{"id":2876,"date":"2025-06-02T06:16:17","date_gmt":"2025-06-02T05:16:17","guid":{"rendered":"https:\/\/tdhj.org\/de\/?p=2876"},"modified":"2025-06-02T06:16:17","modified_gmt":"2025-06-02T05:16:17","slug":"crink-china-militaerstrategie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tdhj.org\/de\/post\/crink-china-militaerstrategie\/","title":{"rendered":"CRINK als die neue \u201eAchse des B\u00f6sen\u201c? Ableitungen aus der chinesischen Milit\u00e4rstrategie"},"content":{"rendered":"<p><strong><u>Abstract:<\/u><\/strong> Im Falle Chinas[1] ist eine deutlich st\u00e4rkere Orientierung aller Teilstrategien an der Grand Strategy und deren Koordinierung f\u00fcr die Erreichung jener als in westlichen Staaten gegeben. Eine vorangestellte Betrachtung des chinesischen strategischen Denkens ist daher notwendig, bevor die chinesische Milit\u00e4rstrategie in ihrer Entwicklungsgeschichte dahingehend analysiert wird, welche Aussagen bez\u00fcglich der Bildung von Allianzen dort get\u00e4tigt werden. Zudem wird anhand von Beispielen jenseits der Worte betrachtet, ob sich dieses Bild in der Praxis halten l\u00e4sst.<\/p>\n<p><strong><u>Problemdarstellung:<\/u><\/strong> Bei den Kooperationen in unterschiedlichen Formen und Intensit\u00e4ten, die China mit den Staaten Russland, Nordkorea und Iran unterh\u00e4lt, stellt sich die Frage, ob auch zuk\u00fcnftig mit einem gemeinsamen und belastbaren Handeln dieser Staaten zu rechnen ist, oder ob es sich lediglich um eine punktuelle und nur jeweils bilaterale Zusammenarbeit handelt.<\/p>\n<p><strong><u>Was nun?:<\/u><\/strong> Eine Antwort auf die Frage, ob es sich bei den Kooperationsbeziehungen lediglich um punktuelles und jeweils bilaterales Zusammenarbeiten handelt, ist f\u00fcr die Strategieentwicklung, wie dem begegnet werden kann, relevant.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2878\" aria-describedby=\"caption-attachment-2878\" style=\"width: 2560px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2878\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/05\/05_Mueller-scaled.jpg\" alt=\"Source: shutterstock.com\/Thomas Ragina.\" width=\"2560\" height=\"1707\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2878\" class=\"wp-caption-text\">Source: shutterstock.com\/Thomas Ragina.<\/figcaption><\/figure>\n<h1><strong>Einf\u00fchrung und Fragestellung<\/strong><\/h1>\n<p>Im Juli 2024 stellte der NATO-Rat auf seinem Gipfel in Washington in seinem Beschluss fest, dass \u201eChina durch seine sogenannte \u201agrenzenlose\u2018 Partnerschaft und seine gro\u00df angelegte Unterst\u00fctzung der russischen wehrtechnischen Basis zu einem entscheidenden Bef\u00e4higer von Russlands Krieg gegen die Ukraine geworden ist. Dies versch\u00e4rft die Bedrohung, die Russland f\u00fcr seine Nachbarn und die euroatlantische Sicherheit darstellt.\u201c[2] Und weiter: \u201eDie von der Volksrepublik China erkl\u00e4rten Ziele und ihre Politik des Zwangs stellen unsere Interessen, unsere Sicherheit und unsere Werte weiter vor Herausforderungen. [\u2026] China stellt die euroatlantische Sicherheit weiterhin vor systemische Herausforderungen. [\u2026] Gleichzeitig bauen wir unser gemeinsames Lagebild aus, erh\u00f6hen unsere Resilienz und Einsatzbereitschaft und sch\u00fctzen uns gegen Chinas Taktik des Zwangs und seine Versuche, das B\u00fcndnis zu spalten.\u201c[3] In der gleichen Abschlusserkl\u00e4rung werden neben Russland und der China vor allem noch die sicherheitsgef\u00e4hrdenden Aktivit\u00e4ten Nordkoreas und Irans hervorgehoben.<\/p>\n<blockquote><p>Die von der Volksrepublik China erkl\u00e4rten Ziele und ihre Politik des Zwangs stellen unsere Interessen, unsere Sicherheit und unsere Werte weiter vor Herausforderungen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Mit Blick auf die in dem NATO-Beschluss genannten vier Akteure erscheint immer \u00f6fter ein neues Akronym in der \u00d6ffentlichkeit: CRINK, welches f\u00fcr China, Russland, Iran und Nordkorea steht[4]. Es finden sich auch Konnotationen wie \u201edie neue Achse des B\u00f6sen\u201c[5], auch wenn die Nutzung dieses Begriffes in einer historischen Reihe nach den Achsenm\u00e4chten des Zweiten Weltkriegs und nach den Terroranschl\u00e4gen des 11. Septembers f\u00fcr die L\u00e4nder Iran, Irak und Nordkorea umstritten ist.[6]<\/p>\n<p>Ausgangspunkt der hier vorgestellten sicherheitspolitischen Analyse ist die Betrachtung Chinas als \u201esystemische Herausforderung\u201c oder \u201esystemischer Rivale\u201c[7]. Eingebettet in das \u00fcbergeordnete strategische Denken Chinas erscheint es folgerichtig, zu schauen, ob die chinesische Milit\u00e4rstrategie Hinweise f\u00fcr eine zentrale Fragestellung gibt: Handelt es sich bei CRINK um eine aktiv gesteuerte Allianz auf Grundlage eines gemeinsamen, konzertierten und stabilen Vorgehens oder lediglich um punktuelle bilaterale, ggf. sogar opportunistische Zusammenarbeiten. Daf\u00fcr wird zun\u00e4chst in das strategische Denken Chinas eingef\u00fchrt, um dann die chinesische Milit\u00e4rstrategie, sowohl die aktuelle wie auch die chronologische (Weiter-)Entwicklung, auf Hinweise bez\u00fcglich der Bedeutung und Nutzung von Allianzen zu untersuchen. Es wird nicht auf die konkrete Ausgestaltung der Beziehungen zwischen China und den anderen CRINK-L\u00e4ndern eingegangen, sondern vielmehr in den Schlussfolgerungen eine Bewertung anhand der Ableitungen aus der chinesischen (Milit\u00e4r-)Strategie vorgenommen, ob es sich um eine Allianz im oben beschriebenen Sinne handelt und welche potenziellen Konsequenzen ggf. daraus erwachsen.<\/p>\n<h1><strong>Einblicke in das strategische Denken Chinas<\/strong><\/h1>\n<p>Das nationale Kerninteresse Chinas umfasst sowohl die nationale Sicherheit wie auch die innerstaatliche Entwicklung, ist nicht nur in Krisen- und Konfliktzeiten, sondern gerade auch im Frieden relevant und dient daher als handlungsleitender Rahmen sowohl f\u00fcr die innere wie auch die \u00e4u\u00dfere Politikgestaltung.[8] China spricht hier von einem \u201eHolistic National Security Concept\u201c[9]. Das Denken ist daher darauf gerichtet, die innere Stabilit\u00e4t zu gew\u00e4hrleisten, weil nur sie die Realisierung des Gesellschaftsvertrages einer positiven und konstanten nationalen und \u00f6konomischen Entwicklung erm\u00f6glichen und dadurch den Machterhalt der Kommunistischen Partei Chinas sicherstellen kann: \u201eTo maintain China\u2019s fundamental system and state security; state sovereignty and territorial integrity; and the continued stable development of the economy and society.\u201c[10] Daraus folgt, dass unter dem Stichwort der sogenannten \u201edual circulation\u201c[11] die nationale \u00fcber die internationale Entwicklung priorisiert wird. Dies spiegelt sich beispielweise in der sogenannten \u201eMade in China 2025\u201c-Strategie wider.[12] Aus dem oben beschriebenen Kerninteresse Chinas leitet sich wiederum ab: \u201eIt is necessary to uphold a holistic view of national security, balance internal and external security, homeland and citizen security, traditional and nontraditional security, subsistence and development security, and China\u2019s own security and the common security of the world.\u201c[13] China spricht mit Blick auf die Welt daher auch von der sogenannten \u201ecommunity of shared future for mankind\u201c.[14] Zur Erreichung dieser bedarf es einer strategischen Grundlage gegen\u00fcber der internationalen Gemeinschaft und f\u00fcr die individuellen Beziehungen zu anderen Staaten. F\u00fcr diese Strategie findet sich der Name \u201eBeijing Consensus\u201c oder das \u201eChina-Modell\u201c.[15] Die Aufstellung eines Gegenentwurfs alleine reicht aber nicht aus, sondern China versucht aktiv, seine geopolitische und geo\u00f6konomische Macht zu nutzen, um die existierende regelbasierte Weltordnung zu untergraben und eine alternative, st\u00e4rker chinesische Werte und Vorstellungen widerspiegelnde Ordnung zu etablieren.[16] Ziel ist es dabei, dass es zu einer deutlichen Abnahme der Diskrepanz zwischen der eigenen Ordnung und der umgebenden Ordnung kommt:[17] \u201eOrder abroad is often a reflection of order at home.\u201c[18]<\/p>\n<blockquote><p>It is necessary to uphold a holistic view of national security, balance internal and external security, homeland and citizen security, traditional and nontraditional security, subsistence and development security, and China\u2019s own security and the common security of the world.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dabei bedient sich China dreier sequenzieller \u201estrategies of displacement\u201c:[19] Die erste z\u00e4hlt auf die Schw\u00e4chung des Einflusses der USA in der unmittelbaren Nachbarschaft Chinas, darauf aufsetzend der Aufbau einer regionalen Hegemonialstellung Chinas sowie dann die Verfolgung der beiden vorangegangenen Strategien auf globaler Ebene: \u201eThat order would span a \u201azone of super-ordinate influence\u2018 in Asia as well as \u201apartial hegemony\u2018 in swaths of the developing world that might gradually expand to encompass the world\u2019s industrialised centres.\u201c[20] Die Herangehensweise ist dabei g\u00e4nzlich gepr\u00e4gt von zwei grundlegenden (Selbst-)Verst\u00e4ndnissen: zum einen die ausgepr\u00e4gte Selbstwahrnehmung als eine Nation mit einer rein defensiv ausgerichteten Verteidigungspolitik[21], was auch dazu f\u00fchrte, dass der Begriff der \u201eCult of Defense\u201c [22] gepr\u00e4gt wurde. Diese Selbstwahrnehmung beruht auf der selbst gew\u00e4hlten Strategie des sogenannten \u201ePeaceful Rise\u201c.[23] Realpolitische Analysen vergangener Kriege lassen jedoch Zweifel an der Selbstwahrnehmung aufkommen,[24] was zum beschreibenden Begriff des \u201eoffensive realism\u201c[25] gef\u00fchrt hat. Zum anderen aber auch bez\u00fcglich der Wahl der Herangehensweise, wobei hier der indirekte Ansatz[26] gew\u00e4hlt wird.[27]<\/p>\n<h1><strong>Einf\u00fchrung in die chinesische Milit\u00e4rstrategie bis heute<\/strong><\/h1>\n<h2><em><u>Grunds\u00e4tzliche Eckpfeiler f\u00fcr die Entwicklung der Milit\u00e4rstrategie<\/u><\/em><\/h2>\n<p>Zentrales Gremium f\u00fcr die Festlegung der Milit\u00e4rstrategie ist die \u201eCentral Military Commission\u201c (CMC) der Kommunistischen Partei Chinas. Hier spiegelt sich das Selbstverst\u00e4ndnis der Einheit von Partei und Staat wider, das den Prinzipien einer Kaderpartei leninistischer Art folgt, so dass von einem anderen Verh\u00e4ltnis zwischen Partei und Staat als in westlichen Staaten ausgegangen werden muss.[28] Deswegen, wie bereits im vorangegangenen Abschnitt dargelegt, ist auch die kontinuierliche Herrschaft der Kommunistischen Partei eines der zentralen Kerninteressen des Staates China.<\/p>\n<p>Die Entwicklung und Aufstellung der Milit\u00e4rstrategie erfolgt vor dem Hintergrund des schon beschriebenen Verst\u00e4ndnisses einer \u201enational comprehensive power\u201c und ist daher konzeptionell sehr eng aus der sicherheitspolitischen Nomenklatur hergeleitet bzw. in diese eingebettet.[29] Die Gedanken der politischen F\u00fchrung spiegeln sich zum einen in den ungef\u00e4hr alle zwei Jahre erscheinenden Wei\u00dfb\u00fcchern zur Verteidigung[30] wider, andererseits sowohl bei wichtigen Reden, weiteren Werken[31] wie auch den Berichten, die beim Nationalkongress abgegeben werden. In seinem Bericht zum 19. Parteikongress forderte Pr\u00e4sident Xi beispielsweise, dass das Milit\u00e4r in der Lage sein muss, alle Kerninteressen Chinas zu sch\u00fctzen.[32] Im Anschluss an wichtige Sitzungen werden oft auch \u201eHandreichungen\u201c ver\u00f6ffentlicht, um Handlungsanleitungen zu den wesentlichen Formulierungen in den Beschl\u00fcssen zu geben.[33] Es werden aber auch in allgemeinen politischen Dokumenten Setzungen vorgenommen, wie beispielsweise mit dem sogenannten \u201eCentenary Goal\u201c f\u00fcr die chinesischen Streitkr\u00e4fte, welches in Teil 16 des 14. F\u00fcnf-Jahres-Planes kodifiziert wurde.[34] Bei den Reden k\u00f6nnen zwei Beispiele genannt werden. In seiner Rede auf dem Boao-Forum im April 2022 schlug Pr\u00e4sident Xi die sogenannte \u201eGlobal Security Initiative\u201c vor, die im Gleichgang mit zwei weiteren Initiativen[35] zu der schon beschriebenen \u201ecommunity of shared future for mankind\u201c f\u00fchren soll.[36] In einer weiteren Rede forderte er zudem, dass das Milit\u00e4r vorbereitet sein soll, Herausforderungen in \u201eall directions and fields\u201c[37] zu begegnen. In vergangenen Zeiten konnte man auch noch chinesische Experten direkt f\u00fcr Analysen gewinnen[38], was so in dieser Form heute nicht mehr m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Darunter kommen dann die sogenannten \u201eMilitary Strategic Guidelines\u201c, welche die Prinzipien und Pl\u00e4ne f\u00fcr die Vorbereitung und Durchf\u00fchrung eines bewaffneten Konfliktes beinhalten.[39] \u00c4nderungen in den \u201eGuidelines\u201c erfolgen zudem in unregelm\u00e4\u00dfigen und teilweise auch gro\u00dfen Zeitabst\u00e4nden. Dies legt den Schluss nahe, dass es bereits Anpassungen in Doktrinen, Ausstattung und Training gibt, obwohl eine formalisierte \u00c4nderung der Milit\u00e4rstrategie noch nicht abgeschlossen und ver\u00f6ffentlicht worden ist. Nachstehend eine \u00dcbersicht dieser \u201eMilitary Strategic Guidelines\u201c:[40]<\/p>\n<figure id=\"attachment_2877\" aria-describedby=\"caption-attachment-2877\" style=\"width: 453px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2877\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2025\/05\/05_Mueller_1.png\" alt=\"Taylor Fravel, \u201eShifts in Warfare and Party Unity Explaining China\u2019s Changes in Military Strategy,\u201c International Security 42, Nr. 3 (2018), 37\u201383, mit eigener Erg\u00e4nzung.\" width=\"453\" height=\"409\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2877\" class=\"wp-caption-text\">Taylor Fravel, \u201eShifts in Warfare and Party Unity Explaining China\u2019s Changes in Military Strategy,\u201c International Security 42, Nr. 3 (2018), 37\u201383, mit eigener Erg\u00e4nzung.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die \u201eOperational Guidelines\u201c folgen aus ebendieser Milit\u00e4rstrategie, d.h. sie werden entsprechend konsekutiv angepasst.[41] Ein weiterer Eckpfeiler der chinesischen Milit\u00e4rstrategie ist das Standardwerk f\u00fcr das milit\u00e4rische F\u00fchrungspersonal, das \u201eScience of Military Strategy\u201c.[42] Wenn im Weiteren von der Milit\u00e4rstrategie gesprochen wird, dann erfolgt dies im Verst\u00e4ndnis eines Konstruktes, welches auf den oben beschriebenen konstituierenden Elementen basiert.<\/p>\n<h2><em><u>Historische Entwicklung und Umbr\u00fcche in der chinesischen Milit\u00e4rstrategie mit Relevanz f\u00fcr die Bedeutung von Allianzen<\/u><\/em><\/h2>\n<p>F\u00fcr die Betrachtung der Relevanz f\u00fcr die Bildung von Allianzen erfolgt in dieser Analyse eine Konzentration auf zwei Bereiche: Betrachtung der (geografischen) R\u00e4ume sowie Einsatz des Milit\u00e4rs au\u00dferhalb der eigenen Staatsgrenzen.<\/p>\n<p>Vor dem Blick auf die inhaltliche Entwicklung der neueren Milit\u00e4rstrategie ist auch eine R\u00fcckschau auf die klassische Milit\u00e4rstrategie notwendig, da diese in China nicht nur einen rein historischen Wert hat. Grundlegende strategische Gedanken der Vergangenheit haben ihren Eingang auch in die heutige Milit\u00e4rstrategie gefunden, vor allem, wenn die darauf basierenden Erfahrungen sich als erfolgreich erwiesen haben.[43] Schon bei den Klassikern wie Sun Tzu[44] und anderen[45] findet man immer wieder, dass man die Zuwendung weiterer Staaten gewinnen sollte. Dabei zielt man zuerst auf den unmittelbaren Nachbarn, um entweder direkte Hilfe zu erhalten oder zumindest ein B\u00fcndnis dieser Staaten mit einem weiter entfernt gelegenen Gegner zu verhindern.[46] Zudem wird eine zweistufige Strategie gew\u00e4hlt: Erst schafft man Anreize und offeriert Vorteile, nutzt dann aber auch Drohungen und Erpressungen.[47]<\/p>\n<blockquote><p>Grundlegende strategische Gedanken der Vergangenheit haben ihren Eingang auch in die heutige Milit\u00e4rstrategie gefunden, vor allem, wenn die darauf basierenden Erfahrungen sich als erfolgreich erwiesen haben.<\/p><\/blockquote>\n<p>In den Anf\u00e4ngen der \u201eMilitary Strategic Guidelines\u201c war ein solcher Ansatz der Gewinnung von Nachbarstaaten nicht erkennbar. Erst in dem Wechsel der \u201eGuidelines\u201c von 1980 zu jenen von 1988 kam es zum \u00dcbergang von einer Strategie, die den Gegner in die Tiefe des Landes bringen sollte, um ihn dann mit der Gesamtheit der Bev\u00f6lkerung zu besiegen, zu einer Strategie, die \u2013 zeitlich wie r\u00e4umlich begrenzte \u2013 Konflikte an der Peripherie Chinas f\u00fchren und gewinnen l\u00e4sst.[48] Hierzu kam es zur Einf\u00fchrung der \u201eActive Defence\u201c,[49] die man mit Blick auf den Gegensatz zwischen Selbstwahrnehmung als rein defensive ausgerichtete Nation und dem tats\u00e4chlichen, realpolitischen Handeln wie folgt beschreiben kann: \u201eIt can be proposed that the official thinking [\u2026] fit into the \u201aduality\u2018 culture scheme [\u2026], with the strong, peaceful rhetoric and non-conflict preference, but increasingly assertive behaviour and pro-active stance when dealing with national (core) interests [\u2026].\u201c[50] So hat beispielsweise China durch den Bau und die Militarisierung k\u00fcnstlicher Inseln im S\u00fcdchinesischen Meer wie auch sogenannter \u201eDual-use\u201c-D\u00f6rfer entlang der chinesisch-indischen Grenze Tatsachen geschaffen, die international als offensiver Realismus, von China selber jedoch als rein defensiver Art zur Verteidigung nationaler Interessen bezeichnet werden.<\/p>\n<p>In der Version von 2013 der \u201eScience of Military Strategy\u201c wurde zum ersten Mal das Thema der strategischen Planung f\u00fcr den Einsatz der Streitkr\u00e4fte im Frieden eingef\u00fchrt.[51] Weiterhin erweiterten sich die Dimensionen der Kriegsf\u00fchrung von drei auf f\u00fcnf, da Cyber und Weltall dazugekommen sind.[52] Gleichzeitig wird darauf verwiesen, dass von einer \u201econtingency-based strategy\u201c \u2013 mit Blick auf die Verteidigung der territorialen Integrit\u00e4t gegen\u00fcber potenziellen Invasionen \u2013 auf eine \u201ecapability-based strategy\u201c \u00fcbergegangen werden muss, die nationale Interessen auch au\u00dferhalb des eigenen Territoriums verteidigen muss.[53] In den \u201eMilitary Strategic Guidelines\u201c von 2014 erfolgte dann eine Erweiterung in der regionalen Zuordnung \u2013 zwar blieben mit Taiwan das zentrale und mit Blick auf die jeweiligen Auseinandersetzungen Indien und das S\u00fcdchinesische Meer als die sekund\u00e4ren Konfliktszenarien gleich, jedoch wurden Teile des Westpazifik als relevant f\u00fcr eine m\u00f6gliche Unterst\u00fctzung von Taiwan durch die USA erg\u00e4nzt. Dadurch kam es zu einer Betonung der maritimen Dimension, die es so vorher nicht gegeben hat. Das Wei\u00dfbuch von 2015 strich heraus, dass es ein \u201elong-standing task for China to safeguard its maritime rights and interests\u201c ist, was sich nicht nur auf die Taiwan-Stra\u00dfe sowie das S\u00fcd- und Ostchinesische Meer bezieht, sondern auch auf \u201epotential threats to China\u2019s growing interests overseas\u201c. Dies f\u00fchrte zu einer Erweiterung des Aufgabenspektrums von \u201enear sea defense\u201c zu \u201efar seas protection\u201c, was sich auch im letzten Wei\u00dfbuch von 2019 wiederfindet.[54] Im Wei\u00dfbuch 2019 wird auch zum ersten Mal auf ein Konfliktfeld mit den USA auf internationaler Ebene hingewiesen[55], w\u00e4hrend es vorher geografisch restriktiver gefasst wurde.[56]<\/p>\n<blockquote><p>Das Wei\u00dfbuch von 2015 strich heraus, dass es ein \u201elong-standing task for China to safeguard its maritime rights and interests\u201c ist, was sich nicht nur auf die Taiwan-Stra\u00dfe sowie das S\u00fcd- und Ostchinesische Meer bezieht, sondern auch auf \u201epotential threats to China\u2019s growing interests overseas\u201c.<\/p><\/blockquote>\n<p>Bei der revidierten Version des \u201eScience of Military Strategy\u201c von 2020 ist hervorzuheben, dass ein \u00dcbergang von \u201eintegrated joint operations\u201c zu \u201emulti-domain-integrated joint operations\u201c stattgefunden hat, um die Erweiterung der R\u00e4ume um den Cyber-[57] und den Weltraum[58] widerzuspiegeln.[59] Neu eingef\u00fchrt wurden zudem die Elemente \u201estrategic reconnaissance \/ strategic early warning\u201c[60] sowie \u201emaritime maneuver operations\u201c[61]. Ersteres geht ausdr\u00fccklich \u00fcber die Fokussierung auf Fragen der Abschreckung durch Atomwaffen hinaus, indem es geopolitische und geo\u00f6konomische Analysen in den Vordergrund r\u00fcckt. Zweiteres spiegelt eine Erweiterung des Auftrages wider (\u201eto achieve control over important sea areas and maritime passages\u201c), ohne jedoch geografisch spezifisch zu werden[62]. Als Synthese aus der ver\u00e4nderten Operationsf\u00fchrung wie auch der geografischen Erweiterung des Aufgabenspektrums kann die in 2016 erfolgte Aufstellung der \u201eJoint Logistic Support Force\u201c gesehen werden.[63]<\/p>\n<p>Die Bedeutung der neuen R\u00e4ume wird auch durch die letzte gro\u00dfe Restrukturierung im chinesischen Milit\u00e4r im April 2024 hervorgehoben, indem die \u201eStrategic Support Force\u201c, die 2015 geschaffen wurde, um die milit\u00e4rischen F\u00e4higkeiten im Bereich Weltraum, Cyber sowie die elektronische und psychologische Kriegsf\u00fchrung in einem Bereich zu b\u00fcndeln, aufgel\u00f6st wurde. Als Folge werden die nun vier Teilstreitkr\u00e4fte (Army, Navy, Air Force, Rocket Force) und vier Bereiche (Information Support Force, Aerospace Force, Cyberspace Force, Joint Logistic Support Force) direkt von der Zentralen Milit\u00e4rkommission unter Pr\u00e4sident Xi gef\u00fchrt, womit die Zwischenf\u00fchrungsinstanz gerade f\u00fcr die R\u00e4ume Cyber und Weltraum in Form der \u201eStrategic Support Force\u201c eliminiert wurde.[64]<\/p>\n<h1><strong>Implikationen des chinesischen milit\u00e4rischen Handelns f\u00fcr die Bildung und Nutzung von Allianzen<\/strong><\/h1>\n<p>Das chinesische milit\u00e4rische Handeln mit der Zielsetzung der Bildung eines Netzwerks von freundlich gesinnten oder zumindest von China abh\u00e4ngigen Staaten[65] l\u00e4sst sich wie folgt kategorisieren[66]:<\/p>\n<p>&#8211; Chinesische Milit\u00e4rdiplomatie,[67]<\/p>\n<p>&#8211; Beitrag zu UN-Friedensmissionen,[68]<\/p>\n<p>&#8211; R\u00fcstungsindustrie.<\/p>\n<p>Ohne die Bedeutung der anderen beiden Komponenten schm\u00e4lern zu wollen, l\u00e4sst gerade das Beispiel der R\u00fcstungsindustrie das ver\u00e4nderte strategische Handeln Chinas deutlich erkennen. W\u00e4hrend in einer ersten Phase eine deutliche Abh\u00e4ngigkeit von Russland gegeben war, verringerte sich diese Abh\u00e4ngigkeit in dem Ma\u00dfe, wie die einheimische R\u00fcstungsindustrie in der Lage war, quantitativ wie auch qualitativ den einheimischen Bedarf zu decken.[69] In den letzten Jahren wandelte sich diese Industrie von der Rolle des Bedarfsdeckers hin zu einem st\u00e4rker werdenden R\u00fcstungsexporteur und damit zu einem geostrategischen Instrument der chinesischen F\u00fchrung.[70] So ist China inzwischen der weltweit viertst\u00e4rkste R\u00fcstungsexporteur, vor allem in den Regionen S\u00fcd- und S\u00fcdostasien, Subsahara und dem Mittleren Osten.[71] China ist als R\u00fcstungsexporteur f\u00fcr viele potenzielle Empf\u00e4ngerl\u00e4nder sehr interessant, weil es viele Merkmale westlicher R\u00fcstungsexportregime[72] nicht anwendet, auch wenn eine zunehmende Bereitschaft zur Beteiligung an internationalen Waffenkontrollregimen auf chinesischer Seite zu erkennen ist.[73] Allerdings wird das Instrument der R\u00fcstungsindustrie auch noch in einem anderen Bereich wirksam, der sich aus der chinesischen Strategie der \u201eCivil-Military-Fusion\u201c[74] ergibt. Der Schwerpunkt liegt eben nicht mehr auf der Entwicklung und Produktion von klassischen Milit\u00e4rg\u00fctern, sondern den aus dieser Strategie resultierenden Dual-Use-G\u00fctern. Dies ist deswegen so relevant, weil die meisten nationalen und internationalen Organisationen, die Daten \u00fcber R\u00fcstungsexporte erheben[75], eine scharfe Trennung zwischen konventionellen und unkonventionellen R\u00fcstungsg\u00fctern vornehmen, aber die Dual-Use-Thematik vernachl\u00e4ssigen.<\/p>\n<blockquote><p>China ist als R\u00fcstungsexporteur f\u00fcr viele potenzielle Empf\u00e4ngerl\u00e4nder sehr interessant, weil es viele Merkmale westlicher R\u00fcstungsexportregime nicht anwendet, auch wenn eine zunehmende Bereitschaft zur Beteiligung an internationalen Waffenkontrollregimen auf chinesischer Seite zu erkennen ist.<\/p><\/blockquote>\n<p>Allerdings ist aus Sicht des Autors das alleinige Abstellen auf chinesische milit\u00e4rische Aktivit\u00e4ten nicht zielf\u00fchrend, sondern es m\u00fcssen weitere Aktivit\u00e4ten au\u00dferhalb des Milit\u00e4rs, die jedoch die gleichen geografischen R\u00e4ume adressieren, in Erg\u00e4nzung betrachtet werden.[76] Denn es bedarf eines erweiterten Verst\u00e4ndnisses von chinesischer (Milit\u00e4r-)Strategie, weil der Beziehungszusammenhang zwischen Grand Strategy und ihren Teilstrategien deutlich st\u00e4rker und wesentlich enger koordiniert[77] ist, als dies beispielsweise bei europ\u00e4ischen L\u00e4ndern der Fall ist. Internationale \u2013 und auch nationale \u2013 Faktoren bzw. Entwicklungen sind ma\u00dfgeblich f\u00fcr die Strategieentwicklung. Dazu geh\u00f6ren internationale politische Konstellationen, Allianzen und Vertr\u00e4ge, internationale wie auch multilaterale Organisationen, die strategischen Intentionen gro\u00dfer bzw. wichtiger Staaten sowie das aktuelle Macht(un)gleichgewicht in der Welt. Diese internationalen wie auch die nationalen Faktoren bestimmen die Milit\u00e4rstrategie, deren Zielsetzung durch die Politik definiert werden.[78] Deswegen findet sich auch die folgende Aussage: \u201eStrategic means take military power as the core, and also include comprehensive power including political, economic, diplomatic, scientific and technological, cultural, geographic and other related forces. It can be real power or potential power; it can be hard power or soft power. Its mode of action can be either a war action or a non-war military action; it can be through deterrence or actual combat.\u201c[79] Ziel ist es, bei einem \u00fcberlegenen Gegner diesen dazu zu bringen, so zu handeln, dass es den eigenen Zielen dient, der Gegner aber glaubt, dass er ausschlie\u00dflich seine eigenen Interessen verfolgt.[80] Aus diesem Grunde wird auch die Nutzung der Spieltheorie, die auf Gewissheiten und Rationalit\u00e4ten aufbaut, in China im milit\u00e4rischen Bereich abgelehnt,[81] denn bei der Verfolgung seiner eigenen Interessen wird der Gegner Fehler machen, wenn er mit den chinesischen Strategien konfrontiert wird: \u201eThere are few fixed patterns in Chinese strategy, and this is deliberate. How Beijing puts principles into practice will vary widely from circumstance to circumstance, confounding efforts at prediction. [\u2026] the doctrine is entirely congruent with Chinese strategic culture, as well as with the universal logic of strategy.\u201c[82] Die chinesische Strategie folgt daher auch dem Ansatz, dass politische Ziele (ends) mit den zur Verf\u00fcgung stehenden, immer limitierten, Kapazit\u00e4ten (means) in einem strategischen Ansatz in Einklang gebracht werden sollen.[83] Als Beispiel kann wieder auf den Schutz maritimer Interessen abgestellt werden. Als Nation, die elementar auf den Handel angewiesen ist, ben\u00f6tigt China nicht nur gesicherte Export- und Importwege, sondern auch entsprechend st\u00f6rungsfreie Rohstoff- und Energielieferungen. Diese Transporte finden \u00fcberwiegend \u00fcber das Meer statt, auch wenn mit der urspr\u00fcnglichen Intention der \u201eBelt- and Road-Initiative\u201c eine st\u00e4rkere Landbindung von Transportwegen angegangen wurde. Chinas geostrategische Lage und geo\u00f6konomische Situation w\u00fcrde also verlangen, dass China in der Lage ist, eine umfassende Sicherheit seiner sogenannten \u201eSea Lanes of Communication\u201c zu gew\u00e4hrleisten. Aktuell sind von den gro\u00dfen Handelsnationen nur die USA in der Lage, dies zu gew\u00e4hrleisten \u2013 weder die Europ\u00e4er noch China sind dazu momentan f\u00e4hig. Der F\u00e4higkeitsaufbau Chinas ist zwar rasant, konstant und mit Blick auf eine \u201eAnti-Access and Area-Denial\u201c-Strategie innerhalb der sogenannten \u201eFirst Island Chain\u201c wirksam, erm\u00f6glicht aber dennoch noch nicht die Sicherung ihrer Transport- und Nachschubwege. Daher muss China auf andere Instrumente ausweichen, um diese Sicherheit mit Blick auf seine Handelsm\u00f6glichkeiten als Grundlage einer weiteren positiven Gesellschaftsgestaltung zu generieren.[84]<\/p>\n<h1><strong>Schlussfolgerungen<\/strong><\/h1>\n<p>Eine Milit\u00e4rstrategie gibt immer auch Hinweise \u00fcber die \u00fcbergeordneten Intentionen eines Landes und beschreibt die Konditionen, unter denen es wahrscheinlich zu einer Nutzung des Milit\u00e4rs zur Erreichung politischer Ziele kommt. Allerdings muss man bei China auch zu dem Schluss kommen, dass die Milit\u00e4rstrategie eher nicht durch \u2013 eng gefasste \u2013 milit\u00e4rische Entwicklungen ver\u00e4ndert wurde, sondern aufgrund politischer Erw\u00e4gungen. Dabei werden M\u00f6glichkeiten des Handelns wie auch Bedrohungen der Kerninteressen analysiert, aber die Definition chinesischer Interessen ist keine Ableitungen\/keine Funktion aus den konkreten Bedrohungen, die eine verf\u00e4lschte Ressourcenallokation zur Folge haben k\u00f6nnte. China ist vielmehr dabei, die Kr\u00e4ftedisposition so zu seinen Gunsten zu \u00e4ndern[85], dass die Notwendigkeit eines milit\u00e4rischen Konfliktes erst gar nicht entsteht. Chinas Strategie ist daher nicht als Handlungsplan f\u00fcr die Nutzung seiner milit\u00e4rischen F\u00e4higkeiten zur Sicherung seiner territorialen Integrit\u00e4t oder seiner Kerninteressen zu verstehen, sondern zur Vermeidung der Notwendigkeit der F\u00fchrung einer Auseinandersetzung mit Waffengewalt. China zielt vielmehr darauf ab, dass seine Kerninteressen unangreifbar werden, indem ein Netzwerk von entweder freundlich gesinnten oder aber durch Abh\u00e4ngigkeiten an chinesische Interessen gebundenen Staaten geschaffen wird. Dabei w\u00e4re die Nutzung des Begriffs \u201eAllianzen\u201c nach westlichem Verst\u00e4ndnis eher unzutreffend,[86] denn im chinesischen Verst\u00e4ndnis sind es keine langfristigen, bindenden und auf gegenseitiger Abh\u00e4ngigkeit beruhenden Pakte, sondern eher auf einseitige Abh\u00e4ngigkeiten von China fu\u00dfende Beziehungen, wo die Abh\u00e4ngigkeit in ein direktes und indirektes Handeln im Sinne Chinas m\u00fcndet. Diese Abh\u00e4ngigkeit wird auf unterschiedliche Arten und Weisen geschaffen.<\/p>\n<blockquote><p>China zielt vielmehr darauf ab, dass seine Kerninteressen unangreifbar werden, indem ein Netzwerk von entweder freundlich gesinnten oder aber durch Abh\u00e4ngigkeiten an chinesische Interessen gebundenen Staaten geschaffen wird.<\/p><\/blockquote>\n<p>Somit w\u00e4ren identifizierte Gef\u00e4hrder chinesischer Interessen entweder isoliert oder zumindest soweit anderw\u00e4rtig besch\u00e4ftigt bzw. gar aktiv gehindert, dass sie sowohl mit milit\u00e4rischen wie auch nicht-milit\u00e4rischen Ma\u00dfnahmen nicht in der Lage sind, zu akzeptablen eigenen Kosten die Realisierung der Interessen und Aktivit\u00e4ten Chinas zu verz\u00f6gern oder zu verhindern. China folgt dem Prinzip, dass eine Strategie selten erfolgreich ist, wenn sie gegnerische Ma\u00dfnahmen nicht neutralisieren kann.[87] Das Resultat beispielsweise im S\u00fcdchinesischen Meer zeigt, dass China durch kalkuliert offensives Verhalten in der Lage ist, die eigene Position relativ risikofrei zu st\u00e4rken, ohne dabei in eine direkte milit\u00e4rische Konfrontation oder gar einen Krieg mit Anrainerstaaten oder den USA zu gelangen. Denn die Abh\u00e4ngigkeiten sind aktuell bereits stark genug ausgepr\u00e4gt, damit der weiteren Zunahme regionaler Macht Chinas, der Unterwanderung der internationalen Ordnung oder den chinesischen \u201egrey zone activities\u201c[88] deutlich mehr Widerstand entgegengebracht wird.<\/p>\n<p>Eine Auseinandersetzung unter den Bedingungen einer \u201eintelligentised warfare\u201c[89] ist nicht mehr alleine die Konfrontation von bewaffneten Streitkr\u00e4ften, egal in welchen (geografischen) R\u00e4umen, sie bedeutet vielmehr Konfrontationen von Systemen aus den Bereichen Politik, \u00d6konomie, Soziales, Recht, Kultur und nat\u00fcrlich dem Milit\u00e4r.[90] Dies wird zudem noch durch das chinesische Verst\u00e4ndnis eines Sieges unterstrichen, welches sich von westlichen Verst\u00e4ndnissen unterscheidet: W\u00e4hrend im westlichen Verst\u00e4ndnis der Einsatz des Milit\u00e4rs mit der Absicht erfolgt, \u00fcber einen Gegner zu siegen, so wird es im chinesischen Ansatz dazu verwendet, dem Gegner einen Sieg zu verwehren.[91] Eine Abschreckung in einem chinesischen Verst\u00e4ndnis ist zwar weiterhin ein politisch-milit\u00e4risches Konzept, erf\u00e4hrt aber durch den Ansatz der \u201ecomprehensive national power\u201c eine deutlich st\u00e4rkere nicht-milit\u00e4rische und damit psychologische Dimension, da sich neue Dimensionen mit Blick auf \u201eflexibility, controllability, directionality, deniability and spontaneity\u201c[92] ergeben k\u00f6nnen.<\/p>\n<blockquote><p>W\u00e4hrend im westlichen Verst\u00e4ndnis der Einsatz des Milit\u00e4rs mit der Absicht erfolgt, \u00fcber einen Gegner zu siegen, so wird es im chinesischen Ansatz dazu verwendet, dem Gegner einen Sieg zu verwehren.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Bildung von politischen Abh\u00e4ngigkeiten (political capture), vorzugsweise durch \u00f6konomische Instrumente (Investitionen, \u00dcbernahmen, Kreditgew\u00e4hrung), ist auf Seiten Chinas pr\u00e4feriert \u2013 was beispielsweise durch die neu ausgerichtete bzw. erweiterte \u201eBelt and Road Initiative\u201c (in Richtung Afrika und Lateinamerika) zum Ausdruck kommt. Dazu geh\u00f6rt auch, dass somit beispielsweise Chinas Milit\u00e4rdiplomatie nicht nur unter dem Aspekt betrachtet werden kann, einen unmittelbaren F\u00e4higkeitsaufbau (z.\u00a0B. durch taktisches Know-how und Technologieerwerb) oder eine \u00f6konomische Gewinnerzielung chinesischer R\u00fcstungsbetriebe sicherzustellen, sondern gleichzeitig durch den Transfer auch Einfluss im politischen Raum zu gewinnen. Da (politische) Akteure generell dazu neigen, ihre eigene Motivation und Wahrnehmung auf die der Kontrahenten zu projizieren[93], wird das westliche, marktwirtschaftlich orientierte Handeln entlang \u00fcberwiegend \u00f6konomischer Ma\u00dfst\u00e4be als geostrategisch motiviertes Agieren mit hegemonialer Absicht \u201emissverstanden\u201c. Damit wird \u00f6konomischer Erfolg automatisch mit hegemonialem Anspruchsdenken gleichgesetzt, welches am Ende nur dazu dient, China in seiner Entwicklung einzud\u00e4mmen und ihm den angestammten Platz in einer neuen, multipolaren Weltordnung zu verwehren. Alleine die Existenz, die Kommunikation und damit auch zwangsl\u00e4ufig das Sichtbarwerden westlicher Wertma\u00dfst\u00e4be bei der eigenen Bev\u00f6lkerung stellen damit eine Bedrohung der eigenen Ordnung dar (Beispiele: Tiananmen, der Zusammenbruch der kommunistischen Herrschaft in der Sowjetunion, die Dissidentenbewegungen in Tibet und in Xinjiang, die Verschlechterung der Situation mit Taiwan).<\/p>\n<p>Bei Chinas Handeln kann eine geostrategische Absicht dahinter angenommen werden, weswegen dann rein \u00f6konomische Bewertungskriterien (wie z.\u00a0B. die Profitabilit\u00e4t einer Investition, einer unternehmerischen Kaufentscheidung, der Kreditgew\u00e4hrung etc.) alleine als Ma\u00dfstab das Ausma\u00df und die Motivation chinesischen Handelns verf\u00e4lschen w\u00fcrden. So k\u00f6nnen beispielsweise durch Waffenverk\u00e4ufe zum einen zwar bereits entstandene Kosten absorbiert und damit die \u00dcberholung des alten Inventars einigerma\u00dfen wertneutral kompensiert werden, viel st\u00e4rker d\u00fcrften aber die daraus entstehenden politischen Vorteile wie auch eine zunehmende Abh\u00e4ngigkeit des Empf\u00e4ngerlandes (durch Folgeauftr\u00e4ge, Ersatzteile, Instandsetzungen) ins Gewicht fallen. Das f\u00fchrt auch dazu, dass eine solche Strategie mit einem ganz anderen Zeithorizont ausgef\u00fchrt wird, da es nicht um eine direkte Reaktion auf eine sich zuspitzende Krisenreaktion geht, sondern sie als Pr\u00e4ventivma\u00dfnahme zeit- und krisenunabh\u00e4ngig durchgef\u00fchrt wird. Damit sind die Beobachtung und Bewertung von Akteuren weltweit und die darauf erfolgenden chinesischen Interventionen weitgehend unabh\u00e4ngig von geostrategischen R\u00e4umen oder milit\u00e4rischen F\u00e4higkeiten. China hat daher kein Interesse daran, dass Russland und Iran zu schwach werden, um im Kr\u00e4ftedispositiv vor allem der USA noch beachtet werden zu m\u00fcssen.[94]<\/p>\n<p>Statt selber eingehegt zu werden, verfolgt China daher eine aktive Strategie zur Einhegung derjenigen Staaten, die seine selbst definierte Entwicklung subjektiv verhindern k\u00f6nnten. Die Klassifizierung solcher B\u00fcndnisse mit dem Begriff der Allianz eines westlichen Verst\u00e4ndnisses w\u00e4re hier nicht zutreffend. Langfristige, auf gegenseitige Verpflichtungen aufbauende und formalisierte Institutionen sind eher nicht das Mittel der Wahl, sondern China pr\u00e4feriert ein Netzwerk von Staaten, die eine einseitige Abh\u00e4ngigkeit zu China aufweisen und die im Bedarfsfall im Sinne Chinas handeln. Es handelt sich daher nicht um ein konstruktivistisches Vorgehen in dem Sinne, dass mit normativen \u201ePfl\u00f6cken\u201c der Ausgleich zu nicht vorhandenen festen Interessen und Identit\u00e4ten geschaffen werden m\u00fcsste. Aus diesem Grunde ist auch das \u201eAbkommen \u00fcber Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand\u201c zwischen China und Nordkorea, der als Verteidigungspakt die gegenseitige milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung im Falle eines Angriffs eines Drittstaats vereinbart, der einzige vertraglich gesicherte Verteidigungspakt, den China mit einem Staat unterh\u00e4lt.[95] Die Beziehungen zwischen diesen Staaten basieren nicht auf Grundlage gemeinsamer Prinzipien oder Entscheidungsregeln oder gar einer kollektiven Identit\u00e4t. Es bleibt daher offen, welche Bindewirkung eine lediglich gemeinsam geteilte Ablehnung westlicher liberaler Regierungsformen[96] sowie der internationalen regelbasierten Ordnung westlicher Pr\u00e4gung entfalten kann. Das Fehlen einer Institutionalisierung westlicher Art darf aber nicht zu einer Untersch\u00e4tzung[97] der faktischen Machtentfaltung eines solchen Zusammenschluss \u201edem Geiste nach\u201c f\u00fchren, auch nicht f\u00fcr die unmittelbare Ausgestaltung der eigenen Landes- und B\u00fcndnisverteidigung.[98] Die M\u00f6glichkeit eines selbst nur lose abgestimmten Handelns zwischen den L\u00e4ndern w\u00fcrde die USA zwingen, nicht nur ihre strategische \u201eAufmerksamkeit\u201c auf verschiedene R\u00e4ume aufzuteilen, sondern vor allem milit\u00e4rische Kapazit\u00e4ten weiterhin im Mittleren Osten (Iran) und in Asien (China und Nordkorea) vorzuhalten, die damit als wesentlicher Pfeiler der nordatlantischen Verteidigung in Europa gegen\u00fcber einem revisionistischen Russland nicht mehr zur Verf\u00fcgung stehen werden.<\/p>\n<p>China wird weiterhin versuchen, die internationale regelbasierte Ordnung in seinem Sinne zu ver\u00e4ndern. Im Gegensatz zu Russland, Iran und Nordkorea bewegt sich China aber weiterhin \u00fcberwiegend im System der aktuellen internationalen Ordnung,[99] um eine machtvollere Stellung zur Ver\u00e4nderung dieser \u00fcber einen inkrementalen Ansatz zu behalten.[100] Realisten sehen aber am Beispiel des russischen Angriffskrieges wie auch dem Verhalten Chinas im S\u00fcdchinesischen Meer, dass Gro\u00dfm\u00e4chte geltendes (V\u00f6lker-)Recht missachten, wenn in einer Interessenabw\u00e4gung selbst gesetzte Kerninteressen gef\u00e4hrdet sind. Eine moralische Verurteilung alleine reicht in einem solchen Falle nicht aus, ein solches Verhalten auch perspektivisch zu verhindern.<\/p>\n<blockquote><p>China wird weiterhin versuchen, die internationale regelbasierte Ordnung in seinem Sinne zu ver\u00e4ndern.<\/p><\/blockquote>\n<p>Daher best\u00fcnde auch eine Gefahr, wenn der Begriff der \u201eAchse des B\u00f6sen\u201c im Sinne eines \u201eoversimplifying labeling\u201c zu oft und zu vereinfacht genutzt wird, denn es k\u00f6nnte nicht nur diese L\u00e4nder noch st\u00e4rker \u2013 und ggf. auch formalisierter \u2013 zusammenbringen, sondern eine gewisse Solidarit\u00e4t anderer, bisher neutralerer L\u00e4nder erzeugen, die in dem Handeln westlicher Staaten eine Diskreditierung der naturgem\u00e4\u00df interessengeleiteten Politiken der CRINK-L\u00e4nder sehen. Der globale S\u00fcden ist schon jetzt von einer kritischen Haltung gegen\u00fcber der nach westlichen Vorstellungen durch internationale Organisationen und Prozesse entstandenen regelbasierten Ordnung gepr\u00e4gt, die von den CRINK-L\u00e4ndern als aggressive Missionierung gegen\u00fcber anders gelagerten Kulturen und Zivilisationen bezeichnet werden. Auch andere Formen des \u201eLabeling\u201c, wie z. B. eine wie auch immer novellierte Bezeichnung eines \u201eneuen Kalten Krieges\u201c, w\u00fcrden eine falsche strategische Antwort hervorrufen. Denn eine solche Bezeichnung w\u00fcrde automatisch zu einer strategischen Rahmensetzung f\u00fchren, die eng mit den Mitteln und Ma\u00dfnahmen des \u201ealten Kalten Krieges\u201c assoziiert werden w\u00fcrde. Die Wiederholung der damaligen Engf\u00fchrung auf eine \u00fcberwiegend mit milit\u00e4rischen Mitteln durchgef\u00fchrte Einhegung w\u00fcrde dem heutigen, deutlich umfassenderen strategischen Ansatz Chinas nicht gerecht werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>Dr. Dipl.-Kfm. Wolfgang M\u00fcller ist Senior Research Fellow am German Institute for Defense and Strategic Studies. Er ist ehemaliger Offizier und jetziger Reserveoffizier einschlie\u00dflich Verwendungen mit der UNO und bei der NATO. Danach war er in leitenden Positionen in der \u00f6ffentlichen Verwaltung t\u00e4tig. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Gesamtgesellschaftliche Resilienz, Gesamtverteidigung sowie China. Die in dem Beitrag vertretene Meinung spiegelt alleine die Position des Autors wider und nicht die der Bundeswehr oder des German Institute for Defense and Strategic Studies.<\/p>\n<hr \/>\n<p>[1] Es ist bei der Verwendung des Begriffs \u201eChina\u201c bzw. \u201echinesisch\u201c immer die Volksrepublik China gemeint. Die Republik China wird mit Taiwan bezeichnet.<\/p>\n<p>[2] NATO, \u201eGipfelerkl\u00e4rung anl\u00e4sslich des Treffens des Nordatlantikrats auf Ebene der Staats- und Regierungschefinnen und -chefs der NATO am 10. Juli 2024 in Washington,\u201c 10.07.2024, https:\/\/nato.diplo.de\/nato-de\/01-natostatements\/2666474-2666474.<\/p>\n<p>[3] Ibid.<\/p>\n<p>[4] So z. B. Landesgruppe der CDU Baden-W\u00fcrttemberg: Roderich Kiesewetter, \u201eAngesichts der Bedrohung durch CRINK ist die NATO wichtiger denn je,\u201c CDU-Landesgruppe Baden-W\u00fcrttemberg im Deutschen Bundestag, 04.07.2024, https:\/\/www.fuerslaendleinberlin.de\/2024\/07\/04\/angesichts-der-bedrohung-durch-crink-ist-die-nato-wichtiger-denn-je\/; Kyle McKinnon, \u201eCRINK \u2013 die Achse der Autokraten,\u201c Deutsche Welle, 23.10.2024, https:\/\/www.dw.com\/de\/crink-die-achse-der-autokraten\/video-70580565.<\/p>\n<p>[5] Gordana Mijuk, \u201eSie wollen den Westen kleinkriegen: Die neue Achse des B\u00f6sen tr\u00e4gt das K\u00fcrzel CRINK,\u201c Neue Z\u00fcricher Zeitung, 26.10.2024, https:\/\/www.nzz.ch\/international\/sie-wollen-den-westen-kleinkriegen-die-neue-achse-des-boesen-traegt-das-kuerzel-crink-china-russland-iran-nordkorea-ld.1854529; Lea Winkler, \u201eCRINK: Neue Achse des B\u00f6sen oder Russlands Verzweiflung im Ukraine-Krieg?,\u201c Frankfurter Rundschau, 26.10.2024, https:\/\/www.fr.de\/politik\/crink-neue-achse-des-boesen-oder-russlands-verzweiflung-im-ukraine-krieg-zr-93374791.html; Stuart Lau, \u201eCRINK: It is the New \u201aAxis of Evil\u2018,\u201c Politico, 17.10.2024, https:\/\/www.politico.eu\/article\/crink-new-axis-of-evil-nato-china-russia-iran-north-korea\/.<\/p>\n<p>[6] So z. B. Rodrigo G. De Souza, \u201eWho are the CRINK \u2013 The countries that form the new \u201aAxis of Evil\u2018 in the world and what they want,\u201c The Atlas Report, 10.06.2024, https:\/\/atlas-report.com\/who-are-the-crink-the-countries-that-form-the-new-axis-of-evil-in-the-world-and-what-they-want\/.<\/p>\n<p>[7] So sprechen sowohl die Europ\u00e4ische Union (zuletzt in Europ\u00e4ischer Rat, \u201eTagung des Europ\u00e4ischen Rates (29. und 30. Juni 2023) \u2013 Schlussfolgerungen,\u201c 30.06.2023, 9, https:\/\/data.consilium.europa.eu\/doc\/document\/ST-7-2023-INIT\/de\/pdf) wie auch die Bundesrepublik Deutschland (Bundesregierung, \u201eChina-Strategie der Bundesregierung. Unsere Werte und Interessen besser verwirklichen,\u201c 13.07.2023, https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/china-strategie-2202212) von einem \u201esystemischen Rivalen\u201c; siehe auch: Andrew Small, \u201eThe Meaning of Systemic Rivalry: Europe and China Beyond the Pandemic (Policy Brief),\u201c European Council on Foreign Relations, 13.05.2020, https:\/\/ecfr.eu\/publication\/the_meaning_of_systemic_rivalry_europe_and_china_beyond_the_pandemic\/; Rebecca Christie, \u201eRivals, Not Enemies (Brussels Briefing),\u201c Internationale Politik Quarterly, 28.09.2023, https:\/\/ip-quarterly.com\/en\/rivals-not-enemies; Christopher S. Chivvis (Hrsg.), U.S.-China Relations for the 2030s: Toward a Realistic Scenario for Coexistence (Washington D.C.: Carnegie Endowment for International Peace, 2024), https:\/\/carnegie-production-assets.s3.amazonaws.com\/static\/files\/Chivvis-US%20China%202030-final%201.pdf.<\/p>\n<p>[8] Siehe wiederum Chunqiu Wu, \u201eDialectics and the Study of Grand Strategy: A Chinese View,\u201c China Military Science, Nr. 3 (2002): 144\u2013145, https:\/\/www.airuniversity.af.edu\/CASI\/Display\/Article\/2867621\/itow-dialectics-and-the-study-of-grand-strategy-a-chinese-view\/.<\/p>\n<p>[9] Siehe dazu: Timothy R. Heath, \u201eThe \u201aHolistic Security Concept\u2018: The Securitization of Policy and Increasing Risk of Militarized Conflict,\u201c RAND, 27.06.2015, https:\/\/www.rand.org\/pubs\/commentary\/2015\/06\/the-holistic-security-concept-the-securitization.html.<\/p>\n<p>[10] Dai Bingguo, \u201eThe Core Interests of the People\u2019s Republic of China,\u201c China Digital Times, 07.08.2009, https:\/\/chinadigitaltimes.net\/2009\/08\/dai-bingguo-%E6%88%B4%E7%A7%89%E5%9B%BD-the-core-interests-of-the-prc\/; Xias Tianliang (Hrsg.), Science of Military Strategy (revised 2020) (Montgomery: China Aerospace Studies Institute, 2022), 25, https:\/\/www.airuniversity.af.edu\/Portals\/10\/CASI\/documents\/Translations\/2022-01-26%202020%20Science%20of%20Military%20Strategy.pdf; Jinghan Zeng, Yuefan Xiao und Shaun Breslin, \u201eSecuring China\u2019s Core Interests: The State of Debate in China,\u201c International Affairs 91, Nr. 2 (2015): 245\u201366; Chen Yixin, \u201eFully Implement the Overall National Security Outlook,\u201c Center for Strategic and International Studies, 15.04.2024, https:\/\/interpret.csis.org\/translations\/fully-implement-the-overall-national-security-outlook\/.<\/p>\n<p>[11] Alicia Garc\u00eda-Herrero, \u201eWhat is Behind China\u2019s Dual Circulation Strategy,\u201c China Leadership Monitor 69 (2021), https:\/\/papers.ssrn.com\/sol3\/Delivery.cfm\/SSRN_ID3927117_code698134.pdf?abstractid=3927117&amp;mirid=1.<\/p>\n<p>[12] Siehe daf\u00fcr beispielsweise: Jost W\u00fcbbeke et al., \u201eMade in China 2025: The Making of a High-Tech Superpower and Consequences for Industrial Countries (MERCIS Papers on China, No. 2),\u201c Mercator Institute for China Studies, Dezember 2019, https:\/\/merics.org\/sites\/default\/files\/2020-04\/Made%20in%20China%202025.pdf.<\/p>\n<p>[13] The State Council of the People\u2019s Republic of China, \u201eChina\u2019s Military Strategy: White Paper 2015,\u201c 6, zuletzt gesehen 20.12.2024, http:\/\/www.andrewerickson.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/China-Defense-White-Paper_2015_English-Chinese_Annotated.pdf.<\/p>\n<p>[14] The State Council of the People\u2019s Republic of China, \u201eThe Belt and Road Initiative: A Key Pillar of the Global Community of Shared Future,\u201c Oktober 2023, https:\/\/english.www.gov.cn\/atts\/stream\/files\/6524b3d7c6d0c788098ffefc; neben der offiziellen englischen \u00dcbersetzung findet sich aber auch eine mehr w\u00f6rtliche und zutreffendere \u00dcbersetzung mit \u201ecommunity of common destiny for mankind\u201c wieder (siehe dazu: Liza Tobin, \u201eXi\u2019s Vision for Transforming Global Governance: A Strategic Challenge for Washington and Its Allies,\u201c The Strategist 2, Nr. 1 (2018): 154\u201366; Denghua Zhang, \u201eThe Concept of \u201aCommunity of Common Destiny\u2018 in China\u2019s Diplomacy: Meaning, Motives and Implications,\u201c Asia &amp; the Paci\ufb01c Policy Studies 5, Nr. 2 (2018): 196\u2013207; Zhaohe Chen, \u201eThe Chinese Cultural Root of the \u201aCommunity of Common Destiny for All Mankind\u2018,\u201c Advances in Social Science Education and Humanities Research 142 (2017): 718\u201322; Timothy R. Heath, \u201eXi\u2019s Cautious Inching Towards the China Dream,\u201c Lawfare, 07.08.2023, https:\/\/www.lawfaremedia.org\/article\/xi-s-cautious-inching-towards-the-china-dream.<\/p>\n<p>[15] Joshua C. Ramo, \u201eThe Beijing Consensus,\u201c The Foreign Policy Center, M\u00e4rz 2004, https:\/\/fpc.org.uk\/wp-content\/uploads\/2006\/09\/244.pdf; Yasheng Huang, \u201eDebating China\u2019s Economic Growth: The Beijing Consensus or the Washington Consensus,\u201c Academy of Management Perspectives 24, Nr. 2 (2010): 31\u201347; siehe aber auch f\u00fcr eine kritische Betrachtung, ob es \u00fcberhaupt die Charakteristika eines Modells erf\u00fcllt, oder aber nicht nur synonym f\u00fcr alle anderen Herangehensweisen im Vergleich zu westlich dominierten Ans\u00e4tzen steht: Xiaoshua Hou, \u201eDissecting China\u2019s Rise: Controversies Over the China Model,\u201c China Perspectives, Nr. 2 (2014): 61\u20137.<\/p>\n<p>[16] So spricht beispielsweise der Bericht f\u00fcr den letzten Nationalen Volkskongress davon, eine \u201eequal and orderly multipolar world\u201c schaffen zu wollen, und daf\u00fcr die \u201eglobal governance\u201c zu reformieren (Qiang Li, \u201eReport on the Work of the Government,\u201c M\u00e4rz 2024, 39, https:\/\/npcobserver.com\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/2024-Government-Work-Report_EN.pdf.<\/p>\n<p>[17] Siehe dazu beispielsweise: Charles Edel und David O. Shullman, \u201eHow China Exports Authoritarianism. Beijing\u2019s Money and Technology is Fueling Repression Worldwide,\u201c Foreign Affairs, 16.09.2021, https:\/\/www.foreignaffairs.com\/articles\/china\/2021-09-16\/how-china-exports-authoritarianism.<\/p>\n<p>[18] Rush Doshi, \u201eThe Long Game: China\u2019s Grand Strategy to Displace American Order,\u201c Brookings, 02.08.2021, https:\/\/www.brookings.edu\/articles\/the-long-game-chinas-grand-strategy-to-displace-american-order\/.<\/p>\n<p>[19] Ibid.<\/p>\n<p>[20] Ibid.<\/p>\n<p>[21] Siehe dazu: The State Council of the People\u2019s Republic of China, \u201eChina\u2019s National Defense in the New Era; Chapter 2: China\u2019s Defensive National Defense Policy in the New Era (2019),\u201c 7\u201313, zuletzt gesehen 20.12.2024, http:\/\/www.andrewerickson.com\/2019\/07\/full-text-of-defense-white-paper-chinas-national-defense-in-the-new-era-english-chinese-versions\/; oder auch: Tianliang (Hrsg.), Science of Military Strategy, 27.<\/p>\n<p>[22] Andrew Scobell, \u201eThe Chinese Cult of Defense,\u201c in <em>China\u2019s Use of Military Force: Beyond the Great Wall and the Long March<\/em>, hrsg. von Andrew Scobell (New York: Cambridge University Press, 2003), 15\u201339.<\/p>\n<p>[23] Siehe dazu: Brookings Institution, \u201eChina\u2019s Peaceful Rise: Speeches of Zheng Bijian 1997\u20132004,\u201c https:\/\/www.brookings.edu\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/20050616bijianlunch.pdf; Bonnie S. Glaser und Evan S. Medeiros, \u201eThe Changing Ecology of Foreign Policy-Making in China: The Ascension and Demise of the Theory of \u201aPeaceful Rise\u2018,\u201c The China Quarterly 190 (2007): 291\u2013310.<\/p>\n<p>[24] Siehe dazu: Allen S. Whiting, \u201eChina\u2019s Use of Force 1950-1996, and Taiwan,\u201c International Security 26, Nr. 2 (2001): 103\u201331; Jonathan R. Adelman und Zhiyu Shih, Symbolic War: The Chinese Use of Force, 1840\u20131980 (Taipei: National Chengchi University, 1993); Huiyun Feng, \u201eA Dragon on Defense: Explaining China\u2019s Strategic Culture,\u201c in <em>Strategic culture and weapons of mass destruction: <\/em><em>Culturally Based Insights Into Comparative National Security Policymaking<\/em>, hrsg. von Jeannie L. Johnson, Kerry M. Kartchner und Jeffrey A. Larsen (New York: Palgrave Macmillan, 2009), 171\u201387.<\/p>\n<p>[25] Andrew J. Nathan and Andrew Scobell, \u201eHow China sees America \u2013 The sum of Beijings\u2019s fears,\u201c Foreign Affairs 91, Nr. 5 (2012): 32\u201347, hier 36.<\/p>\n<p>[26] In dem Verst\u00e4ndnis der Arbeiten von Liddell Hart, John Fuller und John Boyd.<\/p>\n<p>[27] \u201eViolence may be used as the final blow to knock out an enemy after it has been relentlessly sapped, subdued, and undermined from within.\u201c (Nad\u00e8ge Rolland, \u201eExamining History to Explore the Future \u2013 France, the United States, and China 2050 (The Andrew W. Marshall Papers March),\u201c Marshall Foundation, M\u00e4rz 2023, 7, https:\/\/www.andrewwmarshallfoundation.org\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/AWMF-March-2023-Capstone_En.pdf); siehe auch: Canggeng Bi, \u201eOn the Soft Casualty in Modern Wars,\u201c Chinese Military Science, Nr. 5 (2003): 122\u20136; Youshi Yao und Debao Ma, \u201eSun Tzu\u2019s Art of War and Mainstream Contemporary Chinese Theories of War,\u201c Chinese Military Science, Nr. 6 (2004): 9\u201313; Seth G. Jones et al., Competing without Fighting: China\u2019s Strategy of Political Warfare (Lanham et al.: Rowman &amp; Littlefield Publishers\/Center for Strategic International Studies, 2023), https:\/\/rowman.com\/ISBN\/9781538170700\/Competing-without-Fighting-Chinas-Strategy-of-Political-Warfare; Tony Corn, \u201ePeaceful Rise Through Unrestricted Warfare: Grand Strategy with Chinese Characteristics,\u201c Small Wars Journal, Juni 2010, 16, https:\/\/smallwarsjournal.com\/blog\/journal\/docs-temp\/449-corn.pdf; Thomas G. Mahnken, Secrecy and Stratagem: Understanding Chinese Strategic Culture (Double Bay: Lowy Institute for International Policy\/MacArthur Foundation, 2011), 24-31, https:\/\/www.lowyinstitute.org\/sites\/default\/files\/pubfiles\/Mahnken,_Secrecy_and_stratagem_1.pdf.<\/p>\n<p>[28] Dies kann man u. a. auch daran erkennen, dass der aktuelle Verteidigungsminister nicht Mitglied der CMC ist.<\/p>\n<p>[29] F\u00fcr eine umfassende Darstellung siehe: U.S. Department of Defense, \u201eMilitary and Security Developments Involving the People\u2019s Republic of China (Annual Report to Congress),\u201c Dezember 2024, hier vor allem 1\u20137 und 44-45. https:\/\/media.defense.gov\/2024\/Dec\/18\/2003615520\/-1\/-1\/0\/MILITARY-AND-SECURITY-DEVELOPMENTS-INVOLVING-THE-PEOPLES-REPUBLIC-OF-CHINA-2024.pdf, sowie: Prashant K. Singh, \u201eChanging Contexts of Chinese Military Strategy and Doctrine (IDSA Monograph Series, Nr. 49),\u201c Institute for Defence Studies and Analyses 2016.<\/p>\n<p>[30] F\u00fcr eine englischsprachige \u00dcbersicht siehe: China Defense White Papers\u20141995-2019\u2014Download Complete Set, zuletzt aktualisiert 23.07.2019, https:\/\/www.andrewerickson.com\/2019\/07\/china-defense-white-papers-1995-2019-download-complete-set-read-highlights-here\/.<\/p>\n<p>[31] Beispielsweise das Konzept der \u201eThree Warfares\u201c (siehe dazu beispielsweise: Elsa Kania, \u201eThe PLA\u2019s Latest Strategic Thinking on the Three Warfares,\u201c China Brief 16, Nr. 13 (2016); sowie: Doug Livermore, \u201eChina\u2019s Three Warfares in Theory and Practice in the South China Sea,\u201c Georgetown Security Studies Review, 25.03.2018, https:\/\/georgetownsecuritystudiesreview.org\/2018\/03\/25\/chinas-three-warfares-in-theory-and-practice-in-the-south-china-sea\/; oder die \u201eGuidelines for the Political Work of the People\u2019s Liberation Army\u201c (People\u2019s Daily, \u201ePLA implements new political work regulation,\u201c 13.09.2010, https:\/\/web.archive.org\/web\/20201002095352\/http:\/en.people.cn\/90001\/90776\/7139024.html); Mark Stokes und Russell Hsiao, \u201eThe People\u2019s Liberation Army General Political Department \u2013 Political Warfare with Chinese Characteristics,\u201c Project 2049 Institute, 14.10.2013, 15, https:\/\/project2049.net\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/P2049_Stokes_Hsiao_PLA_General_Political_Department_Liaison_101413.pdf.<\/p>\n<p>[32] \u201eEffectively safeguarding national security\u201c (Xi Jinping, \u201eSecure a Decisive Victory in Building a Moderately Prosperous Society in all Respects and Strive for the Great Success of Socialism with Chinese Characteristics for a New Era (Work Report to the 19th Party Congress),\u201c Xinhuanet, 18.10.2017, 47-48, http:\/\/www.xinhuanet.com\/english\/download\/Xi_Jinping&#8217;s_report_at_19th_CPC_National_Congress.pdf.<\/p>\n<p>[33] Siehe dazu beispielsweise: Center for Strategic and International Studies, \u201e100 Questions for Study and Guidance on the Resolution of the Third Plenum of the 20th CCP Central Committee,\u201c zuletzt aktualisiert 21.07.2024, https:\/\/interpret.csis.org\/translations\/100-questions-for-study-and-guidance-on-the-resolution-of-the-third-plenum-of-the-20th-ccp-central-committee-excerpt\/.<\/p>\n<p>[34] Xi Jinping, \u201eMeet the Centenary Goal of the Armed Forces,\u201c CPC Central Committee Bimonthly, 15.09.2023, http:\/\/en.qstheory.cn\/2023-09\/15\/c_921214.htm; siehe dazu auch: Brian Hart, Bonnie S. Glaser und Matthew P. Funaiole, \u201eChina\u2019s 2027 Goal Marks the PLA\u2019s Centennial, Not an Expedited Military Modernization,\u201c China Brief 21, Nr. 6 (2021), https:\/\/jamestown.org\/program\/chinas-2027-goal-marks-the-plas-centennial-not-an-expedited-military-modernization\/; \u201ePRC pursuit of Xi\u2019s 2027 \u201aCentennial Military Building Goal\u2018: Sources &amp; Analysis,\u201c Andrew S. Erickson, zuletzt aktualisiert 18.04.2023, https:\/\/www.andrewerickson.com\/2021\/12\/prc-pursuit-of-2027-centennial-military-building-goal-sources-analysis\/.<\/p>\n<p>[35] Die \u201eGlobal Development Initative\u201c von September 2021 und die \u201eGlobal Civilisation Initiative\u201c von M\u00e4rz 2023. Manche sprechen auch von drei, wenn man die \u201eBelt and Road Initiative\u201c noch dazu z\u00e4hlen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>[36] PRC Ministry of Foreign Affairs, \u201eThe Global Security Initiative Concept Paper,\u201c zuletzt gesehen am 20.12.2024, http:\/\/cr.china-embassy.gov.cn\/esp\/ndle\/202302\/t20230222_11029046.htm; f\u00fcr eine Analyse siehe: M. Taylor Fravel, \u201eChina\u2019s Global Security Initiative at Two: A Journey, Not a Destination,\u201c Chinese Leadership Monitor, Nr. 80 (2024), https:\/\/ssp.mit.edu\/news\/2024\/fravel-china-s-global-security-initiative-at-two-a-journey-not-a-destination; sowie: Alice Ekman, \u201eChina\u2019s Global Security Initiative: When the Process Matters More Than the Content (EUISS Brief 5),\u201c European Union Institute for Security Studies, M\u00e4rz 2023, https:\/\/www.iss.europa.eu\/sites\/default\/files\/EUISSFiles\/Brief_5_China&#8217;s%20Global%20Security%20Initiative.pdf.<\/p>\n<p>[37] Xi Jinping, \u201eStrengthening Clear Guidance for Preparing for War and Comprehensively Improving to Win in the New Era,\u201c Xinhuanet, 04.11.2017, http:\/\/www.xinhuanet.com\/english\/2017-11\/04\/c_136726863.htm.<\/p>\n<p>[38] Siehe beispielsweise: Michael Pillsbury (Hrsg.), Chinese views of future warfare (Washington D.C.: National Defense University Press, 1998).<\/p>\n<p>[39] Academy of Military Sciences, Military Terminology of the People\u2019s Liberation Army (Beijing, 2011), 50.<\/p>\n<p>[40] Siehe auch grundlegend: M. Taylor Fravel, Active Defense: China\u2019s Military Strategy Since 1949 (Princeton: Princeton University Press, 2019); sowie: David M. Finkelstein, \u201eChina\u2019s National Military Strategy: An Overview of the \u201aMilitary Strategic Guidelines\u2018, in <em>Right-Sizing the PLA: Exploring Contours of China\u2019s Military<\/em>, hrsg. von Roy Kamphausen und Andrew Scobell (Carlisle: Strategic Studies Institute, 2007), 69\u2013141.<\/p>\n<p>[41] Zuletzt eben 2019: Chinese Ministry of Defense, \u201eGuidelines on PLA Joint Operations(trial) Aim for Future Warfare,\u201c 26.11.2020, https:\/\/www.eng.chinamil.com.cn\/CHINA_209163; siehe dazu: Edmund J. Burke et al., \u201ePLA\u2019s Operational Concepts (Research Report),\u201c RAND, 29.09.2020, https:\/\/www.rand.org\/content\/dam\/rand\/pubs\/research_reports\/RRA300\/RRA394-1\/RAND_RRA394-1.pdf; sowie: David M. Finkelstein, \u201eThe PLA\u2019s New Joint Doctrine: The Capstone of the New Era Operations Regulations System,\u201c Center for Naval Analyses, 01.09.2021, https:\/\/www.cna.org\/reports\/2021\/09\/the-plas-new-joint-doctrine.<\/p>\n<p>[42] F\u00fcr eine englischsprachige Version siehe: Tianliang (Hrsg.), Science of Military Strategy; f\u00fcr eine Darstellung der Bedeutung und des inhaltlichen Aufbaus siehe: Timothy L. Thomas, \u201eThe Chinese\u2019s military strategic mind-set,\u201c Military Review (November-Dezember 2007): 47\u201355.<\/p>\n<p>[43] Siehe dazu beispielsweise: Wang Xingsheng, \u201eChinese Intellectuals Paying Close Attention to Military Issues: Tradition and its Impact on Military Culture,\u201c China Military Science, Nr. 6 (2002): 23\u20137; Neil Munro, \u201eChina\u2019s Identity Through a Historical Lens,\u201c in <em>Routledge Handbook of Strategic Culture<\/em>, hrsg. von Kerry M. Kartchner et al. (London: Routledge, 2023), 179\u201392; Li Jijun und Earl H. Tilford, Traditional Military Thinking and the Defensive Strategy of China (Carlisle: USAWC Press, 1997), https:\/\/press.armywarcollege.edu\/cgi\/viewcontent.cgi?article=1181&amp;context=monographs.<\/p>\n<p>[44] Siehe beispielsweise: Fumio Ota, \u201eSun Tzu in Contemporary Chinese Strategy,\u201c Joint Force Quarterly 73 (2014): 76\u201380; Liang Zhuge und Ji Liu, Mastering the Art of War: Commentaries on the Classic by Sun Tzu (Boston: Shambhala Publications, 1989); Edward O\u2019Dowd und Arthur Waldron, \u201eSun Tzu for Strategists,\u201c Comparative Strategy 10, Nr. 1 (1991): 25\u201336; Andrea Ghiselli, \u201eRevising China\u2019s Strategic Culture: Contemporary Cherry-Picking of Ancient Strategic Thought,\u201c The China Quarterly 233 (2018): 166\u201385.<\/p>\n<p>[45] Siehe dazu grundlegend: Ralph D. Sawyer, The Seven Military Classics of Ancient China (New York: Basic Books, 2007).<\/p>\n<p>[46] Ein Stratagem dazu lautet: \u201eKill with a borrowed sword.\u201c in: \u201eChinese PLA\u2019s Officer\u2019s Handbook,\u201c Qingdao 1991, 197; siehe dazu auch grundlegend: Mark Burles und Abram N. Shulsky, Patterns in China\u2019s Use of Force: Evidence from History and Doctrinal Writings (Research Report) (Santa Monica: RAND, 2000).<\/p>\n<p>[47] Siehe dazu: Timothy Thomas, \u201eChina\u2019s Concept of Military Strategy,\u201c Parameters 44, Nr. 4 (2014): 39\u201348, hier 44-45.<\/p>\n<p>[48] Siehe dazu beispielsweise: Timothy Thomas, \u201eThe Chinese Way of War: How Has it Changed?,\u201c U.S. Army Futures and Concepts Center Paper, Juni 2020; Bekir Ihlan, \u201eChina\u2019s Evolving Military Doctrine: After the Cold War,\u201c SETA Analysis, Nr. 59 (2020), https:\/\/www.setav.org\/en\/assets\/uploads\/2020\/02\/A56En.pdf.<\/p>\n<p>[49] Siehe dazu beispielsweise: The State Council of the People\u2019s Republic of China, \u201eChina\u2019s National Defense,\u201c 1998, http:\/\/www.andrewerickson.com\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/China-Defense-White-Paper_1998_English-Chinese.pdf.<\/p>\n<p>[50] Richard Turcsanyi, \u201eStrategic Culture in the Current Foreign Policy Thinking of the People\u2019s Republic of China,\u201c Czech Journal of Political Science, Nr. 1 (2014): 60\u201375, hier 65-66.<\/p>\n<p>[51] National Defense University, Science of Military Strategy (2013) (Montgomery: China Aerospace Studies Institute, 2021), 116-117. https:\/\/airuniversity.af.edu\/Portals\/10\/CASI\/documents\/Translations\/2021-02-08%20Chinese%20Military%20Thoughts-%20In%20their%own%words%20Science%20of%20Military%20Strategy%202013.pdf?ver=NxAWg4BPw_NylEjxaha8Aw%3d%3d.<\/p>\n<p>[52] Ibid., 96.<\/p>\n<p>[53] Siehe dazu: Roy D. Kamphausen, David Lai und Andrew Scobell (Hrsg.), Beyond the Strait: PLA Missions Other Than Taiwan (Carlisle: Strategic Studies Institute, April 2009), https:\/\/loc.gov.\/item\/202369269; sowie: Roy Kamphausen, David Lai und Andrew Scobell (Hrsg.), The PLA at Home and Abroad: Assessing the Operational Capabilities of China\u2019s Military (Carlisle: Strategic Studies Institute, Juni 2010), https:\/\/tile.loc.gov\/storage-services\/master\/gdc\/gdcbookspublic\/20\/23\/69\/27\/51\/2023692751\/2023692751.pdf.<\/p>\n<p>[54] Siehe dazu: Joel Wuthnow und M. Taylor Fravel, \u201eChina\u2019s Military Strategy for a \u201aNew era\u2018: Some Change, More Continuity, and Tantalizing Hints,\u201c Journal of Strategic Studies, Nr. 6-7 (2022): 1149\u201384, hier 1157 sowie grundlegend: Jennifer Rice und Erik Robb, \u201eThe Origins of \u201aNear Seas Defense and Far Seas Protection\u2018 (China Maritime Reports Nr. 13),\u201c U.S. Naval War College, Februar 2021; sowie: Edward Sing Yue Chan, China\u2019s Maritime Security Strategy: The Evolution of a Growing Sea Power (London: Routledge, 2023).<\/p>\n<p>[55] \u201eProvoking great power competition, acting unilaterally, and strengthening alliances\u201c.<\/p>\n<p>[56] \u201eRebalancing Asia\u201c.<\/p>\n<p>[57] Tianliang (Hrsg.), Science of Military Strategy, 402-410.<\/p>\n<p>[58] Ibid., 391-398.<\/p>\n<p>[59] Ibid., 264; siehe dazu auch: National Defense University, Science of Campaigns (2006) (Montgomery: China Aerospace Studies Institute, 2020), https:\/\/airuniversity.af.edu\/Portals\/10\/CASI\/documents\/Translations\/2020-12-02%20In%20Their%20Own%20Words-%20Science%20of%20Campaigns%20(2006).pdf?ver=hma387iK8lQcZQ1x9ktt-Q%3d%3d; f\u00fcr eine Analyse siehe: Sugiura Yasuyuki, \u201eThe PLA\u2019s Pursuit of Enhanced Joint Operations Capabilities (NIDS China Security Report 2022),\u201c The National Institute for Defense Studies, 2022, https:\/\/www.nids.mod.go.jp\/publication\/chinareport\/pdf\/china_report_EN_web_2022_A02.pdf.<\/p>\n<p>[60] Tianliang (Hrsg.), Science of Military Strategy, 217-221.<\/p>\n<p>[61] Ibid., 233-234.<\/p>\n<p>[62] Es wird lediglich von \u201ea rather long distance from one\u2019s home territory\u201c gesprochen.<\/p>\n<p>[63] Tianliang (Hrsg.), Science of Military Strategy, 413-421.<\/p>\n<p>[64] Siehe dazu: Meia Nouwens, \u201eChina\u2019s new Information Support Force (IISS Analysis),\u201c International Institute for Strategic Studies, 03.05.2024, https:\/\/www.iiss.org\/online-analysis\/online-analysis\/2024\/05\/chinas-new-information-support-force\/.<\/p>\n<p>[65] Siehe dazu beispielsweise: David C. Kang, \u201eHierarchy, Balancing and Empirical Puzzles in Asian International Relations,\u201c International Security 28, Nr. 3 (2003\/2004): 165\u201380; sowie: Marcin Przychodniak, \u201eChina developing its Armed Forces through International Cooperation (PISM Bulletin, Nr. 20),\u201c The Polish Institute of International Affairs, 08.02.2024, https:\/\/www.pism.pl\/publications\/china-developing-its-armed-forces-through-international-cooperation.<\/p>\n<p>[66] Balvinder S, Sachar, \u201eCooperation in Military Training as a Tool of Peacetime Diplomacy,\u201c Strategic Analysis 28, Nr. 3 (2003): 404\u201321; James Siebens und Ryan Lucas, \u201eMilitary Operations Other Than War in China\u2019s Foreign Policy (Asia Report),\u201c Stimson Center, 03.10.2022, https:\/\/www.stimson.org\/2022\/military-operations-other-than-war-and-chinas-foreign-policy\/; Isaac B. Kardon, \u201eChina\u2019s Military Diplomacy and Overseas Securities Activities (Testimony to the U.S.-China Economic and Security Review Commission),\u201c Carnegie Endowment for International Peace, 26.01.2023, https:\/\/carnegieendowment.org\/posts\/2023\/01\/china-military-diplomancy-and-overseas-security-activities?lang=en.<\/p>\n<p>[67] Siehe dazu: Kenneth W. Allen und Eric A. McVadon, \u201eChina\u2019s Foreign Military Relations (Report Nr. 32),\u201c The Henry L. Stimson Center, Oktober 1999; Kristen Gunness, \u201eChina\u2019s Military Diplomacy in an Era of Change (CNA Report Juni 2006),\u201c Center for Naval Analyses, 20.06.2006, https:\/\/www.ndu.edu.\/inss\/symposia\/pacific2006\/Gunnesspaper.pdf; Joel Wuthnow und Margaret Baughman, \u201eSelective Engagements: Chinese Naval Diplomacy and U.S.-China Competition,\u201c Naval War College Review 76, Nr. 1 (2023): Artikel Nr. 6; sowie: Jie Gao und Kenneth W. Allen, \u201eRe-Engaging With the World: China\u2019s Military Diplomacy in 2023 (China Maritime Report Nr. 37),\u201c U.S. Naval War College, Cinga Maritime Studies Institute, 15.04.2024.<\/p>\n<p>[68] Siehe dazu: Claude A. Lambert, \u201eSmall Eagle, Big Dragon: China\u2019s Expanding Role in UN-Peacekeeping (RUSI Commentary),\u201c Royal united Service Institute for Defence and Security Studies, 19.07.2024, https:\/\/www.rusi.org\/explore-our-research\/publications\/commentary\/small-eagle-big-dragon-chinas-expanding-role-un-peacekeeping; Bates Gill und Chin-Hao Huang, \u201eChina\u2019s Expanding Peacekeeping Role: Its Significance and the Policy Implications (SIPRI Policy Brief),\u201c Stockholm International Peace Research Institute, Februar 2009, https:\/\/www.sipri.org\/sites\/default\/files\/files\/misc\/SIPRIPB0902.pdf; Songying Fang, Xiaojun Li und Fanglu Sun, \u201eChina\u2019s Evolving Motivations and Goals in UN Peacekeeping Participation,\u201c International Journal 73, Nr. 3 (2018): 464\u201373.<\/p>\n<p>[69] Viviana Zhu, \u201eThe Russian Connection: Strategy over Frictions (China Trends, Nr. 8),\u201c Institut Montaigne, Februar 2021, 13\u20135.<\/p>\n<p>[70] Siehe dazu: B. S. Sachar, \u201eMilitary Diplomacy through Arms Transfers: A Case Study of China,\u201c Strategic Analysis 28, Nr. 2 (2004): 290\u2013310.<\/p>\n<p>[71] Pieter D. Wezeman et al., \u201eTrends in International Arms Transfers (SIPRI Fact Sheet 2023),\u201c Stockholm International Peace Research Institute, M\u00e4rz 2023, https:\/\/www.sipri.org\/publications\/2024\/sipri-fact-sheets\/trends-international-arms-transfers-2023.<\/p>\n<p>[72] Hier kann man nennen: keine Beschr\u00e4nkung bez\u00fcglich der Verwendung der Waffensysteme, keine Anforderungen bei der Anwendung moralischer, ethischer oder rechtlicher Standards der kaufenden Regierungen, keine Beschr\u00e4nkung hinsichtlich der Involvierung in kriegerischer Konflikte (sowohl B\u00fcrgerkrieg wie auch externe Konflikte), keine Teilnahme an Waffenkontrollregimen (wie z.\u00a0B. die Wassenaar-Vereinbarung oder das \u201eMissile Technology Control Regime\u201c), deutliche preisg\u00fcnstigerer Anbieter, deutliche flexiblere Bezahlungsvereinbarungen (die rein marktwirtschaftlich agierende Akteure ohne direkte staatliche Unterst\u00fctzung sich nicht leisten k\u00f6nnten).<\/p>\n<p>[73] Siehe beispielsweise: Oliver Meier und Michael Staack, \u201eEnganging China on Multilateral Arms Control,\u201c Arms Control Today 52 (Dezember 2022): 12\u20137.<\/p>\n<p>[74] People\u2019s Republic of China Ministry of Science and Technology, \u201eThe \u201a13th Five-Year\u2018 Special Plan for S&amp;T Military-Civil Fusion Development (August 2017),\u201c Center for Security and Emerging Technology, 24.06.2020, https:\/\/cset.georgetown.edu\/publication\/the-13th-five-year-special-plan-for-st-military-civil-fusion-development\/; siehe dazu auch: Audrey Frits, \u201eChina\u2019s Evolving Conception of Civil-Military Collaboration,\u201c Center for Strategic and International Studies, 02.08.2019, https:\/\/www.csis.org\/blogs\/trustee-china-hand\/chinas-evolving-conception-civil-military-collaboration; sowie: Nathan L. Chu, \u201eChina\u2019s Military-Civil Fusion Strategy: How Threats and the Government Led the Drive for Technological Innovation\u201c (Naval Postgraduate School Thesis), September 2022, https:\/\/apps.dtic.mil\/sti\/trecms\/pdf\/AD1200420.pdf.<\/p>\n<p>[75] Beispielsweise das Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI), um eines zu nennen.<\/p>\n<p>[76] Siehe dazu beispielsweise: James R. Holmes, \u201eChina\u2019s Maritime Strategy is More Than Naval Strategy,\u201c China Brief 11, Nr. 6 (2011): 10\u20133.<\/p>\n<p>[77] Man spricht hier von der \u201etechnique of national strategic management\u201c; in: Wu, \u201eDialectics and the study of Grand Strategy,\u201c 145.<\/p>\n<p>[78] Tianliang (Hrsg.), Science of Military Strategy, 53-59.<\/p>\n<p>[79] Ibid., 17.<\/p>\n<p>[80] In China gibt es dazu folgendes Beispiel: \u201eHow can you make a cat eat a hot pepper? You can stuff a pepper down the cat\u2019s throat, you can put the pepper in cheese and make the cat swallow it, or you can grind the pepper up and spread it on the cat\u2019s back. It will make the cat lick itself and receive the satisfaction of cleaning up the hot pepper.\u201c; in: Li Bingyan, \u201eApplying Military Strategy in the Age of the New Revolution in Military Affairs,\u201c in <em>The Chinese Revolution in Military Affairs<\/em>, hrsg. von Shen Weiguang (Beijing: New China Press, 2004), 2\u201331; siehe dazu auch: Thomas, \u201eChina\u2019s Concept of Military Strategy,\u201c 43 und 48 sowie direkt darauf bezugnehmend: Zachary Brouillard, \u201eEchoes of War: Deciphering Chinese Military Strategy through the Lens of U.S. Intelligence History,\u201c Journal of Indo-Pacific Affairs 7 (May-Juni 2024): 305\u201320, https:\/\/media.defense.gov\/2024\/May\/07\/2003458337\/-1\/-1\/1\/VIEW%20-%20BROUILLARD%20-%20JIPA.PDF.<\/p>\n<p>[81] Eine theoretische Fundierung w\u00e4re eher in \u201ePublic-Choice Economics\u201c zu suchen.<\/p>\n<p>[82] James R. Holmes, \u201eOld \u2013 But Strong \u2013 Wine in New Bottles \u2013 China\u2019s \u201aThree Warfares\u2018,\u201c in <em>China: The Three Warfares<\/em>, hrsg. von Stefan Halper (Washington D.C.: Office of the Secretary of Defense, 2013), 246\u201374, hier 247, https:\/\/www.esd.whs.mil\/Portals\/54\/Documents\/FOID\/Reading%20Room\/Litigation_Release\/Litigation%20Release%20-%20China-%20The%20Three%20Warfares%20%20201305.pdf.<\/p>\n<p>[83] \u201eGrand Strategy is the alignment of potentially unlimited aspirations with necessarily limited capabilities.\u201c (John L. Gaddis, On Grand Strategy (New York: Penguin Press, 2018), 21).<\/p>\n<p>[84] Der Begriff \u201eWhite area Warfare\u201c wurde daf\u00fcr verwendet (siehe dazu: Anthony H. Cordesman, \u201eThe Other Side of Chinese Sea Power: \u201aWhite Area Warfare\u2018,\u201c Center for Strategic and International Studies, 04.04.2022, https:\/\/www.csis.org\/analysis\/other-side-chinese-sea-power-white-area-warfare).<\/p>\n<p>[85] Es wird von \u201eshape favorable situations\u201c gesprochen. (Luo Derong, \u201eGuidelines for Armed Forces Building and Preparations for Military Struggle \u2013 Understanding of the \u201aMilitary Strategic Guidelines in the New Situation\u2018,\u201c China Military Science, Nr. 1 (2017): 88\u201396, hier 95).<\/p>\n<p>[86] Siehe dazu: Evan N. Resnick und Hannah E. Sworn, \u201eChina and the Alliance Allergy of Rising Powers,\u201c War on the Rocks, 30.05.2023, https:\/\/warontherocks.com\/2023\/05\/china-and-the-alliance-allergy-of-rising-powers\/.<\/p>\n<p>[87] Gem\u00e4\u00df Beatrice Heuser, Den Krieg denken: Die Entwicklung der Strategie seit der Antike (Paderborn: Sch\u00f6ningh, 2010).<\/p>\n<p>[88] \u201ethe awkward and uncomfortable space between traditional conceptions of peace and war\u201c (Nathan P. Freier et al., Outplayed \u2013 Regaining Strategic Initiative in the Gray Zone, A Report Sponsored by the Army Capabilities Integration Center in Coordination with Joint Staff J-39\/Strategic Multi-Layer Assessment Branch (Carlisle: US Army War College Press, 2016), XIII, https:\/\/press.armywarcollege.edu\/cgi\/viewcontent.cgi?article=1924&amp;context=monographs).<\/p>\n<p>[89] Siehe dazu: Masaaki Yatsuzuka, \u201ePLA\u2019s Intelligentized Warfare: The Politics on China\u2018s Military Strategy,\u201c Security &amp; Strategy 2 (Januar 2022): 17\u201336.<\/p>\n<p>[90] Es wurde auch der Begriff des \u201eMetaverse War\u201c verwendet (Josh Baughman, \u201eThe Path to China\u2019s Intelligentized Warfare: Converging on the Metaverse Battlefield,\u201c The Cyber Defense Review 9, Nr. 3 (2024): 29\u201336, https:\/\/cyberdefensereview.army.mil\/CDR-Content\/Articles\/Article-View\/Article\/4012231\/the-path-to-china-intellgentized-warfare-converging-on-the-metaverse-battlefield\/).<\/p>\n<p>[91] National Defense University, Science of Military Strategy (2013), 124.<\/p>\n<p>[92] Ibid., 139.<\/p>\n<p>[93] Dies gilt auch und vor allem f\u00fcr das chinesische Denken.<\/p>\n<p>[94] Auch die westlichen Staaten sollten kein Interesse daran haben, dass beispielsweise Russland zu schwach wird, um nicht noch mehr in einer v\u00f6lligen Abh\u00e4ngigkeit von China zu geraten. Bei einem Land wie Nordkorea mag dies noch akzeptabel sein, aber bei einem Land mit der \u00f6konomischen und milit\u00e4rischen St\u00e4rke Russlands eher nicht.<\/p>\n<p>[95] Es gab noch einen Pakt mit der Sowjetunion aus dem Jahre 1950, der allerdings im Rahmen des chinesisch-sowjetischen Zerw\u00fcrfnisses 1956 aufgek\u00fcndigt wurde. Allerdings stellte erst k\u00fcrzlich der russische Pr\u00e4sident zu den chinesisch-russischen Beziehungen fest: \u201eYou can imagine everything. [\u2026] our relations have reached such a degree of interaction and trust that we do not need this [military alliance], but theoretically it is quite possible to imagine such a thing.\u201c (Djoomart Otorbaev, \u201eIs a Military Alliance Between China and Russia Possible,\u201c China Global Television Network, 15.11.2020, https:\/\/news.cgtn.com\/news\/2020-11-14\/Is-a-military-alliance-between-China-and-Russia-possible&#8211;VpYsZttEKQ\/share_amp.html).<\/p>\n<p>[96] Und der ihnen innewohnenden unterschiedlichen Gewichtung von Individual- und Gemeinwohlinteressen.<\/p>\n<p>[97] Siehe dazu: Raphael S. Cohen, \u201eCall the Axis of Adversaries Whatever You Want, But Take it Seriously,\u201c RAND, 05.12.2024, https:\/\/www.rand.org\/pubs\/commentary\/2024\/12\/call-the-axis-of-adversaries-whatever-you-want-but-take-it.html.<\/p>\n<p>[98] Siehe dazu: Christopher S. Chivvis und Jack Keating, \u201eCooperation Between China, Iran, North Korea, and Russia: Current and Potential Future Threats to America,\u201c Carnegie Endowment for International Peace Europe, 08.10.2024, https:\/\/carnegieendowment.org\/research\/2024\/10\/cooperation-between-china-iran-north-korea-and-russia-current-and-potential-future-threats-to-america?lang=en&amp;center=europe.<\/p>\n<p>[99] Auch wenn mit der Missachtung der Auslegung der \u201eUN Convention of the Law of the Seas\u201c im S\u00fcdchinesischen Meer sowie der Nichtverurteilung des V\u00f6lkerrechtsbruchs durch den russischen Angriffskrieg dieses Selbstbildnis Schaden genommen hat.<\/p>\n<p>[100] Siehe beispielsweise: Lwanga E. Arrey, \u201eChina\u2019s Push for Normative Change in UN Peacekeeping,\u201c Institute for Security &amp; Development Policy, 28.05.2023, https:\/\/www.isdp.eu\/un-peacekeeping-china-pushing-for-normative-changes\/.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abstract: Im Falle Chinas[1] ist eine deutlich st\u00e4rkere Orientierung aller Teilstrategien an der Grand Strategy und deren Koordinierung f\u00fcr die Erreichung jener als in westlichen Staaten gegeben. 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