLehrmeister des Kleinen Krieges. Von Clausewitz bis Mao Tse-Tung und (Che) Guevara,\u201c (Darmstadt: 1968), 50.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[11]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Carl von Clausewitz, \u201cVom Kriege,\u201c (Reinbek bei Hamburg: 1963), 23.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[12]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> k. u. k. Heer,\u201cExerzierreglement f\u00fcr die k. u. k. Fu\u00dftruppen,\u201c (Wien: 1911), 165.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[13]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Dieter Schadenb\u00f6ck, \u201cVon der Taktik der Landstreitkr\u00e4fte,\u201c (Wien: 2013), 185.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[14]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Ibid., 190.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[15]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Carl Schmitt, \u201cDer Begriff des Politischen,\u201c (Berlin: Duncker &amp; Humblot 1932), 26-28.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[16]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Frederick W. Kagan, Kimberly Kagan et al., \u201cUkraine and the Problem of restoring Maneuver in Contemporary War,\u201c Institute for the Study of War, last accessed January 21, 2025,<\/span> <span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/www.understandingwar.org\/sites\/default\/files\/Ukraine%20and%20the%20Problem%20of%20Restoring%20Maneuver%20in%20Contemporary%20War_final.pdf<\/span><span style=\"font-weight: 400\">, 12.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[17]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Franz-Stefan Gady, \u201cDie R\u00fcckkehr des Krieges \u2013 Warum wir wieder lernen m\u00fcssen, mit Krieg umzugehen,\u201c (K\u00f6ln: 2024), 54-61.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[18]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Nico Lange, \u201cWie man Russland schlagen kann \u2013 Lektionen aus dem Verteidigungskrieg der Ukrainer,\u201d in De Gruyter, SIRIUS 2024\/8 (1), last accessed January 21, 2025,<\/span><a href=\"https:\/\/www.degruyter.com\/document\/doi\/10.1515\/sirius-2024-1003\/html?lang=de&amp;srsltid=AfmBOopf0Dj_vBtTLhcM80jNtvlkwacZl1swt1nq-LNq4e_JmM2MQ7EX\"> <span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/www.degruyter.com\/document\/doi\/10.1515\/sirius-2024-1003\/html?lang=de&amp;srsltid=AfmBOopf0Dj_vBtTLhcM80jNtvlkwacZl1swt1nq-LNq4e_JmM2MQ7EX<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">, 30.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[19]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Bundesministerium f\u00fcr Landesverteidigung, \u201cDienstvorschrift f\u00fcr das Bundesheer Truppenf\u00fchrung (TF),\u201c (Wien: 2004), 54.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[20]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> \u201cWhy Russia\u00b4s new Assault Units are 80 years old,\u201d Battle Order, last accessed January 21, 2025,<\/span><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Yy1M0HC4yns\"> <span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Yy1M0HC4yns<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[21]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Founder of Frontelligence Insight for Euromaidan Press, \u201cCommand and Consequences: Ukraine\u2019s Systematic Failures and Potential Solutions,\u201d Frontelligence Insight, last accessed January 21, 2025,<\/span><a href=\"https:\/\/frontelligence.substack.com\/p\/command-and-consequences-ukraines\"> <span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/frontelligence.substack.com\/p\/command-and-consequences-ukraines<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[22]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Sarah Werner, \u201cMit R\u00fcstung und Tricks entkommt Putin der Sanktions-Falle,\u201d in Focus Online, last accessed January 21, 2025,<\/span><a href=\"https:\/\/m.focus.de\/finanzen\/wie-russland-trotz-westlicher-sanktionen-eine-kriegswirtschaft-aufbaut_id_185985070.html\"> <span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/m.focus.de\/finanzen\/wie-russland-trotz-westlicher-sanktionen-eine-kriegswirtschaft-aufbaut_id_185985070.html<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[23]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Stadt Essen, \u201c Oberb\u00fcrgermeister verurteilt russische Angriffe auf zivile Infrastruktur in der Ukraine,\u201d last accessed January 21, 2025,<\/span><a href=\"https:\/\/www.essen.de\/meldungen\/pressemeldung_1481942.de.html\"> <span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/www.essen.de\/meldungen\/pressemeldung_1481942.de.html<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[24]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Nico Lange, \u201cWie man Russland schlagen kann \u2013 Lektionen aus dem Verteidigungskrieg der Ukrainer,\u201d in De Gruyter, SIRIUS 2024\/8 (1), last accessed January 21, 2025,<\/span><a href=\"https:\/\/www.degruyter.com\/document\/doi\/10.1515\/sirius-2024-1003\/html?lang=de&amp;srsltid=AfmBOopf0Dj_vBtTLhcM80jNtvlkwacZl1swt1nq-LNq4e_JmM2MQ7EX\"> <span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/www.degruyter.com\/document\/doi\/10.1515\/sirius-2024-1003\/html?lang=de&amp;srsltid=AfmBOopf0Dj_vBtTLhcM80jNtvlkwacZl1swt1nq-LNq4e_JmM2MQ7EX<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">, 32.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[25]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Founder of Frontelligence Insight for Euromaidan Press, \u201cCommand and Consequences: Ukraine\u2019s Systematic Failures and Potential Solutions,\u201d Frontelligence Insight, last accessed January 21, 2025,<\/span><a href=\"https:\/\/frontelligence.substack.com\/p\/command-and-consequences-ukraines\"> <span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/frontelligence.substack.com\/p\/command-and-consequences-ukraines<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[26]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Franz-Stefan Gady, \u201cDie R\u00fcckkehr des Krieges \u2013 Warum wir wieder lernen m\u00fcssen, mit Krieg umzugehen,\u201c (K\u00f6ln: 2024), 180-184.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[27]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Linus Birrel, \u201cDie Sto\u00dftruppen des Weltkrieges als Vorbilder in der Reichswehr unter Hans von Seeckt (1920-1926),\u201d Portal Milit\u00e4rgeschichte, VI. Teil: \u201eNeue Forschungen zur Reichswehr\u201c, in: Themenschwerpunkt \u201eNeue Forschungen zur Reichswehr\u201c, hrsg. von Jannes Bergmann\/Paul Fr\u00f6hlich\/Wencke Meteling, Portal Milit\u00e4rgeschichte, last accessed January 21, 2025, https:\/\/portal-militaergeschichte.de\/birrel_stosstruppen, DOI:<\/span><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.15500\/akm.20.03.2023\"> <span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/doi.org\/10.15500\/akm.20.03.2023<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">, 1.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[28]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Olga Oliker, \u201cRussia\u00b4s Chechen Wars 1994-2000: Lessons from Urban Combat,\u201d RAND, last accessed January 21, 2025,<\/span><a href=\"https:\/\/www.rand.org\/content\/dam\/rand\/pubs\/monograph_reports\/MR1289\/RAND_MR1289.pdf\"> <span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/www.rand.org\/content\/dam\/rand\/pubs\/monograph_reports\/MR1289\/RAND_MR1289.pdf<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">, 7.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[29]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Ibid., 5-16.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[30]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Dimitri Minic, \u201cWhat Does the Russian Army Think About its War in Ukraine? Criticisms, Recommendations, Adaptations\u201c, French Institute of International Relations, last accessed January 21, 2025,<\/span><a href=\"https:\/\/www.ifri.org\/sites\/default\/files\/migrated_files\/documents\/atoms\/files\/rer44_minic_armee_russe_retex_us_sept2023.pdf\"> <span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/www.ifri.org\/sites\/default\/files\/migrated_files\/documents\/atoms\/files\/rer44_minic_armee_russe_retex_us_sept2023.pdf<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">, 24.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[31]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Christian Hahn, Markus Reisner, \u201cDie russische Dampfwalze,\u201d Truppendienst, last accessed January 21, 2025,<\/span> <span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/www.truppendienst.com\/themen\/beitraege\/artikel\/die-russische-dampfwalze<\/span><span style=\"font-weight: 400\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[32]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Dimitri Minic, \u201cWhat Does the Russian Army Think About its War in Ukraine? Criticisms, Recommendations, Adaptations\u201c, French Institute of International Relations, last accessed January 21, 2025,<\/span><a href=\"https:\/\/www.ifri.org\/sites\/default\/files\/migrated_files\/documents\/atoms\/files\/rer44_minic_armee_russe_retex_us_sept2023.pdf\"> <span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/www.ifri.org\/sites\/default\/files\/migrated_files\/documents\/atoms\/files\/rer44_minic_armee_russe_retex_us_sept2023.pdf<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">, 20-25.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[33]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Franz-Stefan Gady, \u201cDie R\u00fcckkehr des Krieges \u2013 Warum wir wieder lernen m\u00fcssen, mit Krieg umzugehen,\u201c (K\u00f6ln: 2024), 259.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[34]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> \u201cWhy Russia\u2019s new Assault Units are 80 years old,\u201d Battle Order, last accessed January 21, 2025,<\/span><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Yy1M0HC4yns\"> <span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Yy1M0HC4yns<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[35]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Idem.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[36]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Timothy Thomas, \u201cRussian Lessons learned in Syria: An Assessment\u201c, MITRE Center for Technology and National Security, last accessed January 21, 2025,<\/span><a href=\"https:\/\/www.mitre.org\/sites\/default\/files\/2021-11\/prs-19-3483-russian-lessons-learned-in-syria.pdf\"> <span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/www.mitre.org\/sites\/default\/files\/2021-11\/prs-19-3483-russian-lessons-learned-in-syria.pdf<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">, 9.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[37]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> \u201cWhy Russia\u00b4s new Assault Units are 80 years old,\u201d Battle Order, last accessed January 21, 2025,<\/span><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Yy1M0HC4yns\"> <span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Yy1M0HC4yns<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">.<\/span><\/p>\n<p>[38] Idem.<\/p>\n<p>[39] Idem.<\/p>\n<p>[40] Idem.<\/p>\n<p>[41] Patrick <span style=\"font-weight: 400\">Mayer, \u201cIn nur zwei Monaten: Riesige Verluste unter Putins russischen Soldaten gemeldet,\u201d in Merkur.de, last accessed January 21, 2025,<\/span><a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/politik\/verwundet-wladimir-putin-ukraine-krieg-verluste-russland-armee-soldaten-tot-zr-93189496.html\"> <span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/www.merkur.de\/politik\/verwundet-wladimir-putin-ukraine-krieg-verluste-russland-armee-soldaten-tot-zr-93189496.html<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[42]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Alex, Vershinin, \u201cThe Attritional Art of War: Lessons from the Russian War on Ukraine,\u201d Royal United Services Institute (RUSI), last accessed January 21, 2025,<\/span><a href=\"https:\/\/rusi.org\/explore-our-research\/publications\/commentary\/attritional-art-war-lessons-russian-war-ukraine\"> <span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/rusi.org\/explore-our-research\/publications\/commentary\/attritional-art-war-lessons-russian-war-ukraine<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">, 1-2.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[43]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Ibid., 2.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[44]<\/span> <span style=\"font-weight: 400\">Timothy Thomas, \u201cRussian Lessons learned in Syria: An Assessment\u201c, MITRE Center for Technology and National Security, last accessed January 21, 2025,<\/span><a href=\"https:\/\/www.mitre.org\/sites\/default\/files\/2021-11\/prs-19-3483-russian-lessons-learned-in-syria.pdf\"> <span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/www.mitre.org\/sites\/default\/files\/2021-11\/prs-19-3483-russian-lessons-learned-in-syria.pdf<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">, 9.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[45]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Alex, Vershinin, \u201cThe Attritional Art of War: Lessons from the Russian War on Ukraine,\u201d Royal United Services Institute (RUSI), last accessed January 21, 2025,<\/span><a href=\"https:\/\/rusi.org\/explore-our-research\/publications\/commentary\/attritional-art-war-lessons-russian-war-ukraine\"> <span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/rusi.org\/explore-our-research\/publications\/commentary\/attritional-art-war-lessons-russian-war-ukraine<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">, 2.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[46]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Ibid., 3-5.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[47]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Franz-Stefan Gady, \u201cDie R\u00fcckkehr des Krieges \u2013 Warum wir wieder lernen m\u00fcssen, mit Krieg umzugehen,\u201c (K\u00f6ln: 2024), 201-212.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[48]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Frederick W. Kagan, Kimberly Kagan et al., \u201cUkraine and the Problem of restoring Maneuver in Contemporary War\u201c, Institute for the Study of War, last accessed January 21, 2025,<\/span> <span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/www.understandingwar.org\/sites\/default\/files\/Ukraine%20and%20the%20Problem%20of%20Restoring%20Maneuver%20in%20Contemporary%20War_final.pdf<\/span><span style=\"font-weight: 400\">, 30-31.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">[49]<\/span><span style=\"font-weight: 400\"> Founder of Frontelligence Insight for Euromaidan Press, \u201cCommand and Consequences: Ukraine\u2019s Systematic Failures and Potential Solutions,\u201d Frontelligence Insight, last accessed January 21, 2025,<\/span><a href=\"https:\/\/frontelligence.substack.com\/p\/command-and-consequences-ukraines\"> <span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/frontelligence.substack.com\/p\/command-and-consequences-ukraines<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">.<\/span><\/p>\n<p>[50] Alex,<span style=\"font-weight: 400\"> Vershinin, \u201cThe Attritional Art of War: Lessons from the Russian War on Ukraine,\u201d Royal United Services Institute (RUSI), last accessed January 21, 2025,<\/span><a href=\"https:\/\/rusi.org\/explore-our-research\/publications\/commentary\/attritional-art-war-lessons-russian-war-ukraine\"> <span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/rusi.org\/explore-our-research\/publications\/commentary\/attritional-art-war-lessons-russian-war-ukraine<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">, 3-5.<\/span><\/p>\n<p>[51] Ibid., 5.<\/p>\n<p>[52] Ibid., 4.<\/p>\n<p>[53] Dimitri <span style=\"font-weight: 400\">Minic, \u201cWhat Does the Russian Army Think About its War in Ukraine? Criticisms, Recommendations, Adaptations\u201c, French Institute of International Relations, last accessed January 21, 2025,<\/span><a href=\"https:\/\/www.ifri.org\/sites\/default\/files\/migrated_files\/documents\/atoms\/files\/rer44_minic_armee_russe_retex_us_sept2023.pdf\"> <span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/www.ifri.org\/sites\/default\/files\/migrated_files\/documents\/atoms\/files\/rer44_minic_armee_russe_retex_us_sept2023.pdf<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">, 23.<\/span><\/p>\n<p>[54] Alex, <span style=\"font-weight: 400\">Vershinin, \u201cThe Attritional Art of War: Lessons from the Russian War on Ukraine,\u201d Royal United Services Institute (RUSI), last accessed January 21, 2025,<\/span><a href=\"https:\/\/rusi.org\/explore-our-research\/publications\/commentary\/attritional-art-war-lessons-russian-war-ukraine\"> <span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/rusi.org\/explore-our-research\/publications\/commentary\/attritional-art-war-lessons-russian-war-ukraine<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">, 2.<\/span><\/p>\n<p>[55] Ibid., 5.<\/p>\n<p>[56] Ibid., 6.<\/p>\n<p>[57] Idem.<\/p>\n<p>[58] Idem.<\/p>\n<p>[59] Idem.<\/p>\n<p>[60] Nic<span style=\"font-weight: 400\">o Lange, \u201cWie man Russland schlagen kann \u2013 Lektionen aus dem Verteidigungskrieg der Ukrainer,\u201d in De Gruyter, SIRIUS 2024\/8 (1), last accessed January 21, 2025,<\/span><a href=\"https:\/\/www.degruyter.com\/document\/doi\/10.1515\/sirius-2024-1003\/html?lang=de&amp;srsltid=AfmBOopf0Dj_vBtTLhcM80jNtvlkwacZl1swt1nq-LNq4e_JmM2MQ7EX\"> <span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/www.degruyter.com\/document\/doi\/10.1515\/sirius-2024-1003\/html?lang=de&amp;srsltid=AfmBOopf0Dj_vBtTLhcM80jNtvlkwacZl1swt1nq-LNq4e_JmM2MQ7EX<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">, 32.<\/span><\/p>\n<p>[61] Franz-Stefan Gady, \u201cDie R\u00fcckkehr des Krieges \u2013 Warum wir wieder lernen m\u00fcssen, mit Krieg umzugehen,\u201c (K\u00f6ln: 2024), 251-254.<\/p>\n<p>[62] Bundeskanzleramt, \u201c\u00d6sterreichische Sicherheitsstrategie 2024,\u201c last accessed January 21, 2025,<a href=\"https:\/\/www.bmi.gv.at\/502\/files\/240827_Sichterheitsstrategie_A4_BF_04092024.pdf\"> <span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/www.bmi.gv.at\/502\/files\/240827_Sichterheitsstrategie_A4_BF_04092024.pdf<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\">.<\/span><\/p>\n<p>[63] Bundesministerium f\u00fcr Landesverteidigung, \u201cAufbauplan \u00d6BH 2032+,\u201d (Wien: 2024).<\/p>\n<p>[64] Bundesministerium f\u00fcr Landesverteidigung, \u201cZielbild \u00d6BH 2032,\u201c (Wien: 2024). (Einges<span style=\"font-weight: 400\">chr\u00e4nkt klassifiziert)<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abstract: Das Prinzip von Wirkung und Man\u00f6ver fu\u00dft unter anderem auch auf der Informations\u00fcberlegenheit beziehungsweise Informationsdominanz.[1] Durch den Einsatz von einem gro\u00dfen Portfolio an Sensoren \u2013 auf allen Seiten eines Konfliktes \u2013 am modernen Gefechtsfeld wird das Element Bewegung zusehends erschwert. Eine Parit\u00e4t der Informationsbeschaffung f\u00fchrt zwangsl\u00e4ufig vom Man\u00f6ver in eine Abnutzung. 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