{"id":748,"date":"2021-05-21T10:00:00","date_gmt":"2021-05-21T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tdhj.org\/?p=748"},"modified":"2025-10-30T19:44:17","modified_gmt":"2025-10-30T18:44:17","slug":"auftragstaktik-fuhrungsprinzip-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tdhj.org\/de\/post\/auftragstaktik-fuhrungsprinzip-1\/","title":{"rendered":"Auftragstaktik \u2013 mehr als nur ein F\u00fchrungsprinzip"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-aie1n\"><strong>Abstract:<\/strong> 1888 wurde die \u201eAuftragstaktik\u201c urspr\u00fcnglich als \u201eAuftragsverfahren\u201c in der Preu\u00dfischen Infanterie implementiert. Mit der Einf\u00fchrung wurde das Ziel verfolgt, den damaligen technologischen Wandel und die damit verbundenen Erfahrungen aus den vorangegangenen Kriegen durch eine neue dynamischere Form der F\u00fchrung beherrschbar und f\u00fchrbar zu machen. Aus der Operationalisierung der geschichtliche Entwicklung der Auftragstaktik lassen sich sechs Elemente ableiten, an denen man ihre tats\u00e4chliche Implementierung messen kann. Die Umsetzung des top-down gerichteten \u201eF\u00fchren mit Auftrags\u201c entspricht den Logiken und Paradigmen des Industriezeitalters, f\u00fcr das KI- oder Kreativzeitalter m\u00fcssen noch eigene Implementierungen gefunden werden, die (wieder?) mehr auch das Prinzip des Bottom- Up ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-4i8c4\"><strong>Bottom-line-up-front: <\/strong>Wer f\u00fchren will, braucht klare Begriffe, wer \u00fcber F\u00fchrung reden (oder schreiben) will, ganz besonders. Die Auftragstaktik ist aufgrund ihrer Fokussierung auf das menschliche Kreativpotential eine zeitlose F\u00fchrungsphilosophie, sie muss aber auch in ihren zeitlichen und kontextuellen Implementierungsformen verstanden werden, um sich den Herausforderungen der Zeit anzupassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-9fj22\"><strong>Problemdarstellung: <\/strong>Wie ver\u00e4ndern sich die Anforderungen an milit\u00e4rische F\u00fchrungskr\u00e4fte unter den Herausforderungen st\u00e4ndig zunehmender Komplexit\u00e4t, neuer Mensch-Maschine Schnittstellen am Beispiel Umgang mit Methoden der K\u00fcnstlichen Intelligenz sowie milit\u00e4risches Handeln in der Grauzone zwischen Frieden und Krieg, also im hybriden Umfeld? Hierzu ist bei Defense Horizon zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt auch noch eine Ver\u00f6ffentlichung geplant.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-blurg\"><strong>Was nun?:<\/strong> Mit der Einf\u00fchrung und Nutzung von Methoden der k\u00fcnstlichen Intelligenz, u.a. dem Deep Learning, wird erstmalig Technologie im bislang dem Menschen vorbehaltenen Bereich der Kreativit\u00e4t eingesetzt. Um diese Technologien effektiv und sinnvoll einsetzen zu k\u00f6nnen, bedarf es einer \u201ehumanen\u201c F\u00fchrung, die es in n\u00e4chster Zeit zu definieren gilt. Hierzu kann die Auftragstaktik einen Beitrag leisten, wenn sie richtig verstanden wird.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/wp-content\/media-ext\/0d3ede_873617ab8c4346b79f8bf3fa99776cf8~mv2.png\" alt=\"\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color has-small-font-size wp-block-paragraph\">Source: shutterstock.com\/Gorodenkoff<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-fk7qr\">Jeder Auftragstaktiker f\u00fchrt mit Auftrag, aber nicht jeder F\u00fchrer mit Auftrag ist ein Auftragstaktiker<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-1m28n\">Neue Technologien ver\u00e4ndern sowohl die Art wie agiert wird als auch den Charakter einer Gesellschaft an und f\u00fcr sich, da sie sich gleicherma\u00dfen auf die handelnden Akteure als auch die damit verbundenen Prozesse auswirken. Im Zivilen und der Wirtschaft werden derzeit Strukturen flacher, um effizienter, aber auch um agiler und adaptiver zu sein. Hierzu bedarf es einer F\u00fchrungsphilosophie, die den Menschen mit seinen F\u00e4higkeiten, aber auch seinen Fehlern in den Mittelpunkt stellt. In diesem Kontext wird die in Preu\u00dfen entwickelte Auftragstaktik regelm\u00e4\u00dfig genannt, ohne das in den meisten F\u00e4llen klar ist, was diese eigentlich bedeutet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-2sqm8\">Eine besondere Relevanz und Aktualit\u00e4t ergibt sich f\u00fcr das Milit\u00e4r aus dem erwartbaren Gefechtsfeld des 21. Jahrhunderts. Im Bereich milit\u00e4rischer Operationen sind zuk\u00fcnftig gleicherma\u00dfen asymmetrische wie symmetrische Herausforderungen und deren Verkn\u00fcpfungen zu komplexen Problemen absehbar, die die die Art und den Charakter des Krieges gleicherma\u00dfen ver\u00e4ndern. Es gibt kein \u201eentweder &#8211; oder\u201c mehr, unterkomplexe Ans\u00e4tze im Bereich von Multi Domain Operations oder bei Greyzone Operations f\u00fchren direkt zu Verlusten. Der Umgang mit K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) wird in Zukunft erfordern, dass einem Algorithmus das WIE der Ausf\u00fchrung \u00fcberlassen wird, was nicht \u201eunkontrolliert\u201c geschehen darf, sondern \u201egef\u00fchrt\u201c werden muss. Dieser Aufsatz leistet hierzu einen Beitrag.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Der Umgang mit K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) wird in Zukunft erfordern, dass einem Algorithmus das WIE der Ausf\u00fchrung \u00fcberlassen wird, was nicht \u201eunkontrolliert\u201c geschehen darf, sondern \u201egef\u00fchrt\u201c werden muss.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-arlve\">Eine zeitgem\u00e4\u00dfe Implementierung der Auftragstaktik muss damit entlang der sie bestimmenden Elementen mit den gesellschaftlichen Entwicklungen und M\u00f6glichkeiten durchdacht werden, die im Folgenden vorgestellt werden sollen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-6eh01\">Auftragstaktik ist wohl derjenige Begriff der deutschen Milit\u00e4rsprache[2], um den sich die meisten Mythen ranken. Einig ist man sich aber darin, dass sie \u201eirgendwie\u201c wirkt. Anhand Stefan Leistenschneiders Buch \u201eAuftragstaktik im preu\u00dfisch-deutschen Heer 1872 bis 1914\u201c[3] sollen die grundlegenden Prinzipien der Auftragstaktik[4] vorgestellt werden. Die Geschichte der Auftragstaktik beginnt dabei schon mit einer Begriffsverwirrung: Urspr\u00fcnglich wurde sie 1888 \u201enamenlos\u201c im Preu\u00dfischen Infanterie Exerzier-Reglement[5] als F\u00fchrungsverfahren implementiert, dass die Selbst\u00e4ndigkeit der unterstellten F\u00fchrer betonte. Dies war das Ergebnis eines \u00fcber 70-j\u00e4hrigen Prozesses, der 1806\/1807 mit dem Verlust der Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt und der damit verbundenen Einsetzung der Milit\u00e4r-Reorganisationskommission begonnen hatte. Der Begriff \u201eAuftragstaktik\u201c wurde erst von einem Kritiker des \u201eAuftragsverfahren\u201c, Generalleutnant a.D. Albert von Boguslawski, gepr\u00e4gt[6], der in einem Aufsatz unter anderem f\u00fcrchtete, dass die (damals gerade neu eingef\u00fchrte) Brigadef\u00fchrung durch diese neue Art der F\u00fchrung weniger Freiheit des Handels als die ihr unterstellten F\u00fchrer haben k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-81h2a\">In der Folge wurden die Protagonisten der neuen Konzeption als Auftragstaktiker und die Antagonisten als Normaltaktiker bezeichnet. Der bis heute in vielen Bereichen bevorzugte Begriff des \u201eF\u00fchren mit Auftrag\u201c anstelle der \u201eAuftragstaktik\u201c ist ein Ergebnis dieser Diskussion, in der Bundeswehr l\u00e4sst sich dieser Diskurs immer noch beobachten, fast zyklisch wird \u201eAuftragstaktik\u201c bei der Neuformulierung von Vorschriften mal mit \u201eF\u00fchren mit Auftrag\u201c gleichgesetzt, mal wird \u201eAuftragstaktik\u201c durch \u201eF\u00fchren mit Auftrag\u201c ersetzt und mal steht \u201eAuftragstaktik\u201c f\u00fcr sich allein.[7]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-8v6gl\">Vergleicht man \u201eF\u00fchren mit Auftrag\u201c und \u201eAuftragstaktik\u201c, so l\u00e4sst sich konstatieren, dass es nicht dasselbe meint: \u201eF\u00fchren mit Auftrag\u201c ist eine \u201e<em>leader-centric<\/em>\u201c <em>top-down<\/em> Implementierung der \u201eAuftragstaktik\u201c, die die \u201eF\u00fchrungskraft\u201c in das Zentrum stellt, die eine zentralere F\u00fchrung bei dezentraler Ausf\u00fchrung bef\u00fcrwortet, w\u00e4hrend \u201eAuftragstaktik\u201c dar\u00fcber hinaus auch eine <em>bottom-up<\/em> Komponente beinhaltet, die dem Gef\u00fchrten ein planbares Umfeld mit Freiheit der Form und Selbstt\u00e4tigkeit des Handels bietet, in dem er \u2013 stets der Absicht der \u00fcbergeordneten F\u00fchrung folgend &#8211; autonom handeln und sich bewegen kann. Dies entspricht im \u00dcbrigen auch dem Leit- und Menschenbild der Inneren F\u00fchrung der Bundeswehr[8].<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-4ej4m\">Sechs Ordnungselemente der Auftragstaktik<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-323tr\">Leistenschneider entwickelt aus der historischen Entwicklung der Auftragstaktik sechs die Auftragstaktik charakterisierende Elemente[9]:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>F\u00fchren des Gefechts nach Kommandoeinheiten;<\/li>\n\n\n\n<li>Freiheit der Form statt Normangriff;<\/li>\n\n\n\n<li>Selbstt\u00e4tigkeit als taktisches Prinzip;<\/li>\n\n\n\n<li>Befehlsgebung;<\/li>\n\n\n\n<li>Ausbildung der F\u00fchrer; und<\/li>\n\n\n\n<li>Aspekte der Menschenf\u00fchrung; Aktive Disziplin und gegenseitiges Vertrauen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-59c7e\">Diese Elemente k\u00f6nnen dabei nicht unabh\u00e4ngig voneinander betrachtet werden[10], sie bedingen sich gegenseitig. Beispielsweise sind \u201eAktive Disziplin und gegenseitiges Vertrauen\u201c Voraussetzung f\u00fcr selbstt\u00e4tiges Handeln, welches wiederum eine eigens daf\u00fcr entwickelte Befehlsgebung ben\u00f6tigt. Die Ausbildung muss Bildung, Erziehung und handwerkliches K\u00f6nnen vermitteln, um das F\u00fchren abgesetzter Kommandoeinheiten, eine auftragstaktische Befehlsgebung und das gegenseitige Vertrauen gleicherma\u00dfen zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-evldr\">F\u00fchren des Gefechts nach Kommandoeinheiten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-1tb2d\">Bereits 1873[11] wurde mit einer \u201eallerh\u00f6chsten Ordre\u201c erstmalig der Kompanieebene eine eigenst\u00e4ndige Gefechtsf\u00fchrung zugewiesen, die bis dahin bei der Bataillonsf\u00fchrung angesiedelt war. Bis 1873 sollten die preu\u00dfischen Truppen vorschriftenm\u00e4\u00dfig regimentsweise im sogenannten \u201eTreffengefecht\u201c auf dem Gefechtsfeld k\u00e4mpfen, wobei die Bataillone aus Feindrichtung hintereinander standen und sich vertikal in Kompanien aufteilten. Die Bataillonskommandeure f\u00fchrten ihre Bataillone per Signal und Stimme und die Kompanief\u00fchrer waren angehalten, die Bewegungen ihrer Kompanie stets seitw\u00e4rts mit ihren Nachbarn zu synchronisieren. Dem Vorteil einer klaren Linie, und damit zusammenfassbaren massiven Infanteriefeuers, stand aber nachteilig gegen\u00fcber, dass ein Infanteriebataillon beim Aufmarsch weder auf die tats\u00e4chlichen Gel\u00e4ndegegebenheiten noch in der Folge flexibel auf den dynamischen Verlauf des Gefechts reagieren konnte, da es zum Erhalt des \u201evermeintlichen\u201c Gefechtsvorteils zuallererst die Linie halten musste. Um nun das Gefecht nach Kommandoeinheiten zu erm\u00f6glichen, wurde den Bataillonen ein eigener Gefechtsstreifen zugewiesen, in dem sie ihre Kompanien lagekonform einsetzen konnten. Die F\u00fchrung des Gefechts nach Kommandoeinheiten bedeutete damit im Vergleich zum bisherigen \u201eTreffengefecht\u201c eine 90\u00b0 Drehung der Bataillonsaufstellung. Dies f\u00fchrte auch dazu, dass die nun gestaffelt hintereinanderstehenden Kompanien nicht mehr wie bisher durch den Bataillonskommandeur direkt per Stimme[12] oder Signal direkt gef\u00fchrt werden konnten. Als Konsequenz musste der Kommandeur seine Absicht der Gefechtsdurchf\u00fchrung vor dem Gefecht formulieren und die Ausf\u00fchrung seiner Absicht seinen Kompaniechefs \u00fcberlassen.[13]<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-b3uj\">Freiheit der Form statt Normalangriff<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-bdra1\">Mit Normalangriff wurde bis zur Einf\u00fchrung des Exerzier-Reglements von 1888 eine fest vorgegebene Gefechtslehre verstanden, die auf dem Exerzierplatz einge\u00fcbt wurde und dann im Gefecht wie ein Rollenbuch abgespult werden sollte. Dies entsprach aber bereits seit dem Krieg von 1870\/71 nicht mehr den Erfahrungen im realen Gefecht, da schon damals die neuen Artilleriegesch\u00fctze und die h\u00f6here Reichweite der Infanteriegewehre zu neuen dynamischeren Gefechtsformen gef\u00fchrt hatten. Als Erkenntnis hieraus wurde im 1888 Reglement gefordert, dass den F\u00fchrer und Unterf\u00fchrer zwar durch das Reglement prinzipiell Formen und Grunds\u00e4tze zu vermitteln, diese aber stets unter dem Einfluss des tats\u00e4chlichen Gefechts flexibel anzupassen seien[14]. Die L\u00f6sung entstehender Gefechtsaufgaben wurde explizit an die Entschlussfassung des einzelnen F\u00fchrers vor Ort und in der Situation delegiert.[15]<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-asqtc\">Selbstt\u00e4tigkeit als taktisches Prinzip<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-9f9nu\">Das Prinzip der Selbstt\u00e4tigkeit als taktisches Prinzip beschreibt die Delegation der Durchf\u00fchrungsverantwortung gegebenenfalls bis auf den einzelnen Soldaten, wobei hier in der preu\u00dfischen Armee vermutlich zum damaligen Zeitpunkt erstmal nur die Offiziere gemeint waren. Unteroffiziere werden als selbstt\u00e4tig handelnde (Unter-)F\u00fchrer erst 1915 institutionalisiert[16]. Die Notwendigkeit der Selbstt\u00e4tigkeit ergab sich zum einen aus der beschriebenen Handlungsautonomie aufgrund einer m\u00f6glichen Nichterreichbarkeit von unterstellten, aber auch \u00fcbergeordneten F\u00fchrern nach Beginn des Gefechts, zum anderen aber auch aus konkreten Kriegserfahrungen: Denn neben einem falschen Entschluss hatte auch das Unterlassen oder Vers\u00e4umen von Handlungen den Ausgang von Gefechten bis zu deren Verlust beeinflusst. Damit sollte verhindert werden, dass das Gebot des Handelns oder die Initiative verloren ging, wie es ansonsten u.a. bei Unt\u00e4tigkeit geschehen konnte. Selbstt\u00e4tigkeit ist dabei aber sorgf\u00e4ltig von Eigenm\u00e4chtigkeit zu unterscheiden, da das gesamte Handeln grunds\u00e4tzlich auf die Absicht der \u00fcbergeordneten F\u00fchrung auszurichten ist. Aber auch diese Absicht galt in der Vorschrift nicht als apodiktisch gesetzt, sollte sich die Lage im Gefecht so ma\u00dfgeblich \u00e4ndern, dass die urspr\u00fcnglich durch den Vorgesetzten formulierte Absicht nicht mehr erreichbar war, dann waren die F\u00fchrer und Soldaten vor Ort angehalten, die tats\u00e4chlich vorgefundene Lage zum Vorteil des Ganzen durch eigene Entschl\u00fcsse umzusetzen.[17]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Denn neben einem falschen Entschluss hatte auch das Unterlassen oder Vers\u00e4umen von Handlungen den Ausgang von Gefechten bis zu deren Verlust beeinflusst.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-9fgft\">Befehlsgebung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-drfkn\"><em>\u201eAls Regel ist festzuhalten, dass die Disposition alles das, aber auch nur das enthalten muss, was der Untergebene zur Erreichung eines bestimmten Zweckes nicht selbst\u00e4ndig bestimmen kann.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-7k2iq\">Moltke der \u00c4ltere<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/wp-content\/media-ext\/0d3ede_e143453de8c04e0e877323e90c5206d6~mv2.png\" alt=\"\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color has-small-font-size wp-block-paragraph\">Source: shutterstock.com\/Luthfi Syahwal<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-2nl29\">Die Selbstt\u00e4tigkeit des Handels ist eng mit einer damals neue eingef\u00fchrten Befehlsgebung verbunden, die in ihrer Gliederung und Form noch heute g\u00fcltig ist. Sie umfasst die Lage (Feind und eigene Lage, soweit sie bekannt sind), den Auftrag (als Zielsetzung), die Durchf\u00fchrung, die als ersten Unterpunkt die Formulierung der eigenen Absicht sowie in der Folge dann die einzelne Auftr\u00e4ge an die unterstellten Einheiten des Befehlsgebenden enth\u00e4lt, sowie Einsatzunterst\u00fctzung, F\u00fchrung und Fernmeldewesen. Die Art der Ausf\u00fchrung bleibt dem Unterf\u00fchrer im Sinne der Selbstt\u00e4tigkeit selbst \u00fcberlassen.[18] Ihr methodischer Aufbau vom \u201eGro\u00dfen\u201c zum \u201eKleinen\u201c erm\u00f6glicht dem Befehlsgeber eine stringente Herleitung seiner Absicht, und dem Befehlsempf\u00e4nger bei Lage\u00e4nderungen das notwendige Verst\u00e4ndnis, um selbstt\u00e4tig im Sinne der \u00fcbergeordneten F\u00fchrung weiter agieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-f4sgv\">Die Ausbildung der F\u00fchrer<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-9jbra\">Um die zuvor geforderten Prinzipien umzusetzen, bedarf es einer Ausbildung im Sinne einer Hilfe zur Selbsthilfe. Hierzu sind die F\u00fchrer und Unterf\u00fchrer bereits im Frieden zun\u00e4chst mit den Grundz\u00fcgen der Gefechtsf\u00fchrung vertraut zu machen, danach aber mit st\u00e4ndig wechselnden Lagen zu konfrontieren, um deren Entschlussf\u00e4higkeit, -wille und -kraft im Sinne der Anpassung an sich st\u00e4ndig wechselnde Situationen und damit selbstt\u00e4tiges Handeln und den Mut zur Verantwortung zu schulen. Dies erfordert neben der reinen taktischen Ausbildung auch Erziehung und Bildung. Hierbei wurden folgende drei Ausbildungsziele formuliert: \u201e1. die F\u00e4higkeit des F\u00fchrers, jede Lage schnell und richtig zu beurteilen, 2. die F\u00e4higkeit, aufgrund des gewonnenen Urteils schnell und ohne zu schwanken den richtigen Entschluss zu fassen und 3. die F\u00e4higkeit den so entstandenen F\u00fchrer[ungs]willen durch Befehl[gebung] zur Ausf\u00fchrung zu bringen.\u201c[19], [20].<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-7icfp\">Aspekte der Menschenf\u00fchrung: Aktive Disziplin und gegenseitiges Vertrauen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-4ktfn\">Unter aktiver Disziplin wird die Balance zwischen Selbstt\u00e4tigkeit und Gehorsam verstanden, also die Nutzung der gew\u00e4hrten Freiheiten zum Wohle des \u00fcbergeordneten Zieles, dem Auftrag. Es umfasst auch die F\u00e4higkeit, kritisch zu denken, sich eine eigene Meinung zu bilden und diese zu vertreten. Und ganz wesentlich, beim Ausfall des F\u00fchrers den Auftrag in dessen Sinne fortzusetzen. Dies erfordert besonderes Vertrauen sowohl von oben nach unten, der Vorgesetzte muss seinem Untergebenen einen Vertrauensvorschuss geben, dass er die ihm \u00fcbertragenen Auftr\u00e4ge auch tats\u00e4chlich in seinem Sinne umsetzen kann und ihn entsprechend dazu ausbilden. Im Gegenzug muss aber auch ein Vertrauensverh\u00e4ltnis von unten nach oben bestehen. Der Untergebene muss das Vertrauen in seinen Vorgesetzten haben, dass zum einen dessen Befehle und Auftr\u00e4ge auch tats\u00e4chlich umsetzbar sind, und dass sich der Vorgesetzte f\u00fcr seine Untergebenen einsetzt und sich im Bedarfsfall auch vor ihn stellt, wenn etwas schief geht. Es gilt ein Vertrauensverh\u00e4ltnis auf Gegenseitigkeit zu aufzubauen, dass ein tats\u00e4chliches Zusammengeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl erzeugt.[21]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Der Untergebene muss das Vertrauen in seinen Vorgesetzten haben, dass zum einen dessen Befehle und Auftr\u00e4ge auch tats\u00e4chlich umsetzbar sind, und dass sich der Vorgesetzte f\u00fcr seine Untergebenen einsetzt und sich im Bedarfsfall auch vor ihn stellt, wenn etwas schief geht.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-12qth\">Warum heute mehr Auftragstaktik statt nur \u201eF\u00fchren mit Auftrag\u201c?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-caila\">Im Zeitalter hybrider Bedrohungen und hochkomplexer Szenarien muss das F\u00fchren nach Kommandoeinheiten zu einer hochmobilen flexiblen Kampff\u00fchrung in alle Richtungen in der Tiefe des Raumes und der Zeit erweitert werden. Die Selbstt\u00e4tigkeit muss neu, wahrscheinlich noch st\u00e4rker betont, gefordert werden, da in <em>Multi Domain Operations<\/em> auch st\u00e4ndig Auswirkungen aus den jeweils anderen Dom\u00e4nen, also f\u00fcr Land aus Air, Maritime, Space und <em>Cyber sowie der Einsatz <\/em>neuer Technologien, wie Mini UAV, k\u00fcnstliche Intelligenz und Autonome Waffensysteme zu ber\u00fccksichtigen sind. Diese machen aus einem 2-dimensionalen Gefechtsfeld zuk\u00fcnftig (eigentlich schon heute, siehe Ukraine) einen drei bis f\u00fcnf-dimensionalen komplexen Raum, dem nicht mehr einfach nur durch doktrin\u00e4re Vereinfachung begegnet werden kann. Hier m\u00fcssen systemisches Denken und Ambiguit\u00e4t in der F\u00fchrer- und allgemeinen Ausbildung eingef\u00fchrt werden. Ganz wesentlich wird dabei auch die Frage nach gesellschaftlicher Resilienz werden, wenn sich Gefechtsfelder nach Raum und Zeit entgrenzen, denn die Frage, wann ein Konflikt tats\u00e4chlich die bisherige Schwelle einer bewaffneten Auseinandersetzung erreicht, kann schon heute nicht mehr mit der bisher gew\u00fcnschten Sch\u00e4rfe beantwortet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-fev5a\">Um es wissenschaftlich auszudr\u00fccken[22], die Zeit der auf statischen und optimierten Prozessen basierenden <em>Industrial Economy<\/em> mit einer Fokussierung auf die F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit ist vorbei, in der <em>Creative Economy<\/em> mit ihren dynamischen on-the-fly entstehenden Kreativ-Prozessen, sowie System- und Design Thinking muss eine F\u00fchrungsphilosophie <em>altrocentric<\/em> sein, also gleicherma\u00dfen <em>Top-Down<\/em> wie <em>Bottom-up<\/em> ber\u00fccksichtigen, und das kann die Auftragstaktik in einer entsprechenden Implementierung liefern, die dann aber auch Aussagen enthalten muss, wie mit Methoden K\u00fcnstlicher Intelligenz in F\u00fchrungsvorg\u00e4ngen und -prozessen umzugehen ist:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/wp-content\/media-ext\/0d3ede_f7b2df9343024b4398faa7871768d845~mv2.png\" alt=\"\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color has-small-font-size wp-block-paragraph\" id=\"viewer-6ns4s\">Absehbar notwendige Integration Methoden K\u00fcnstlicher Intelligenz in F\u00fchrungsprozessen[23]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-dots\" \/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-4r8sd\">S\u00f6nke Marahrens, Oberst i.G., Dipl. Inform (univ), MPA, Bereichsleiter Strategie und Streitkr\u00e4fte, GIDS in Hamburg. Forschungsinteressen: Strategie und Streitkr\u00e4fte, Cyber, KI, Krieg im 21. Jahrhundert, Wargaming, Das Preu\u00dfisches Kriegsspiel; Der Verfasser hat als Co-Lead im Rahmen der <em>Multinational Capability Development Campagain<\/em> 2019\/2020 ein Projekt zum Thema Future Leadership[1] geleitet. Bei den in diesem Artikel vertretenen Ansichten handelt es sich allein um die des Autors. Diese m\u00fcssen nicht mit jenen des GIDS und der deutschen Bundeswehr \u00fcbereinstimmen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-dots\" \/>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-2aj5l\">[1] MCDC, 2020, <a href=\"https:\/\/www.gov.uk\/government\/publications\/future-leadership-2020\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.gov.uk\/government\/publications\/future-leadership-2020<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-avq0k\">[2] Und ist auch nicht einfach zu \u00fcbersetzen \u2013 <em>Mission Command, Directive Command<\/em> etc.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5f80e\">[3] Stephan Leistenscheider, Auftragstaktik im preu\u00dfisch-deutschen Heer 1872 bis 1914 (Hamburg, Berlin, Bonn: Mittler, 2002).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-5j3t1\">[4] Dieses Buch wurde gew\u00e4hlt, da es im Gegensatz zur sonstigen Literatur zur Auftragstaktik z.B.Christian Millotat, Das preussisch-deutsche Generalstabssystem: Wurzeln, Entwicklung, Fortwirken (Z\u00fcrich: Hochschulverlag der ETH Z\u00fcrich, 2000), diese tats\u00e4chlich operationalisiert und nicht nur deren Wirksamkeit \u00fcber (m\u00f6glichst gewonnene) Gefechtsbeispiele demonstriert. Christian T. M\u00fcller, H-Soz-Kult &#8211; Kommunikation und Fachinformation f\u00fcr die Geschichtswissenschaften (Rezension zu: Leistenschneider, Stephan: Auftragstaktik im preu\u00dfisch-deutschen Heer 1871 bis 1914. Hamburg 2002), www.hsozkult.de\/publicationreview\/id\/rezbuecher-2225.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-fmns5\">[5] Historisches Seminar Universit\u00e4t Hannover, 2017.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-e0o6g\">[6] Es wurden auch Begriffe wie \u201eAuftragsverfahren\u201c oder \u201eAuftragskampf\u201c gepr\u00e4gt,Leistenscheider, Auftragstaktik, 101.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-2ks7o\">[7] Zum Zeitpunkt der Ver\u00f6ffentlichung dieses Beitrages steht in der Vorschrift f\u00fcr die Innere F\u00fchrung \u201eAuftragstaktik\u201c und in den begriffsbildenden Vorschriften \u201eF\u00fchren mit Auftrag\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-fs9ve\">[8] \u201eF\u00fchrung,\u201c Z. I. (28. 04 2017). Bundeswehr.de. Von http:\/\/www.kommando.streitkraeftebasis.de\/resource\/resource\/UlRvcjZYSW1RcEVHaUd4cklzQU4yNWFvejhLbjVyYnR1OCt3ZlU1N09FV3UxVUl1bi9WbnVZWk1INEVJQ1p2MzFrQlhxTW9wUlpaeTk2M1VvaXZZeGJRZ2pBZzRXSEFKbDd2d1pOWnJQdlU9\/Zentrale%20Dienstvorschrift%20Innere%20F%C3%BChrun.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-7d365\">[9] Leistenscheider,<em> Auftragstaktik<\/em>, 72 \u2013 98.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-bpb9k\">[10] Leistenscheider,<em> Auftragstaktik<\/em>, 86.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-eb12k\">[11] Joachim Hoffmann, Wandlungen im Kriegsbild der preu\u00dfischen Armee zur Zeit der nationalen Einigungskriege in in Milit\u00e4rgeschichtliche Mitteilungen 1968, S. 5-33<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-a3u5r\">[12] Leistenscheider,<em> Auftragstaktik<\/em>, 92.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-ak523\">[13] Leistenscheider,<em> Auftragstaktik<\/em>, 72-76.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-7ghpg\">[14] Deswegen gab es in den deutschen Armeen auch nur ein Einsatzgrunds\u00e4tze, aber keine Einsatzdoktrinen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-e07bs\">[15] Leistenscheider,<em> Auftragstaktik<\/em>, 79- 85.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-77kd1\">[16] Bj\u00f6rn M\u00fcller, \u201eDes Kaisers \u201eSpecial Forces,&#8220; Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.03.2017, http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/der-erste-weltkrieg\/sturmtruppen-des-kaisers-special-forces-14945468.html.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-1gcdl\">[17] Leistenscheider,<em> Auftragstaktik<\/em>, 76- 79.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-70kuq\">[18] Leistenscheider,<em> Auftragstaktik<\/em>, 85- 92.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-ddshp\">[19] Leistenscheider,<em> Auftragstaktik<\/em>, 93.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-7k7h5\">[20] Leistenscheider,<em> Auftragstaktik<\/em>, 92 &#8211; 95.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-crjqi\">[21] Leistenscheider,<em> Auftragstaktik<\/em>, 95 &#8211; 98.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-2oup3\">[22] Maria Jakubik und Ivan Berazhny, Rethinking Leadership and Its Practices in the Digital Era. Managing the Global Economy. Proceedings of the Management International Conference, (Treviso: Suzana Lapor\u0161ek; Sedmak Suzana and Doris Gomezelj Omerzel (eds.)): 471\u2013483, abgerufen am 03. 03. 2021 von https:\/\/www.theseus.fi\/bitstream\/handle\/10024\/154318\/JakubikMBerazhnyIRethinkingleadershipand.pdf?isAllowed=y&amp;sequence=1.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\" id=\"viewer-3rk1r\">[23] Idem.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abstract: 1888 wurde die \u201eAuftragstaktik\u201c urspr\u00fcnglich als \u201eAuftragsverfahren\u201c in der Preu\u00dfischen Infanterie implementiert. Mit der Einf\u00fchrung wurde das Ziel verfolgt, den damaligen technologischen Wandel und die damit verbundenen Erfahrungen aus den vorangegangenen Kriegen durch eine neue dynamischere Form der F\u00fchrung beherrschbar und f\u00fchrbar zu machen. 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