{"id":722,"date":"2023-08-07T04:05:05","date_gmt":"2023-08-07T04:05:05","guid":{"rendered":"https:\/\/tdhj.org\/?p=722"},"modified":"2026-01-26T05:59:03","modified_gmt":"2026-01-26T04:59:03","slug":"afghanistan-goldene-jahre-1956-1973-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tdhj.org\/de\/post\/afghanistan-goldene-jahre-1956-1973-1\/","title":{"rendered":"Die Goldenen Jahre in Afghanistan \u2013 Eine Chronologie von 1956-1973"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-foo\"><strong>Abstract:<\/strong> Die Goldene \u00c4ra, mit Schwerpunkt in den 1960er Jahren, gilt als Ausweis f\u00fcr Stabilit\u00e4t, Modernit\u00e4t und Prosperit\u00e4t Afghanistans. Diese Annahme tr\u00fcgt jedoch. Die Goldenen Jahre waren auf Sand gebaut. Gro\u00dfz\u00fcgige Entwicklungshilfen der USA und der Sowjetunion erm\u00f6glichten Wirtschaftswachstum und erlaubten liberale Reformen. Wie wenig stabil der Staat war zeigte sich als die Entwicklungsgelder versiegten und interne Konflikte die jungen demokratischen Institutionen wieder einrissen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5ugp6\"><strong>Problemdarstellung:<\/strong> K\u00f6nnen die Goldenen Jahre als Vorbild f\u00fcr einen modernen afghanischen Rechtsstaat dienen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-6754a\"><strong>Was nun?:<\/strong> Eine Lehre, die aus Afghanistan gezogen werden kann ist, dass historische Analogien nicht selektiv wahrgenommen werden sollten. Demiurgische Ambitionen zum <em>regime\/nation building<\/em> sollten politisch mit gr\u00f6\u00dferer Skepsis begegnet werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/wp-content\/media-ext\/0d3ede_cf0f07448cd846da9c8b832792b5b843~mv2.jpg\" alt=\"Afghanistan erster Pr\u00e4sident von Afghanistan Mohammed Daoud Khan (1909-1978). Portr\u00e4t aus Afghanistan 500 Afghanis 1973 Banknoten.\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">Source: shutterstock.com\/Prachaya Roekdeethaweesab<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"viewer-avqop\" class=\"wp-block-heading\">Die \u201eGoldenen Jahre\u201c<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5s6d2\">In verschiedenen Quellen werden die 1960er Jahre als die \u201eGoldenen Jahre\u201c Afghanistans bezeichnet. Dieser Einsch\u00e4tzung zugrunde gibt es Erfolge in der Demokratisierung und dem Ausbau der Rechtsstaatlichkeit sowie der Entwicklung des Landes, einer signifikanten Liberalisierung und der Aufrechterhaltung des Friedens. Nach der Macht\u00fcbernahme durch die Taliban wurde diese \u00c4ra in den Medien als positiver Kontrast zur \u201ed\u00fcstere[n] Zukunft\u201c unter dem radikalislamischen Taliban-Regime dargestellt.[1] Dieser Bezug auf die goldene \u00c4ra birgt jedoch die Gefahr in sich, ein verkl\u00e4rtes Bild der afghanischen politischen Lage in dieser Zeit zu vermitteln. Damit einher geht die Fehlannahme, dass die goldenen Jahre als Analogie f\u00fcr ein erfolgreiches Regime Building herangezogen werden k\u00f6nnen, welches Afghanistan zu einer Demokratie westlicher Pr\u00e4gung ausgestalten soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-6ap7q\">Genau diese Analogie wurde auch bem\u00fcht, um die sehr ambitionierten politischen Ziele des Afghanistan-Einsatzes zu legitimieren.[2] In der Studie <em>Analogies at War<\/em> legt der Politikwissenschaftler Yuen Foong Khong dar, wie historische Analogien passend zu den eigenen aktuellen politischen Zielen hergestellt werden.[3] Es liegt zwar nahe, dass die goldenen Jahre im vorbildhaften Sinne herangezogen werden. Dies liegt jedoch wohl eher daran, dass ein breites Bewusstsein f\u00fcr die tats\u00e4chliche Instabilit\u00e4t dieser Zeit zu fehlen scheint. Immerhin werden die Goldenen Jahre Afghanistans in Studien zum Land eher oberfl\u00e4chlich und knapp behandelt. Vielmehr h\u00e4tten die Goldenen Jahre auch als Analogie daf\u00fcr dienen k\u00f6nnen, dass Afghanistan selbst in seiner stabilsten Zeit keine nachhaltigen Strukturen etablieren konnte, die den Standards eines modernen demokratischen Staates entsprechen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Vielmehr h\u00e4tten die Goldenen Jahre auch als Analogie daf\u00fcr dienen k\u00f6nnen, dass Afghanistan selbst in seiner stabilsten Zeit keine nachhaltigen Strukturen etablieren konnte, die den Standards eines modernen demokratischen Staates entsprechen.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-bhhek\">Die einen verstehen unter der goldenen Zeit den ganzen Herrschaftszeitraum von Zahir Schah von 1933 bis 1973.[4] Andere datieren das Ende der goldenen Zeit erst auf 1978[5] oder setzen einen engeren Zeitraum ab Mitte der 1950er Jahre bis 1973.[6] Dieser Artikel wird sich auf die Periode beschr\u00e4nken, in der Afghanistan, \u00fcber stabile Institutionen verf\u00fcgend, Schritte zur Modernisierung des Landes zu gehen versuchte. Der Beginn des zu betrachtenden Zeitraumes wird auf das Jahr 1956 gelegt, als der erste F\u00fcnfjahresplan in Kraft trat, mit dem Ziel, Afghanistan wirtschaftliches Wachstum und wachsenden Wohlstand zu bescheren. Die 1960er Jahre bilden die Kernzeit der goldenen \u00c4ra, die auch international im kollektiven Ged\u00e4chtnis verblieben ist.[7] Das Ende der goldenen \u00c4ra wird auf das Jahr 1973 gelegt, da der Putsch von Mohammad Daoud einen Regierungswechsel darstellt, der auf Gewalt statt auf Wahl beruht, also undemokratisch ist, die vorangegangenen Demokratisierungsbem\u00fchungen konterkariert[8] und in der Herrschaftszeit der Demokratischen Volkspartei Afghanistans (DVPA) vielfach intensive Konflikte wieder angeheizt wurden.[9]<\/p>\n\n\n\n<h3 id=\"viewer-fd27s\" class=\"wp-block-heading\"><em>Vor den goldenen Jahren<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-jtq0\">Zahir Schah wurde 1933 K\u00f6nig von Afghanistan. Im aufkommenden Weltkrieg bewahrte sein Land Neutralit\u00e4t. Die Bev\u00f6lkerung litt unter Mangelern\u00e4hrung und genereller Ressourcenknappheit. Von demokratischen Bestrebungen kann in den ersten Jahrzehnten seiner Regentschaft keine Rede sein, denn freie Presse, Parteien oder jedwedes zivilgesellschaftliches Engagement wurden zu dieser Zeit unterdr\u00fcckt.[10] Au\u00dfenpolitisch sorgte der Grenzkonflikt mit Pakistan regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr Spannungen. Im Jahr 1893 zog Sir Mortimer Durand eine Grenzlinie zwischen dem damals noch zu Britisch-Indien geh\u00f6renden Pakistan und Afghanistan, die sogenannte Durand-Linie.[11] Der Grenzverlauf war schon bei seiner Konstruktion sehr umstritten, da die zur Grenzziehung verwendeten Karten zu kleinma\u00dfst\u00e4big waren und der Grenzverlauf damit keine nat\u00fcrlichen Grenzmarker \u2013 wie Gebirgsketten \u2013 ausreichend ber\u00fccksichtigte. Dar\u00fcber hinaus zerschnitt die Grenze die Siedlungsgebiete der Paschtunen, deren Lebensr\u00e4ume sich nun sowohl auf afghanischer als auch auf pakistanischer Seite befanden, obwohl die Menschen zur selben Ethnie geh\u00f6rten.[12]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color wp-block-paragraph\"><em>Au\u00dfenpolitisch sorgte der Grenzkonflikt mit Pakistan regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr Spannungen. Im Jahr 1893 zog Sir Mortimer Durand eine Grenzlinie zwischen dem damals noch zu Britisch-Indien geh\u00f6renden Pakistan und Afghanistan, die sogenannte Durand-Linie.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-73ki4\">Die Konfliktlage umschloss die Frage nach einer eigenst\u00e4ndigen paschtunischen Nation, der v\u00f6lkerrechtlichen Legitimit\u00e4t der Durand-Linie als Grenze sowie afghanische Anspr\u00fcchen, Paschtunistan in den afghanischen Staat einzugliedern, wenngleich unklar war, welche Gebiete Paschtunistan \u00fcberhaupt umfasst.[13]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5dahh\">Eine au\u00dfenpolitische Leistung, die sich innenpolitisch in den 1950er und 1960er Jahren als sehr wichtig herausstellen sollte, war die zunehmend engere Kooperation mit der Sowjetunion.[14] Diese bot sich im Paschtunistankonflikt als Abnehmer afghanischer Waren an, sollte Pakistan seine Grenzen wieder schlie\u00dfen und Afghanistan somit die Handelsroute zum Indischen Ozean versperren. Da Afghanistan abh\u00e4ngig vom Export war, waren pakistanische Grenzschlie\u00dfungen eine empfindliche Angelegenheit.[15]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5dbak\">Durch die Kooperation mit der Sowjetunion begannen sich auch die USA wieder zunehmend f\u00fcr Afghanistan zu interessieren, nachdem der amerikanische Fokus sich Ende der 1940er Jahre auf S\u00fcdostasien verschoben hatte.[16] Eine geschickte Au\u00dfenpolitik Afghanistans, beginnend in der Mitte der 1950er Jahre, legte die Grundlage f\u00fcr die darauffolgende goldene \u00c4ra. Afghanistan zog das amerikanische Interesse proaktiv auf sich, als die Amerikaner Pakistan milit\u00e4rische Hilfen anboten. Dabei drohte Afghanistan, die noch laufenden US-entwicklungsprojekte aus dem vorigen Jahrzehnt in die H\u00e4nde der Sowjets zu geben. Um die Situation zu befrieden, \u00fcbten die USA daraufhin Druck auf Pakistan aus, dass sie den Handelsverkehr wieder zuzulassen, um so der afghanischen Forderung nachzukommen.[17] Aus dieser Ausgangslage heraus begannen die goldenen Jahre.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"viewer-797dm\" class=\"wp-block-heading\">Goldene Jahre &#8211; Goldene Wirtschaft \u2013 Goldene Politik<\/h2>\n\n\n\n<h3 id=\"viewer-762pm\" class=\"wp-block-heading\"><em>Der erste F\u00fcnfjahresplan 1956-1961<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-cj38r\">Seite eins des ersten F\u00fcnfjahresplans konstatiert: \u201eBecause of failure to exploit our vast and rich natural resources and our lack of modern technology, the economy of Afghanistan is weak and the standard of living relatively low.\u201d[18] Beim Verfassen des Planes sahen sich die \u00f6konomischen Planer der Schwierigkeit gegen\u00fcber, dass es kaum Daten gab, die das Planen in gr\u00f6\u00dferem Umfang erm\u00f6glicht h\u00e4tten.[19] Darum waren die forcierten Projekte keine vernetzten Projekte eines Gesamtplanes, sondern stellten eher das Menschenm\u00f6gliche und das grundlegend Sinnvolle, wie beispielsweise F\u00f6rderung der Landwirtschaft und Verbesserung von Bew\u00e4sserungsanlagen, dar.[20]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-medium-font-size is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color wp-block-paragraph\"><em>Because of failure to exploit our vast and rich natural resources and our lack of modern technology, the economy of Afghanistan is weak and the standard of living relatively low.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-2ir09\">Die Beschr\u00e4nkung auf wesentliche Grundlagen ist auch im Nachhinein nachvollziehbar, wenn man die Voraussetzungen Afghanistans vor diesem ersten F\u00fcnfjahresplan betrachtet. Afghanistan hat ein extremes Klima, mit sehr kalten Winter- und sehr hei\u00dfen Sommermonaten,[21] mit einer \u00fcber das Jahr verteilten Temperaturspanne zwischen -59\u00b0C und +53\u00b0C und einer t\u00e4glichen Temperaturdifferenz zwischen w\u00e4rmster und k\u00e4ltester Temperatur von bis zu 40\u00b0C.[22] Die zu gro\u00dfen Teilen unwirtlichen Landschaften und der seltene und regional begrenzte Niederschlag \u2013 zumal auch die Bew\u00e4sserungssysteme unzureichender Qualit\u00e4t waren[23] &#8211; l\u00e4sst die Landwirtschaft nur in wenigen Bereichen des Landes zu, sodass sich die Bev\u00f6lkerung an diesen fruchtbaren Orten konzentrierte.[24] Das alles machte das Decken der Grundversorgung der Afghanen zwar schwierig, dennoch lebte die Bev\u00f6lkerung zwar recht karg, aber nicht elendig.[25]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-6815p\">Entsprechend der schwierigen Ausgangslage wollte der erste F\u00fcnfjahresplan also Verbesserungen in den wichtigsten Zweigen der afghanischen Wirtschaft erreichen und gleichzeitig die Grundlagen f\u00fcr Expansion schaffen. Ein l\u00e4ngerfristiges Ziel war es, die F\u00e4higkeit zu erlangen die afghanischen Bodensch\u00e4tze f\u00f6rdern zu k\u00f6nnen und somit nachhaltigen Wohlstand zu schaffen.[26] Doch zun\u00e4chst hatte die F\u00f6rderung von Landwirtschaft und Bew\u00e4sserung oberste Priorit\u00e4t, da immerhin etwa 85% der Afghanen in diesem Bereich arbeitst\u00e4tig waren und ebenfalls die Deckung des Grundbed\u00fcrfnisses \u201eErn\u00e4hrung\u201c f\u00fcr das ganze Land gesichert und verbessert werden sollte. Weiterhin waren 90% der Exportg\u00fcter aus dem Agrarsektor.[27] Bei einem Land, das abh\u00e4ngig vom Export, vor allem von Agrarprodukten war, kann man die Bedeutung eines funktionierenden Agrarsektors also kaum \u00fcbersch\u00e4tzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-e6rk3\">Priorit\u00e4t Zwei war das Herstellen und Verbessern der Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur. Die Zielsetzung hier war das Asphaltieren und Ausbessern von 1,000 Kilometer Strecke. Die dritth\u00f6chste Priorit\u00e4t galt sozialen Leistungen wie Bildung und medizinischer Versorgung. Die Regierung erkannte, dass ohne ein ausreichend gebildetes Volk die Umsetzung der F\u00fcnfjahrespl\u00e4ne keinen gro\u00dfen Erfolg haben konnte.[28] Die Notwendigkeit nach mehr und besserer Bildung zeigte sich in der damaligen Analphabetenrate von etwa 90%.[29]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Die Regierung erkannte, dass ohne ein ausreichend gebildetes Volk die Umsetzung der F\u00fcnfjahrespl\u00e4ne keinen gro\u00dfen Erfolg haben konnte.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-52r1f\">Die Kosten der Projekte des ersten F\u00fcnjahresplans wurden auf 5.708.612.000 Afghani gesch\u00e4tzt,[30] was beim damaligen Wechselkurs etwa 117.250.000 US-Dollar entsprach. Obwohl die afghanische Regierung plante, den Plan zu 75% selbst zu finanzieren, verschob sich der Finanzierungsanteil massiv. Das Verh\u00e4ltnis aus ausl\u00e4ndischer und inl\u00e4ndischer Finanzierung drehte sich um. Wo \u00e4ltere Quellen noch von einem ausl\u00e4ndischen Kapitalanteil von 60% sprechen,[31] gehen neuere Quellen von einem Fremdkapital von 75% aus.[32] Insgesamt sollten j\u00e4hrlich 10% des afghanischen Bruttoinlandsproduktes in die Finanzierung des Plans flie\u00dfen, was auf der Grundlage des BIP von 1954 etwa 1.2 Milliarden Afghani pro Jahr entsprach.[33]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-c0rua\">Da der Afghani in seinem Wert massiv schwankte \u2013 besonders bemerkenswerte Kursschwankungen gab es in den Jahren 1958 und 1959 in der Spanne zwischen 21 Afghani und 60 Afghani pro Dollar[34] \u2013 scheint es naheliegend. Tatsache ist, dass die afghanische Regierung Konjunkturprogramme aufsetzte und diese mit ausl\u00e4ndischen Devisen finanzierte, woraufhin der Wertverlust des Afghani einsetzte.[35]<\/p>\n\n\n\n<h3 id=\"viewer-aca66\" class=\"wp-block-heading\"><em><u>Entwicklungshilfenwettbewerb<\/u><\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-977gs\">Charakteristisch f\u00fcr das Engagement der Weltm\u00e4chte USA und UdSSR war das eigenn\u00fctzige Kalk\u00fcl, mit dem sie die Unterst\u00fctzungsleistungen f\u00fcr Afghanistan angingen. Entscheidend f\u00fcr die wachsende Zuwendung zur UdSSR war, dass die Sowjets im Gegensatz zu den Amerikanern bereit waren, moderne Waffen an die marode ausgestattete afghanische Armee zu liefern, und dies auch noch zu g\u00fcnstigen Konditionen.[36] Die afghanische Armee war noch mit Waffen aus dem 19. Jahrhundert ausger\u00fcstet und verf\u00fcgte \u00fcber so wenig und kaum brauchbare Munition, dass von einer angemessenen Einsatzf\u00e4higkeit der Truppe kaum die Rede sein konnte.[37] Mit dem R\u00fcstungshandel und der Zusage der UdSSR, im Falle einer pakistanischen Grenzschlie\u00dfung afghanische Waren aufzukaufen, begab sich Afghanistan ein St\u00fcck weit in die Abh\u00e4ngigkeit von der Sowjetunion.[38]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-e3tor\">1956 gew\u00e4hrte Nikita Chruschtschow Afghanistan zudem einen Kredit von 100 Millionen Dollar und schenkte dem Land ein Flugzeug und 50 Busse f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Personentransport.[39] Da Afghanistan das einzig verbleibende nicht-kommunistische Land im geographischen Gro\u00dfraum UdSSR-China war, verursachte das enger werdende Verh\u00e4ltnis zwischen Afghanistan und der UdSSR Besorgnis bei den westlichen Diplomaten.[40] Die Afghanen befanden jedoch, dass die Gefahr einer kommunistischen Revolution, die durch das enge Verh\u00e4ltnis zu den Sowjets ausgel\u00f6st werden k\u00f6nnte, zu vernachl\u00e4ssigen sei, da die sozio\u00f6konomische Struktur des Landes schlicht nicht in das Schema der proletarischen Revolution passe und die Verh\u00e4ltnisse im Land stabil genug seien, etwaigen revolution\u00e4ren Bestrebungen begegnen zu k\u00f6nnen.[41]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Die Afghanen befanden jedoch, dass die Gefahr einer kommunistischen Revolution, die durch das enge Verh\u00e4ltnis zu den Sowjets ausgel\u00f6st werden k\u00f6nnte, zu vernachl\u00e4ssigen sei.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-7vbl6\">Die USA hingegen sorgten f\u00fcr Unmut, da sie sich nicht nur weigerten Waffen an Afghanistan zu liefern, sondern vor allem, weil sie Pakistan mit Waffen versorgten und auch bei sonstigen Hilfeleistungen Afghanistan \u00fcberproportional benachteiligten. Mit der darauffolgenden Hinwendung zur spendableren Sowjetunion wurde Afghanistan im Zuge des Systemwettbewerbs auch f\u00fcr die USA wieder interessanter.[42]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-6noo5\">Bereits seit Ende des Zweiten Weltkrieges war die amerikanische Firma Morrison-Knudsen (M-K) mit der Umsetzung von Infrastrukturprojekten in Afghanistan beauftragt.[43] Obwohl M-K bis 1956 bereits 54 Millionen Dollar in Afghanistan investierte und durchaus gute Arbeit verrichtete, befand der Pr\u00e4sident des Helmand-Tales, wo M-K aktiv war, dass keine substantiellen Verbesserungen durch die Infrastrukturprojekte erreicht wurden.[44] Dies zeigt ein grundlegendes Problem, welches die USA mit ihren Hilfsprojekten im Entwicklungshilfewettbewerb mit der UdSSR hatten: Die UdSSR baute \u00f6ffentlichkeitswirksamer und n\u00e4her an den afghanischen Siedlungsgebieten, die USA zu wenig sichtbar und zu weit entfernt. So entstand der Eindruck, dass vor allem russische Projekte tats\u00e4chlich zur Verbesserung der Lage beitragen w\u00fcrden.[45] Folglich stellte die amerikanische Beh\u00f6rde International Cooperation Administration (ICA) mehr Geld f\u00fcr neue Projekte zur Verf\u00fcgung und bezog in diese das U.S. Corps of Engineering mit ein. Die Vorbereitungen f\u00fcr die neuen Programme begannen 1956, bevor 1960 die Ingenieure schlie\u00dflich an die Arbeit gingen.[46]<\/p>\n\n\n\n<h3 id=\"viewer-ekg2g\" class=\"wp-block-heading\"><em><u>Pakistankonflikt<\/u><\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-54lh2\">Der Wettbewerb um die bessere Entwicklungshilfe war aber nicht das einzige au\u00dfenpolitische Geschehen, das Einfluss auf den Lauf der Dinge in Afghanistan hatte. Weiterhin schwelte der Konflikt mit Pakistan unter der Oberfl\u00e4che,[47] bis er 1960 und 1961 erneut eskalierte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-b0cup\">Im paschtunischen Grenzdistrikt Bajaur brach ein lokaler Konflikt aus, bei dem Afghanistan die proafghanische Konfliktpartei unterst\u00fctzte und Pakistan die gegnerische Konfliktpartei. Im weiteren Verlauf dieser Krise wurden die paschtunischen Stammesgebiete von der pakistanischen Luftwaffe bombardiert und es kam zu Gefechten. Als regul\u00e4re afghanische Truppen \u00f6stlich der Durand-Linie aufgegriffen wurden, interpretierte Pakistan dies als Einmischung, obwohl Afghanistan darauf beharrte, die Soldaten h\u00e4tten nicht auf offiziellen Befehl, sondern auf eigene Initiative hin gehandelt. Der befehlshabende Offizier gab an, eine Anweisung falsch verstanden zu haben.[48]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Als regul\u00e4re afghanische Truppen \u00f6stlich der Durand-Linie aufgegriffen wurden, interpretierte Pakistan dies als Einmischung, obwohl Afghanistan darauf beharrte, die Soldaten h\u00e4tten nicht auf offiziellen Befehl, sondern auf eigene Initiative hin gehandelt.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-dq4c5\">Als Konsequenz auf den eskalierenden Konflikt brachen die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden L\u00e4ndern vorl\u00e4ufig ab und Pakistan schloss die Grenze. Sowohl Afghanistan als auch Pakistan selbst litten unter der Grenzschlie\u00dfung. Pakistan fehlten die eingewanderten afghanischen Erntehelfer und Afghanistan war von seinen Handelsrouten abgeschnitten. Zudem konnten die USA ihr Material f\u00fcr ihre Entwicklungsprojekte in Afghanistan nicht mehr liefern. Einzig die Sowjetunion ging aus dieser Episode als Gewinner hervor, da Afghanistan nur mit ihr Handel treiben konnte und die UdSSR im Entwicklungshilfewettbewerb mit den USA sich einen Vorsprung aufbauen konnten.[49]<\/p>\n\n\n\n<h3 id=\"viewer-cuo4o\" class=\"wp-block-heading\"><em><u>Innenpolitische Erfolge<\/u><\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-772t3\">Der erste F\u00fcnfjahresplan war ein Erfolg, der viele \u00f6konomische und soziale Verbesserungen mit sich brachte. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs zwischen 1956 und 1961 von 21 Milliarden Afghani auf 31 Milliarden Afghani und das Prokopfeinkommen wuchs von 1600 Afghani auf 2200 Afghani.[50] Weiterhin waren afghanische Produkte auf ausl\u00e4ndischen M\u00e4rkten sehr gefragt[51] und durch die Kooperation mit der Sowjetunion konnte selbst w\u00e4hrend der Grenzschlie\u00dfung Pakistans Anfang der 1960er Jahre ein wichtiger Absatzmarkt erhalten bleiben.[52] Auf allen Gebieten, sei es Landwirtschaftsproduktion, Textilindustrie oder der Ausbau des Gesundheitssytems konnte Afghanistan massives Wachstum erreichen.[53]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-21ag0\">Ein gro\u00dfer Schritt zur Liberalisierung des Landes geschah 1959 im allgemeinen Gef\u00fchl der Stabilisierung und des Fortschritts des Landes, als die Sch\u00fclerinnen der M\u00e4dchenschule in Kabul sich vom Schleier befreiten. \u00dcblicherweise traten Frauen in Afghanistan bis dahin nur mit Kopftuch oder mit Burka verschleiert in die \u00d6ffentlichkeit. Als der afghanische Premierminister Mohammad Daoud erfuhr, dass wohl eine gemeinsame Aktion der Sch\u00fclerinnen geplant war, den Schleier \u00f6ffentlich abzulegen, schritt er nicht ein um dies zu verhindern. Er und seine ganze Familie begr\u00fc\u00dften diesen Wandel vielmehr. Bereits 1928 hatte Daouds Vorfahre Amanullah Khan vergebens versucht das Ende des Schleierzwangs in der Loya Jirga \u2013 Afghanistans Nationalversammlung \u2013 zu erreichen. Nun aber erlie\u00df die Regierung auf der Stelle ein Ende des Schleierzwangs. Das Ablegen des Schleiers verbreitete sich rasch im ganzen Land. In Kandahar jedoch schafften es lokale religi\u00f6se F\u00fchrer, einen Mob gegen den neuen Erlass aufzuwiegeln. Diesen Widerstand bekam die Polizei jedoch schnell in den Griff und die Aufr\u00fchrer wurden bestraft.[54]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-2smcv\">1961 wurde sogar ein Gesetz erlassen, welches es staatsbediensteten Frauen verbot, sich zu verschleiern. Trotz des politischen Erfolgs lebten unverschleierte Frauen dennoch nicht ganz gefahrlos, denn immer wieder wurden Unverschleierte von religi\u00f6sen Fundamentalisten attackiert.[55] Im Gro\u00dfen und Ganzen gab es jedoch keinen organisierten Widerstand gegen die Aufhebung des Schleierzwangs.[56]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>1961 wurde sogar ein Gesetz erlassen, welches es staatsbediensteten Frauen verbot, sich zu verschleiern.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 id=\"viewer-cs182\" class=\"wp-block-heading\"><em><u>Der zweite F\u00fcnfjahresplan 1962-1967<\/u><\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-4tpk0\">Da die Grundlagenprojekte des ersten F\u00fcnfjahresplanes soweit erfolgreich verliefen, wurden die Ziele des zweiten Plan nochmals ambitionierter gesetzt. Das Investitionsvolumen wurde im Vergleich zum ersten Plan vervierfacht und der Anteil fremdl\u00e4ndischen Kapitals sollte, anders als de facto beim ersten Plan, effektiv nur noch etwa 56% ausmachen. Diesen 56% entsprachen ungef\u00e4hr 734 Millionen Dollar. Lag der Fokus des ersten Plans noch sehr auf dem Sektor Landwirtschaft, nahm nun der Anteil der Investitionen in die Industrie mit circa 33% den h\u00f6chsten Anteil ein.[57]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-2mg0l\">Das Verkehrsnetz sollte weiterhin ausgebaut werden, ebenso wie das Stromversorgungsnetz.[58] Da viele Projekte des ersten F\u00fcnfjahresplans bis 1961 noch nicht abgeschlossen werden konnten,[59] wurde ihre Fertigstellung in den neuen Plan aufgenommen. Es zeigte sich, dass die afghanische Regierung auch mit dem zweiten Plan sehr ambitioniert und mit hoher Konzentration die umfassende Modernisierung des Landes vorantreiben wollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-3gdfs\">Ein Entwicklungshelfer, der, wenngleich keine Weltmacht, nicht vergessen werden sollte, war Deutschland. Bereits in der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts leistete Deutschland Entwicklungshilfe und auch das Hitlerregime lie\u00df die Verbindungen nach Afghanistan nie ganz kappen.[60] Fahrt nahmen die deutsch-afghanischen Beziehungen nach dem Zweiten Weltkrieg jedoch erst wieder ab 1955 auf. Ab 1958, praktisch zur Halbzeit des ersten F\u00fcnfjahresplans, leistete Deutschland wieder Entwicklungshilfe in Form von g\u00fcnstigen Krediten und schickte Spezialisten f\u00fcr verschiedene Zielbereiche der Entwicklungshilfe, wie P\u00e4dagogen, Ingenieure und Wissenschaftler.[61] In den 1960er Jahren intensivierte sich die Zusammenarbeit und mit deutscher Hilfe wurde unter anderem das afghanische Telekommunikationsnetz ausgebaut.[62]<\/p>\n\n\n\n<h3 id=\"viewer-5nduh\" class=\"wp-block-heading\"><em><u>Die neue Verfassung<\/u><\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-d7n9d\">Der Neffe des K\u00f6nigs und afghanische Regierungschef Mohammad Daoud trat 1963 von seinem Amt zur\u00fcck. Ausl\u00f6ser f\u00fcr diesen Schritt waren zwei Dinge: zum einen war Daoud ein Anh\u00e4nger der Idee, das von der Durand-Linie zerschnittene Stammesgebiet der Paschtunen zu vereinen und das Land Paschtunistan zu errichten. Dies lie\u00df Daoud auch \u00f6ffentlich verlautbaren. Pakistan wertete diesen Vorsto\u00df als einen Angriff auf die eigene territoriale Integrit\u00e4t.[63] Dass Daoud diese Position vertrat, war nach der Eskalation des Konflikts 1960-1961 nicht mehr tragbar. Zum anderen wuchs ein Ressentiment gegen ihn, da seine amtliche Stellung, die Tatsache, dass er mit dem K\u00f6nig verwandt war, und diese Machtkonzentration in der k\u00f6niglichen Familie zunehmend argw\u00f6hnisch be\u00e4ugt wurden.[64] Die enge Verzahnung von Monarch und Regierungsgesch\u00e4ft stand nicht im Zeichen der fortschrittlichen Zeit, die Daoud ma\u00dfgeblich mitgepr\u00e4gt hatte. Noch 1963 widmete sich Daouds Nachfolger Mohammed Youssuf, ein promovierter Physiker, der Aufgabe, eine neue Verfassung zu konzipieren.[65]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Die enge Verzahnung von Monarch und Regierungsgesch\u00e4ft stand nicht im Zeichen der fortschrittlichen Zeit, die Daoud ma\u00dfgeblich mitgepr\u00e4gt hatte.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-f6o25\">1964 wurde schlie\u00dflich die Loya Jirga einberufen, um die Verfassung zu verabschieden. Schon der ungew\u00f6hnlich transparente Auswahlprozess der Teilnehmer der Loya Jirga stand im Zeichen einer neuen demokratischen Form und erstmals waren auch Frauen, insgesamt sechs an der Zahl, bei der Versammlung vertreten. Zudem bestand die Versammlung zu drei Vierteln aus vorher bereits in irgendeiner Form gew\u00e4hlten Vertretern, beispielsweise Abgeordnete oder Provinzvorsteher. Zuvor stellten meist Vertreter des Staates den Gro\u00dfteil der Delegierten. Dies alles war schon eine deutlich sichtbare Demokratisierung, noch bevor die neue Verfassung in Kraft trat.[66]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-64fvq\">Die demokratische Verfassung selbst betont in ihrer Pr\u00e4ambel:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5m5jk\"><em>\u201cIN THE NAME OF GOD, THE ALMIGHTY AND THE JUST<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-6ubp7\"><em>TO reorganize the national life of Afghanistan according to the requirements of the time and on the basis of the realities of national history and culture;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-b9rhv\"><em>TO achieve justice and equality;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-8ot18\"><em>TO establish political, economic and social democracy;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-8646l\"><em>TO organize the functions of the State and its branches to ensure liberty and welfare of the individual and the maintenance of the general order;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-9gijh\"><em>TO achieve a balanced development of all phases of life in Afghanistan; and<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-4him6\"><em>TO form, ultimately, a prosperous and progressive society based on social co-operation and preservation of human dignity;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-3nakl\"><em>WE, the People of Afghanistan, conscious of the historical changes which have occurred in our life as a nation and as a part of human society, while considering the above-mentioned values to be the right of all human societies, have, under the leadership of His Majesty Mohammed Zahir Shah, the King of Afghanistan and the leader of its national life, framed this Constitution<\/em> <em>for ourselves and the generations to come.\u201d<\/em>[67]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-caa4t\">Wie sehr sich der Ton der Verfassung im Vergleich zur Verfassung von 1931 gewandelt hat, zeigt sich durch die Betonung des Volkes als Adressat der staatlichen und nun auch verfassungsm\u00e4\u00dfigen Bem\u00fchungen. 1931 war noch der Primat des Islam charakteristisch, und die Geistlichen bekamen viel Macht zugesprochen.[68] 1964 wurde aus einer absoluten eine konstitutionelle Monarchie mit Gewaltentrennung, dem Verbot f\u00fcr Angeh\u00f6rige der K\u00f6nigsfamilie, die h\u00f6chsten \u00c4mter im Staat zu bekleiden, und einem Rechtssystem, das rechtsstaatliche Grunds\u00e4tze achtete und seinen B\u00fcrgern demokratische Rechte wie eine Wahl alle vier Jahre zugestand.[69] Im September 1965 f\u00fchrte Afghanistan zum ersten Mal demokratische Wahlen erfolgreich durch.[70]<\/p>\n\n\n\n<h3 id=\"viewer-ept1q\" class=\"wp-block-heading\"><em><u>Schattenseiten des Fortschritts<\/u><\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-f9bd2\">Die Periode des zweiten F\u00fcnfjahresplans 1962-1967 ist wohl der H\u00f6hepunkt der goldenen Jahre. Der gesellschaftlichen Liberalisierung folgte die politische, und mit Hilfe der ausl\u00e4ndischen Partner konnten zahlreiche Projekte zur Verbesserung des Landes forciert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-45n45\">Die Ergebnisse des zweiten Planes schlossen an die Erfolgsgeschichte seines Vorg\u00e4ngers an. In fast allen Industriebereichen wurde das Produktionsniveau massiv gesteigert. Der Anbau von Obst steigerte sich um 150%, der Gem\u00fcseanbau um 20%, obwohl die Anbaufl\u00e4che sich sogar um 9% verringerte.[71] Amerikanische Infrastrukturprojekte, wie eine Autobahn von Kabul nach Kandahar, wurden fertiggestellt und das Telekommunikationsnetz ausgebaut.[72]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-31ppm\">Bis Ende des zweiten F\u00fcnfjahresplans erhielten etwa 1000 Afghanen ihren medizinischen Abschluss und konnten in den neugebauten Krankenh\u00e4usern und sonstigen medizinischen Einrichtungen ihren Dienst versehen. Mobile \u00c4rztegruppen fuhren sogar in die entlegeneren Provinzen und zu den Nomaden, um diesen medizinische Versorgung zuteil werden zu lassen.[73] Zwischen 1955 und 1965 stieg die Anzahl der Sch\u00fcler von circa 120.000 auf etwa 400.000. Die Zahl der Studenten verf\u00fcnffachte sich von 758 auf 3,451.[74] Von 1956 bis 1967 hatte sich das afghanische BIP mehr als verdoppelt.[75]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Bis Ende des zweiten F\u00fcnfjahresplans erhielten etwa 1000 Afghanen ihren medizinischen Abschluss und konnten in den neugebauten Krankenh\u00e4usern und sonstigen medizinischen Einrichtungen ihren Dienst versehen.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-8olct\">Die Zwischenbilanz liest sich zun\u00e4chst sehr gut. Jedoch: Das rapide Ansteigen der Sch\u00fclerzahlen hatte einen notwendigen rapiden Anstieg der Lehrerzahlen zur Folge. Dieses Wachstum wurde auf Kosten der Qualit\u00e4t erreicht,[76] schlie\u00dflich war das Angebot an gebildeten Menschen sehr gering. 1968 betrug die Analphabetenrate immer noch knapp 90%.[77] Nur die wenigsten Afghanen besuchten eine Universit\u00e4t. Die Absolventen sahen sich oft einer schwierigen Arbeitsmarktsituation gegen\u00fcber, dennoch gab es bei den F\u00fcnfjahresplan-Projekten zunehmend zu wenig qualifiziertes Personal, das mit Umfang und Komplexit\u00e4t der Aufgaben fertig werden konnte, da der Ausbildungsfokus nicht auf technischer Ausbildung lag. Somit produzierte das afghanische Bildungssystem Absolventen ohne praktischen Nutzen f\u00fcr den existierenden Arbeitsmarkt.[78] Die Studenten, die eine qualifizierte Arbeitsstelle im Regierungsapparat fanden, hatten durch ihr Studium jedoch die Bindung zur gr\u00f6\u00dftenteils l\u00e4ndlichen Bev\u00f6lkerung eingeb\u00fc\u00dft.[79] Als w\u00e4re dies nicht genug, war die Universit\u00e4t auch der Ort, an dem marxistisch gepr\u00e4gte Studenten mit islamistisch gepr\u00e4gten Studenten zusammenstie\u00dfen.[80]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-e41gi\">Ein gro\u00dfer Fokus lag w\u00e4hrend der ersten beiden Pl\u00e4ne auf dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, denn diese wurde als grundlegende Bedingung daf\u00fcr gesehen, die anderen Projekte umsetzen zu k\u00f6nnen.[81] Das Problem, welches nun zehn Jahre nach Inkrafttreten des ersten Planes auftrat, war, dass sich der Wert der Stra\u00dfen \u00fcber deren Nutzung definierte. Jedoch fehlten Unternehmer und viele Fachkr\u00e4fte f\u00fcr weitere Entwicklungsprojekte, um die Stra\u00dfen ihrer wertsch\u00f6pfenden Aufgabe als Transportweg zuzuf\u00fchren. Dramatisch f\u00fcr die Finanzierungslage war auch, dass sich die beiden gr\u00f6\u00dften Geldgeber USA und UdSSR aus ihrem Engagement aus Afghanistan zur\u00fcckzogen. Beide hatten weitere au\u00dfenpolitische Herausforderungen &#8211; die USA den Vietnamkrieg, die Sowjetunion den Sino-Sowjetischen Konflikt &#8211; sodass Afghanistan an Priorit\u00e4t verlor.[82] Der sowjetische Kurs der friedlichen Koexistenz milderte zudem die ideologischen Grundlagen des vom Systemwettbewerb abgeleiteten Entwicklungshilfewettbewerbs.[83] Da das afghanische Steuereinkommen sehr gering war \u2013 seit 1962 nie h\u00f6her als 15% der Staatseinnahmen &#8211; sorgte der R\u00fcckzug der Entwicklungshelfer f\u00fcr eine finanzielle Krise.[84]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5scau\">Auch der Zustand der Demokratie war fragil. Der st\u00e4ndige Geldfluss aus dem Ausland lie\u00df den Staat in den Zentren prosperieren, gleichzeitig aber wurde die Landbev\u00f6lkerung bei dieser Entwicklung nicht mitgenommen. Ein afghanisches National- oder sonst wie gepr\u00e4gtes Zusammengeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl entstand auch nicht. Dies lag daran, dass in den Jahrzehnten zuvor die Regierung eine spaltende Politik in den Provinzen betrieb, um die St\u00e4mme klein genug zu halten, um die eigene Machtbasis nicht zu gef\u00e4hrden.[85] Da viele Abgeordnete des neuen Parlamentes keinen gemeinsamen afghanischen Auftrag erkannten, sondern aufgrund ihrer lokalen Stellung im Wahlbezirk gew\u00e4hlt wurden, wurde im Parlament kein umfassendes nationales Interesse artikuliert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-9n52c\">Die Regierung war immer wieder Korruptionsvorw\u00fcrfen ausgesetzt. Als das im Oktober 1965 frisch gew\u00e4hlte Parlament zusammentrat, kam es zu Protestaktionen und Randalen vorwiegend linker Studenten gegen die neue Regierung. Bei der gewaltsamen Aufl\u00f6sung des Protests durch die Polizei starben drei Menschen. Premierminister Youssuf trat daraufhin zur\u00fcck und Mohammad Maiwandwal \u00fcbernahm die Regierungsgesch\u00e4fte und setzte auch neue Kabinettsmitglieder ein. Weder Parlament noch Regierung waren mit den politischen Praktiken, die mit der neuen Verfassung einhergingen vertraut. Mit dieser Hypothek machte sich die neue Regierung an die Erarbeitung des dritten F\u00fcnfjahresplans.[86]<\/p>\n\n\n\n<h3 id=\"viewer-6u65l\" class=\"wp-block-heading\"><em><u>Der dritte F\u00fcnfjahresplan 1967-1971<\/u><\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-7oa2q\">Der dritte F\u00fcnfjahresplan verf\u00fcgte mit 33 Milliarden Afghani \u00fcber ein 32% h\u00f6heres Volumen als sein Vorg\u00e4nger.[87] Der Fokus wurde nun auf Projekte im Sektor Produktion gelegt,[88] die schnell Ergebnisse erzielen sollten. \u00dcberall im Land sollten private Betriebe errichtet werden, welche die Vorgaben der Planer zu erf\u00fcllen hatten. Die Produktionsbereiche waren Konsumg\u00fcter, Lebensmittel und Baumaterialien. Der Plan sah zum Beispiel vor, dass bis zum Abschluss der Planperiode die Produktion von Baumwolltextilien um 114% steigen sollten. Weitere Werke sollten Porzellan und Schuhe herstellen, die Teppichindustrie bekam zwei neue Standorte in Herat und Jozjan.[89]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Der dritte F\u00fcnfjahresplan verf\u00fcgte mit 33 Milliarden Afghani \u00fcber ein 32% h\u00f6heres Volumen als sein Vorg\u00e4nger.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5s55\">Problematisch war nun, dass UdSSR und USA ihre Entwicklungsgelder dramatisch k\u00fcrzten, der Anteil der Sowjets an ausl\u00e4ndischem Kapital lag nach vormals 60% nun bei 20%, die Amerikaner verringerten ihren Anteil von ehemals 20% auf 3%. Die Afghanen versuchten, diesen Kapitalverlust durch intensivere Kooperationen mit anderen Staaten, unter anderem der Bundesrepublik Deutschland, auszugleichen.[90]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-fsdac\">Der h\u00f6chste Anteil der Importe war im Bereich der Konsumg\u00fcter. Da der afghanische Produktionssektor dem Anstieg importierter Konsumg\u00fcter nicht Schritt halten konnte, stieg konsequenterweise die Inflation \u2013 starke Nachfrage an importierten Konsumg\u00fctern steigerte die Preise, ohne dass das Gehaltsniveau in Afghanistan mithalten konnte.[91] Afghanistan hatte nach wie vor ein erhebliches Handelsdefizit.[92] Um die Inflation in Griff zu bekommen versuchte die Regierung im Folgenden die Geldmenge und die Zahl der vergebener Kredite zu reduzieren, was allerdings dazu f\u00fchrte, dass der Investitionsanreiz f\u00fcr private Investoren sank. Dabei sollten diese die Wertsch\u00f6pfung im kommenden Plan steigern. Diese Zielvorgabe war auch bitter n\u00f6tig, denn die R\u00fcckzahlungen vorher gew\u00e4hrter Kredite wurden jetzt f\u00e4llig.[93] Die Startbedingungen f\u00fcr den dritten F\u00fcnfjahresplan waren alles andere als optimal, zumal der private Sektor in den Pl\u00e4nen davor nicht priorit\u00e4r gef\u00f6rdert wurde und deshalb sehr klein war.[94]<\/p>\n\n\n\n<h3 id=\"viewer-9f9fh\" class=\"wp-block-heading\"><em><u>Innere Unruhen und der vierte F\u00fcnfjahresplan<\/u><\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-1dhfe\">Premierminister Maiwandal musste 1967 aufgrund schwerer Krankheit den Dienst quittieren. Ihm folgte Nur Ahmad Etemadi, der zuvor als Au\u00dfenminister unter Maiwandal gedient hatte. Das Auftreten seiner Regierung war zur\u00fcckhaltend, da nach den Ausschreitungen 1965 keine zu hitzige Opposition riskiert werden wollte. Die Parlamentsabgeordneten kooperierten n\u00e4mlich vor allem dann, wenn es darum ging, Regierungsvorhaben zu verhindern. Konsistente politische B\u00fcndnisse wurden nicht geschmiedet, was auch daran lag, dass in der neuen Verfassung die Gr\u00fcndung von Parteien nicht vorgesehen war und die Abgeordneten nur eigenen Interessen verpflichtet waren. Unklar waren die Verh\u00e4ltnisse auch in Bezug auf Meinungs- und Pressefreiheit. So wurde die gesetzlich unpr\u00e4zise Presse- und Meinungsfreiheit in Bezug auf in der Bev\u00f6lkerung beliebte politisch linke Zeitungen streng ausgelegt, was zum Verbot dieser f\u00fchrte, um die junge demokratische Ordnung vor potentiell gef\u00e4hrlicher Opposition zu sch\u00fctzen.[95]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-2ajv0\">Seit 1965 bekamen islamistische Bewegungen an den Universit\u00e4ten Zulauf und organisierten nach der Wahl 1969 Proteste gegen die Monarchie und die Kommunisten.[96] Beide Formationen standen zwar in scharfer Opposition zueinander, was sie vereinte war jedoch die gemeinsame Ablehnung des monarchischen Systems.[97] H\u00e4ufig kam es zu Zusammenst\u00f6\u00dfen beider Lager.[98]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Seit 1965 bekamen islamistische Bewegungen an den Universit\u00e4ten Zulauf und organisierten nach der Wahl 1969 Proteste gegen die Monarchie und die Kommunisten.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-8hno0\">Mit all den schwelenden Konflikten wirkt diese Zeit, als w\u00e4re eine Blase aus sch\u00f6nen Vors\u00e4tzen entstanden, die jedoch der zum Erhalt notwendigen Substanz entbehrt und bei n\u00e4chster Gelegenheit platzen kann. Diese Gelegenheit kam in Form einer D\u00fcrrezeit mit Hungersnot in der Hindukusch-Region 1969-1972, die sch\u00e4tzungsweise 100.000 Menschen das Leben kostete.[99] Die Regierung schaffte es nicht schnell genug, Hilfe bereitzustellen, sodass der einzige Weg, sich zu ern\u00e4hren darin bestand, den eigenen Besitz zu verpf\u00e4nden oder zu verkaufen. Solche Verk\u00e4ufe waren alternativlos, da die Inflation weiter stieg und sich besonders die weniger Verm\u00f6genden in einer <em>All-In<\/em>-Situation befanden.[100]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-78kdn\">Im Angesicht der bedrohlichen Lage f\u00fcr das junge demokratische System tat sich der ehemalige Premierminister und Neffe des K\u00f6nigs, Mohammad Daoud, mit Staatsangestellten und Offizieren zusammen, um den Putsch vorzubereiten, der schlie\u00dflich 1973 durchgef\u00fchrt wurde.[101] Zahir Schah war w\u00e4hrend des Putsches in Italien, weshalb bis heute gemutma\u00dft wird, dass der Putsch inszeniert und im Einverst\u00e4ndnis des K\u00f6nigs durchgef\u00fchrt wurde.[102] Der Putsch verlief vollkommen reibungslos, mit Ausnahme eines Soldaten, der vom Panzer fiel und im Kabulfluss ertrank.[103] Die Afghanen nahmen den Putsch unaufgeregt zur Kenntnis, zu sehr hatte das Ansehen des K\u00f6nigs nach der Hungersnot gelitten.[104]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-6jqst\">Der vierte F\u00fcnfjahresplan, der eigentlich 1972 h\u00e4tte inkrafttreten sollen, wurde aufgrund der politischen Krise nicht mehr exekutiert.[105] Die neue Regierung unter Daoud geriet 1974 direkt unter innenpolitischen Druck, als eine Evaluation ergab, dass die Wachstumsziele des dritten F\u00fcnfjahresplans um 40% verfehlt wurden.[106]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-br2q9\">Wenngleich Daoud eine Republik ausrief, war es mit den Demokratietendenzen des vorhergehenden Jahrzehnts vorbei. Statt den Weg des K\u00f6nigs fortzusetzen, wurde Daouds Republik eine \u201ebizarre[] Mischung aus Sozialismus und Nationalismus\u201c.[107]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-497bj\">Die neue Verfassung, die 1977 erlassen wurde, war beispiellos s\u00e4kularisiert und als 1974 der Islamistenf\u00fchrer Mohammad Niyazi festgenommen wurde, markierte dies f\u00fcr die Islamisten im Land den Anfang eines Krieges. Neben dem Konflikt mit den Islamisten belastete die neuen Machthaber das deutliche Verfehlen der Ziele des dritten F\u00fcnfjahresplans, der vor allem durch das zunehmende Versiegen der ausl\u00e4ndischen Entwicklungsgelder zustande kam. Au\u00dfenpolitisch flammte die Paschtunistan-Frage wieder auf und Daoud leistete sich einen Eklat mit dem russischen Partner in Moskau, als er eine Sitzung mit Leonid Breschnew abbrach.[108]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Neben dem Konflikt mit den Islamisten belastete die neuen Machthaber das deutliche Verfehlen der Ziele des dritten F\u00fcnfjahresplans, der vor allem durch das zunehmende Versiegen der ausl\u00e4ndischen Entwicklungsgelder zustande kam.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-d65fm\">1978 schlie\u00dflich l\u00f6ste die Ermordung des \u201eChefideologen\u201c der Zeitung <em>parcham<\/em> (\u201eDas Banner\u201c) Massenproteste aus, gegen die Daoud mit Massenverhaftungen gegen Mitglieder der Demokratischen Volkspartei Afghanistans vorging. Die <em>parcham<\/em> war eine Zeitschrift der DVPA, welche eine zum Gro\u00dfteil radikale kommunistische Partei war. Die Verhaftungen verh\u00e4rteten die Fronten derart, dass die DVPA ihre Anh\u00e4nger mobilisierte und den Pr\u00e4sidentenpalast st\u00fcrmten, sich an die Spitze des Staates putschten und Mohammad Daoud und seine Familie t\u00f6teten.[109]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-echbc\">Afghanistans republikanische \u00c4ra endete blutig. Der Einmarsch der Sowjetunion 1979 sollte den Ruf Afghanistans als Friedhof der Imperien zementieren und den Startschuss f\u00fcr jahrzehntelange Befriedungsversuche fremder Milit\u00e4rm\u00e4chte geben, die letztlich \u00fcberwiegend erfolglos blieben.[110]<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"viewer-89ug4\" class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-d1f8m\">Die goldenen Jahre in Afghanistan scheinen r\u00fcckblickend eher vergoldete Jahre gewesen zu sein. In der Zeit der ersten zwei F\u00fcnfjahrespl\u00e4ne schien Optimismus angebracht. Die Entwicklungshilfegelder sprudelten und zahlreiche Projekte, die sichtbare Ergebnisse lieferten, konnten in Angriff genommen werden. Die Kennzahlen, nach denen der wirtschaftliche Fortschritt gemessen werden konnte, schnellten in die H\u00f6he und Krisen, wie die Eskalation des Paschtunistankonfliktes, konnten gel\u00f6st werden, ohne dass zuviel Porzellan zerbrochen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-7s0og\">Nachdem 1959 der Schleierzwang aufgehoben wurde und sich die Proteste dagegen in Grenzen hielten, konnte der gesellschaftlichen Liberalisierung 1964 ihre politische Entsprechung zur Seite gestellt werden: die erste demokratische Verfassung Afghanistans. Statt weiterhin dem Islam den Vorrang vor dem weltlichen Recht zu lassen, wurden nun Freiheit, Gerechtigkeit und Individualismus in den Verfassungsrang gehoben. Auch die ersten Wahlen liefen erfolgreich ab. Afghanistan war stabil und wurde durchaus erfolgreich regiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-4l4m5\">Die Erfolgsmeldungen zeigten jedoch nur ein sehr selektives Bild Afghanistans. Der wirtschaftliche Aufschwung kam bei den meisten Afghanen unzureichend an. Das starke Wachstum Afghanistans beruhte auf der Tatsache, dass die Ausgangslage einfach auf einem so niedrigen Niveau war, dass relative Erfolge leicht erzielt werden konnten, absolut betrachtet war der Zustand des Landes nach wie vor d\u00fcrftig.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Das starke Wachstum Afghanistans beruhte auf der Tatsache, dass die Ausgangslage einfach auf einem so niedrigen Niveau war.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-69cmq\">Fehlallokationen und mangelnde Nachhaltigkeit der durchaus erfolgreichen Entwicklungsprojekte machten Afghanistan bereits im Ansatz zu einem Land, dessen Aufschwung konstant gef\u00e4hrdet war. Innenpolitische Unruhen, die auf fehlende Erfahrung mit dem demokratischen Prozess sowie auf Konstruktionsfehler in der Verfassung, wie das Verbot von Parteien oder das unklare Recht auf Meinungsfreiheit, zur\u00fcckgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen, akkumulierten sich in Kombination mit der steigenden Inflation zu einer echten Gefahr f\u00fcr das junge, fragile, demokratische Gesamtsystem. Letztlich gab eine Hungersnot den Ausl\u00f6ser, die als Folge jahrelanger D\u00fcrre auftrat. Dies zeigt eine weitere Schwierigkeit, der sich Afghanistan ausgesetzt sieht: sehr ung\u00fcnstige klimatische Bedingungen. Das extreme Wetter, die unerbittlichen Landschaften und der fehlende Zugang zum Meer erleichterten das Gestalten eines erfolgreichen Staates sicher nicht. Die Krise f\u00fchrte zum Putsch Daouds und damit zu einem undemokratischen Regierungswechsel, nur neun Jahre nach Einf\u00fchrung der demokratischen Verfassung. In der Folge versank Afghanistan in einem jahrzehntelangen Krieg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;<\/p>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-dots\" \/>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-fdser\"><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/nicolas-stojek-822395156\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><u>Nicolas Stojek<\/u><\/a> erforscht Konflikt- und Eskalationsdynamiken unter Anwendung von Theorien aus der Evolutions- und Systemtheorie. Als Mitglied der Forschungsgruppe TRACE (Transmission in Arts, Rhetorics and Cultural Evolution) fungiert er als Assistent von Prof. apl. Heiner M\u00fchlmann. Bei den in diesem Artikel vertretenen Ansichten handelt es sich um die des Autors.<\/p>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-dots\" \/>\n\n\n<p id=\"viewer-8qu4v\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[1] \u201eMinirock statt Burka. Die goldene \u00c4ra Afghanistans,\u201c <em>NZZ<\/em>, zuletzt aufgerufen am September 10, 2021, https:\/\/www.nzz.ch\/fotografie\/afghanistan-minirock-statt-burka-waehrend-der-goldenen-aera-ld.1640292.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-b417n\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[2] \u201cRemembering Afghanistan\u00b4s Golden Age,\u201d <em>New York Times<\/em>, zuletzt aufgerufen Juni 21, 2023,<a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2009\/10\/18\/weekinreview\/18bumiller.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/www.nytimes.com\/2009\/10\/18\/weekinreview\/18bumiller.html<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-9bltb\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[3] Yuen Foong Khong, <em>Analogies at War. Korea, Munich, Dien Bien Phu, and the Vietnam Decisions of 1965<\/em>, (Princeton: Princeton University Press, 1992).<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-tpus\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[4] Omar Khaled Sahrai, <em>Ethnizit\u00e4t, Widerstand und politische Legitimation in paschtunischen Stammesgebieten Afghanistans und Pakistans<\/em>, (Berlin: Peter Lang, 2018), 134; Frangis Dadfar Spanta, <em>Umstrittene Regierungsf\u00fchrung in Afghanistan. Kulturelle und politische Ordnungsvorstellungen der afghanischen Eliten<\/em>, (Bielefeld: transcript, 2019), 70.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-2abqb\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[5] Conrad Schetter, <em>Kleine Geschichte Afghanistans<\/em>, (M\u00fcnchen: C.H. Beck, 2010), 87.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-en7np\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[6] Reinhard Schlagintweit, \u201cAfghanistan als Staat im 20. Jahrhundert,\u201c <em>Wegweiser zur Geschichte. Afghanistan,<\/em> hrsg. v. ZMSBw (Paderborn: Ferdinand Sch\u00f6ningh, 2020): 31-43, 34-39.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-3gub7\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[7] \u201cRemembering Afghanistan\u00b4s Golden Age,\u201d <em>New York Times<\/em>, zuletzt aufgerufen Juni 21, 2023,<a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2009\/10\/18\/weekinreview\/18bumiller.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/www.nytimes.com\/2009\/10\/18\/weekinreview\/18bumiller.html<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-ecbbm\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[8] Benjamin Buchholz, Loya Jirga, <em>Afghanischer Mythos, Ratsversammlung und Verfassungsorgan<\/em>, (Freiburg: Rombach, 2013), 148.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-806k6\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[9] Jan-Heeren Grevemeyer, \u201cAfghanistan. Das \u201eneue Modell einer Revolution\u201c und der d\u00f6rfliche Widerstand,\u201c <em>Revolution in Iran und Afghanistan<\/em>, hrsg. v. Berliner Institut f\u00fcr Vergleichende Sozialforschung (Frankfurt am Main: Syndikat Autoren u. Verl. Ges., 1980), 140-176, 144-147.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-8uj8h\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[10] Sahrai, <em>Widerstand und politische Legitimation in paschtunischen Stammesgebieten Afghanistans und Pakistans<\/em>, 134-135.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-a9dn1\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[11] Craig Baxter, \u201dChapter 1. Historical Setting,\u201d <em>Pakistan. A country Study<\/em>, hrsg. v. Peter R. Blood (Washington DC: US Government Printing Office, 1995), 1-78, 21.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-6pb6e\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[12] J\u00fcrgen Clemens, \u201cVon Karten und Grenzen. Die koloniale \u201eDurand Line\u201c als permanenter geopolitischer Konfliktstoff zwischen Afghanistan und Pakistan,\u201c <em>ASIEN AKTUELL<\/em> 90 (2004), 53-58, 56.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-1otjr\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[13] Conrad Schetter, \u201cStaat und Stamm. Das Grenzland der Paschtunen,\u201c <em>Wegweiser zur Geschichte. Pakistan,<\/em> hrsg. v. Bernhard Chiari und Conrad Schetter (Paderborn: Ferdinand Sch\u00f6ningh, 2010), 99-109, 99-102.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-3b7ia\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[14] Conrad Schetter, <em>Kleine Geschichte Afghanistans<\/em>, (M\u00fcnchen: C.H. Beck, 2010), 85.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-dhjtd\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[15] Richard Newell, <em>The Politics of Afghanistan<\/em>, (Ithaca und London: Cornell University Press, 1972), 117-119.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-f0fem\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[16] Conrad Schetter, <em>Kleine Geschichte Afghanistans<\/em>, (M\u00fcnchen: C.H. Beck, 2010), 84-85.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-clatt\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[17] Peter Franck, <em>Afghanistan. Between East and West<\/em>, (Washington DC: National Planning Association, 1960), 12.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-9131l\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[18] Government of Afghanistan, <em>First Five year Plan 1956\/57-1961\/62<\/em>, 1.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-feqar\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[19] Ibid., 3.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-9s2br\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[20] Newell, <em>Politics of Afghanistan<\/em>, 126-127; Afghanistan, <em>First Five Year Plan<\/em>, 2: \u201cThere has been no population census held in Afghanistan and all statistics are estimates.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-7eshc\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[21] International Planned Parenthood Federation, \u201cSituation Reports. Afghanistan, Cyprus, Iran, Kenya, Lebanese Republic, Malagasy Republic, Malaysia (West), People\u00b4s Democratic Republic of Yemen,\u201d (London 1972), 2.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-76dv3\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[22] L\u00e4nder-Informationsportal: Afghanistan. URL: Seite nicht mehr online (zuletzt aufgerufen Mai 19, 2021). Informationen wurden der vom Verfasser gespeicherten pdf der Seite entnommen.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-54te4\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[23] Etienne Gilbert, \u201eL\u00b4\u00e9conomie de l\u00b4Afghanistan,\u201c <em>Tiers-Monde<\/em> 6 (1965), 939-957, 949-951.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-b4egd\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[24] Richard Newell, <em>The Politics of Afghanistan<\/em>, (Ithaca und London: Cornell University Press, 1972), 4-5.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-4efb\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[25] Etienne Gilbert, \u201eL\u00b4\u00e9conomie de l\u00b4Afghanistan,\u201c <em>Tiers-Monde<\/em> 6 (1965), 941.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-3600j\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[26] Government of Afghanistan, <em>First Five year Plan 1956\/57-1961\/62<\/em>, 1.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-a6v09\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[27] Ibid., 304.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-dtlmq\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[28] Ibid., 5-6 sowie 81.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-fbtc1\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[29] International Planned Parenthood Federation, \u201cSituation Reports. Afghanistan, Cyprus, Iran, Kenya, Lebanese Republic, Malagasy Republic, Malaysia (West), People\u00b4s Democratic Republic of Yemen,\u201d (London 1972), 3. Es ist zu bemerken, dass dieser Bericht 1972 ver\u00f6ffentlicht wurde und Daten aus der zweiten H\u00e4lfte der 1960er Jahre verwendet werden. Daten von 1956 konnte der Verfasser nicht finden, jedoch ist das nat\u00fcrliche Maximum der Literarisierungsherausforderung mit 90% Analphabetismus schon fast erreicht. Viel schlechter kann die Ausgangslage 1956 also nicht gewesen sein und dass eine signifikante Menge der Bev\u00f6lkerung w\u00e4hrend der goldenen Jahre das Lesen verlernt hat und somit die Ausgangslage 1956 signifikant besser war, scheint unwahrscheinlich. Der Verfasser h\u00e4lt es daher f\u00fcr angemessen, die Angabe \u201e90% Analphabeten\u201c auch f\u00fcr den Zeitpunkt 1956 als groben Richtwert zu verwenden.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-7rg8i\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[30] Nake Mohammad Kamrany, \u201cThe First Five-Year Plan of Afghanistan (1956-61). An Economic Evaluation,\u201d PhD diss, University of Southern California, 1962), 35.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-12j3b\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[31] Ibid., 37.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-8klkl\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[32] \u201cInvestment in infrastructure and employment in Afghanistan. Review of past and present investment plans,\u201d Fazalrabi Shirzad und Rabia Nusrat, zuletzt aufgerufen Juni 06, 2023, https:\/\/www.international-alert.org\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Afghanistan_InvestmentInInfrastructureEmployment_EN_2018.pdf, 13.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-37bsj\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[33] Nake Mohammad Kamrany, \u201cThe First Five-Year Plan of Afghanistan (1956-61). An Economic Evaluation,\u201d PhD diss, University of Southern California, 1962), 36.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-223c9\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[34] Peter Franck, <em>Afghanistan. Between East and West<\/em>, (Washington DC: National Planning Association, 1960), 35.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-8kcgv\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[35] Nake Mohammad Kamrany, \u201cThe First Five-Year Plan of Afghanistan (1956-61). An Economic Evaluation,\u201d PhD diss, University of Southern California, 1962), 36-37.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-9hblg\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[36] Bruce J Amstutz, <em>Afghanistan. The First Five Years of Soviet Occupation<\/em>, (Washington D.C.: National Defense University<strong>, <\/strong>1986), 22.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-2rbc0\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[37] Arnold Fletcher, <em>Afghanistan. Highway of Conquest<\/em>, (Ithaca: Cornell University Press, 1965), 265.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-4bdbb\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[38] Bruce J Amstutz, <em>Afghanistan. The First Five Years of Soviet Occupation<\/em>, (Washington D.C.: National Defense University<strong>, <\/strong>1986), 22.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-cvptl\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[39] Arnold Fletcher, <em>Afghanistan. Highway of Conquest<\/em>, (Ithaca: Cornell University Press, 1965), 269.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-5vojb\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[40] Bruce J Amstutz, <em>Afghanistan. The First Five Years of Soviet Occupation<\/em>, (Washington D.C.: National Defense University<strong>, <\/strong>1986), 23.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-t9dt\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[41] Arnold Fletcher, <em>Afghanistan. Highway of Conquest<\/em>, (Ithaca: Cornell University Press, 1965), 261-262 sowie 269.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-bt1cv\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[42] Ibid., 266-270.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-9lq1k\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[43] Frank N. Schubert, \u201cU.S. Army Corps of Engineers and Afghanistan\u00b4s Highways 1960-1967,\u201d <em>Journal of Construction Engineering and Management<\/em> 117 (1991), 445-459, 451.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-55gtm\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[44] Peter Franck, <em>Afghanistan. Between East and West<\/em>, (Washington DC: National Planning Association, 1960), 37.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-38b5v\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[45] Nake Mohammad Kamrany, \u201cThe First Five-Year Plan of Afghanistan (1956-61). An Economic Evaluation,\u201d PhD diss, University of Southern California, 1962), 177-178.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-4qj50\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[46] Frank N. Schubert, \u201cU.S. Army Corps of Engineers and Afghanistan\u00b4s Highways 1960-1967,\u201d <em>Journal of Construction Engineering and Management<\/em> 117 (1991), 447-448.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-cftfn\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[47] Arnold Fletcher, <em>Afghanistan. Highway of Conquest<\/em>, (Ithaca: Cornell University Press, 1965), 274.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-bonmu\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[48] Ibid., 275-276.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-b8t2e\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[49] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-cqd37\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[50] Nake Mohammad Kamrany, \u201cThe First Five-Year Plan of Afghanistan (1956-61). An Economic Evaluation,\u201d PhD diss, University of Southern California, 1962), 191-192.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-eg6lv\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[51] Ibid., 194.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-8fd45\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[52] Der Export in die Sowjetunion stieg von 1952 bis 1961 von 15% auf \u00fcber 50%, siehe: Kamrany, <em>The first Five-Year Plan of Afghanistan<\/em>, 197.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-70kss\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[53] Nake Mohammad Kamrany, \u201cThe First Five-Year Plan of Afghanistan (1956-61). An Economic Evaluation,\u201d PhD diss, University of Southern California, 1962), 202-210.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-a9i5a\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[54] Arnold Fletcher, <em>Afghanistan. Highway of Conquest<\/em>, (Ithaca: Cornell University Press, 1965), 215-273.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-6jb3f\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[55] Asne Seierstad, <em>Der Buchh\u00e4ndler aus Kabul. Eine Familiengeschichte,<\/em> (Berlin: List Taschenbuch, 2004), 108-109.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-dn748\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[56] Richard Newell, <em>The Politics of Afghanistan<\/em>, (Ithaca und London: Cornell University Press, 1972), 75.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-4frt9\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[57] \u201cInvestment in infrastructure and employment in Afghanistan. Review of past and present investment plans,\u201d Fazalrabi Shirzad und Rabia Nusrat, zuletzt aufgerufen Juni 06, 2023, https:\/\/www.international-alert.org\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Afghanistan_InvestmentInInfrastructureEmployment_EN_2018.pdf, 15.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-50d4t\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[58] Richard Newell, <em>The Politics of Afghanistan<\/em>, (Ithaca und London: Cornell University Press, 1972), 132.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-aqrdb\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[59] \u201cInvestment in infrastructure and employment in Afghanistan. Review of past and present investment plans,\u201d Fazalrabi Shirzad und Rabia Nusrat, zuletzt aufgerufen Juni 06, 2023, https:\/\/www.international-alert.org\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Afghanistan_InvestmentInInfrastructureEmployment_EN_2018.pdf, 15.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-7g4m1\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[60] Rolf-Dieter M\u00fcller, \u201cAfghanistan als milit\u00e4risches Ziel deutscher Au\u00dfenpolitik,\u201c <em>Wegweiser zur Geschichte. Afghanistan,<\/em> hrsg. v. ZMSBw (Paderborn: Ferdinand Sch\u00f6ningh, 2020), 43-53, 45-51.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-al5vi\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[61] Willy Kraus, \u201cDeutsch-afghanische Kultur- und Wissenschaftsbeziehungen aus deutscher Sicht,\u201c <em>Beitr\u00e4ge zur zeitgen\u00f6ssischen Afghanistanforschung: Vortr\u00e4ge auf einer Tagung der Arbeitsgemeinschaft Afghanistan am 6. und 7. Juli 1995 in Bochum<\/em>, hrsg. v. Wilhelm L\u00f6wenstein (Bochum: Ruhr-Universit\u00e4t Bochum, 1997), 37-46, 43-44; Reinhard Schlagintweit, \u201cDie politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Afghanistan. R\u00fcckblick und Ausblick,\u201c <em>Beitr\u00e4ge zur zeitgen\u00f6ssischen Afghanistanforschung: Vortr\u00e4ge auf einer Tagung der Arbeitsgemeinschaft Afghanistan am 6. und 7. Juli 1995 in Bochum<\/em>, hrsg. v. Wilhelm L\u00f6wenstein (Bochum: Ruhr-Universit\u00e4t Bochum, 1997), 23-36, 30-31.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-bl19o\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[62] Richard Newell, <em>The Politics of Afghanistan<\/em>, (Ithaca und London: Cornell University Press, 1972), 132.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-aqhvn\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[63] Aasim Sajjad Akhtar, \u201c(Post)koloniale Politik in den Stammesgebieten Pakistans,\u201c <em>APuZ<\/em> 21 (2010), 10-16, 13.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-dpsjl\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[64] Arnold Fletcher, <em>Afghanistan. Highway of Conquest<\/em>, (Ithaca: Cornell University Press, 1965), 278.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-4udfg\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[65] Mohammed Ebrahim Modjaz, \u201cDie neue Verfassung von Afghanistan (1964) unter besonderer Ber\u00fccksichtigung des Rechtswesens,\u201c <em>Verfassung und Recht in \u00dcbersee<\/em> 2 (1969), 174.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-3b2qf\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[66] Benjamin Buchholz, Loya Jirga, <em>Afghanischer Mythos, Ratsversammlung und Verfassungsorgan<\/em>, (Freiburg: Rombach, 2013), 125-126.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-5q67q\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[67] \u201cThe Constitution of Afghanistan 1964,\u201d zuletzt aufgerufen September 22, 2021, <a href=\"https:\/\/digitalcommons.unl.edu\/afghanenglish\/3\/?utm_source=digitalcommons.unl.edu%2Fafghanenglish%2F3&amp;utm_medium=PDF&amp;utm_campaign=PDFCoverPages\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/digitalcommons.unl.edu\/afghanenglish\/3\/?utm_source=digitalcommons.unl.edu%2Fafghanenglish%2F3&amp;utm_medium=PDF&amp;utm_campaign=PDFCoverPages<\/a>. Alle Hervorhebungen vom Verfasser.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-7ac5i\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[68] \u201cLessons from the 1931 Constitution of Nadir Khan. Religious Inclusion and Reform,\u201d Palwasha L Kakar, und Julia Schiwal, Zuletzt aufgerufen September 22, 2021, https:\/\/www.usip.org\/sites\/default\/files\/Afghanistan-Peace-Process_Religious-Inclusion-and-Reform.pdf.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-3qi8u\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[69] Mohammed Ebrahim Modjaz, \u201cDie neue Verfassung von Afghanistan (1964) unter besonderer Ber\u00fccksichtigung des Rechtswesens,\u201c <em>Verfassung und Recht in \u00dcbersee<\/em> 2 (1969), 175-176.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-62lei\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[70] Richard Newell, <em>The Politics of Afghanistan<\/em>, (Ithaca und London: Cornell University Press, 1972), 164.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-8km0r\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[71] Ibid., 141.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-fd6ma\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[72] Frank N. Schubert, \u201cU.S. Army Corps of Engineers and Afghanistan\u00b4s Highways 1960-1967,\u201d <em>Journal of Construction Engineering and Management<\/em> 117 (1991), 455.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-8bggb\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[73] Richard Newell, <em>The Politics of Afghanistan<\/em>, (Ithaca und London: Cornell University Press, 1972), 139.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-4cudq\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[74] Barnett R. Rubin, <em>The Fragmentation of Afghanistan. State Formation and Collapse in the International System,<\/em> (New Haven: Yale University Press, 1995), 71.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-c4bok\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[75] Barnett R. Rubin, <em>The Fragmentation of Afghanistan. State Formation and Collapse in the International System,<\/em> (New Haven: Yale University Press, 1995), 63-64.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-96juk\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[76] Richard Newell, <em>The Politics of Afghanistan<\/em>, (Ithaca und London: Cornell University Press, 1972), 133.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-7q2u0\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[77] International Planned Parenthood Federation, \u201cSituation Reports,\u201d 3.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-642qp\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[78] Richard Newell, <em>The Politics of Afghanistan<\/em>, (Ithaca und London: Cornell University Press, 1972), 153.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-aniup\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[79] Barnett R. Rubin, <em>The Search for Peace in Afghanistan. From Buffer State to Failed State<\/em>, (New Haven: Yale University Press, 1995), 25.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-856k4\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[80] Conrad Schetter, <em>Kleine Geschichte Afghanistans<\/em>, (M\u00fcnchen: C.H. Beck, 2010), 91.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-f3drb\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[81] Government of Afghanistan, <em>First Five year Plan 1956\/57-1961\/62<\/em>, 5.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-49paq\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[82] Richard Newell, <em>The Politics of Afghanistan<\/em>, (Ithaca und London: Cornell University Press, 1972), 152-163.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-7ht9n\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[83] Federal Research Division, <em>Soviet Union. A Country Study<\/em>, (Washington D.C.: U.S. Government Printing Office, 1989), 90-92.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-e04lt\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[84] Barnett R. Rubin, <em>The Fragmentation of Afghanistan. State Formation and Collapse in the International System,<\/em> (New Haven: Yale University Press, 1995), 60-65.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-32hmp\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[85] Ibid., 20.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-70til\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[86] Richard Newell, <em>The Politics of Afghanistan<\/em>, (Ithaca und London: Cornell University Press, 1972), 164-168.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-eoh85\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[87] Shirzad und Nusrat, <em>Investment in infrastructure and employment in Afghanistan<\/em>, 16.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-f5is0\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[88] Richard Newell, <em>The Politics of Afghanistan<\/em>, (Ithaca und London: Cornell University Press, 1972), 158.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-69ahi\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[89] \u201cPrivate Sector\u00b4s Role in Third Plan,\u201d Kabul Times, zuletzt aufgerufen September 25, 2021,<a href=\"https:\/\/digitalcommons.unomaha.edu\/kabultimes\/1483\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/digitalcommons.unomaha.edu\/kabultimes\/1483\/<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-46q2p\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[90] Richard Newell, <em>The Politics of Afghanistan<\/em>, (Ithaca und London: Cornell University Press, 1972), 147-148.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-4ons0\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[91] Ibid., 146.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-anl2b\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[92] \u201cStructure and Performance of the Afghan Economy,\u201d Stephane Guimbert, zuletzt aufgerufen September 25, 2021, https:\/\/documents1.worldbank.org\/curated\/en\/819001468740686597\/pdf\/308610PAPER0SASPR0no1010Afghan0eco.pdf.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-b62q0\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[93] Richard Newell, <em>The Politics of Afghanistan<\/em>, (Ithaca und London: Cornell University Press, 1972), 147-151.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-25ha\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[94] International Planned Parenthood Federation, Situation Reports. Afghanistan, 2.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-fd7i6\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[95] Richard Newell, <em>The Politics of Afghanistan<\/em>, (Ithaca und London: Cornell University Press, 1972), 169-179.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-1uein\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[96] Barnett R. Rubin, <em>The Fragmentation of Afghanistan. State Formation and Collapse in the International System,<\/em> (New Haven: Yale University Press, 1995), 101.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-2cc5p\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[97] Ibid., 84.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-ddnq9\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[98] Conrad Schetter, <em>Kleine Geschichte Afghanistans<\/em>, (M\u00fcnchen: C.H. Beck, 2010), 91.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-bb726\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[99] Ibid., 87. Rubin ordnet die Hungersnot den Jahren 1971-1972 zu: Rubin, <em>The Fragmentation of Afghanistan<\/em>, 79. Die Hungersnot l\u00e4ge nach ihm also am Tiefpunkt einer sich seit 1969 versch\u00e4rfenden Nahrungsknappheit: Guimbert, Structure and Performance of the Afghan Economy.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-9m9pl\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[100] Barnett R. Rubin, <em>The Fragmentation of Afghanistan. State Formation and Collapse in the International System,<\/em> (New Haven: Yale University Press, 1995), 79.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-8m807\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[101] Ibid., 102.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-4q79k\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[102] Conrad Schetter, <em>Kleine Geschichte Afghanistans<\/em>, (M\u00fcnchen: C.H. Beck, 2010), 92.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-dmar4\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[103] Barnett R. Rubin, <em>Afghanistan. What everyone needs to know,<\/em> (New York: Oxford University Press, 2020), 39.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-cnep6\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[104] Conrad Schetter, <em>Kleine Geschichte Afghanistans<\/em>, (M\u00fcnchen: C.H. Beck, 2010), 93.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-92qcp\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[105] \u201cInvestment in infrastructure and employment in Afghanistan. Review of past and present investment plans,\u201d Fazalrabi Shirzad und Rabia Nusrat, zuletzt aufgerufen Juni 06, 2023, https:\/\/www.international-alert.org\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Afghanistan_InvestmentInInfrastructureEmployment_EN_2018.pdf, 18.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-7gbbi\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[106] Conrad Schetter, <em>Kleine Geschichte Afghanistans<\/em>, (M\u00fcnchen: C.H. Beck, 2010), 92-94.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-dq8js\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[107] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-dcpn\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[108] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-2jolh\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[109] Ibid., 94-95.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-fg4jr\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[110] \u201eAfghanistan \u2013 Geschichte, Politik, Gesellschaft,\u201c bpb, zuletzt aufgerufen September 12, 2021,<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/gesellschaft\/migration\/laenderprofile\/277555\/geschichte-politik-gesellschaft\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/www.bpb.de\/gesellschaft\/migration\/laenderprofile\/277555\/geschichte-politik-gesellschaft<\/a>. Der Global Peace Index listet Afghanistan als konfliktreichstes Land der Welt: \u201eGlobal Peace Index 2020,\u201c Vision of Humanity, zuletzt aufgerufen September 12, 2021,<a href=\"https:\/\/www.visionofhumanity.org\/maps\/#\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> https:\/\/www.visionofhumanity.org\/maps\/#\/<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abstract: Die Goldene \u00c4ra, mit Schwerpunkt in den 1960er Jahren, gilt als Ausweis f\u00fcr Stabilit\u00e4t, Modernit\u00e4t und Prosperit\u00e4t Afghanistans. Diese Annahme tr\u00fcgt jedoch. Die Goldenen Jahre waren auf Sand gebaut. Gro\u00dfz\u00fcgige Entwicklungshilfen der USA und der Sowjetunion erm\u00f6glichten Wirtschaftswachstum und erlaubten liberale Reformen. 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