{"id":801,"date":"2023-04-24T02:00:25","date_gmt":"2023-04-24T02:00:25","guid":{"rendered":"https:\/\/tdhj.org\/?p=801"},"modified":"2025-10-30T19:44:24","modified_gmt":"2025-10-30T18:44:24","slug":"china-afrikanische-union-arabische-liga-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tdhj.org\/de\/post\/china-afrikanische-union-arabische-liga-1\/","title":{"rendered":"Die Afrikanische Union, die Arabische Liga und die Volksrepublik China"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-foo\"><strong>Abstract: <\/strong>1900 kam es zwischen der Boxer-Sekte und den kaiserlich-chinesischen Truppen auf der einen Seite und einer Koalition der Kolonialm\u00e4chte auf der anderen Seite zu einem Konflikt um die Vormachtstellung in China. Gegenw\u00e4rtig dreht das Pekinger Regime diese Erfahrungen aus dem 20. Jahrhundert in seinem Sinne in Afrika und der arabischen Welt um, indem es diese kolonialen Erfahrungen zu seinen Gunsten anwendet. Dabei ist die Au\u00dfenwirtschaftspolitik Chinas mehr als nur expansiv ausgerichtet. Sie ist als das Fundament f\u00fcr ein \u201eAncien R\u00e9gime\u201c in Afrika und der arabischen Region zu werten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-b8mho\"><strong>Problemdarstellung:<\/strong> Wie wirkt sich Chinas geo\u00f6konomische Expansion auf die Afrikanische Union und Teile der Arabischen Liga aus?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-51qh4\"><strong>Bottom-line-up-front: <\/strong>Die expansionistische Politik Chinas in Afrika und Teilen der arabischen Welt h\u00e4lt m\u00f6glicherweise nicht nur Liberalisierungstendenzen auf, sondern f\u00f6rdert verkrustete Strukturen und entfernt diese Regionen zunehmend von der EU und deren Werten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-2u87j\"><strong>Was nun?:<\/strong> Die EU ist aufgefordert, ihren Dialog mit Afrika und der Arabischen Liga zu den Themen wirtschaftliche Entwicklung und sicherheitspolitische Determinanten zu intensivieren, um diese Region nicht g\u00e4nzlich an die Gro\u00dfmacht China zu verlieren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/wp-content\/media-ext\/0d3ede_627ecf411ce34537b0e394c29e602901~mv2.png\" alt=\"Xi Jinping and Mohammed bin Salman bin Abdulaziz Al Saud\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color has-small-font-size wp-block-paragraph\">Source: shutterstock.com\/Salma Bashir Motiwala<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"viewer-ct8b5\" class=\"wp-block-heading\">Das \u201eHaus Afrika\u201c als chinesisches Haus?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-f3uvo\">Die neue Doktrin des chinesischen Regimes lautet nicht nur, die Ein-China-Politik mit milit\u00e4rischen Mitteln zu untermauern, sondern, wie der chinesische Au\u00dfen- und der Verteidigungsminister vor kurzem deutlich machten, \u00fcberall dort Rohstoffe zu organisieren, wo es m\u00f6glich ist. Nicht umsonst musste der mosambikanische Regierungschef vergangenes Jahr feststellen, dass das \u201eHaus Afrika\u201c teilweise gar nicht mehr das Haus Afrikas sei, sondern das Haus Chinas.[1]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Die neue Doktrin des chinesischen Regimes lautet nicht nur, die Ein-China-Politik mit milit\u00e4rischen Mitteln zu untermauern, sondern \u00fcberall dort Rohstoffe zu organisieren, wo es m\u00f6glich ist.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-acgl7\">Wie einst die Europ\u00e4er zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Art Kampf der Kulturen gegen die chinesische Kaisermonarchie f\u00fchrten, um ihre \u00f6konomischen und machtpolitischen Interessen zu sichern, so scheint das kommunistische Regime Pekings heute seine Interessen in Afrika und auch in den arabischen Staaten zu forcieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"viewer-edq87\" class=\"wp-block-heading\">Das koloniale Ged\u00e4chtnis Chinas als Grundlage chinesischer Machtpolitik<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-7v0vo\">Bevor man zu der gegenw\u00e4rtigen chinesischen Expansionspolitik \u00fcbergehen kann, muss man einen Schritt in die Geschichte wagen, in das Jahr 1900\/01. Diese Epoche mit dem chinesischen Boxeraufstand gegen die westlichen M\u00e4chte Gro\u00dfbritannien, Frankreich, Russland, Deutschland, die Habsburgermonarchie, die USA und Japan ist thematisch relevant. In diesem milit\u00e4rischen Konflikt zeigten sich erstmalig die alten Kolonialm\u00e4chte Europas \u2013 Gro\u00dfbritannien, Frankreich und Russland \u2013 mit den neuen Kolonialanw\u00e4rtern Italien, Deutschland, \u00d6sterreich-Ungarn, den USA und Japan tief verbunden.[2] Es waren gerade die Boxer-Milizen, die w\u00e4hrend der Jahrhundertwende gegen die Anwesenheit und die geo\u00f6konomische Bet\u00e4tigung von Ausl\u00e4ndern waren. Die Konfrontation versch\u00e4rfte sich, als das Deutsche Kaiserreich Qingdao besetzte und diese Region durch einen konzentrierten Eisenbahnbau auch \u00f6konomisch f\u00fcr sich erschloss. Der eigentliche Konflikt entz\u00fcndete sich jedoch am Jesuitenorden. Dieser konnte aufgrund seines Sonderstatus nicht nur Boden erwerben, um eigene Sozialpolitik in Form von Schulbau zu gestalten, sondern dadurch auch die Ausrichtung des Bildungssektors in China bestimmen. Vielmehr l\u00f6sten sich alte chinesische Traditionen, die die Gesellschaftsordnung bestimmten, durch diese Kultur- und Sozialpolitik der christlichen Missionen zunehmend auf.[3]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-df8lu\">Der Boxeraufstand war daher nicht nur eine milit\u00e4rische Reaktion auf die Entwicklung der christlichen Missionierung. Er war in erster Linie ein Kampf um die kulturelle Deutungshoheit in der chinesischen Gesellschaft.[4] Da die Boxer die Qing-Dynastie gr\u00f6\u00dftenteils unterst\u00fctzten, richtete sich der Aufstand in erster Linie gegen die einzelnen besetzten St\u00fctzpunkte der europ\u00e4ischen und westlichen M\u00e4chte in China.[5]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-c681u\">Da die kaiserliche chinesische Regierung nicht konkret gegen die paramilit\u00e4rischen Einheiten der Boxer-Sekte war, sahen die westlichen Gro\u00dfm\u00e4chte ein inkonsequentes Handeln seitens des chinesischen Milit\u00e4rs und der kaiserlichen Regierung Pekings. Was die westlichen Staaten jedoch (damals wie heute) nicht verstanden, war die Legitimationsfrage innerhalb des chinesischen Machtapparates. Diese Legitimation bezog sich nicht nur auf die Einheitlichkeit des dynastischen China, sondern auf die ethnische, regionale und funktionale Legitimation am Hof, in der B\u00fcrokratie und im Milit\u00e4r.[6] Schon damals kooperierten verschiedene kaiserliche Eliten wie die Kaiserin-Mutter und vor allem ihr Sohn mit den Boxern, um die westlichen M\u00e4chte aus China zu entfernen.[7]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-tmb2\">Bereits 1890 hatten westliche Milit\u00e4rberater eine neue chinesische Armee modern ausger\u00fcstet, welche 68.000 Soldaten stark war. Diese war in der ersten Phase der westlichen Intervention 1900 zahlenm\u00e4\u00dfig \u00fcberlegen. Aufgrund der Spannungen wurden nicht nur starke westliche Kr\u00e4fte zu See und zu Lande verst\u00e4rkt, sondern es begann am 17. Juni 1900 die Eroberung der Dagu-Forts durch die westlichen Seekr\u00e4fte.[8]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Bereits 1890 hatten westliche Milit\u00e4rberater eine neue chinesische Armee modern ausger\u00fcstet, welche 68.000 Soldaten stark war.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-7s00p\">V\u00f6lkerrechtlich wurde von den damaligen Zeitgenossen ein Kriegszustand zwischen den Gro\u00dfm\u00e4chten und China verneint. In diesem Kampf ging es nicht um eine rassische Ideologie, jedoch um die Erhaltung von Machtinteressen der kolonialen Gro\u00dfm\u00e4chte der damaligen Zeit. Die Niederlage Pekings gegen\u00fcber der westlichen Koalition ver\u00e4nderte die Lage dramatisch, denn nun war sich auch die chinesische Dynastie klar dar\u00fcber, dass man nicht mehr mit den Boxern kooperieren k\u00f6nne, weil dies zur Vernichtung der chinesischen Monarchie gef\u00fchrt h\u00e4tte.[9] Zudem lie\u00df Generalfeldmarschall von Waldersee, der Oberbefehlshaber der Koalitionskr\u00e4fte, ein Besatzungsregime errichten, und zwar in den Besatzungszonen Peking, Tiajin und Baoding. Von hier aus leitete der Oberbefehlshaber sogenannte Strafexpeditionen gegen die Boxer und ihre Anh\u00e4nger.[10] Im Boxerprotokoll des Jahres 1901 wurde erst richtig die Besatzung Chinas durch das ostasiatische Besatzungskorps, vor allem im Bereich der Zug\u00e4nge zum Gelben Meer, ersichtlich.[11]<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"viewer-3pud7\" class=\"wp-block-heading\">Die \u201echinesische Monroe-Doktrin\u201c<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-elo7k\">Es ist diese historische Begebenheit, die teilweise heute durch das kommunistische China umgedreht wird. Es ist der Aufstieg Chinas zu einer f\u00fchrenden Handels-, Wirtschafts- und Milit\u00e4rmacht, die die Weltordnung des 21. Jahrhunderts zunehmend aus dem Gleichgewicht bringt. Die Volksrepublik China, und nicht die westlichen M\u00e4chte von 1900, bestimmt heute die Weltlage in vielerlei Hinsicht. Dabei versuchen sie die \u00f6konomischen und politischen globalen Verh\u00e4ltnisse zu ihren Gunsten umzukehren. Gerade die USA sind daran interessiert, mit allen Mitteln eine solche Vormachtstellung Chinas zu verhindern oder zumindest zu limitieren.[12]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-3cr7m\">China ist \u2013 und dies ist essenziell f\u00fcr die sicherheitspolitische Analyse seit 1949 \u2013 eine kommunistische Diktatur nach dem Orwell\u2018schen System. Diese Diktatur, die sich auch selbst so bezeichnet, ist ein technokratischer \u00dcberwachungsstaat ohne jegliche oppositionelle Bewegung.[13] Die sicherheitspolitischen und imperialistischen Vorgehensweisen spiegeln sich nicht nur in der milit\u00e4rischen Bedrohung Taiwans wider, sondern vielmehr auch in der Niederschlagung der Studentenbewegung in Honkong. Dabei hat das Regime alle Abkommen mit Gro\u00dfbritannien in Bezug auf die Insel ad absurdum gef\u00fchrt, Taiwan direkt milit\u00e4risch bedroht und im eigenen Machtbereich die islamische Minderheit der Uiguren massiv unterdr\u00fcckt.[14]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-epfrr\">Die Menschenrechte nach Artikel 48 der UN-Menschenrechtskonvention sind f\u00fcr das Pekinger Regime kaum bindend, weshalb es auch eher Koalitionen zu anderen autokratischen Systemen wie j\u00fcngst mit dem Iran und Saudi-Arabien beispielsweise in der Jemen-Frage aufbaut, was die massive Assimilationspolitik des kommunistischen Staates deutlich offenbart.[15] Schon im 20. Jahrhundert ist man einen System- und Kulturkampf mit Europa und den USA eingegangen.[16] Die F\u00e4higkeiten der milit\u00e4rischen Kr\u00e4fte Chinas liegen zwar noch merklich hinter denen der USA, es hat jedoch schon eine Verdreifachung der strategischen und nuklearen Schlagkraft stattgefunden.[17] Au\u00dferdem verbindet China die milit\u00e4rischen Aggressionspotenziale mit einem expansiv gest\u00fctzten Handel und nat\u00fcrlich der dazugeh\u00f6rigen Logistik, die ihnen auch gr\u00f6\u00dftenteils die M\u00f6glichkeit er\u00f6ffnet, Handelsketten \u2013wie j\u00fcngst bei der COVID-19-Pandemie \u2013 empfindlich zu st\u00f6ren.[18]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Die Menschenrechte nach Artikel 48 der UN-Menschenrechtskonvention sind f\u00fcr das Pekinger Regime kaum bindend.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-d4npa\">Schon im 19. Jahrhundert ging China als Handelsnation mit brachialer Gewalt im Handel gerade auch gegen Europa vor. China denkt und handelt in Einfluss-Zonen, insbesondere in der Region des S\u00fcdchinesischen Meeres.[19] Dabei baut das kommunistische Regime auf das Fundament einer \u201easiatischen Monroe-Doktrin\u201c auf.[20] Das bedeutet, es akzeptiert keine milit\u00e4rischen und politisch-ideologischen fremden Kr\u00e4fte in seiner Nachbarschaft, was wahrscheinlich auch an der Geschichte zu Beginn des 20. Jahrhunderts liegen mag. Das Problem dieser geostrategischen Vorgehensweise ist, dass China nicht dieselben Vorbedingungen hat wie die USA, denn es grenzt auch an andere M\u00e4chte wie beispielsweise Russland, die ebenfalls sicherheitspolitisch fragw\u00fcrdige Machtinteressen gegen\u00fcber dem Westen verfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-6vml6\">Aber gerade die Erh\u00f6hung der Anzahl der Tr\u00e4gerraketen mit nuklearen Sprengk\u00f6pfen und die Erweiterung dieser Kapazit\u00e4ten machen doch auch deutlich, dass China sich nicht nur auf \u00f6konomischem Gebiet ausbreiten m\u00f6chte, sondern auch milit\u00e4risch \u2013 und insbesondere milit\u00e4rtechnologisch.[21] Man muss aber nicht nur die Makro-Komponenten betrachten, sondern auch die Meso-Ebene! In China leben derzeit \u00fcber 1,42 Milliarden Menschen. Bereits f\u00fcr 2025 geht man von 1,5 Milliarden Menschen aus (Indien hat bereits 1,39 Milliarden Menschen).[22] Das wird nicht nur die Umwelt beeinflussen und die Machtinteressen im geostrategischen Sinne, sondern vor allem die Nahrungsmittelversorgung sowie auch den Energieverbrauch, und dies in Konkurrenz zu Indien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-ccs7u\">Wegen der Energieunsicherheit wird China entgegen seinen eigenen Klimazielen vermehrt auf Kohleverstromung setzen, was nat\u00fcrlich auch Auswirkungen auf den Treibhausgasaussto\u00df haben muss. Dies hat nat\u00fcrlich nicht nur \u00f6kologische Auswirkungen.[23] Chinas Wirtschaftsdynamik hat zudem enorme globale Wachstumsstimulierungen der Welt\u00f6konomie gebracht. Dass auch diese Parameter wie die Wirtschaftsdynamik und die milit\u00e4rische Pr\u00e4senz eine wesentliche Rolle f\u00fcr das geopolitische Gef\u00fcge in S\u00fcdostasien spielen, ist mit Sicherheit auch in der Analyse des expansiven Verhaltens Chinas insgesamt von essenzieller Bedeutung. China ist in der Lage, zur gr\u00f6\u00dften Volkswirtschaft der Welt zu werden. Um dies zu erreichen, m\u00fcsste allerdings diese Regionalmacht noch intensiver nicht nur die Kaufkraft duplizieren, sondern auch in die technologische Entwicklung und die Infrastruktur investieren. Insbesondere Forschung und Entwicklung sind nicht nur auf dem milit\u00e4rtechnologischen Sektor notwendig, sondern auch im zivilen Bereich. Die Wachstumsraten m\u00fcssen sich im Durchschnitt bei 5% einpendeln, wobei China jetzt schon zu den fortgeschrittensten Gro\u00df- und Wirtschaftsm\u00e4chten z\u00e4hlt. China hat bis zu COVID-19 \u2013 und dem massiven Lockdown-Beginn \u2013 im Durchschnitt weit \u00fcber 5% des Wachstums erwirtschaftet. Damit ist China (wie im \u00dcbrigen auch Indien) noch keineswegs der malthusianischen Falle entkommen. Gerade der Bev\u00f6lkerungszuwachs sowohl Chinas als auch Indiens werden dazu f\u00fchren, dass besonders die Gesundheits- und vor allem die Hygienefrage immer st\u00e4rker in den Fokus gelangen werden. Wie h\u00e4lt das Gesundheitssystem, gerade bei gr\u00f6\u00dferen Infektionsherden und Gesundheitskrisen, stand? COVID-19 hat gezeigt, dass China f\u00fcr solche F\u00e4lle nicht flexibel genug aufgestellt zu sein scheint, aber trotzdem sein Wachstum stabilisieren konnte.[24]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Wegen der Energieunsicherheit wird China entgegen seinen eigenen Klimazielen vermehrt auf Kohleverstromung setzen.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-6m4hr\">Hinsichtlich des milit\u00e4rischen Potenzials z\u00e4hlt die zweitgr\u00f6\u00dfte Wirtschaftsmacht der Welt ebenso nicht mehr zu den Schwellenl\u00e4ndern. 2022 hat Xi Jinping erneut gefordert, die milit\u00e4rischen Fortschritte im wissenschaftlich-technologischen Bereich noch mehr zu forcieren. Diese Tatsache wird noch durch den Umstand betont, dass China eine gigantische Landstreitmacht von \u00fcber 2 Mio. Mann unterh\u00e4lt. Auch seine Luftwaffe ist keinesfalls zu untersch\u00e4tzen. Zudem unterh\u00e4lt das Regime landgest\u00fctzte Interkontinentalraketen. Die milit\u00e4rische Produktivit\u00e4t nimmt bei der ideologischen Politisierung eine wesentliche Rolle ein, weil alles ihr untergeordnet ist: von Rohstoffen \u00fcber Geldmittel, Forschungs- und Entwicklungsdeterminanten bis hin zu Industrieanlagen.[25] Wie gro\u00df jedoch die Fokussierung auf den Milit\u00e4rapparat im Bereich der Ressourcenbeschaffung ist, ist nur schwer zu eruieren. Jedoch wenn man die Verdreifachung des nuklearen Milit\u00e4rpotenzials heranzieht, ist davon auszugehen, dass das meiste auf den milit\u00e4rischen Komplex ausgerichtet worden ist. China versucht zwar so wie die traditionellen M\u00e4chte des Westens den Wohlstand seiner Bev\u00f6lkerung zu mehren, es verwendet jedoch nicht seine gesamte Kraft darauf, weil der milit\u00e4rische Komplex eine zentrale Rolle in der Politik Chinas einnimmt. Dass dies den Wohlstand nicht gerade bef\u00f6rdert, zeigen die Probleme der sozialen als auch der verkehrspolitischen Infrastruktur. Diese vorerst nichtproduktiven Investitionen in den milit\u00e4rischen und nuklearen Sektor fehlen aber zumindest mittelfristig beim Versuch, die traditionellen M\u00e4chte sowohl technologisch als auch \u00f6konomisch zeitnah einzuholen. Zur Sicherung seiner milit\u00e4rischen und sozio\u00f6konomischen Interessen greift China, wie einst die westlichen Gro\u00dfm\u00e4chte zu Beginn 20. Jahrhunderts, auf \u00e4u\u00dfere Standorte wie zum Beispiel Afrika zur\u00fcck, um logistische Basen zu verstetigen.[26]<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"viewer-28ks\" class=\"wp-block-heading\">Chinas strategische Machtpolitik in der afrikanischen und arabischen Region<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-6uogv\">Sp\u00e4testens mit dem Tiananmen-Massaker 1989 und der scharfen internationalen Reaktion darauf begann die Pekinger F\u00fchrung ihre Au\u00dfenpolitik auf die Entwicklungsl\u00e4nder Afrikas zu verlagern.[27] Dabei bediente sich die kommunistische F\u00fchrung einer S\u00fcd-S\u00fcd-Propaganda in Form der Beschw\u00f6rung einer gemeinsamen Solidarit\u00e4t, weil man, wie diese L\u00e4nder auch, Opfer des Kolonialismus gewesen sei.[28] Wie China zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit milit\u00e4rischen Mitteln der westlichen Gro\u00dfm\u00e4chte unterdr\u00fcckt wurde, so wurden auch die Staaten der arabischen Region und Afrikas im 19. und 20. Jahrhundert gerade durch die europ\u00e4ischen Gro\u00dfm\u00e4chte kolonialisiert. Hieraus leitet sich quasi eine gemeinsame historische Identifikation ab. Durch diese historische Identifikation, befeuert gerade durch die chinesische Propaganda, sollte eine nat\u00fcrliche Konvergenz zwischen China und den Entwicklungsstaaten Afrikas argumentiert werden. Dazu z\u00e4hlt, dass China auch versucht, die afrikanischen Staaten dahingehend zu beeinflussen, dass diese die Unabh\u00e4ngigkeit Taiwans eben nicht anerkennen \u2013 mit dem Argument, dass sie sich nichts mehr von den alten Kolonialm\u00e4chten und dem Westen diktieren lassen sollen.[29] So verzahnt sich geopolitisch-milit\u00e4risch geleitete Au\u00dfenpolitik mit Au\u00dfenwirtschaftspolitik.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Wie China zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit milit\u00e4rischen Mitteln der westlichen Gro\u00dfm\u00e4chte unterdr\u00fcckt wurde, so wurden auch die Staaten der arabischen Region und Afrikas im 19. und 20. Jahrhundert gerade durch die europ\u00e4ischen Gro\u00dfm\u00e4chte kolonialisiert.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-c02ui\">China benutzt Wirtschaftskreisl\u00e4ufe, um Ressourcen-Interessen durchzusetzen. Der Boom Chinas baut auf den Export von Fertigwaren gerade in die Staatengemeinschaft der Afrikanischen Union (AU). Zugleich hat China die Rohstoffimporte aus diesen Staaten heraus intensiviert. Zwischen 76% und 100% der nichtenergetischen Rohstoffe gehen nach China. Dies macht deutlich, dass das chinesische Regime die Rohstoffquellen Afrikas immer mehr in Besitz nimmt.[30]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-8a8g\">Dies gilt auch f\u00fcr die Erd\u00f6limporte der asiatischen Gro\u00dfmacht. Seit 1993 ist China in den Golfstaaten pr\u00e4sent und zum gr\u00f6\u00dften Nettoimporteur der heutigen Zeit geworden. Bereits 2010 lag der Anteil des chinesischen Erd\u00f6lbedarfs bei 45 %, 2030 k\u00f6nnte er bereits 74% ausmachen. Damit hat China Japan und die USA als weltgr\u00f6\u00dfte Erd\u00f6limporteure abgel\u00f6st. Es ist ebenfalls klar, dass Peking seinen Energieverbrauch bereits vor drei Jahren um 50 Prozent erh\u00f6ht hat.[31]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-fku9g\">Es sind gerade die afrikanischen und arabischen Staaten, auf die die kommunistische F\u00fchrung ihr zentrales Augenmerk gelegt hat. Zehn L\u00e4nder der afrikanisch-arabischen Weltregion z\u00e4hlen zu den ressourcenreichsten Staaten, in die China auch eine G\u00fcterschwemme hineintransferiert und daf\u00fcr notwendige Rohstoffe erh\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/wp-content\/media-ext\/0d3ede_7829e982fcb844959c25a54626d7431b~mv2.jpg\" alt=\"\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-afac3\">Mit 28,7% hat Afrika einen wesentlichen Anteil an den chinesischen Importen, gerade im Bereich des Erd\u00f6ls. Die Nachfrage wird mit der Aufr\u00fcstung im milit\u00e4rischen Bereich und der Wohlstandsvermehrung steigen.[32] Wie massiv das Engagement Chinas in Afrika ist, zeigt sich letztlich auch darin, dass es sich gezielt an UN-Friedensmissionen in Afrika beteiligt. Alleine im Jahre 2022 nahmen 2.216 chinesische Milit\u00e4rangeh\u00f6rige (laut Statista 2023) an solchen Missionen in Krisengebieten, unter anderem in Afrika, teil.[33] 558 Milit\u00e4rangeh\u00f6rige dienten bereits 2004 im \u00e4rmsten afrikanischen Staat, Liberia, nachdem die neue Regierung dieses Staates die Beziehungen zu Taiwan gekappt hatte.[34]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-8ljlt\">Dass China ein gro\u00dfes geopolitisches Interesse an Afrika und den Staaten der Arabischen Liga verfolgt, zeigt nicht zuletzt das Eintreten auf internationaler Ebene f\u00fcr deren Entschuldung. \u201eWie aus einer Studie des Kieler Instituts f\u00fcr Weltwirtschaft hervorgeht, hat die zweitgr\u00f6\u00dfte Wirtschaft seit der Jahrtausendwende 104 Milliarden Dollar an Entwicklungsl\u00e4nder vergeben \u2013 so viel wie in den vorherigen 20 Jahren insgesamt. Die Summe ist bemerkenswert, weil sie etwa 40 Prozent der Kreditvergabe des Internationalen W\u00e4hrungsfonds (IWF) mit Sitz in Washington in diesem Zeitraum darstellt.\u201c Damit hat die zweitgr\u00f6\u00dfte Volkswirtschaft insgesamt 240 Milliarden Dollar an Liquidit\u00e4tshilfen sowie Notkrediten an mehr als 20 Staaten wie beispielsweise \u00c4gypten verteilt.[35]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-7cb62\">Inzwischen ist China, nach den USA und Frankreich, zum drittwichtigsten Handelspartner Afrikas aufgestiegen. Insbesondere ragt die Investitionspolitik Chinas in den arabisch-afrikanischen Staaten hervor, unter anderem das im Jahre 2000 er\u00f6ffnete chinesisch-afrikanische Kooperationsforum.[36]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-9a48q\">Seit 2004 sind 700 chinesische Firmen in Afrika aktiv und deren Direktinvestitionen beliefen sich auf 1,5 Mrd. US-Dollar.[37] 2005 wurde zudem eine chinesisch-afrikanische Handelskammer in Peking er\u00f6ffnet, die insbesondere die wirtschaftlichen Beziehungen mit Kamerun, Ghana, Mosambik, Nigeria und Tansania unterst\u00fctzte und intensivierte. Allein 14.000 chinesische Unternehmen sind an dieser Kooperation beteiligt und in einem Dachverband zusammengeschlossen. Drei Viertel der afrikanischen Nationen haben bilaterale Abkommen mit der Volksrepublik China.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Inzwischen ist China, nach den USA und Frankreich, zum drittwichtigsten Handelspartner Afrikas aufgestiegen.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/wp-content\/media-ext\/0d3ede_1891a53973c04411a5cacd0d8b5b4ae4~mv2.jpg\" alt=\"\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-3n9i6\">Au\u00dferdem wurden Verhandlungen \u00fcber Freihandelszonen zwischen China und den s\u00fcdlichen afrikanischen L\u00e4ndern gef\u00fchrt. Gerade Waren wie Maschinen, Industrieprodukte, Telekommunikation, Waffen, Kleidung und Textilien finden auf den verarmten M\u00e4rkten des afrikanischen Kontinents ihren besten Absatz. Dort, wo Krisen bestehen, haben gerade milit\u00e4rische G\u00fcter aus China eine gro\u00dfe Nachfrage.[38] Bereits 2003 war China der zweitgr\u00f6\u00dfte Exporteur in die ECOWAS-Staatengemeinschaft (Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft) nach Frankreich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-1eqh1\">Im Gegensatz zu den westlichen Staaten und deren Investoren verfolgen die Chinesen und ihre Investoren eine ganz andere Au\u00dfenwirtschaftsstrategie. W\u00e4hrend die westlichen Marktaspiranten Afrika aufgrund der vielen widrigen Wirtschaftsindikatoren eher meiden, sehen die Chinesen gerade diese problematischen Faktoren als Chance. Sie gehen sogar direkt in Gebiete, wo Kriege herrschen, wie beispielsweise Angola, Sierra Leone oder die Demokratische Republik Kongo, und erwirtschaften hier hohe Renditen, weil sie sich zumeist bestimmten Gruppierungen, welche meistens das Sagen in jenen Regionen haben, anschlie\u00dfen. Oder weil sie, wie im Falle Jemens gegenw\u00e4rtig, den \u201eehrlichen Makler\u201c zwischen den Regionalm\u00e4chten Iran und Saudi-Arabien spielen.[39]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-fn0r0\">Ein weiterer Vorteil, den chinesische Investoren gerade in Afrika und den Staaten der Arabischen Liga sehr wohl auszunutzen wissen, ist die Fokussierung auf bestimmte sektorale Wirtschaftsgebiete, die die westlichen Staaten meiden, gerade im infrastrukturellen Bereich. Diese Nischenvorteile nutzt China, um bestimmte M\u00e4rkte nachhaltig zu besetzen. Auch wenn es scheint, dass dies nur kurzfristige Projekte sind, gelingt es dem Regime, die Sympathien vieler afrikanischer und arabischer Regime zu gewinnen. Dadurch erh\u00e4lt China den notwendigen politischen und den weiteren \u00f6konomischen Einfluss, um andere wirtschaftliche Sektoren zu besetzen. Gerade dort, wo die westliche Hemisph\u00e4re Sanktionen gegen verschiedene Regime in diesen Regionen verh\u00e4ngt hat, investiert das Pekinger Regime. China wird quasi zum Monopolisten in vielen Teilen der arabischen und afrikanischen Welt.[40]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Gerade dort, wo die westliche Hemisph\u00e4re Sanktionen gegen verschiedene Regime in diesen Regionen verh\u00e4ngt hat, investiert das Pekinger Regime.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-j2pj\">China hat diese Form der Au\u00dfenwirtschaftspolitik mehrfach angewendet, beispielsweise im Sudan oder in Simbabwe. Gegen diese beiden Staaten waren n\u00e4mlich von der westlichen Staatengemeinschaft Sanktionen wegen anhaltender Menschenrechtsverletzungen erlassen worden. Die asiatische Gro\u00dfmacht wurde dadurch zum wichtigsten Partner, weil gerade sie im UN-Sicherheitsrat die Souver\u00e4nit\u00e4t der jeweiligen Regime verteidigte. Hieraus konnte China unter anderem seine Energieversorgungspolitik absichern, was zugleich Konnex aus Wirtschafts-, Au\u00dfen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik, sowie die energiepolitische Strategie Chinas seit 1998 ist. Hieraus ergibt sich ein vielf\u00e4ltiges strategisches Konzept zur Ausweitung der \u00d6limporte.[41]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-ce5t0\">Die sukzessiven Importsteigerungen in dem Segment des \u00d6lhandels laufen parallel zu den Investitionen in bestimmten Gebieten Afrikas und den Staaten der Arabischen Liga. Hierzu z\u00e4hlen unter anderem Mauretanien, Algerien, der Sudan, Nigeria, Gabun, die Republik Kongo und die Elfenbeink\u00fcste.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-7lvpp\">Das zunehmende Interesse Chinas an afrikanischem und arabischem \u00d6l erkl\u00e4rt sich auch daraus, dass neue Erd\u00f6lquellen entdeckt und erschlossen worden sind, so beispielsweise im Golf von Guinea. Gerade Angola und Nigeria werden in naher Zukunft ihre Erd\u00f6lproduktion verdoppeln, vielleicht sogar verdreifachen. Hinzu kommen neue Erd\u00f6lproduzenten, wie beispielsweise der Tschad oder Sao Tom\u00e9 e Principe oder Mauretanien (als ein Teil der Arabischen Liga), welche die Produktivit\u00e4t ihrer Erd\u00f6lquellen nochmals erh\u00f6hen werden. Man geht davon aus, dass von 2001 bis 2030 ca. 360 Mrd. US-Dollar an chinesischen Investitionen in den \u00d6lsektor flie\u00dfen werden.[42]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-128gt\">Da, wo das kommunistische Regime \u00d6linteressen verfolgt, dort haben sie auch ihre gr\u00f6\u00dften Abnehmer von R\u00fcstungsg\u00fctern. Dies gilt insbesondere f\u00fcr den Iran, die Elfenbeink\u00fcste, den Irak und Angola. Das gilt auch f\u00fcr das Arabische-Liga-Land Sudan, dieses erh\u00e4lt Waffen aus China \u2013 wie \u00fcbrigens auch Russland und Wei\u00dfrussland \u2013 im Gegenzug f\u00fcr Erd\u00f6limporte.[43] Solch eine Sonderbeziehung pflegt China auch mit Nigeria, das aufgrund von schweren Menschenrechtsverletzungen mit einem westlichen Embargo belegt wurde. Auch dieses afrikanische Land erhielt aus China Waffen gegen \u00d6l.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"viewer-ffaum\" class=\"wp-block-heading\">Energiesicherheit versus Menschenrechte<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-782md\">Seit 1996 ist die Volksrepublik China an der sudanesischen staatseigenen Petroleumfirma National Petroleum Operating Company (GNPOC) beteiligt. Nachdem 1999 der Sudan auf die Liste der Staaten kam, welche als Unterst\u00fctzer des Terrorismus angesehen wurden, wurden gegen den Sudan von westlicher Seite Sanktionen erlassen.[44] Weil die sudanesischen Streitkr\u00e4fte im Rahmen des Nord-S\u00fcd-Konflikts brutal gegen die Liberation Army (SPLA) im S\u00fcden des Sudan vorgingen, zogen sich westliche Unternehmen aus dem Land zur\u00fcck. Dies wurde jedoch sofort von China, Indien und Malaysia ausgenutzt, um die dortigen Erd\u00f6lquellen zu erschlie\u00dfen. Zeitgleich zum Nord-S\u00fcd-Konflikt entwickelt sich seit 2003 in Darfur ein weiteres Krisengebiet im Sudan. Die Khartumer Regierung schlug den dortigen Aufstand mit Hilfe von Reitermilizen und der Armee repressiv nieder. Der UN-Sicherheitsrat konnte sich mit seiner Resolution 1574 im Jahr 2004 nicht durchsetzen, weil China, Pakistan, Russland und auch Algerien, ein anderer Arabische-Liga-Staat, sich bei der Abstimmung enthielten. Die Einzelinteressen dieser Staaten waren gegen\u00fcber dem kollektiven Zusammenhalt im humanit\u00e4ren V\u00f6lkerrecht durchsetzungsst\u00e4rker.[45]<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>Weil die sudanesischen Streitkr\u00e4fte im Rahmen des Nord-S\u00fcd-Konflikts brutal gegen die Liberation Army im S\u00fcden des Sudan vorgingen, zogen sich westliche Unternehmen aus dem Land zur\u00fcck.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-8992r\">Der Nord-S\u00fcd-Friedensvertrag (Naivasha-Abkommen, Januar 2005) zeigt das gesamte Dilemma dieses Versagens, weil nicht die Entwicklungsarbeit mit Khartum ausgesetzt wurde, sondern man eher darauf baute, dass die Weltgemeinschaft weiter den Nordsudan unterst\u00fctzen sollte. Wesentlich blieb jedoch, dass sich gerade China als Vetomacht im UN-Sicherheitsrat einsetzte, um eine effektive Sanktionierung der milit\u00e4rischen Handlungen der sudanesischen Regierung zu verhindern. Die Ursache hierf\u00fcr liegt gr\u00f6\u00dftenteils in Erd\u00f6linteressen Chinas, da Sudan 60% dieses Rohstoffes nach China exportiert, das sind 6,9% der chinesischen Erd\u00f6limporte. Hinzu kommt die Beteiligung an der GNOPC von etwa drei Milliarden US-Dollar an einem Investitionsprojekt durch die staatseigene chinesische CNPC im Ausland. Die Investition floss nicht nur in die Erd\u00f6lproduktion, sondern auch in den Bau von Pipelines, Hafenanlagen und Raffinerien. Dabei handelt es sich um langfristige Investitionen. Der Friedensvertrag zwischen Nord- und S\u00fcd-Sudan beinhaltet unter anderem, dass die von Khartum bereits abgeschlossenen \u00d6lkonzessionen erhalten bleiben, was nat\u00fcrlich Peking zugutekommt.[46]<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"viewer-4tqlv\" class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-3jf2o\">Die expansive Au\u00dfenhandelspolitik von China, gerade im Rohstoffbereich, ist \u00e4hnlich wie die der Kolonialm\u00e4chte des 19. Jahrhunderts in China. Die S\u00fcd-S\u00fcd-Beziehungen zwischen China und der arabisch-afrikanischen Region erscheinen f\u00fcr viele arabische und afrikanische Staaten als verlockend, weil Peking versucht, diese als \u00dcberwindung der kolonialen Epoche darzustellen. Ob sie jedoch wirklich zu einem Entwicklungsschub in diesen Gebieten f\u00fchren, ist noch keinesfalls ausgemacht. Die Pr\u00e4senz Chinas in Afrika und dem Nahen Osten ist eher mit einer neuen Form von kolonialer Herrschaft zu vergleichen. Gerade die Textilbranche in diesen Regionen, wo sich China sehr stark engagiert hat, zeigt, dass der Aufschwung nur von kurzer Dauer war. Denn als China sich wieder aus dem Textilgesch\u00e4ft in Afrika und dem Nahen Osten zur\u00fcckzog, brachen die Produktionszahlen ein und die Arbeitslosigkeit stieg erneut an, sodass keine nachhaltigen Entwicklungserfolge zu verzeichnen waren.[47] Zudem erstickt das Pekinger Regime nat\u00fcrlich Demokratisierungstendenzen und Liberalisierungsprozesse in den arabischen und afrikanischen Staaten, weil die Einzelinteressen sowohl der arabischen und afrikanischen Regimes als auch Chinas im Vordergrund stehen. So k\u00f6nnen sich die alten Eliten ihre Macht nicht nur sichern, sondern sie auch weiter ausbauen, weil die Kooperation der Regime auf dem Sektor der Wirtschaftspolitik, aber auch des milit\u00e4rischen Austauschs, die Basis daf\u00fcr bildet. In diesem Zusammenhang lud China die afrikanischen Armeechefs im Jahr 2018 zur Konsultation bez\u00fcglich der einzelnen maritimen St\u00fctzpunkte ein.[48]<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tdhj.org\/wp-content\/media-ext\/0d3ede_75390e83575a456387f2c6db169b4924~mv2.jpg\" alt=\"\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-b7bf2\">China ist in Staaten wie Angola und dem Sudan teilweise nicht daran interessiert, Probleme und Konflikte transparent zu l\u00f6sen, sondern eher die Ancien R\u00e9gime weiterhin zu st\u00e4rken, um an die wichtigen Ressourcen zu gelangen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><em>China ist in Staaten wie Angola und dem Sudan teilweise nicht daran interessiert, Probleme und Konflikte transparent zu l\u00f6sen, sondern eher die Ancien R\u00e9gime weiterhin zu st\u00e4rken, um an die wichtigen Ressourcen zu gelangen.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-b7h7c\">Hier verweist China immer wieder auf das Souver\u00e4nit\u00e4tsrecht der Staaten, auch wenn offensichtliche Menschenrechtsverletzungen vorliegen, im Interesse der Energiesicherheit Pekings. Aber auch, und das ist vielleicht das wesentliche Element chinesischer Machtpolitik, im Sinne der Ein-China-Dogmatik. Dies wird auch bei den ECOWAS-Staaten deutlich, die sich dazu \u2013 beispielsweise im Falle Malis \u2013 verpflichtet haben, interventorisch zu agieren, wenn Menschenrechte bedroht sind. Jedoch steht dies im Konflikt zur Politik Chinas und ihrer Souver\u00e4nit\u00e4tslogik. China hat also, genauso wie die europ\u00e4ischen Gro\u00dfm\u00e4chte des 19. und 20. Jahrhunderts, eigene Machtsph\u00e4ren in den afrikanischen und den arabischen Staaten abgesteckt. Es muss daher das Bestreben Europas sein, in einen st\u00e4ndigen Austausch mit China, der AU und der Arabischen Liga zu treten, der im Sinne der Gemeinsamkeiten sowohl Europas als auch Chinas, Afrikas sowie der arabischen Welt ist. Wenn n\u00e4mlich Europa nicht v\u00f6llig aus dieser afrikanisch-arabischen Region verdr\u00e4ngt werden will, dann muss Europa versuchen, \u00fcber Au\u00dfenwirtschaftspolitik m\u00f6glicherweise zu einer werteorientierten Politik in dieser Region Afrikas und der arabischen Staaten zu gelangen. Die Ausweisung des deutschen Botschafters aus dem Tschad j\u00fcngst zeigt, dass es afrikanische Staaten gibt, die eben nicht einer werteorientierten Staatspolitik folgen wollen, weil sie ein anderes Staatsverst\u00e4ndnis haben \u2013 im \u00dcbrigen gilt das auch f\u00fcr die arabischsprachigen Regionen. Gleichzeitig sollte Europa aber auch mit China im Dialog verbleiben, wenn es um entwicklungspolitische Fragen in diesen Regionen geht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;<\/p>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-dots\" \/>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"viewer-25ki1\">Ilya Zarrouk, Jahrgang 1981, studierte Neuere Geschichte, Wirtschafts -und Sozialgeschichte und Politikwissenschaft in Mannheim, Heidelberg und Tunis. Zarrouk ist seit 2013 Dozent an verschiedenen Abendakademien im Rhein-Neckar-Raum, wo er zu sicherheitspolitischen und milit\u00e4rpolitischen Fragen referiert. Bei den in diesem Artikel vertretenen Ansichten handelt es sich um die des Autors.<\/p>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-dots\" \/>\n\n\n<p id=\"viewer-7j5p2\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[1] Jonathan Steffens, \u201cGlobal Gedacht,\u201d Mai 05, 2022, <a href=\"https:\/\/globalgedacht.org\/neue-kolonialmacht-china-der-einfluss-chinas-in-afrika\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><u>https:\/\/globalgedacht.org\/neue-kolonialmacht-china-der-einfluss-chinas-in-afrika\/<\/u><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-3i4s7\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[2] Susanne Ku\u00df, \u201cDeutsches Milit\u00e4r auf kolonialen Kriegsschaupl\u00e4tzen. Eskalation von Gewalt zu Beginn des 20. Jahrhunderts,\u201c (Berlin, 2012), 49-59.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-89nfo\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[3] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-bc730\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[4] Klaus M\u00fchlhahn, \u201cGeschichte des modernen China\u201c (M\u00fcnchen, 2021), 207-211.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-8pqs7\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[5] Susanne Ku\u00df, \u201cDeutsches Milit\u00e4r auf kolonialen Kriegsschaupl\u00e4tzen. Eskalation von Gewalt zu Beginn des 20. Jahrhunderts,\u201c (Berlin, 2012), 49-59.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-bfms1\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[6] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-3ot2\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[7] Susanne Ku\u00df, \u201cDeutsches Milit\u00e4r auf kolonialen Kriegsschaupl\u00e4tzen. Eskalation von Gewalt zu Beginn des 20. Jahrhunderts,\u201c (Berlin, 2012), 49-59.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-9giki\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[8] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-6hmmb\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[9] Klaus M\u00fchlhahn, \u201cGeschichte des modernen China\u201c (M\u00fcnchen, 2021), 213-216.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-be60u\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[10] Susanne Ku\u00df, \u201cDeutsches Milit\u00e4r auf kolonialen Kriegsschaupl\u00e4tzen. Eskalation von Gewalt zu Beginn des 20. Jahrhunderts,\u201c (Berlin, 2012), 49-59.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-6e4sp\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[11] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-bv2fo\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[12] Spiegel-Studie, \u201cChina weitet milit\u00e4rische Pr\u00e4senz in Afrika offenbar massiv aus,\u201c Juli 14, 2017.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-4rc5l\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[13] Theo Sommer, \u201cChina First\u201c (M\u00fcnchen, 2019), 252-271; Paul Kennedy, \u201cIn Vorbereitung auf das 21. Jahrhundert,\u201c (Frankfurth am Main, 1996), 213-226.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-69prj\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[14] Erkl\u00e4rung zwischen Gro\u00dfbritannien und China v. 12. Juni 1985, hier explizit Art. 3 der Erkl\u00e4rung.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-7tede\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[15] Peter Schink, \u201cEine unheilvolle Allianz,\u201c April 11, 2022, <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/tagesanbruch\/id_100157968\/china-saudi-arabien-und-iran-drohung-einer-unheilvollen-allianz.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><u>https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/tagesanbruch\/id_100157968\/china-saudi-arabien-und-iran-drohung-einer-unheilvollen-allianz.html<\/u><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-1nhti\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[16] Theo Sommer, \u201cChina First\u201c (M\u00fcnchen, 2019), 171-180; Samuel P. Huntington, \u201cKampf der Kulturen. Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert\u201c (M\u00fcnchen, 2019), 372-373.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-bmqk3\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[17] Klaus von Dohnanyi, \u201cNationale Interessen. Orientierung f\u00fcr deutsche und europ\u00e4ische Politik in Zeiten globaler Umbr\u00fcche\u201c (M\u00fcnchen, 2022), 43-49.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-1ldgf\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[18] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-d0g2m\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[19] Samuel P. Huntington, \u201cKampf der Kulturen. Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert\u201c (M\u00fcnchen, 2019), 371.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-f18j4\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[20] Klaus von Dohnanyi, Nationale Interessen. Orientierung f\u00fcr deutsche und europ\u00e4ische Politik in Zeiten globaler Umbr\u00fcche (M\u00fcnchen, 2022), 44-57.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-6gk4a\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[21] Theo Sommer, \u201cChina First\u201c (M\u00fcnchen, 2019), 278-285.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-d00l2\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[22] Der neue Kosmos Welt-Almanach 2023, Stuttgart 2023, 95-103.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-c0qsk\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[23] Hendrik Ankenbrand, \u201cVerfr\u00fchter Jubel \u00fcber Xi,\u201c <em>FAZ<\/em>, November 01, 2021, <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/china-bleibt-energiesicherheit-wichtiger-als-klimaschutz-17613134.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><u>https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/china-bleibt-energiesicherheit-wichtiger-als-klimaschutz-17613134.html<\/u><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-7rup3\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[24] Miriam Steimer, \u201cChinas ,gro\u00dfer Sieg\u2018 zu einem hohen Preis,\u201c M\u00e4rz 03, 2023, https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/corona-china-pandemie-ende-100.html.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-26jpd\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[25] Klaus von Dohnanyi, \u201cNationale Interessen. Orientierung f\u00fcr deutsche und europ\u00e4ische Politik in Zeiten globaler Umbr\u00fcche\u201c (M\u00fcnchen 2022), 44-59.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-ebdrh\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[26] Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages, \u201cDas Engagement der Volksrepublik China in Afrika. Interessen, Strategien und Auswirkungen,\u201c Abschluss der Arbeit: Berlin, August 31, 2008, 4-9; Denis M. Tull, \u201cDie Afrikapolitik der Volksrepublik China,\u201c SWP-Studien (Berlin 2005), 7-11.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-dthq6\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[27] Denis M. Tull, \u201cDie Afrikapolitik der Volksrepublik China,\u201c SWP-Studien (Berlin 2005), 8.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-9hbsp\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[28] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-kegs\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[29] Mathias Kamp, \u201cAuthoritarian Donor States and their Engagement in Africa. A Focus on Strategic Power and exporting Political Systems,\u201d International Reports 02\/2021, 56-63.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-4egnp\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[30] Denis M. Tull, \u201cDie Afrikapolitik der Volksrepublik China,\u201c SWP-Studien (Berlin 2005), 9-11.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-2ucne\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[31] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-8blph\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[32] Ibid., 11-12.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-f5ta0\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[33] Klaus von Dohnanyi, \u201cNationale Interessen. Orientierung f\u00fcr deutsche und europ\u00e4ische Politik in Zeiten globaler Umbr\u00fcche\u201c (M\u00fcnchen 2022), 44-59.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-fommb\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[34] Denis M. Tull, \u201cDie Afrikapolitik der Volksrepublik China,\u201c SWP-Studien (Berlin 2005), 12-16.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-8trhd\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[35] Pierre Heumann, \u201eSaudi-Arabien bindet sich eng an China \u2013 und d\u00fcpiert US-Pr\u00e4sident Biden,\u201c Handelsblatt, Dezember 19, 2022, <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/ringen-um-einfluss-im-nahen-osten-saudi-arabien-bindet-sich-eng-an-china-und-duepiert-us-praesident-biden\/28858526.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><u>https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/ringen-um-einfluss-im-nahen-osten-saudi-arabien-bindet-sich-eng-an-china-und-duepiert-us-praesident-biden\/28858526.html<\/u><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-etol1\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[36] Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages, \u201cDas Engagement der Volksrepublik China in Afrika. Interessen, Strategien und Auswirkungen,\u201c Abschluss der Arbeit: Berlin, August 31, 2008, 6-11.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-915m\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[37] Denis M. Tull, \u201cDie Afrikapolitik der Volksrepublik China,\u201c SWP-Studien (Berlin 2005), 13-16.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-dun3g\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[38] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-4unj3\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[39] Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages, \u201cDas Engagement der Volksrepublik China in Afrika. Interessen, Strategien und Auswirkungen,\u201c Abschluss der Arbeit: Berlin, August 31, 2008, 6-11.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-4cegp\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[40] Denis M. Tull, \u201cDie Afrikapolitik der Volksrepublik China,\u201c SWP-Studien (Berlin 2005), 13-16.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-um9u\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[41] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-20gbg\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[42] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-a2fqd\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[43] Ibid., 19-23.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-8dv82\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[44] Hierzu Bericht des sudanesischen Kriegsministeriums im Jahre 1999-2002, auf Arabisch, \u00fcbersetzt von mir ins Deutsche, zu den Beziehungen zu China, siehe auch hierzu die mediale Berichterstattung zum \u00c4gypten\/Sudan-\u00c4thiopien-Nilkonflikt.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-drvrv\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[45] Denis M. Tull, \u201cDie Afrikapolitik der Volksrepublik China,\u201c SWP-Studien (Berlin 2005), 13-21.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-5jvdg\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[46] Idem.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-1hsi1\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[47] \u201cChinas neue Textil-Werkbank,\u201c <em>TAZ<\/em>, September 03, 2018, <a href=\"https:\/\/taz.de\/Investitionen-in-Ruanda\/!5529916\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><u>https:\/\/taz.de\/Investitionen-in-Ruanda\/!5529916\/<\/u><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"viewer-7tskq\" class=\"has-cyan-bluish-gray-color has-text-color wp-block-paragraph\">[48] Miao Tian und Antonio Cascais, \u201cChina l\u00e4dt Afrikas Armeechefs zum Tee,\u201c dw, Juni 26, 2018, <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/china-l%C3%A4dt-afrikas-armeechefs-zum-tee\/a-44404397\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><u>https:\/\/www.dw.com\/de\/china-l%C3%A4dt-afrikas-armeechefs-zum-tee\/a-44404397<\/u><\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abstract: 1900 kam es zwischen der Boxer-Sekte und den kaiserlich-chinesischen Truppen auf der einen Seite und einer Koalition der Kolonialm\u00e4chte auf der anderen Seite zu einem Konflikt um die Vormachtstellung in China. 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